Ad nauseam

#Covid
Andrea: „Ich wünsche mir, dass neben den Appellen, sich impfen zu lassen, auch ein paar Hinweise kämen, wie man sein Immunsystem zusätzlich zur Impfung stärken kann…“

Gibt eine relativ große Studie dazu, wie die Ernährung eine Corona-Erkrankung beeinflusst:

„After adjusting for important confounders, participants who reported following ‘plant-based diets’ and ‘plant-based diets or pescatarian diets’ had 73% (OR 0.27, 95% CI 0.10 to 0.81) and 59% (OR 0.41, 95% CI 0.17 to 0.99) lower odds of moderate-to-severe COVID-19 severity, respectively, compared with participants who did not follow these diets.

Eine „plant-based diet“ bietet demnach den mit Abstand besten Schutz.

Quelle: https://nutrition.bmj.com/content/early/2021/05/18/bmjnph-2021-000272

#Wöörk
Seit langem extrem schwierig und kräftezehrend. Könnte mein fünftes Jahr werden, in dem Gehalt und Bonus stagnieren, obwohl ich die maximale Sichtbarkeit mit einem globalen Mandat habe und obwohl ich nachwievor Benchmarks setze. Letzte Woche hatte ich die Schnauze voll, weil jemand hinter meinem Rücken an meinem Konzept rumgesägt hat. Es folgte eine „Brand-Email“ mit der Erklärung, dass ich so nicht weiter an dem Thema arbeiten werde und um sofortige Ablösung bitte. Das Niveau ist insgesamt nicht gut. Geht alles nur mit Messer zwischen den Zähnen und Handgranaten in der Homeoffice-Jogginghose. Es folgte ein Anruf von einem Global Head mit Entschuldigung und Schleimerei, dass ich kurz vor Weihnachten vor dem Oberoberchef präsentieren und prinzipiell und für immer den globalen Lead in meinem Thema haben soll. Bin aber schon ganz schön alt und habe schon viel Scheiße gehört. Klarer Fall: wenn meine Arbeit im Rahmen der nächsten Gehaltsrunde nicht angemessen gewürdigt wird, muss und wird sich etwas ändern. Ich laufe Tag und Nacht mit Stimmen im Kopf durch die Gegend, die da nix verloren haben. Mache mir langsam Sorgen um mich. Keine Ahnung, wie lang man sich dieser MickeyMouseScheiße aussetzen kann ohne umzufallen. Und die Geschichte ist sowas von auserzählt.

#CTSO
Morgen ist das 8. deutschsprachige Anwendertreffen. Ich habe das Depot winterfest gemacht. Der Kurs kann quasi machen, was er will – ich dürfte im Sattel bleiben. Es vergeht aber bedingt durch meine berufliche Situation kein Tag, an dem mir nicht zumindest die Kurse von Ende August zurückwünsche. Allerliebster Superman, wenn du trotz meiner Jammerei noch irgendwas für mich übrig hast, bitte bitte den Kurs nach oben schrauben!

#Family & Friends
Freundin wurde gerade 50 – in Worten: fünf-null. Where have all se Playmates and se Unterwäschemodels gone? Oder wie meine Mutter sagte, als sie erfuhr, dass meine Freundin ein Jahr älter ist und vier Kinder hat: „Hä?“

Ist aber Quatsch. Ich habe ALLES ausprobiert. Hatte vor der jetzigen Beziehung was mit einer 29jährigen, die einen Mexiko-Käfer fuhr und extrem cool war. Kann aber auch eine Regisseurin aus Berlin gewesen sein. Oder ein Wendy-James-In-Jung-Double oder sonstwer.

Wir sind jetzt sechs Jahre zusammen – ist meine längste Beziehung. Sie ist extrem klug, kompetent, patent und schnell. Außerdem spiele ich gerne Tischtennis gegen sie, weil sie es hasst, gegen mich zu verlieren. Alles gut. Die Playmates dürfen sich alle ihren Fußballer suchen, meinen Segen haben sie.

