Geo / Rittenau – Interview

https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/niko-rittenau-ueber-vegan-mythen-30655124.html

Veganer machen nur etwas mehr als ein Prozent der deutschen Bevölkerung aus. Warum beschäftigt sich der Rest eigentlich so engagiert damit, die Ernährungsweise einer absoluten Minderheit schlechtzureden?

Der Grund dafür ist, dass die Forderungen dieser Minderheit auf Dauer eine komplette Reform unserer Esskultur bedeuten kann und viele Menschen das bewusst oder unbewusst fürchten – und daher mit Ablehnung reagieren. Letztendlich passiert im Moment in Bezug auf den Veganismus genau das, was auch viele andere soziale Gerechtigkeitsbewegungen in früheren Zeiten erlebt haben: Zuerst wird das Anliegen ignoriert, dann belächelt, dann bekämpft und letztendlich wird es eine gesellschaftliche Norm. Aktuell befindet sich der Veganismus in der dritten Phase. Derartige gesellschaftliche Reformen gehen dabei stets von einer kleinen Gruppe engagierter Menschen aus …

… die allerdings wächst.

Wenn man sich die Wachstumszahlen innerhalb der letzten zehn Jahre ansieht, wird deutlich, dass der Veganismus eine der am schnellsten wachsenden sozialen Gerechtigkeitsbewegungen des 21. Jahrhunderts ist. Es liegt dabei in der Natur des Menschen, dass wir die langfristige Tragweite von technologischen und sozialen Entwicklungen unterschätzen und unnötig lange am Status quo festhalten. Dass eine tiefgreifende Veränderung im Mensch-Tier-Verhältnis stattfinden wird, steht meiner Ansicht nach fest. Es ist nicht die Frage ob, sondern wann das aktuell vorherrschende System sich von Grund auf verändern wird.“

Gutes Interview, danke Niko Rittenau.

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