Na, auch zu fett? (Teil 1)

Bevor man auf dumme Gedanken kommt: ich bin ungefähr 3,79 m groß. Das relativiert dann die folgenden Zahlen etwas. Aber, so ehrlich will ich sein, das Körpergewicht darf etwas runter.

Vorab ein paar Gedanken dazu:

  • Bauchumfang ist eine wichtige Größe – vielleicht sogar die wichtigste (habe ich vorsorglich erstmal weggelassen)
  • 1 Kilo Fett = ca. 7.000 kcal
  • 1 Kilo Muskelmasse erhöht den Kalorienbedarf / Grundumsatz um ca. 13 kcal pro Tag (nicht sooo viel)
  • Schnell abnehmen ist eher doof, langfristige Ernährungsumstellung, die zu einem passt und für immer durchgehalten werden kann, ist gut
  • Pülverchen und komisches Zeug kann man machen, ist aber irgendwie auch kontraproduktiv: lieber normal und gesund essen
  • Ultrafett ins Wohnmobil ist doof

Ich habe mir nachfolgendes Gewichts- und Ernährungstagebuch gebastelt.

etb

  • Startgewicht: 101,5 kg
  • Zielgewicht: 80 kg
  • geplante Kalorien-Einsparung pro Tag: 600
  • Benötigte Tage (Plan): 251
  • Ziel-Datum: kurz vorm 48. Geburtstag
  • Nach 23 Tagen sind rund 11 % des Ziels erreicht
  • Ich habe durchschnittlich ca. 700 Kalorien pro Tag eingespart und wäre bei dem Tempo Ende Juli 2020 durch

Die Gewichtsschwankungen sind enorm und den Hormonen, dem Wasserhaushalt, Feiertagsfressorgien, Besuchen der Freundin mit Chunky Monkey Sessions und was weiß ich was geschuldet. Das macht aber nix, weil es sich auf lange Sicht ausgleicht – vorausgesetzt die Waage liefert weiterhin objektive Messergebnisse. 🙂

Ich als Zahlenfetischist brauche sowas. Und ein gewisser Lerneffekt – zum Beispiel nach einer Pasta-Orgie – ist auch denkbar.

Die gute Nachricht: ein paar vegane Hafer-Cookies (HC) von Aldi mit 62 kcal das Stück sind dabei auch noch drin.

Bin ich der Eitelkeit und Midlife-Krise jetzt doch noch anheim gefallen? Bestimmt. Aber primäre Motive waren mein Herzquietschen und das Schnarchen in Endstufe.

Und wenn das nix wird? Dann ist das so. Vielleicht nennen wir dann die Seite in „Fetter Veganer“ um.

15 Kommentare zu „Na, auch zu fett? (Teil 1)“

  1. Hey Garnix,
    Schön dass du wieder öfter schreibst.
    Ich dachte Veganer sind alle schlank weil sie sich mit den Zutaten befassen und nicht jeden Tag 1 Kilo tierisches Fett in sich reinschieben. Ich weiß nicht ob ich lachen oder heulen soll, wenn ich die ganzen fetten Kollegen sehe die sich jeden tag Schnitzel reinziehen und ne 0,5er Cola dazu. Wissentlich ziehen sie sich Schrott rein und lassen ihren Körper gehen.
    Weiß das eigentlich schon der Maschinist mit dem Übergewicht? Vielleicht kannst du ja mal ein Coaching bei ihm buchen 😉
    Guten Start in die Woche!
    Windsurfer

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  2. Hi, Windsurfer.

    Das meiste sind ja doch Samenstränge und Muskeln. Hüstel. Ansonsten bin ich der lebende Beweis, dass die Gefahr für Veganer an Unterernährung zu sterben, überschaubar ist.

    Bevor ich das Freiheitsmaschinen-Coaching buche, muss ich erst noch das Premium-ETF-Coaching von Frau Moneypenny besuchen.

    Dir auch eine schöne Woche,
    Garnix

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  3. Servus Garnix,

    mein Abnehmmarathon nähert sich langsam dem Ende.

    Durch die Kinder und Stress hatte ich bei 1,80m einmal 90 Kg auf der Uhr. Das war so der Augenöffner, mein selbst gewähltes Maximum lag eigentlich bei 82 kg. Hatte halt oft das Gefühl, wenn Nachts endlich alle im Bett sind, mir auch mal was gönnen zu müssen.

    Ich hab dann ehrlicherweise beim Maschinisten und Dir geklaut. Meine erste Mahlzeit gibt es Mittags zwischen 1 2:00 und 13:00 Uhr. Davor nur Wasser und schwarzen Kaffee. Von Dir hab ich den mittäglichen Obstteller übernommen. Ist ein Berg OBst der super schmeckt und ich habe danach 0,0 Fresskoma (danke dafür).
    Dann kann ich eigentlich bis ca. 20:00 Uhr (meist ist davor Schluss) essen was ich will. Bleibt aber i.d.R. bei einem Abendessen gegen 18:00 Uhr.
    Ich muss dazu sagen, dass ich das am Wochenende nicht so eng sehe, ich will mit der Familie schon frühstücken.

