Veganismus ist scheiße, weil… – Teil 1

Vorschlag: wir sammeln für die Nachwelt mal die gängigen Schutzbehauptungen, Bedenken und Vorurteile gegen eine vegane Lebensweise. Wenn sich dann die nächste oder spätestens übernächste Anthropologen-Generation über uns lustig machen will, geht das in unter einer Minute im Copy- & Paste-Verfahren.

Zur Einstimmung ein paar Zitate zum Thema Veränderung:

  • „Bevor man die Welt verändert, wäre es vielleicht doch wichtiger, sie nicht zugrunde zu richten.“ Paul Claudel
  • „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen“ Glückskeks
  • „Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern“ der Oberglückskeks Konfuzius
  • „Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Machen wir uns von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.“ Christian Morgenstern
  • „Alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient, sollten wir lieben; aber für das Neue sollen wir eigentlich leben.“ Theodor Fontane
  • „Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit“ Mahatma Glückskeks
  • „Geduld ist eine gute Eigenschaft. Aber nicht, wenn es um die Beseitigung von Missständen geht“ Margaret Glückskeks Thatcher
  • „Was wir brauchen sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben“ George Glückskeks Bernhard Shaw

So reicht erstmal. Los geht’s – ohne Anspruch auf Vollständigkeit aber Anspruch auf Ergänzungen nach Bedarf. Weil ich bequem (faul) bin, klaue ich jetzt gleich mal jede Menge Earthling Ed. Die Kommentare sind teilweise bewusst kurz gehalten, das geht in jedem Fall auch ausführlicher, falls das jemand braucht.

„Tierische Produkte zu konsumieren, ist meine persönliche Entscheidung“

Kommentar: meine persönliche Entscheidung ist es, meine Tochter zu schlagen, Ölwechsel über dem Gulli zu machen und meinen Müll im Garten zu verbrennen. Merkste, ne? Es gibt logische und vernünftige Schranken persönlicher Entscheidungen. Wenn irgendwer oder irgendwas eine Mutter und einen Vater hat und empfindungsfähig ist, könnte man also schon mal inne halten, bevor man die Vergasungsanlage, den Schredder oder den Knüppel anwirft.

 

„Ich liebe Hunde, Katzen, Pferde – aber die anderen Viecher sind ja jetzt nicht sooo irgendwie, weißte.“

Kommentar: Ich finde Russinen und Schwedinnen gut, die anderen sind für mich eher uninteressant und können weg – viele sind auch echt hässlich, ganz ehrlich, wofür sind die denn gut? Blöd: die anderen sind halt auch empfindungsfähig und wollen tendenziell eher leben als die Kehle aufgeschlitzt zu bekommen.

 

„Die Veganer setzen Tiere mit Menschen gleich, das ist doch total daneben“

Kommentar: Nee, machen die gar nicht. Tiere sind keine Menschen. Andersrum wird eher ein Schuh draus. Egal. Schon im Grundgesetz steht, dass man Tiere nur aus gutem Grund toten/quälen darf. Ich hoffe, die Richtergeneration, die erkennt, dass das Runinieren der Umwelt, der Gesundheit und ethischen Handelns kein guter Grund sind.

 

„Ich esse nur Biofleisch und ganz wenig. Denen geht es doch richtig gut, den Weideviechern. Uuuund die gäbe es ja auch sonst gar nicht.“

Kommentar: Die Massentierhaltung, die für annähernd 99 % der tierischen Lebensmittel zuständig ist, ist gruseligst. Und Weidehaltung ist natürlich besser. Aber das macht es noch nicht gut. Wenn ich jemanden mit einem Bolzenschussgerät beglücke, der mit Seezugang in seinem Häusschen glücklich am Starnberger See lebt, macht es die Meuchelei ja auch nicht wirlich besser als die eines Sozialhilfeempfängers im Hochhaus. Oder?

 

„Veganer sind so extrem, das nervt vielleicht“

Kommentar: Das ist die Henne/Ei-Thematik. Den Prozess gewinnen aber die Veganer. Extrem ist es, ca. 60 Milliarden Landtiere und ca. 2.700 Milliaren Meerestiere PRO JAHR ab- und auszuschlachten. Wenn man das runterbricht, reden wir von 87.519 Tötungen pro Sekunde.

276

Als alter Zahlenfuzzi behaupte ich, dass das als extrem durchgeht.

 

„Vegetarisch reicht ja wohl auch!“

Kommentar: Nein. Das was in der Milch- und Eierindustrie passiert ist allerunterste Kanone. Da kann man nix beschönigen. Tut mir leid. Gut: es gibt inzwischen annehmbare vegane Pizza und veganen Parmesan.

