Recht auf Wegsehen

Der große Denker und Philosoph Jakob Augstein hat mal sein Recht auf Wegsehen erklärt. Kontext waren damals Fotos syrischer Kinder.

„Aber wer tote und verwundete Kinder in den Dienst seiner Zwecke stellt, macht sich des Missbrauchs schuldig – ganz gleich, wie gut die Absichten sind. Es geht um den Missbrauch der Kinder und um den Missbrauch unserer Gefühle. Hört auf damit!“

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-die-bilder-von-toten-kindern-und-die-krise-des-mitleids-kolumne-a-1114489.html

Jetzt mal so unter uns und Butter bei die Fische: der Holocaust wäre doch auch nur halb so schlimm ohne die ganzen Bilder. Und würde uns die Wurst nicht auch viel besser schmecken, ohne die unseligen Tierrechtsaktivisten, die RÜCKSICHTSLOS auf unserer Gefühlsorgel spielen wollen?

„Jedes Bild ist eine Inszenierung. Und wer ein totes Kind zeigt, zeigt hundert andere nicht und nimmt wohl oder übel an einer Hierarchisierung der Opfer teil.“

Genau und überhaupt: was ist mit den Bildrechten – haben die Trändendrüsenterroristen überhaupt eine Genehmigung dafür? Und außerdem: schon auf den Galeeren hatte es mindestens zehn Prozent Freiwillige.

„Wenn man mir Bilder von toten Kinder zeigt, mache ich von meinem Recht auf Wegsehen Gebrauch.“

Danke, Jakob Augstein. Bahnbrechend. Drängt sich da nicht gleich eine Erweiterung des Grundgesetzes auf?

Art 0

(1) Das geistige und moralische Wohlempfinden des Menschen ist unantastbar.
(2) Das Deutsche Volk wünscht sich ungestörte Leichtigkeit, Lebensfreunde und sinnliche Genüsse ohne moralinsaure Vorhaltungen von Tränendrüsenterroristen in Wort, Schrift oder Bild.
(3) Schwarzbraun ist die Haselnuss, Schwarzbraun bin auch ich, bin auch ich, Schwarzbraun muss mein Mädel sein, gerade so wie ich, Falleri juwi juwi wi ja ha ha, Falleri juwi juwi wi ja ha ha, Falleri juwi juwi wi ja ha ha, Falleri juwi juwiwi

Wenn wir schon dabei sind: wer braucht denn eigentlich noch die Schwurbelei der ganzen anderen komischen Artikel?

Und Albert Einstein, den Oberschwurbler, texten wir einfach um:

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen zeigen.“

Viel besser so. Gute Absichten, am Arsch!

Ein Gedanke zu „Recht auf Wegsehen“

  1. Guter Punkt, ich habe aber keine gute Antwort…
    Außer der, dass der Mensch emotional schnell überlastet ist. Ist halt in der Höhle nicht vorgesehen gewesen, täglich dutzende Kinderleichen zu sehen.
    Wie schaut es übrigens mit dem toten Kleinkind von Nizza aus? Oder den Leichen im Bataclan?
    Klar, bisschen stumpfer whataboutism, aber die Frage warum bestimmte Leichen exzessiv gezeigt werden, mit Gesicht und Hintergrundstory und andere eine Statistik bleiben, die darf man sich schon stellen.
    Führt halt dazu, dass vieles leider nicht so schön schwarz-weiß ist.

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