    Natürlich hat der Verzicht auf tierische Produkte das ganze beschleunigt, bilde ich mir zumindest ein. Ingesamt bin ich wacher, fitter und ich habe wirklich 100% das Schnarchen aufgehört (ich musste mit dem Bett in eine anderes Zimmer…). Ich wiege stand heute (ca. 5 Monate später) 76,4 kg und will noch runter auf 75,x, dann werde ich den Frühsport noch einbauen und hoffe das ein paar Muskeln wieder drauf kommen.

    Bin recht zufrieden mit mir, allerdings müssen alle meine Anzüge zum Schneider. Meine Gürtel passen alle nicht mehr (steht abartig viel über) und ich muss endlich neue Jeans kaufen. Ich glaube oft sehe ich so aus, als müsste ich noch Sachen von Geschwistern auftragen…

    VG
    Peter Ponkel

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  4. Hi Peter,
    Kleiner frugalistentipp am Rande:
    Gürtel kannst du gut auf der schnallenseite kürzen, dann sieht man das noch nicht mal und du brauchst keine neuen kaufen und falls es Ledergürtel sind (weil du die schon 20 Jahre hast und es damals nicht besser wusstest ;)), müssen keine Kühe für draufgehen.
    Grüße
    Windsurfer

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  5. Jetzt mal mein Senf zur Bockwurst:
    – Bester Artikel mit Hinweis auf 0,5-1,0 % Körpergewichtsverlust pro Woche https://physiqonomics.com/fat-loss/
    – Seit ich nicht mehr in Deutschland bin und Essen hier in der schnell verfügbaren Form als Bäckerei, Schokolade etc verfügbar ist, hat sich mein Gewicht dramatisch nach unten bewegt. Egal wo ich hier bin, ich MUSS auf Essen warten und sei es ein Baquette mit Ei weil es immer frisch zubereitet wird. Hier wird auch keine Werbung für Essen gemacht. Man muss schon wissen weshalb die Einheimischen wo anstehen. Da ist ne kleine Baracke am Wegesrand ein Restaurant. Dort wird immer frisch gekocht.
    – Es gibt auch einheimisches Fastfood, das foufou, davon lasse ich die Finger, es schmeckt mir nicht
    – Europäisches Essen gibt es, in den Touristenzentren. Davon lasse ich die Finger. Es gibt dort richtig leckere Pizza wie in Italien, esse es nur noch ab und an. Und dann merke ich das ich Probleme bekomme.
    – Morgens gibt es bei mir Baguette mit frischer Erdnusspaste. leckerer als Nutella und macht satt. Da brauche ich einfach nur ein Stück Baguette und das macht satt ohne Ende.
    – Getränke gibt es hier komischerweise ohne Zuckerzusatz. Obwohl es die gleichen Firmen wie in Europa sind.

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  6. Servus, Peter Ponkel.

    Klingt sehr gut. Glückwunsch!

    Ich bin schwer am überlegen, ob ich den Weg zur Arbeit (40 – 45 km hin und zurück) per Fahrrad erledige. Müsste wohl ein E-Bike sein, um morgens nicht völlig verschwitzt anzukommen. Abends dafür dann mit weniger Unterstützung.

    Warte jetzt aber noch mal ab, was sich bei mir mit den Bewerbungen tut.

    Viele Grüße
    Garnix

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  7. @Garnix
    Das Next Level Hack hatte ich auch mal probiert. Kaut sich wie Gummi und schmeckt nicht. Der Next Level Burger ging noch halbwegs, war aber auch nicht so berühmt.

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  8. Vorsicht! Der liebe Gott hat nicht alle Kalorien gleich gemacht. Besonders schädlich sind Kohlehydrate. Die werden vom Körper in gesättigte Fettsäuren gewandelt (was anderes kann unser Organismus nicht draus machen). Der Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren ist wie Butter (fest = gesättigt) und Olivenöl (flüssig = ungesättigt). Wenn nun die Lipidschicht deiner grauen Zellen hauptsächlich aus gesättigten, sehr unflexiblen Fettsäuren besteht, ist das schlecht, wenn du neurodegeneraritive Krankheiten vermeiden willst.
    Außerdem kann der Körper nicht alle Kalorien aufnehmen und als Energie verwerten: bei Kohlehydraten und Fett gelingt das sehr gut, bei Ballaststoffen eher weniger.
    Also: lass die richtigen Kalorien weg und bewegt dich mehr! Wobei Bewegung meiner Meinung nach mehr Effekt hat als Kalorien zählen…

