Mein Vater, meine Mutter und Bruno

Kurzes Update zu Bruno, der inzwischen vier Monate alt ist und mit dem ich gestern einen Drei-Stunden-Spaziergang absolviert habe. Vorweg: wir mögen uns und knutschen viel (geht von ihm aus – aber ich mache meistens mit).

Dass ich skeptisch war, was einen neuen und jungen Hund betrifft, habe ich hier beschrieben: https://garnixoderguru.com/2019/05/10/fragestunde-runde/

Letzte Woche hat sich mein Vater einen Wirbel gebrochen, während Bruno irgendwo in den Garten gekackt hat. Mein Vater wollte nach ihm schauen, ist blöd gefallen, wurden vom Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht, hat Schmerzen, darf/kann nicht laufen und wird nächsten Dienstag operiert. Wir hoffen, dass er wieder fit wird. Kann aber dauern.

Bruno, der nach Aussagen meiner Mutter etwa den Betreuungsaufwand von zwei mittelgroßen Kindertagesstätten hat, lebt derweil mit meiner Mutter zusammen, die maximal überfordert ist. In Wahrheit war sie in 50 Jahren mit keinem unserer Hunde jemals spazieren. Wozu auch, sagt sie: „der kann doch in den Garten kacken“.

So lange ich berufstätig bin, kann ich Bruno nicht nehmen [Superman? Liest du noch mit?] und wir hoffen jetzt – nicht zuletzt für Bruno – dass mein Vater die Kurve kriegt.

Ich habe ihn gestern zusammen mit meiner Tochter besucht. Irgendwann kam das Gespräch auf seine Schwester, eine Oberstudienrätin a. D., die ihn vor hundert Jahren mal gebissen hat. Er kam deshalb mit einer Sepsis in die Uniklinik und erzählte davon, dass seine Haut am Arm rot wurde.

Meine Tochter zückte ihr Handy, fand in unter zehn Sekunden Bilder von „Hellboy“ (https://garnixoderguru.com/2019/03/20/ctso-als-ultima-ratio/), die ich ihr mal per Whatsapp geschickt hatte, und hielt sie ihm unter die Nase.

Tochter: „Sah das etwas so aus?“

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Opa mit großen und fragenden Augen: „Wer hat den denn angemalt?“

Er war nicht davon abzubringen, dass man diesen Patienten angemalt hat. Schon weil sein doofer Sohn mit allem immer nur Unrecht hat.

Was wären wir nur ohne unsere Familien?

(Ein aktuelles Bruno-Foto findet man hier: https://garnixoderguru.com/2019/08/28/47/)

4 Kommentare zu „Mein Vater, meine Mutter und Bruno“

  1. Vielleicht ist in der Übergangszeit, bis dein Vater wieder fit ist, ein gassidienst eine Option.
    Haben wir mal gebraucht, war ein angehender Hundetrainer. Man testet ein paar mal ob Hund und gassidienst sich verstehen und „aufeinander“ hören.
    War top, auch für den Hund und Muttern hat ja Geld…

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  2. Bin sicher, dass du es nur gut gemeint hast, aber bin mir nicht sicher, ob es vielleicht auf den Bewegungsapparat gehen kann, insbesondere wenn er es nicht gewohnt ist. Spazierdauer und Welpe googeln?
    Aber da gibt es sicher auch unterschiedliche Ansichten. Ist ja meistens so. Vier Experten fünf Meinungen.

    Mit vier Monaten ist ein Hund eigentlich noch jung genug für einen Besitzerwechsel, aber das kommt sicherlich nicht infrage. Trotzdem alles Gute.

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  3. Hallo, Dogoholic.

    Danke für den Hinweis! War mir so nicht bewusst. Gottseidank haben wir die Hälfte der Zeit vor Schafen, Gänsen und Kühen rumgesessen. Und Bruno musste sich anhören, dass die alle schwer in Ordnung sind und nicht angeknurrt werden müssen. Er war erst skeptisch, hat mir dann aber geglaubt.

    Viele Grüße
    Garnix

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