Konsumtribunal

Ende Mai ist das Wohnmobil für eine Unterboden- und Hohlraumkonservierung angemeldet. Kosten: rund 3.000 Euro.

Rationale: Fahrzeugbasis ist ein Fiat Ducato. Die Dinger werden als Lieferfahrzeuge üblicherweise in sechs oder sieben Jahren runtergeritten und haben von Sekunde 0 an Rostprobleme. Das Wohnmobil (ohne Mopped nach Autarkieumbau) hat einen Anschaffungspreis von rund 115.000 Euro. Jährliche Fahrleistung soll sich im Bereich von 10.000 – 12.000 km bewegen und ich hätte gerne, dass das Wohnmobil 15+ Jahre hält. Gerne auch 20 Jahre. Habe hier aber keine Erfahrung. Aufbau ist GFK/Alu. Wenn die Möbel schlapp machen, jage ich zur Not einen Schreiner durch.

Frage in die Runde: machen die 3.000 Euro Sinn?

Als frugaler Hedonismusverweigerer und Sparquotenperversling hätte ich hier gerne Zuspruch oder auch Ablehnung. Do-it-Yourself-Hinweise sind schwierig: habe mehrerere linke Hände. Und, ja, der Preis ist hoch – aber Ausführung und Material wären toll.

Bitte um Feedback. Wer möchte kann hier in den Kommentaren seine nächste größere Anschaffung auch verteidigen und erklären.

12 Kommentare zu „Konsumtribunal“

  1. Hab keine Ahnung von Autos. Hört sich für mich aber an, als möchte man auf diese Art Arbeit unbedingt auch eine langjährige Garantie dazu haben wollen.

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  2. Wir fahren einen Pössl Kastenwagen Ducato. Eigentlich schon den dritten. Die Ducatos haben eigentlich einen guten Ruf. 15Jahre sollten gut drin sein. Ausschlaggebend dürfte euer Fahrverhalten um Winter sein. Eine Hohlraumversicherung habe ich noch nie gemacht. Ich kenne auch niemand der das gemacht hat. Ich würde die 3T€ nicht setzen. Dann lieber 2Jahre früher verkaufen und das Geld in den nächsten investieren. Falls dann noch Lust besteht.

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  3. Huhu Guru, hast uns vermisst, was?
    Mit Hohlraumversiegelungen kenne ich mich dank jahrzehntelanger Schrauberei an alten Karren ganz gut aus, 3.000 Taler finde ich etwas heftig. Wirklich wichtig ist eine Hohlraumkonservierung vor allem bei selbsttragenden Karrosserien, und davon ist bei einem Vollintgerierten nicht mehr viel übrig. Als Material bevorzuge ich, wie die meisten, „Mike Sanders Korrossionsschutzfett“.
    Beim Unterbodenschutz kann man auch viel falsch machen, ich bevorzuge einen dünnen transparenten Wachsfilm und nehme dafür Wachs, das eigentlich für Hohlräume gedacht ist. Andere nehmen auch dafür Produkte auf Fettbasis.
    Beides ist aber für Alltagskarren nur bedingt geeignet, weil es kontrolliert und ggf. erneuert werden muss.
    Ganz schlimm und eher wertmindernd als wertsteigernd ist schwarze Pampe am Unterboden, selbst wenn sie auf Wachsbasis ist und nicht auf Bitumenbasis, wie früher.
    Fazit: Wenn Du einen Kastenwagen-Van hättest, würde ich Dir dazu raten. Bei vollintegrierter weißer Ware lauert der Tod aber eher in Form eindringender Feuchtigkeit als in Form von Rost. Habe mir daher für unsere Karre ein Feuchtigkeits-Messgerät besorgt (50,- € statt 3.000,-€). Bin mir allerdings mit der Interpretation der Messergebnisse auch nicht so sicher.

    Liebe Grüße, Ente

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  4. Hi firsthuman,

    Guter Punkt. Habe keine Ahnung, ob es auf Unterbodenschutz überhaupt Garantie gibt.

    Gruß
    Garnix

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  5. Hi, Domi.

    Winterfestes Ganzjahresfahrzeug (schön mit Alde Wasserheizung plus 2,2 kw Standheizung) – also tendenziell immer im Einsatz. Ehrlich gesagt stehe ich auch noch unter Schock, was mich der Spaß gekostet hat. Dass die Ducatos, was Rost betrifft, einen guten Ruf haben, ist mir neu. Freut mich aber (zur Abwechslung) auch mal zu hören.

    Gruß
    Garnix

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  6. Huhu, Ente.

    Ja, vermisst. Gar keinen Lebensinhalt mehr ohne. 🙂

    Was macht der Nachwuchs?

    Mike Sanders ist ein Treffer. Der ganze Spaß findet bei WCS statt, falls dir das was sagt (wenn nicht: youtube). Frag nicht, was da ein bisschen Solargedöns kostet. Für mich war Unterbodenschutz für einen Vollintegrierten holzfreien GFK-Aufbau auch Quatschi. Dachte da primär ans Fahrgestell und an Rostgammelbilder, die man hier und da findet. Tatsächlich kann es aber (auf lange Sicht) Osmose-Probleme bei einem GFK-Aufbau geben, hat man mir gesagt. Die Firma ist auf Monate ausgebucht – auch mit Unterbodenschutz/Hohlraumversiegelung. Und die Kisten sind halt so teuer, dass die 3k für einen vermeintlichen Werterhalt auch nicht mehr sooo ins Gewicht fallen. Ist aber schon viel Geld, keine Frage. Was habt ihr für ein WOMO-Baujahr, wenn ich fragen darf? Gebraucht gekauft?

    Gruß
    Garnix

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  7. Was im australischen Tagebau funktioniert, funktioniert auch auf europäischen Straßen…http://www.couplertec.eu/de/

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  8. Hi, surf.

    Kannte ich nicht, danke. Vorteil: von einem klassischen Unterbodenschutz in meinem Fall: angeblich schütze ich den GFK-Aufbau untenrum vor Haarrissen und Osmose. So jedenfalls die Theorie bzw. die Aussagen meine WOMO-Gurus.

    Gruß
    Garnix

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  9. Hi, Murmel.

    Betroffen sind Motortypen der Abgasnorm Euro 5 und Euro 6 aus den Baujahren 2014 bis 2019. Meiner ist Baujahr 2020, 6-d-TEMP, 160 PS mit 9-Gang-Automatik, den ich mit weniger als 10 Liter Verbrauch bewege.

    Gruß
    Garnix

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  10. Sorry, bin noch ein paar Antworten schuldig geblieben:
    – Töchterchen wohlauf und zum Glück noch fast eine Dekade bis zur Pubertät;
    – Womo Baujahr 2014, neu gekauft;
    – Bevor ich vors Konsumtribunal komme: Es ist ein fast frugaler Alkoven-Nasenbär mit Dachlatten-Styropor-Aufbau und Renault Master unnedrunner.
    Hätte ich gewusst, dass Du aus einer Karrosseriebau-Dynastie stammst, hätte ich mich mit lehrerhaften Tipps zurückgehalten 😉

    Es grüßt mit dem Dengelhammer, Ente

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  11. #Karosseriebauer

    Soo blöd, dass ich damals noch so ein Hotelsuitenschnösel war und mir keine Expeditionsmobile zum Selbstkostenpreis habe bauen lassen. Komme ich ganz schlecht mit klar.

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