Zum Geburtstag haben wir die ganze Mannschaft ins Auto gepackt und sind in ein passables Wellnesshotel gefahren. Der vor Ort zuständige Saunameister hat meine Freundin und mich mit Birkenzweigen ausgepeitscht. War gut. Jedenfalls habe ich „härter, härter“ gerufen.

#Viktoria
Bin ab Donnerstag zwei Wochen als Krankenpfleger und Fahrer meiner Freundin im Einsatz, die an beiden Augen operiert wird. Die Kinder werden vorübergehend zum Vater ausgelagert. Bis es so weit ist, habe ich mich zum Hadern und Jammern in die Weinberge zurückgezogen. Auch wenn ich die ganze Bande schon okay finde – hier und da brummt der Schädel und „die Freiheit“ ruft. Was mit dem Arbeits-Notebook an Bord so ziemlich die größte Lüge überhaupt ist. Bin durchgebucht bis Donnerstag und muss noch durch 79 Feuerreifen springen.

#Motto?
Einfach die üblichen Hausmittel: Eimerchen Vitamin-D, Mozart, Wendy und die Ohren unter der Mütze schön anlegen.

Aktienquartett

Kaum habe ich einen Tag Urlaub liege ich im Bett und werfe komische Aktienscreener an.

Mein aktueller Lieblingsscreener kennt 66.455 Aktiengesellschaften weltweit.

Um mir einen Überblick zu verschaffen, wo die Aktienkonkurrenz so im Vergleich zu meinen Investments steht, verwende ich in etwa folgende Kriterien.

Zur Erklärung: die Market Cap sollte größer als 100 Mio USD sein, Gross Profit Margins gerne > 75 %, es sollten mindestens 10 Mio USD auf dem Konto sein, so dass die nächste Stromrechnung noch bezahlt werden kann, die Revenues der letzten 12 Monate sollten größer als 20 Mio USD sein, um eine minimale Fallhöhe zu haben, die Umsatzzuwächse der letzten 5 Jahre sollten größer als 40 % p.a. sein (nennt sich CAGR) und der Umsatzzuwachs aus dem letzten bis ins nächste Jahr sollte geschätzt (Konsens) größer als 30 % p.a. sein.

Jetzt muss man wissen, dass es noch 300 andere Kennzahlen gibt und dass ich hier bewusst selektiv vorgehe und vorgehen muss, um mir ein vergleichbares Aktienquartett und -umfeld zu bauen. Man darf aber, glaube ich, sagen, dass die Kriterien sportlich sind und jedes Aktionärsherz höher schlagen lassen könnten.

Jetzt die große Frage: wie viele Unternehmen schaffen es ins Quartett?

Antwort: 0,02 % bzw. 10 Stück von den erwähnten 66.455.

In einer Zusammenfassung werden diese Unternehmen im Mean mit dem 10,4 und im Median mit dem 6,5fachen Umsatz gehandelt.

Jetzt hatte ich hier und da schon mal erwähnt, dass ich ein paar Anteile an einer Firma namens Cytosorbents halte, die aktuell mit dem 3,4fachen Umsatz gehandelt wird und die, ganz zufällig, in diesem Aktienquartett auftaucht.

Und so sieht es aus, unser Aktienquartett:

Jetzt darf und muss man natürlich fragen, warum ausgerechnet CTSO und nicht die anderen neun Firmen.

Da verlassen wir dann die Welt der Screener in Richtung „Deep-Dive-Research“ und müssen uns überlegen, wer welches realistische Umsatzpotential hat. Das dauert dann ein bisschen. Bei mir stehen dafür inzwischen sicher mehr als 2.000 Stunden Lektüre auf der Uhr.

Der benutzte Screener ist gut und kostenlos. Wer selbst schrauben möchte: tikr.com.

