Und die Familie so?

Schwierig.

Mutter: „Lass uns ins Restaurant gehen.“

Das war vor zwei Wochen.

Garnix: „Nicht persönlich nehmen – aber ich möchte nicht mehr neben Leichenteilen sitzen. Kann da nix essen.“

Mutter: „Watt? Du kannst doch deinen veganen Kram bestellen, was hat das denn mit den anderen zu tun?“

Garnix: „Erinnerst du dich an die Bilder von Viktoria, dem Schwein, und Bandit, dem Rindvieh?“

Mutter: „Ja. Und bitte nicht mehr solche Bilder schicken! Regt mich auf.“

Garnix: „Ich sehe inzwischen keinen Unterschied mehr zwischen, sagen wir, Bruno [dem Hund], Viktoria und Bandit. Die sind alle schwer empfindungsfähig und gefallen mir persönlich am besten, wenn sie möglichst an einem Stück sind und von niemandem den Hals augeschlitzt bekommen oder vergast werden.“

Mutter: „Du bist so extrem geworden.“

Garnix: „Weiß ich nicht. Sehe das eher andersrum. Wie kann denn ein Leben-Lassen-Wollen extrem sein? Meiner Meinung nach sind eben die Vergasungsgondelbauer, -nutzer und -finanzierer extrem.“

Mutter: „Was für eine Vergasung? Wovon sprichst du denn? Kannst du jetzt bitte aufhören!“

Garnix: „Eine letzte Frage noch: wenn dich die Nachbarn zu einem Grillfest einladen und Hundeleichenteile auf den Grill werfen, nimmst du die Einladung an?“

Mutter: „Hörma auf jetzt!“

Meine Mutter hat heute Geburtstag. Ich wollte sie mit veganem Kuchen und ihrem Enkelkind besuchen. Sie hat mich gerade per Whatsapp ausgeladen, weil sie gerne einen schönen Geburtstag feiern möchte. Außerdem kann sie ohne Schlaftabletten nicht mehr schlafen, weil sie so einen gemeinen und extremen Sohn hat.

Heidewitzka, Herr Kapitän.

 

 

 

11 Kommentare zu „Und die Familie so?“

  1. Mal ne Frage: Wenn alle Veganer wären, gäbe es in Schland außer ein paar Wildschweinen und Gäulen für Mädchen gar keine Schweine, keine Rinder, keine Schafe, keine Hühner/Puten mehr. Besser gar nicht leben als später geschlachtet werden?

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  2. Hallo, Sabine.

    Dachte ich in einer Zwischenphase auch mal. Frei nach William Faulkner: wenn ich die Wahl habe zwischen dem Nichts und dem Leid, dann wähle ich das Leid. Oder frei nach Frau Ebner-Eschenbach: der Schmerz ist der größte aller Lehrer – unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen.

    Heute folge ich eher Herrn Hassenkamp: seine eigene Dummheit [und Verrohtheit] zu erkennen, mag schmerzlich sein. Keinesfalls aber eine Dummheit.

    Deine Frage deutet für mich darauf hin, dass du dich noch nicht wirklich länger und konkret (so mit Bildern und Tatsachenbeschreibungen) mit dem Thema beschäftigt hast. Wenn du das tust, wirst du dir deine Frage meiner Meinung nach selbst beantworten können.

    Viele Grüße
    Garnix

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  3. Boah, Sabine. Denk mal eine Sekunde darüber nach, was die Schweine für ein Leben haben bis sie geschlachtet werden. Wenn die Schlachtung nicht so grausam wäre, könnte man fast von Erlösung sprechen.
    So ein Leben will kein Schwein!

    Ich bin seit 2011 vegan und kann immer noch nicht fassen, wie Fleischesser die Welt sehen.
    Als das hier mit dem Veganismus los ging, hab ich noch an Satire geglaubt. Ein Veganer unter den Finanzbloggern? Ich konnte es nicht glauben. War überzeugt das sind alles herzlose neoliberale FDP-Wähler.
    Es ist noch nicht alles verloren.