 

„Ich mag den Geschmack von Fleisch und könnte ihn nicht aufgeben.“

Kommentar: Individuelle Geschmacksvorlieben über die ethischen Implikationen und die Höllenqualen von 2,7 Billionen Lebewesen pro Jahr zu stellen, ist schwierig bis scheiße. Wenn ich eine wirklich tiefe Befriedigung empfinde, Hunde mit dem Auto zu überfahren oder Hamster gegen die Wand zu werfen, ist das nach einem harten Tag im Büro für den ein oder anderen vielleicht nachzuempfinden. Aber es macht die Sache intergalaktisch ja nicht richtig.

 

„Tiere essen andere Tiere“

Kommentar: Wann hast du zuletzt einen Menschen auf allen Vieren rennen und das Fleisch von einem lebendigen Tier herunterreißen sehen? Omnivoren haben außerdem einen kurzen Darm, perfekt für das Verdauen von Fleisch, während Menschen einen unglaublich langen Darm haben, der ungeeignet ist für die Verdauung von Fleisch – daher die Verstopfungen und der Darmkrebs! Die Säure in den Mägen von Omnivoren und Karnivoren ist sehr starke Salzsäure, ideal für die Verdauung von rohem Fleisch. Das erklärt im Vergleich zu der schwachen Säure im menschlichen Magen, warum wir so anfällig für Lebensmittelvergiftungen durch halb gegartes Fleisch sind.

Davon abgesehen: Wilde Tiere töten einander. Bedeutet das, dass es moralisch vertretbar für Menschen ist, sich gegenseitig zu töten, nur weil es ein paar wilde Tiere tun?

Spoiler: Nee.

 

„Für eine ausgewogene Ernährung müssen wir tierische Produkte essen“

Kommentar: Ich zitiere mal Earthling Ed…

„Zu hören wir müssten tierische Produkte essen, um gesund zu sein, ist für Veganer eine sehr frustrierende Ausrede – immerhin sind wir der lebende Beweis dafür, dass dies einfach nicht wahr ist. Trotzdem glaubt die Mehrheit der Leute wirklich, dass tierische Produkte Nahrungsbestandteile enthalten, die wir nicht von anderen Lebensmitteln kriegen können und die wir für unsere Gesundheit und ein langes Leben brauchen. Immerhin muss es ja einen triftigen Grund dafür geben, warum wir all diese schrecklichen Dinge den Tieren antun, oder?

Die wichtigsten Nährwerte, die in Gesprächen mit Nicht-Veganern aufkommen, sind Proteine, Eisen, Kalzium und (wenn sie etwas besser Bescheid wissen) B12. Ich kann sehr empfehlen, sich diese vier Videos von Bite Size Vegan und Dr. Michael Greger anzuschauen (teils mit deutschen Untertiteln) und sich die Punkte, die aufgeführt werden, zu merken.
1) Proteine: Dr. Michael Greger von nutritionfacts.org
2) Eisen: Dr. Michael Greger von nutritionfacts.org
3) Kalzium: Dr. Michael Greger von nutritionfacts.org
4) B12: Dr. Michael Greger von nutritionfacts.org

Sowohl die American Dietetic Association (zu Deutsch etwa: „Amerikanische Gesellschaft für Diätetik und Ernährung“), als auch die British Dietetic Association (zu Deutsch etwa: „Britische Gesellschaft für Diätetik und Ernährung“), die größten Verbände aus Experten für Ernährung und Diät in beiden Ländern, erklärt haben, dass eine pflanzliche (vegane) Ernährung sicher und geeignet für alle Lebensabschnitte ist, einschließlich  Schwangerschaft.

Das bedeutet, wir können offiziell alle Nährstoffe aufnehmen, ohne dass wir Tiere oder ihre Sekrete essen müssen. Proteine, Eisen, Calcium und alle anderen Nährstoffe, die wir mit tierischen Produkten in Verbindung bringen, können leicht aufgenommen werden, ohne, dass wir Tiere ausbeuten müssen.

Was haben die größten und stärksten Landtiere der Welt, der Elefant, das Nashorn und das Nilpferd, alle gemeinsam? Sie sind alle Pflanzenfresser. Aber glaubt irgendjemand, dass ein Elefant Proteinmangel oder ein Nashorn schwache Knochen hat?
Was ist mit einem Gorilla? Wir Menschen teilen etwa 98% unserer DNA mit Gorillas und sie sind Pflanzenfresser. Aber wie viele Gorillas mit einem Proteinmangel haben wir schon gesehen? Warum sollten Tiere, die eine fast identische DNA haben wie wir, aber so viel stärker sind als wir, in der Lage sein alle benötigten Nährstoffe von Pflanzen zu bekommen, wenn wir Menschen das nicht können?

