Jüngster CTSO-Patient aller Zeiten

Frischer Case of the Week (2019 / 20): ganze zwei Tage alt ist „unser“, so weit ich weiß, jüngster Patient. Behandelt in der pädiatrischen Intensivstation der Uniklinik Lausanne. Wie so oft wurde der Adsorber wieder relativ spät – meint hier nach 24 – 48 Stunden – „angeklemmt“, was man vor dem Hintergrund, dass es (noch) keinen kleineren Adsorber für die Pädiatrie gibt, vielleicht halbwegs erklären mag.

Ich bin so frei, mal wieder die ganze Fallstudie reinzustellen. Den fett markierten Teil bitte lesen und selber feststellen, dass absolut NICHTS geholfen hat, bevor man sich für eine Adsorber-Behandlung entschieden hat (Tag 2 – 5, 72 Stunden). Kein Dopamin, kein Noradrenalin, kein Adrenalin, kein Piperacillin/Tazobactam, kein Vancomycin und keine Steroide.

Trotz Steroidbehandlung und mechanischer Kreislaufunterstützung blieben der refraktäre vasoplegische Schock und die Anurie bestehen und es wurde die Entscheidung getroffen, CytoSorb in den laufenden MCS-Kreislauf zu integrieren, um die Entzündungsmediatoren im Rahmen der hyperinflammatorischen Reaktion zu verringern (wahrscheinlich ausgelöst durch den kardiopulmonalen Bypass während Atrioseptostomie und durch die Prostaglandin-Behandlung)“

Meine anmaßende dafür aber unmaßgebliche Vermutung: ohne die Gabe von Levosimendan am 2. Tag hätte der Patient eventuell schneller stabilisiert werden können.

Fazit: krasse Nummer!

 

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CTSO in der Pädiatrie (zehn Patienten)

Frische Studie aus dem American Journal of Pediatrics.

Die nachfolgende Quelle beschreibt den Adsorber-Einsatz bei zehn pädiatrischen – sogar neonatalen – Patienten in Italien, die alle die maximale Standardtherapie bekommen hatten, ohne darauf noch anzusprechen. Wir haben es hier mit einer retrospektiven Single Center Studie zu tun, die kein abschließendes Urteil erlaubt aber durchaus weitere Indizien liefert.

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Bruno und die RACI

Das ist Bruno im Alter von fünf Wochen und im Arm meiner Tochter. Für den Namen bin ich verantwortlich. Aber weil niemand auf mich hört, schlage ich meiner Tochter so lange Namen vor, bis sie einen gut findet. Dann frage ich meine Eltern, ob sie damit einverstanden wären, dass meine Tochter sich einen Namen aussuchen darf.

Jaha, so schlau bin ich. Aus Familie wird man klug.

bruno

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Wer schneller tippt

hat früher Feierabend!

Bei mir scheint die Gicht eingesetzt zu haben. Vor 15 Jahren habe ich, glaube ich, noch 650 Anschläge pro Minute geschafft. Jetzt bin ich bei so knapp 400 bzw. 80 WPM und beim Blick auf die Top Rangliste wird mir schlecht (alle doppelt so schnell!)

https://10fastfingers.com/typing-test/german

Trainiere jetzt wieder. Wer mich platt machen will, bitte schön.

Garnix der Berufsberater

Seit ein paar Jahren schon sammele ich zusammen mit meiner Tochter Berufsideen. Wenn sie sich in der Schule langweilt, hat sie von mir den Auftrag, sich zu fragen, was sie beruflich mal machen will. Ihre Berufsideen werden dann in Excel eingekloppt, bewertet und ins Verhältnis gesetzt. Ich halte, so weit es mir möglich ist, die Schnauze und lasse sie machen.

Kriterien hat sie alle selbst ausgewählt: Spaß, Wachstum, Abwechslung, Geld, Sinn, Begeisterung, Freizeit.

Bewertet wird im 1 – 6 Schulnotensystem (1 = sehr gut).

Bislang bewertete Jobs: Grunschullehrerin, Erzieher, Papas Job, Fußpflege, Filmotto (= -schaffender), Veganer Weltverbesserer, Architekt, Wedding Planner, Abenteuer Youtuber, Häuserotto (so vermietertagebuchartig), McDonalds (war vor der veganen Zeit und um das Prinzip zu kalibrieren – wie schneiden Kackjobs ab), Investor und Fluglotse.

Hier der aktuelle Stand:

Berufe

Im Einser-Bereich liegen: Häuserotto, Abenteuer-Youtuber, Architekt, Grundschullehrerin und Filmotto.

Uns ist beiden klar, dass sich Ansichten ändern. Nächsten Monat wird sie 14. Deshalb schauen wir periodisch noch mal nach, ob es irgendwelche neuen Berufsideen gibt und ob sich die Bewertung der alten Berufsideen irgendwie verändert hat.

Nebenbei gibt es noch ein paar Erziehungsexperimente.