Kuma

Lieber Kuma,

tausend Dank für deine Mühe! Auch wenn es nicht immer so aussieht, deine Kommentare helfen mir sehr. Anbei ein paar Anmerkunegn.

„Ich selbst hatte zu Beginn der Covid-Krise meinen Bestand mehr als verdoppelt. Als man dann Wochen und Monate nichts mehr gehört hatte – auch nicht aus China, Israel, USA etc. – aber selbst das Pflegepersonal auf Twitter verkündete, dass man den Filter hoffnungsvoll ausprobiert hätte, aber nichts Positives passiert ist, habe ich meinen Einsatz hinterfragt.

Der Umsatz ist im Covid-Jahr 2020 um 73 % gewachsen. Es gab eine durchaus bemerkenswerte und weltweite Aufmerksamkeit in Sachen Zytokinsturm. Dass Studienergebnisse mit Verzögerung eintrudeln, ist nix neues. Wenn du schreibst, es sei nichts positives passiert, dann sei bitte so gut und schaue dir noch mal diese Beiträge an:

Nicht das ich den Krankenschwestern glauben würde, nein, aber warum soll ich etwas auf diesen Case setzen, wenn es hier so viele Fragezeichen gibt? Wenn die Führungskräfte des Unternehmens wenig bis kein „skin in the game“ haben und ihren Bestand auch nicht erhöhen?

Der Vorstand hält rund 5 % bzw. 10 % mehr als vor einem Jahr – lasse ich mal so unkommentiert stehen.

Wenn mindestens die Hälfte aller Spezialisten den ganzen Ansatz der Therapie für ungeeignet halten?

Muss man halt schauen, worauf die sich beziehen. In der Regel beziehen sich die Zweifel auf:

  1. Die lange und erfolglose Geschichte der Hämoadsorption insgesamt, die in Wahrheit schon 40 Jahre zurückreicht.
  2. Die Schädler-Studie
  3. Die Supady-Studie
  4. Die Zürich-Studie
  5. Fehlende (große) RCT-Studien
  6. Fehlende FDA-Zulassung

Klingt schlimm? Ist es aber nicht. Nur so viel: keine Sau käme auf die Idee, die Gabe von Vasopressoren oder Antibiotika mitten in einem Behandlungszyklus abzubrechen.

Mit CTSO haben das bislang aber alle so gemacht. Ich kann da gerne näher drauf eingehen und komme bei Gelegenheit darauf zurück.

Vorab bitte noch mal schauen, welches der Bilder dir für dein Blut genehm wäre:

Und einmal kurz nachsehen, wie schwerwiegend der Erfolg des Adsorber-Einsatzes etwa von der Menge des gereinigten Blutes abhängen kann (Studie mit 70 Patienten aus einer deutschen Uniklinik):

Wenn das Unternehmen keine Guidance rausgibt, weil es selbst nicht weiß, wo es lang geht? Wenn ständig Ausreden in den Earnings Calls kommen??

Guidance wegen der Umsätze? Da gebe ich dir recht. Nach dem Fiasko mit der August-Guidance, könnte man da wirklich lieber ruhig sein. Auf der anderen Seite: wenn die Juli-Zahlen noch stark waren, hätte ich mich Anfang August ggf. auch dazu geäußert. Zeigt aber: keine Sau weiß, was die Zukunft bringt.

Wenn der eigentlich gedachte Use-Case immer mehr in den Hintergrund rückt und neue Anwendungsmöglichkeiten das Narrativ am Leben halten müssen?

Wenn du den Sepsis-Usecase meinst: die größten retrospektiven Studien waren sehr erfolgreich: 502 Patienten von Kogelmann, 116 Patienten von Brouwer, 70 Patienten aus der Uni Bochum. Rund 700 Patienten und darauf aufbauend ein laufender Multizentrischer RCT mit 160 Patienten mit dem für mich wichtigsten Arzt Deutschlands als Investigator: Prof. Dr. Kluge.

Was die anderen Usecases angeht: ist es falsch, diese zu erwähnen?

Basierend etwa auf einer Studie der LMU bin ich in Sachen Leberversagen und was einen RCT betrifft mindestens so optimistisch wie für die Blutverdünner-RCTs. Wenn ich Geld übrig hätte, würde ich hier die Mittel für einen RCT sofort spenden.

Ich verstehe nicht, warum Du Dir das antust. Du kannst nicht schlafen und es gibt Gründe dafür. Sollte man spätestens dann nicht etwas ändern?

Ja! Sobald man nicht schlafen kann, sollte man dringend die Positionsgröße anpassen und/oder tiefer in den Investment Case reinschauen, bis es mit dem Schlafen wieder klappt.

Man wird das Gefühl nicht los, dass es Dir vor allem ums Rechthaben geht.

Über diesen Punkt habe ich verhältnismäßig lange nachgedacht. So eine gewisse Neigung beim Rechthaben ist beruflich und erblich quasi immer schon dagewesen. Als ich als erster die Freiburg-Studie angegriffen habe, habe ich mich als Nicht-Mediziner zweifelsfrei weit aus dem Fenster gelehnt. Ein paar Monate später war ich mit meinem Angriff aber schon nicht mehr alleine. Wenn du einen Tipp hast, wie ich das sympathischer und weniger rechthaberisch machen kann: her damit.

Frage mal Dein Geld, wie es sich dabei fühlt in CTSO-Aktien festzustecken. Es geht für Dich nicht um das Unternehmen. Du arbeitest dort nicht. Es geht um Dein Geld… Deine Opportunitätskosten sind inzwischen sicher sechstellig im Vergleich zu einem langweiligen ETF. Das ist ein konkreter Schaden. CTSO ist kein Wachstumswert mehr.

Wenn ich mir noch mal einen Arbeitgeber suchen würde, dann stünde CTSO ganz oben auf der Liste. Ich kann nicht zählen, wie oft mir beispielsweise die Case-Studies Gänsehaut bereitet haben. Und der Aussage, dass CTSO kein Wachstumswert mehr ist, würde ich mit Verweis auf den letzten Beitrag hier widersprechen.

Ich wünsche Dir wirklich, dass sich CTSO am besten morgen verdoppelt oder verdreifacht. Nur glauben, kann ich daran nicht.

Danke sehr! Wird leider aber noch etwas dauern. Lass uns einen Stichtag festlegen: 28.08.2024.

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