Genau genommen wurde das Konsumieren von tierischen Produkten mit den häufigsten Zivilisationskrankheiten in Verbindung gebracht. Herzkrankheiten, Diabetes Typ 2, viele Krebsformen, Schlaganfall, Bluthochdruck, Demenz und Osteoporose wurden alle untrennbar mit dem Konsum von tierischen Produkten in Verbindung gebracht und viele von diesen Krankheiten können durch die Umstellung auf einen rein pflanzlichen Lebensstil behandelt und sogar geheilt werden. Empfehlung: „Uprooting the Leading Causes of Death” (YouTube, zu Deutsch etwa: „Den häufigsten Todesursachen auf den Grund gehen”, mit deutschen Untertiteln) und „What the Health” (Netflix) anzuschauen.“

 

„Tiere zu essen ist Teil der Tradition und Kultur“

Kommentar: Ed, bitte.

„Es ist wahr, wir essen seit vielen Jahrhunderten Fleisch, aber rechtfertigt die Beständigkeit von etwas dessen Existenz und Fortführung? Ist die Ausrede, Tiere zu essen sei eine Tradition, eine zulässige Rechtfertigung, um nicht vegan zu werden? In Bezug auf kulturelle Identität: Warum sollten wir mit dem Schlachten unschuldiger Lebewesen unsere Kultur feiern, wenn wir verschiedene Kulturen und Lebensbereiche durch Musik, Tanz und Sprache ehren können? Warum ist der ausschlaggebende Faktor, der die ganze Menschheit miteinander verbindet, der Konsum von Tieren und nicht die universelle Erkenntnis, dass wir alle Brüder und Schwestern sind, Wesen dieser Erde, die dadurch verbunden sind, dass wir den Planeten teilen? Nicht gleich, aber ebenbürtig.
Kulturelle Tradition nagelt uns an unseren vergangenen Vergehen fest. Wenn die Menschheit jemals den Missbrauch von Tieren hinter sich lassen will, müssen wir alle Traditionskonzepte entfernen, da Tradition ein Konstrukt des Egos ist, weitergegeben von Generation zu Generation, um jegliche Bedrohung durch Veränderung zu beseitigen und so verhindern. Tradition war niemals und wird niemals eine gültige Ausrede für die Taten sein, die wir als eine Spezies begangen haben und besonders nicht für den fortwährenden Mord und den Konsum fühlenden Lebens.“

 

„Wenn wir keine Tiere essen würden, würden sie uns überrennen oder aussterben“

Kommentar:

„Im ersten Augenblick kann diese Ausrede ziemlich lustig wirken, aber eigentlich glaube ich, dass sie eine Daseinsberechtigung hat, wenn man die Antwort nicht kennt. Diese Ausrede beruht auf der Vorstellung, dass alle Tiere einfach freigelassen werden würden, würden wir aufhören sie zu essen, sie unsere Umwelt verwüsten oder einfach alle geschlachtet und dann entsorgt werden würden.

Um diese Ausrede zu entkräften, müssen wir einfach nur die Tatsache hervorheben, dass die landwirtschaftliche Tierhaltung auf dem System von Angebot und Nachfrage beruht. Wenn wir Produkte kaufen, verlangen wir, dass mehr von diesem Produkt zur Verfügung gestellt wird. Bauern züchten nur so viele Tiere, wie sie verkaufen können, sie werden nicht mehr züchten, weil es ganz einfach nicht wirtschaftlich oder rentabel wäre. Die Welt wird nicht über Nacht komplett vegan werden, sondern es wird stattdessen ein schrittweiser Prozess über einen langen Zeitraum sein. Daher werden im Verhältnis zum Wachstum des Veganismus immer weniger Tiere gezüchtet, da nach und nach mehr Leute vegan werden.

Wenn die Bewegung immer weiterwächst, wird sich dieses Muster fortsetzen, was bedeutet, dass wir letztendlich in einer veganen Welt leben und Bauern somit also einfach keine Tiere mehr für die Produktion züchten werden. Folglich werden wir niemals in der Situation sein, in der Milliarden von Tieren in die Wildnis freigelassen werden oder alle zum Schlachthaus gebracht, getötet und entsorgt werden.

Mir wurde sogar von Nicht-Veganern gesagt, es sei nicht vegan, vegan zu sein, da Milliarden von Tieren geschlachtet werden müssten. Aber wenn wir einmal mit der Logik von Angebot und Nachfrage auf diese Ausrede blicken, wird es relativ leicht verständlich, warum sie komplett verlogen ist.