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  4. Hallo, js.

    Vielen Dank für deinen Kommentar! Darf ich fragen, wie du hier gelandet bist? Und wirst du auch von Geburtstagsparties augeladen? Die anderen 998 Fragen hebe ich mir noch auf. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

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  5. Hehe, offen ausgeladen wurde ich noch nicht. Aber vielleicht heimlich nicht eingeladen? Ich muss leider gestehen, dass ich nicht ganz so streng ggü meinem Umfeld auftrete wie Du. Würde es aber gerne. Mich stören die üblichen Ausreden jeden Tag mehr.

    Wie bin ich hier gelandet? Tja, nun. Weiss nicht. Klickte mich vermutlich durch die Finanzblogs auf der Suche nach weisen Finanzgurus und blieb hier irgendwie hängen. 😉

    Beste Grüße zurück,
    js

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  6. Wieso es gibt auch viele Tiere, die ein schönes Leben haben. Ich esse kein Fleisch aus Massentierhaltung.

    Denkt mal drüber nach 🙂

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  7. Hallo, Sabine.

    Den Schlachtvorgang von glücklichen Bio-Kälbern nach den weltweiten höchsten Tierschutzstandards kannst du dir exemplarisch hier anschauen: https://garnixoderguru.com/2019/10/18/happy-meat/#more-7922

    Das Fleisch wird dann über Firmen wie „Happy Meat“ als ethisch unbedenklich vertrieben.

    Kein Mensch ist auf tierisches Protein angewiesen. Es geht hier nur um Fragen des Geschmacks und der Gewohnheiten. Und weder Geschmacksvorlieben noch Gewohnheiten können diese Scheiße rechtfertigen.

    Das, was du da isst, sind und bleiben Leichenteile von empfindungsfähigen Wesen.

    Ansonsten: du bist hier sowas von falsch.

    Alles Gute,
    Garnix

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  8. Hi Garnix,
    vor kurzem ist mir eine geniale Idee gekommen wie Du noch mehr für den Tierschutz tun könntest. Und zwar schlage ich dir vor über deinen Blog Pauschalreisen, Mietwagen und DSL Tarife zu vertreiben. Das daraus resultierende Affiliate Einkommen könntest Du dann Tierschutzorganisationen spenden. Was denkst Du?
    Gruß
    Rüdiger

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  9. Hi, Rüdiger.

    Konzept liegt griffbereit in der Schublade: Vermittlung von bolivianischem Marschpulver, russischen Unterwäschemodellen und einer limitierten Holzknüppelserie aus edlen Tropenhölzern. Alles vegan! Natürlich auch im Vorteils-Bundle – „mir doch egal!“ (mit 500 g vegetarisch einwandfreiem Bonus-Magerquark, Selfiestick und Ablassbrief).

    Viele Grüße
    Garnix

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  10. Wunderbar! Achte bitte darauf, dass die Tropenholz-Knüppel auch wirklich billig sind. Du weisst ja wie die Branche funktioniert – 1 Cent mehr oder weniger entscheidet über going oder gone concern. Am besten Du gewährst einen zusätzlichen cash-back falls man mehrere solcher Knüppel pro Jahr über deine Seite bestellt.

    Ansonsten kann ich nur noch mal betonen, dass Pauschalreisen echt gut wären. Weil ich fahre gerne in Urlaub und gönne mir dann auch mal gerne den Komfort einer Pauschalreise. Den Aufpreis finanziere ich über regelmäßige Wechsel meines DSL Tarifs. Ich weiss, sag nix….🦊

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  11. Passt super. Erst den DSL-Anschluss, dann bei mir ein, zwei Russinnen und einen Holzknüppel. Mit dem Holzknüppel versteckt hinterm Rücken zu Hause vorsichtig nachfragen, ob irgendwas gegen eine Pauschalreise (mit Mietwagen) mit den Russinnen spricht. Danach ab durch die Mitte.

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