Garnix bei Youtube

Ja, nee. Nicht so. Mehr so indirekt:

Wenn ich die Lage richtig überblicke, hat ein deutscher Leser des Blogs den Kollegen von http://assholeconsulting.com/ beauftragt, nachzuschauen, ob mein „Retirement Plan“ irgendwie Sinn macht. Wenn ich mich nicht verhört habe, hat derjenige 200 USD für den Job geboten und inzwischen wahrscheinlich auch bezahlt. Was es alles gibt.

Dem Video gingen dann zwei, drei Emails zwischen dem Arschlochberater und mir voraus. Nicht schlimm, alles nett und sehr kompakt. Leider hat er nachfolgenden Link eher nicht gelesen oder ist zumindest nicht darauf eingegangen: https://garnixoderguru.com/2018/05/18/diversifikation/

Essenz und Dissens der ganzen Reiberei: darf man aktuell ca. 340.000 Euro in einen einzigen hoch volatilen Wert stecken, bei einer Sparrate von rund 65 k€ p.a.?  Also so rund fünf Jahre Ersparnisse. Und ist man damit automatisch ein Idiot?

20 Kommentare zu „Garnix bei Youtube“

  1. Nicht ein Idiot, eher ein Spieler. Beides aber gute Romane.

    Bin doch ein Fan und habe überlegt wo meine 200 USD besser angelegt sind: CTSO oder Futter für’s Blog.

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  2. Hi, Erstrechtnix.

    „Dostotschuski“? Der hat hier um die Ecke übrigens eine Gedenkplatte in der Spielbank in „Roulettenburg“. Fragen:

    1. Was macht einen Investor aus?
    2. Und wie gehst du psychisch mit der Information um, dass zwei der bedeutensten Investoren Diversifikation für einen Kardinalfehler halten, WENN man weiß, was man tut?

    Viele Grüße
    Garnix

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  3. Hallo Garnix,

    Dosto-jew-ski ist ein Brüller, ja. Man könnte argumentieren, dass Herr Clarey selber russische Literatur verfasst hat:

    Bei den russischen Models Deiner Jugend war Herr Dostojewski doch sicher auch Thema? Der Idiot / Spieler?

    Zu Deinen Fragen:

    1. Recherchieren, Geld zur Verfügung stellen für Unternehmen. Lang lebe der Kapitalismus.
    2. Ja, wenn man weiß, was man tut, muss man nicht diversifizieren. Meine persönliche Meinung: Ein Herr Buffett hat vor allem einen langfristigen Kredithebel auf solide Unternehmen gehabt. Wenn die Finanzierungskosten unter den 5% liegen, hat man gewonnen und kann auf 10% – 15% hochhebeln, wenn man dabei bleibt. Anderer Leute Geld investieren ist das beste, was man tun kann.

    Dein Blog erzeugt bei mir eher den Eindruck der Kontrollillusion. Leider – egal wie viel Arbeit Du in die Recherche steckst, es bleibt das allgemeine Lebensrisiko. Im Video von Herrn Clarey legt er es ja gut dar: Die Welt ist scheiße und schmeißt dir Kurvenbälle.

    Ich glaube Du kriegt ein ähnliches Chancenprofil bei signifikant weniger Risiko hin, wenn Du Dich auf 3-4 Werte diversifizierst. Macht auch das Blog interessanter, jeden Tag Sepsis ist ja wenig appetitlich!

    Nochmal: Ich bin ein Fan, halte Dich für einen brillanten Autor, sympathisch größenwahnsinnig, und das Experiment Deiner Heimat Roullettenburg würdig.

    Die 200 USD habe ich darin investiert, die englischsprachigen internetaffinen Tante-Ernas Deutschlands davon abzuhalten es Dir gleich zu tun.

    Erstrechtnix (auch Spieler!).

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  4. Hi, Erstrechtnix.

    Hatte als Student vor deutlich mehr als 20 Jahren mal eine Pokerphase.

    @Kontrollillusion: dagegen setze ich frei nach Philip Fisher mal eine „Sicherheitsillusion“ der Diversifizierer:

    „Riskanter als eine unzureichende Diversifikation durchzuführen, ist die Diversifikation in Aktien, ohne über ausreichende Kenntnisse zu verfügen. Wenn du eine schlechte Aktie hast und dieses Geld in weitere fünf schlechte Aktien aufteilst, wird das Risiko in keinster Weise verringert. Es schafft nur eine Illusion von Sicherheit und verschlechtert deine Rendite. Peter Lynch hatte sogar eine Bezeichnung dafür – Diworsification.“ (siehe https://valueinvestingchronicle.com/value-investing/philip-fisher-8-grosse-ideen-von-einem-superinvestor/)“

    Gestehe aber zu, dass das Leben mit 4 – 6 Werten auch Sinn machen kann, wenn man ein bisschen schreckhaft ist. Und sooo roulettenburgwürdig ist das auch wieder nicht. Für 340 k€ bekommt man gerade mal zwei Porsche Taycan. Ich hatte früher mit einer Russin zu tun, die inzwischen mit einem Profifußballer verheiratet ist. Wenn ich mir den Instagram-Account von ihr (heimlich) anschaue, bin ich noch mal sehr günstig bis frugalistisch davongekommen!