Häufig kommt dann die Behauptung auf, dass das bedeutete, die Tiere würden aussterben. Dies ist ein recht interessantes Argument, da die Anzahl der Tiere offensichtlich exponentiell abnehmen würde, bis hin zum Aussterben. Nun gibt es unterschiedliche Wege dieses Argument zu betrachten. Erstens sind die Tiere, die wir essen und ausbeuten keine natürlichen Tiere. Sie wurden alle gezähmt, selektiv gezüchtet und genetisch modifiziert – auf eine Art und Weise, die bedeutet, dass sie niemals dazu bestimmt waren zu existieren.

Milchkühe wurden genetisch dazu verändert zehnmal mehr Milch zu produzieren, als sie es natürlicherweise tun. Legehennen wurden so gezüchtet, dass sie 300 Eier pro Jahr legen, anstelle von den 10 bis 20 Eiern, die sie natürlicherweise legen würden. Masthühner wurden dazu gezüchtet zu einer abnormalen Größe in unglaublich schneller Zeit zu wachsen. Schafe wurden so verändert, dass sie mehr Wolle produzieren und mehr Lämmer gebären, als sie es natürlicherweise würden.

Durch diese genetischen Veränderungen ist es sehr unwahrscheinlich, dass irgendeines dieser Tiere dazu in der Lage wäre, allein in der Wildnis zu überleben. Sie bräuchten daher Menschen, die sich um sie kümmern. Letztendlich müssten wir entscheiden, ob wir eine gesunde Population dieser Tiere beibehalten wollen würden oder ob es ethischer wäre, ihnen zu erlauben nicht länger zu existieren. Stattdessen könnten wir unsere Ökosysteme mit ihrer natürlichen Biodiversität erneut bereichern. Theoretisch gesehen wären wir auch dazu in der Lage, viele wilde Tiere wieder in ihre natürlichen Lebensräume zurückzuführen, da wir nicht mehr so riesige Landflächen für die landwirtschaftliche Tierhaltung benötigen würden.

Außerdem würde es natürlich noch Gnadenhöfe geben, auf denen gerettete Tiere das Recht hätten, ihr Leben zu leben. Es wird darüber hinaus auch immer eine Menge Leute geben, die mehr als bereit wären, ihr Geld und ihre Zeit dafür aufzuwenden, um sich um die Nutztiere zu kümmern und ihnen die Beachtung zu schenken, die sie brauchen.
Ich glaube, es ist auch wichtig anzumerken, dass viele dieser Tiere in Ländern, in denen sie künstlich gezüchtet werden, nicht heimisch sind. Schafe zum Beispiel sind in Amerika nicht heimisch und sollten dort nicht sein. Leider sind es die Wildtiere, deren natürlicher Lebensraum zerstört wird, um Platz für Nutztierhaltung zu machen. Heimische Wildtiere werden zudem oft gejagt und getötet, um die Herde eines Bauers zu beschützen. Ich glaube also, wenn jemand das Artensterben anführt, ist es wichtig anzumerken, dass landwirtschaftliche Tierhaltung die Hauptursache für das Artensterben ist und wir momentan das größte Massensterben der letzten 65 Millionen Jahre erleben. Wenn ihnen also wirklich das Artensterben Sorgen macht, sollten sie erst recht vegan werden!“

 

„Menschrechte sind ja wohl wichtiger!“

Kommentar: Ed, bitte.

„Es ist witzig wie die Leute auf einmal leidenschaftliche Menschenrechtler werden, wenn du ihnen erzählst, du seist ein Aktivist für Veganismus oder einfach nur ein Befürworter von Tierrechten. Die Ausrede: „Aber sollten wir uns nicht auf das Lösen von Problemen der Menschheit konzentrieren?“ wird dann als eine ausreichende Rechtfertigung für den weiteren Konsum tierischer Produkten hervorgezaubert. Aber ist es eine gerechtfertigte Ausrede, sollten wir menschliche Probleme zuerst lösen? Eines der Hauptprobleme mit dieser Ausrede ist, dass man sie letztendlich auf alles anwenden kann. Wenn jemand sagen würde: „Ich glaube, es ist wirklich wichtig, dass wir uns um die Obdachlosen kümmern“ könnte man erwidern: „Aber sollten wir uns nicht darum kümmern, die Situation in Syrien zu verbessern?“ Oder auf „Wir sollten die Reduzierung von Unterstützungen für Menschen mit Behinderung thematisieren“ könnte jemand antworten: „Aber sollten wir uns nicht um die Ausbeutung der Arbeiter in Bekleidungsfabriken in Bangladesch kümmern?“. All diese Probleme müssen gelöst werden und es wird nichts erreicht, wenn man eine von ihnen als weniger wichtig einstuft.