Nur fünf Dinge

Frei nach Gottfried Benn:

  1. Die Leere
  2. Das gezeichnete Ich
  3. Nuki
  4. Notstromaggregat
  5. Netgear Nighthawk M5

Ich bin auf Bruno-Besuch und habe gestern meinen Vater gefragt, was er sich zuletzt gekauft hat – konsummäßig. Er hatte keine Ahnung.

Garnix: „Ein Fernglas? Ein Messer? Ein Buch?“

Vater: „Nee.“

Ich glaube ihm sofort, dass er sich mindestens fünf Jahre nix mehr gekauft hat. Hat bei ihm wohl weniger mit Minimalismusgedanken zu tun. Eher so maximales Desinteresse an allem. Kann man aber trotzdem gut finden.

Garnix: „Klingt gut.“

Mein großes Ziel: ich kaufe dieses Jahr noch ALLES, was ich brauche und dann ist Feierabend mit Konsum. Spätestens am 01.01.22 geht’s los: ich brauche und kaufe nix mehr.

Bis es soweit ist, stehen noch drei Ausgaben an:

  1. Ein Nuki-Smart-Lock 3.0 Pro für die Wohnungstür meiner Freundin, weil ich den Gedanken, möglichst schlüsselfrei zu leben, seit hundert Jahren in mir trage und unmittelbar noch kein Umzug nach Kanada oder Afrika geplant ist. (Die schließen da nie ab.)
  2. Ein Honda EU 10i Notstromaggregat für die schwierigen Tage im Winter ohne Sonne, weil ich mich gerne möglichst weit von Campingplätzen entfernt aufhalte.
  3. Den mobilen 5G Router Nighthawk M5 – weil ich auf’s Internet angewiesen bin und es aktuell keinen besseren Router gibt.

Das sind noch rund 1.800 Euro Konsumkosten. Danach will ich nix mehr. Nur noch Löwenzahn und Brennesseln. Gaaaanz lange.

Ehrlich gesagt fällt mir sonst auch nix ein. Jedenfalls nicht bei derart bescheidenen CTSO-Kursen.

Und die Beziehung so?

Mit Freundin halte ich rund 210.000 Aktien. Im Februar war CTSO dieses Jahr mal bei 11,48 USD. Geschlossen wurde heute bei 5,16 USD. Macht einen Buchverlust von 11,48 – 5,16 = 6,32 x 210.000 = 1.327.200 USD innerhalb der Beziehung und innerhalb diesen Jahres. Die gesamte Gemeinde hier liegt in dieser Betrachtung bei einem Buchverlust von rund 4 Mio USD.

Da stellen sich Fragen.

  1. Doch lieber einen ETF-Sparplan?
  2. Droht die Freundin inzwischen mit Trennung?
  3. Kann man von am Straßenrand gezupftem Löwenzahn und Brennesseln leben?
  4. Wann lauert mir einer aus der Gemeinde auf und tritt mir in den Arsch?
  5. Was weiß Mutti?

Ad 1 – Das Verfahren läuft noch, behaupte ich frech. Ist aber gewagt, gebe ich zu. Der Beitrag hier könnte auch den Titel „Phönix in der Scheiße“ tragen.

Ad 2 – Nee. Heimlich will sie sogar einen Heiratsantrag. Gut: ich kann jetzt halbwegs glaubhaft sagen, dass wir uns eine Hochzeit nicht leisten können.

Ad 3 – Freundin sagt: ja.

Ad 4 – Tja. Ich sage mal so: gut, dass ich mobil bin.

Ad 5 – Sie weiß nur ganz ungefähr von „Zütto“. Verfolgt den Kurs aber täglich und hat die besten Ratschläge. Sie hätte zum Beispiel im August zu 9,40 USD verkauft und jetzt zu 5 USD wieder zurückgekauft.

Und wie geht’s jetzt weiter?

Noch habe ich Hundefotos!

Bruno in jung:

Und zufällig hat meine Tochter in New York vor zwei Jahren auch mal einen bedröppelten Pudel fotografiert: