Das letzte Mahl

Sieht so aus, als würde es Sinn machen, den Bärenanteil der Kalorien im Tagesverlauf so früh wie möglich zu schnabulieren. Gibt tatsächlich RCTs dazu. Dr. Greger, bitte:

Ich probiere gerade, wie das bei mir klappt und esse so früh wie möglich zwei Vollkornbrote (mit dem Tomatenaufstrich aus dem Aldi und frischen Tomaten) plus in der Regel eine Banane und einen Apfel oder eine Birne. Im Idealfall gibt es dann eine zweite (und letzte) Mahlzeit – so früh wie möglich am Nachmittag/frühen Abend. Gerne schon gegen 16 Uhr – klappt arbeitsbedingt aber nicht so gut – kann bei mir auch mal 19 Uhr werden – das muss ich aber noch irgendwie ändern.

Wer zu faul ist für das Video, man hat über sechs Wochen zwei Gruppen beobachtet. Frühstücker und Frühstückauslasser. Nachfolgend die durchschnittliche Kalorienaufnahme pro Tag der beiden Gruppen:

  • 2.730 kcal/day breakfast bis 11 Uhr
  • 2.191 kcal/day breakfast-skipper

Macht für die Frühstückfraktion 539 Mehrkalorien x 7 Tage x 6 Wochen = 22.638 Extra-Kalorien im Vergleich zu den Frühstückauslassern.

Nach sechs Wochen hatten beide Gruppe die exakt gleiche Veränderung beim Körperfett. Die Beobachtung dazu war, dass die Frühstücker ein bisschen aktiver waren als die Auslassergruppe. Oder andersrum: Frühstückauslasser scheinen etwas träger zu sein – wahrscheinlich reguliert der Körper hier die Bewegungsbereitschaft etwas runter.

Was ich dem entnehme: stoffwechseltechnisch macht es Sinn, die Kalorienaufnahme so früh wie möglich im Tagesverlauf zu beenden. Ernährungsfenster aus dem Intervallfasten passen da ganz gut dazu. Der Widerspruch zu meiner Fresskomatheorie ist da, aber was soll’s. An Home Office Tagen oder wenn ich am Wochenende alleine bin, gibt es gegen 16 – 17 Uhr das letzte Futter für den Tag. Klappt gut. Ideal wäre wahrscheinlich ein Fenster zwischen 8 und 14 Uhr.

Vorausgesetzt man wohnt eher ebenerdig und springt abends nicht vor Hunger aus dem richtigen Fenster.

3 Kommentare zu „Das letzte Mahl“

  1. Ich hab noch eine Alternativversion zum Intervallfasten: Normal drei Mahlzeiten am Tag, also Frühstück, Mittag, Abendessen, aber zwischen den Mahlzeiten 0 Kalorien (außer evtl. Kaffee schwarz und Tee). Schokolade usw. kann man schon essen, aber eben nur unmittelbar nach dem Abendessen. Folgende nette Effekte:

    a) Kalorien werden allein dadurch eingespart, dass man nicht hier und dort noch Säfte trinkt, Nüsse oder Schokolade isst usw.

    b) Gegen zu viel Junkfood abends hilft, dass nach dem Abendessen einfach nicht mehr so viel reinpasst.

    c) Man entwickelt so etwas wie ein Hungergefühl, das man nicht hat, wenn man ständig zwischendurch was snackt.

    d) Ist je nach familiärer Situation verträglicher als zu sagen, dass man eine komplette Mahlzeit auslässt, wenn alle anderen essen.

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s