Vegan zu sein ist einfach und bedeutet nichts anderes als keine tierischen Produkte zu konsumieren, keine Tierhaut zu tragen, keine an Tieren getesteten Kosmetikprodukte zu kaufen und nicht die Ausbeutung von Tieren in jeglicher Form zu unterstützen. Also kannst du ein Menschenrechtler und ein Veganer sein. Du kannst freiwillig in einem Obdachlosenheim helfen und Veganer sein und du kannst Schulen und Krankenhäuser in armen Ländern bauen und trotzdem noch vegan sein. Vegan zu sein ist eine passive Aktion, es verlangt sehr wenig vom Einzelnen.

Eines der Hauptprobleme dieser Ausrede ist, dass es wirklich den dahinter versteckten Glauben hervorhebt, dass die Menschen keine Tiere seien und wir vom Tierreich abgegrenzt und überlegen existieren würden. Es ist ein sehr deutlicher Beweis für die speziesistische Mentalität unserer Gesellschaft. Darüber hinaus, und das scheinen viele Nicht-Veganer nicht zu durchschauen: Wenn wir jetzt alle vegan werden würden, würden wir nicht nur die Ausbeutung der Tiere beenden, wir würden auch einige der wichtigsten Menschenrechtsprobleme beenden, mit der sich unsere Spezies konfrontiert sieht.

Auf der Erde wird momentan genug Nahrung für 12 Milliarden Menschen angebaut und trotzdem leben in einer Welt mit nur siebeneinhalb Milliarden Einwohnern etwa 800 Millionen Menschen durch Lebensmittelmangel in Hungersnot. Lebensmittel, die wir haben, aber die wir stattdessen an die nichtmenschlichen Tiere verfüttern, damit wir ihr Fleisch essen können. Tatsächlich ist allein die USA dazu in der Lage jeden einzelnen dieser 800 Millionen Menschen mit dem Getreide zu ernähren, mit dem sie die Tiere aus
der Massentierhaltung füttern. Außerdem leben 82% der hungernden Kinder in Ländern, in denen Essen angebaut wird, das an Masttiere verfüttert wird. Vegan zu werden könnte diese ungerechte Verteilung der Lebensmittel beenden.

Wenn wir alle vegan werden würden, würden wir die Ausbeutung von Arbeitern mit Migrationshintergrund und Menschen in Armut beenden, die in Schlachthäusern arbeiten, weil sie keine andere Wahl haben. Dieses Berufsfeld verzeichnet mit die höchsten Raten an Selbstmord, Drogen- und Alkoholmissbrauch, posttraumatischer Belastungsstörung, Depression und Angststörungen aller Berufsfelder. Wenn wir alle vegan werden würden, würden wir die Ausbeutung der Arbeiter im Gerbereisektor in Indien, Bangladesch und anderen Entwicklungsländern beenden, von denen 90% vor dem 50. Lebensjahr sterben und die Kinder haben, die stark behindert zur Welt kommen aufgrund der giftigen Chemikalien, die für die Produktion von Leder benötigt werden.

Wenn wir alle vegan werden würden, würden wir die Ausbeutung der Ureinwohner im Amazonas beenden, dessen Gemeinden ihrer Heimat entrissen und zerschlagen werden, damit die Landwirtschaftsindustrie mehr Regenwald zerstören kann.
Der Veganismus erlaubt uns, uns wieder mit unserem angeborenen Mitgefühl zu verbinden. Wenn wir alle vegan werden würden, würde die Gesellschaft auf natürliche Weise liebevoller und einfühlsamer werden. Wie könnten wir ein anderes menschliches Wesen verletzen, wenn wir es als Gesellschaft unmoralisch ansehen einem Huhn Schmerz zuzufügen?

Wenn man mit den überwältigenden Tatsachen konfrontiert wird, die aufzeigen, wie viel menschliche Ausbeutung nötig ist, um die tierische Produkte zu produzieren, die wir essen und tragen, wird klar, dass jeglicher Versuch das Leid der Tiere mit dem Leid der Menschen abzuwerten, nicht nur falsch, sondern auch schlecht durchdacht ist.
Die Ausrede: „Aber sollten wir uns nicht auf Menschenrechtsprobleme konzentrieren?“ ist also nicht gerechtfertigt, weil der Veganismus bedeutet, dass wir uns mit Menschenrechtsproblemen beschäftigen. Wenn uns das Leid der Menschen etwas bedeutet, sollten wir vegan sein.