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  9. Ich war im Mai 2019 bei 100 kg bei 1,8m, also ohne Übertreibung fett. Mir ging es wie Peter, abends wenn die Kinder im Bett waren musste ich mir noch was gönnen. Auf der Arbeit war es auch nur Stress, das einzige Highlight war die Tüte Chips und oder die Tafel Schokolade.
    Im Mai habe ich den Zigaretten entsagt und wusste wenn du nicht adipös werden willst musst du was ändern.
    Also hab ich mir Laufen angefangen (wieder). Ist zwar ein Zeitfresset, aber das Investment lohnt sich. Sagt auch meine Frau. Bin jetzt bei 86kg.
    Stagniere aber seit über 2 Monaten. Ich schiebe es aber auf den Winter und der Tatsache, dass ich es mit der Ernährung gerade nicht so genau nehme. Laufe aber nachwievor 150-200km den Monat bei ca 5:25min/km.
    Achja, der 1. Marathon stand im September in Berlin an. War ok. Knapp über 4h.
    Jetzt zum Januar bin ich auf vegetarisch/vegan umgestiegen. Ich merke keinen Unterschied, aber ich fühl mich schon wie ein besserer Mensch 😇. Noch erzähl ich es aber nur dem Internet.
    Das Lidl Vegan Hack fand ich so lala. Wie sind die anderen im Vergleich?

    Morgen gibt’s Linsensuppe. Ohne Wurst/Speck. Geht einfacher und schneller als ich dachte.

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  10. Hallo, Finanzguru41.

    Sehe ich auch so. Bei den Burgern bin ich bis auf weiteres bei den Aldi-Dingern gelandet.

    Viele Grüße
    Garnix

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  11. Hallo, nilspower.

    #Stagnation: ganz gutes Beispiel, finde ich… überschlägig machst du satte 16 – 17 Stunden Sport im Monat. Bei angenommen 600 Kalorien pro Stunde, die du dabei zusätzlich verbrennst, reden wir von grob 10.000 „Sportverbrennungskalorien“ pro Monat bzw. 333 Kalorien pro Tag. Das sind gerade mal 5 Schoko-Hafer-Cookies aus dem Aldi, die ich so nebenbei easy wegknabbern würde – vor allem weil man denkt, dass man gefühlt und als Sportler ja jetzt auch mal nicht auf die Kalorien schauen muss.
    Will deinen Erfolg keine Sekunde schmälern – nur die Stagnation erklären. Am Ende läuft es meiner Meinung doch zu 80 – 90 % auf die Ernährung und auch ein bisschen auf Ernährungstiming raus (siehe demnächst ein Beitrag hier).

    #Besserer Mensch: wenn du mich und die Viecher fragst, bist du jetzt einer. Vielen Dank dafür!

    #Hack: die gängigen aus dem Supermarkt fand ich alle auch nur lala. Für eine „Bolognese“ habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht, das Bio Tofu aus dem Rewe zu verbröseln, scharf anbraten und mit Rotwein zu pimpen. Hackfleischbällchen bekommt man damit aber nicht hin. Bis es soweit ist, gibt es weiter Falafel.

    Viele Grüße
    Garnix

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  12. Sorry,

    daß Sport nicht viel bringt, ist so eine Scheinargument der Bequemen. Im direkten kalorimetrischen Bereich sicherlich. Aber wenn du von „Herzquietschen“ als Motivation sprichst, wäre Sport vielleicht sogar noch wichtiger als die 20 Kilo. Rein ernährungstechnisch kommst Du auf 80 Kilo, besser wird es Dir ohne Sport langfristig damit aber auch nicht gehen. Und mit Verlaub beim Blick auf die Tabelle: Sauna oder 10 LS (Liegestütze ?) sind kein Sport ;-).

    Mit 100 Kilo vielleicht besser Schwimmen, aber locker Joggen mit kleinen Schritten und Schuhen mit guter Dämpfung sollte auch gehen. So 2 – 3 mal die Woche ein Stündchen. Dann merkt man auch schnell, daß man wieder eine Treppe zügig nehmen kann und danach noch locker durch die Nase atmen.

    Aufraffen!!!

    Laufe auch mit Anfang 50 noch 2 – 3 mal die Woche eine Stunde durch den Wald. Im Sommer auch mal früh um 5, wenn mich die senile Bettflucht packt.

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  13. Hallo, Günter.

    Unterschreibe ich dir alles. Plane wiegesagt ab März ca. 40 – 45 km Radeln an vier Tagen pro Woche. Hoffe, das geht als Sport durch – auch wenn zumindest morgens ein bisschen E-Bike-Unterstützung dazukommt.

    Viele Grüße
    Garnix

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