Noch mehr „anekdotische Evidenz“

Ich habe Fragen.

1. Ist allen deutschen Investoren klar, dass die Amis diese Videos wahrscheinlich gar nicht schauen bzw. nicht verstehen?

2. Ist Herrn Ziegeler bewusst, dass es bis heute keine RCTs für die Verwendung von Katecholaminen gibt?

3. Ist Herrn Ziegeler bewusst, dass es auch bei einer nur anekdotischen Evidenz ethisch geboten ist, allen Patienten eine offensichtlich lebensrettende Behandlung zukommen zu lassen?

4. Wie würde es mir als Angehörigem gehen, wenn ich erführe, dass mein Angehöriger zu den vier Patienten der Kontrollgruppe gehörte?

5. Wie muss ich als behandelnder Arzt drauf sein, wenn ich den Adsorber nach diesen Beobachtungen bei Schwerstkranken nicht konsequent einsetze?

6. Wenn mir als behandelnder Arzt alles scheißegal, müsste ich dann nicht zumindest Angst haben, dass mir irgendeine Ethikkommission in die Fresse haut? Oder in einer idealen Welt vielleicht auch ein Staatsanwalt?

7. Geht’s noch?

ae1

3 Kommentare zu „Noch mehr „anekdotische Evidenz““

  1. Hallo, MrMat.

    Ja, war eine historische Kontrollgruppe. Was mich nur wundert bis aufregt: es wurde erkannt, dass der frühzeitige Einsatz VOR der Nierenersatztherapie der Schlüssel zum Erfolg zu sein scheint, macht davon aber wegen vorübergehender Probleme mit neuen Fresenius-Maschinen derzeit keinen Gebrauch. Wenn es um Menschenleben geht, meine ich, müsste man da anders agieren und beispielsweise die älteren Fresenius-Maschinen reaktivieren bzw. irgendeine funktionierende Stand-Alone-Anwendung organisieren.

    Viele Grüße
    Garnix

    Liken

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