„Glaubst du, es ist komisch, dass wir genug Essen haben, um jedes Jahr 56 Milliarden Landtiere zu ernähren und trotzdem 800 Millionen Menschen in Hungersnot leben?“

Oder: „Inwieweit macht die Tatsache, dass es Krieg im Mittleren Osten oder Menschen ohne Zuhause gibt, es akzeptabel für dich jemanden dafür zu bezahlen, dass er Tiere tötet und schlachtet?“

 

„Pflanzen empfinden Schmerzen“

Kommentar: Ed schon wieder…

„Diese Ausrede höre ich weitaus öfter, als ich es jemals erwartet hätte. Selbst bevor ich vegan wurde, habe ich es niemals in Betracht gezogen, dass Pflanzen Schmerzen fühlen und leiden könnten, wenn wir sie essen. Trotzdem ist das, aus welchem Grund auch immer, etwas, was ich ständig erzählt bekomme.

Zuerst ist es offensichtlich wichtig die Wissenschaft dahinter zu thematisieren. Einer Pflanze fehlt ein zentrales Nervensystem, Schmerzrezeptoren und ein Gehirn, wodurch eine Pflanze anatomisch gesehen nicht die Möglichkeit hat, Schmerz zu empfinden.

Wir Menschen und nichtmenschliche Tiere fühlen hauptsächlich Schmerzen, damit wir darüber alarmiert werden, dass wir in Gefahr sind oder verletzt werden und wir deswegen dieser Situation entkommen müssen. Wenn wir das in Betracht ziehen, wäre das Leben für eine Pflanze qualvoll, da sich eine Pflanze nicht bewegen kann und jeglicher Schmerz daher unausweichlich für sie wäre. Das wirft die Frage auf, warum eine Pflanze jemals so schrecklich schwächende und zerstörerische Charakteristika entwickeln würde, wo es doch gegen den fundamentalen Zweck der Evolution geht?

Wenn wir uns nun das Argument „Pflanzen fühlen Schmerz“ aus dem Standpunkt einer Person anschauen, die an einen Schöpfer glaubt, warum sollte dann ein wohlwollender, barmherziger Gott Pflanzen mit so einem schrecklichen Fluch belegen? Warum sollte er zulassen, dass sie so schrecklich leiden, wenn es nicht ihrem Überleben dient?
Ich glaube der Aspekt, dass Pflanzen tatsächlich lebendig sind, ist einer der Gründe, warum es Verwirrung zwischen der Beziehung von Pflanzen und Schmerzen gibt. Sie führen verschiedene Aktivitäten auf zellulärer Ebene aus, wie zum Beispiel sich zum Sonnenlicht zu neigen. Tatsächlich sind Pflanzen zu einigen wahrhaftig verblüffenden Dingen in der Lage, aber sie führen keine Aktivitäten auf einer bewussten oder kognitiven Ebene aus, was im Wesentlichen bedeutet, dass Pflanzen nicht empfindungsfähig sind.
Ich glaube zu betonen, dass Pflanzen zwar reagieren, aber nicht antworten, ist ein wirklich guter Weg es seinem Gesprächspartner aufzuzeigen. Eine Venusfliegenfalle schließt sich durch eine Fliege; nicht, weil sie sich geistig darüber bewusst ist, dass eine Fliege auf ihr gelandet ist, sondern weil sie auf den Reiz in Form von Druck reagiert, den die Fliege durch das Landen ausübt. Das erklärt, warum sich eine Venusfliegenfalle durch alles schließen würde, was diese Reaktion hervorruft, einschließlich Zigarettenstummel. Eine Kuh allerdings wird keine Zigarettenstummel essen, nur weil ihr jemand diese in den Mund steckt, da eine Kuh bewusst antwortet.
Entfernen wir uns nun von der Wissenschaft hinter der Frage, ob Pflanzen Schmerzen fühlen, und konzentrieren uns auf die Ethik hinter dieser Ausrede.
Ich wage zu bezweifeln, dass jemand wirklich glaubt, es sei das gleiche, einen Blumenkohl ins kochende Wasser zu werfen oder Hühner lebendig zu kochen (etwas, was im Schlachtungsprozess von Hühnern oft passiert). Niemand glaubt, das Durchschneiden der Kehle einer Kuh sei vergleichbar mit dem Abschneiden des Stängels eines Brokkoli oder das Kastrieren von Schweinen mit dem Schälen eine Kartoffel.

Aber angenommen dein Gegenüber ist davon überzeugt, dass Pflanzen genauso Schmerzen empfinden wie Tiere: Man braucht bis zu 16 kg Pflanzen um 1 kg Fleisch zu produzieren, weswegen erheblich mehr Pflanzen für die Produktion von Tierprodukten als für die Erzeugung von veganen Produkten getötet werden. Darüber hinaus ist es wichtig anzumerken, dass bis zu 91 % der Zerstörung des Regenwaldes durch die landwirtschaftliche Tierhaltung verursacht wird, was bedeutet, dass Millionen von Bäumen für den Konsum von tierischen Produkten gefällt worden sind bzw. weiterhin gefällt werden.

„Sagen wir der Diskussion zuliebe mal, dass Pflanzen Schmerzen fühlen. Bist du dir bewusst darüber, dass es bis zu 16 kg Pflanzen benötigt, um 1 kg Fleisch zu produzieren, weswegen erheblich mehr Pflanzen für tierische Produkte ermordet werden als für vegane Produkte?“ Oder: „Wenn du eine Straße herunterfahren würdest und ein Hund vor dein Auto springt, würdest du in ein Blumenbeet ausweichen, um nicht den Hund zu überfahren?“ Das verstärkt die Tatsache in den Gedanken der Leute, dass es einen moralischen Unterschied zwischen nichtmenschlichen Tieren und Pflanzen gibt, da wir in dieser Situation immer entscheiden würden den Hund zu retten und stattdessen zu den Pflanzen auszuweichen.

 

„Tiere empfinden keinen Schmerz und leiden nicht so wie wir“

Kommentar: Ed?

„Nach der „Pflanzen fühlen Schmerzen“-Ausrede, glaube ich, ist es auch wichtig darüber zu diskutieren, ob Tiere Schmerzen fühlen, oder zumindest, ob sie Schmerzen so wie wir Menschen empfinden – da das manchmal hinterfragt wird. Tatsächlich habe ich schon gesagt bekommen, dass nichtmenschliche Tiere kein Gehirn hätten. Es ist beängstigend, dass es Leute gibt, die das tatsächlich glauben.
Wir haben schon länger Gesetze, die verlangen, dass wir Tiere human behandeln, auch wenn diese Gesetze ganz offensichtlich nicht sehr effektiv sind. Aber mein Punkt ist, dass wir tatsächlich anerkennen, dass wir für den Missbrauch zum Beispiel eines Hundes bestraft werden würden, weil wir die Fähigkeit eines Hundes verstehen, Schmerzen und Leid zu fühlen. Wenn man das mit der Ausrede vergleicht, dass Pflanzen Schmerzen fühlen, stellt man fest, dass es kein Gesetz gibt, welches es mir verbietet auf die Straße zu gehen und einem Gänseblümchen alle Blätter abzureißen.
Ein anderes Beispiel wäre die Art und Weise wie wir Tiere schlachten. Offensichtlich erkennen wir alle an, dass das, was in einem Schlachthaus passiert, alles andere als human ist – humanes Schlachten ist im Grunde genommen ein Oxymoron. Es kann niemals existieren. Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass es bestehende Methoden gibt, die angeblich das Leiden der Tiere verringert, die wir töten. Das ist aus dem Grund wichtig, weil es bedeutet, dass wir als Gesellschaft die Fähigkeit der Tiere anerkennen, Schmerzen zu empfinden und zu leiden.
Aus wissenschaftlicher Sicht haben nichtmenschliche Tiere die gleichen oder zumindest fast identische Bereiche im Gehirn, die dafür zuständig sind, Schmerzen hervorzurufen. Außerdem zeigen sie ähnliches Schmerzverhalten wie Menschen. Wenn unsere Haustiere Schmerzen haben reagieren sie dementsprechend, indem sie unübliche Verhaltensweisen annehmen, wie vor und zurück wippen, Stresslaute von sich geben oder sich ihr Atem verändert, so keuchen sie zum Beispiel. Menschen, die Schmerzen haben, zeigen auch dieses Verhalten.

Viele Nicht-Veganer glauben, dass Fische keine Schmerzen fühlen. Allerdings ist es wissenschaftlich bewiesen, dass Fische durchaus Schmerzen empfinden und ein unnatürliches Verhalten in Situationen annehmen, die Schmerzen verursachen. Außerdem haben Fische sensorische Neuronen, die physiologisch identisch zu denen von Menschen sind. Als in einem Experiment Fischen mit Schmerzverhalten Morphium verabreicht wurde, verschwanden ihre Symptome und Reaktionen, so wie es bei Menschen der Fall ist.
Um überleben zu können müssen empfindungsfähige Lebewesen in der Lage sein, Schmerzen zu fühlen, weil es ihnen ermöglicht, gefährlichen Situationen zu entkommen und mögliche Verletzungen zu vermeiden. Nun lass uns dieses Argument etwas erweitern und emotionalen Schmerz mit in die Ausrede aufnehmen.
Wir haben festgestellt, dass Tiere physischen Schmerz empfinden, aber es ist auch gut dokumentiert, dass sie genauso wie wir Menschen emotionales Leiden erleben. Mutterkühe trauern um ihr entführtes Baby für Stunden, Orcas wurden dabei beobachtet, wie sie um ihren entführten Nachwuchs trauern und Tiere wie Hunde leiden unter Trennungsangst, wenn Sie Ihr Herrchen alleine lässt.

Da wir nun auch festgestellt haben, dass Tiere sowohl physischen als auch emotionalen Schmerz empfinden, ist die Frage nun, ob sie Schmerz so sehr wie Menschen empfinden. Es scheint diese zwar ignorante aber dennoch allgemein akzeptierte Auffassung zu geben, dass Menschen fähiger sind zu leiden, da wir uns als intellektuell höher entwickelt ansehen. Allerdings gibt es keine Beweise für das Argument, unser Leiden sei größer als das der nicht menschlichen Tiere – genau genommen ist es plausibel das Gegenteil anzunehmen.

Aber eigentlich ist der Grad an Schmerz, den ein Tier fühlt, irrelevant. Er könnte größer als der des Menschen sein, er könnte geringer sein. Wir alle empfinden Schmerz auf unterschiedlichem Niveau, aber diese Erkenntnis rechtfertigt nicht unnötigen Schmerz zuzufügen. Du empfindest vielleicht weniger Schmerz als ich es tue, aber das macht es nicht akzeptabel für mich, dir absichtlich weh zu tun.

Es ist egal welches Schmerzempfinden du hast, es reicht einzig und allein, dass du in der Lage bist, ein Gefühl zu empfinden, was du nicht fühlen möchtest.
Dasselbe gilt für Tiere: Die Tatsache, dass sie Schmerzen empfinden können, bedeutet, sie haben die Präferenz diese zu vermeiden. Folglich haben wir automatisch eine moralische Verpflichtung sicherzugehen, dass kein unnötiger Schmerz irgendeinem Lebewesen zugefügt wird.

to be continued…

6 Kommentare zu „Veganismus ist scheiße, weil… – Teil 1“

  1. Hallo, CTSO-Gläubig.

    #Jeder wie er mag
    Ist schwierig, wenn dein „jeder wie er mag“ das Leben von 2,76 Billionen empfindungsfähigen Lebewesen, die mit einem zentralen Nervensystem ausgestattet sind, kostet. Pro Jahr!

    #Religion
    Kannte den Artikel schon. Würde man das Grundgesetz ordentlich auslegen und 1 + 1 halbwegs richtig zusammenzählen, müsste man hier morgen aufhören Viecher abzu- und auszuschlachten. Veganismus hat für mich nullkommanix mit Religion zu tun. Wenn ich dagegen bin, dass man Haustiere quält, macht mich das ja auch nicht zum Religionsstifter.

    Waren die Nordstaaten religiöse Fanatiker, weil sie die Sklaverei in den Südstaaten abschaffen wollten?

    Viele Grüße
    Garnix

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  2. Starker Artikel, dabei noch nicht mal durch gelesen. Als Veganer ist man ethisch einfach auf der sicheren Seite, das ärgert die anderen. Ob du so allerdings jemanden bekehrst, der sich nicht bekehren lassen will?

    Frage an dich: Wurdest du bekehrst/Hast du dich bekehren lassen? Oder bist du selber und von dir aus auf die Idee gekommen, dass vegan sein dufte ist? Und wie lange warst du Vegetarier, bis du das gemerkt hast?

    Grüße vom vegetarischen Schwein!

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  3. Hallo, Kapitalistenschwein.

    #Bekehrung: JEDER fühlt heimlich, dass es falsch ist. Wenn man Kindern die Wahl lässt, mit einem Kalb (oder so) zu spielen oder ihm die Kehle durchzuschneiden, wird tendenziell und überwiegend gespielt, denke ich.

    So alles in allem dürften wir es mit zehn Entwicklungsstufen zu tun haben, die ich hier beschrieben habe: https://garnixoderguru.com/2019/09/19/93/ – die genaue Historie kann ich dir gar nicht sagen. In den unteren Stufen war ich jedenfalls viel zu lange. Bekehrt hat mich „Earthlings“. Wenn man den gesehen, gibt es keinen Weg zurück. Wer danach noch weiter Tierprodukte konsumiert, gehört meiner Meinung nach in Therapie.

    Viele Grüße
    Garnix

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  4. Wie hältst du es mit Honig? Ich bin grad auf der Stufe Möchtegern Vegetarier und Teilzeit Veganer. Ich will eigentlich nicht dass Tiere für mich grausam getötet werden, aber meine Faulheit/ Erziehung/ Gewöhnung lässt mich noch Eier und Käse essen.
    Bei Honig seh ich aber eigentlich nur das positive. 1. es sind Insekten 2. sie bestäuben Pflanzen während der 🍯Produktion 3. wildbienen scheint es nicht mehr oft zu geben -> dann doch lieber Bienen vom Imker.

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