    Ansonsten vielen Dank für die Blumen!

    Viele Grüße
    Garnix

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  5. Hallo Garnix,

    zur Diversifikation: Na Du würdest doch sicher 4-5 weitere Top-Aktien auf der Welt finden. Vielleicht sogar mal was solides, und keine Medtech-Klitsche (Aus Deinem Link: „1. Investiere nicht in Start-Ups“…).

    Schlachthof-Bildern und Videos, Sepsis-Tote plus Russischrouletteinvestment – Dein Blog bräuchte eigentlich eine Alters- und Intelligenzabfrage zum Login.

    Gruß
    Erstrechtnix

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  6. Hallo, Erstrechtnix.

    Frei nach Charlie Munger: warum soll ich die zweitbeste Aktie kaufen, wenn ich auch die beste kaufen kann?

    @Startup/Klitsche: falls du eine andere Klitsche mit einer CAGR von 70,4 % (2013 – 2018), einer Bruttomarge > 70 %, einem Umsatzpotential von +20 Mrd USD, einer riesigen (Fall-)Studiendatenbank mit mehr als 250 beitragenden Kliniken weltweit, einem quasi eigenen Krankenkassen-Abrechnungsschlüssel kennst, die ethisch sauber ist, das Zeug hat, millionenfach Menschenleben zu retten und auf deren Produkt Fachleute im täglichen Einsatz „schwören“, kannst du uns gerne teilhaben lassen – siehe auch: https://garnixoderguru.com/2018/12/03/ctso-challenge/

    Viele Grüße
    Garnix

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  7. @Garnix – gut, gut.

    1. Warum nicht die beste Aktie? Weil man halt nicht alle Variablen unter Kontrolle hat. Du bist aus meiner Sicht vernarrt und betriebsblind. Lieber 3-5 gute Ideen mit ein wenig Demut.

    2. Warum nicht CTSO? Tolle Stories gibt es zuhauf, siehe Theranos. Vor FDA approval und randomisierten Studien und neuen Patenten wäre ich sehr kritisch. Wenn ich den CEO höre schlägt mein Betrüger/Dampflabererradar an. Aber: Homöopathie ist ja auch ein riesen Business. Ich hab leider auch beruflich mit der Branche zu tun, das dämpft die Erwartungen doch sehr.

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  8. Hallo Erstrechtnix,
    volle Zustimmung, schon seit langem. Was muss man eigentlich hier im Blog noch machen, um auf der Mahner&Warner-Liste zu landen? Dem Garnix Katzenpfoten an die Haustür nageln? Du hast mit Deinen 200 Bucks schon mehr dafür investiert, als mancher auf der langen Liste oben drüber. Also, mein Votum hast Du, falls das eine Rolle spielt.

    Mahnende Grüße von der Ente

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  9. Hallo Garnix,

    @Vernarrt: Korrekt. Auf hoher See und in Einzelwerten am Aktienmarkt ist man in Gottes Hand.

    @FDA: Ganz recht. Ganz ohne ist aber auch nicht besser, was.

    Gruß
    Erstrechtnix

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  10. @NixLosHier: Doch, steht doch da. Mit guten Geschichten kriegt man Geld für ein Unternehmen – ist ja auch gut so. Die Frage ist dann, ob man damit auch Geld verdienen kann. Ist ja nicht unmöglich, dass das funktioniert, nur sehr risikobehaftet.

    Ich wäre in diesem Fall lieber der Unternehmer als der Investor. Auch Venture-Kapitalgeber gehen nicht „all-in“.

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  11. Hallo, Erstrechtnix.

    Ich kenne persönlich niemanden, der „all-in“ in CTSO investiert ist. Du?
    Inklusive Leverage und bezogen auf meinen Networth bin ich bei etwa 49 %.
    Der Gedanke, dass das nicht frei von Risiko ist, kam mir auch schon mal.

    Meine Recherchen und mein Bauchgefühl ergeben für mich eine Erfolgswahrscheinlichkeit von rund 80 % – bei einem Upsidepotential von locker 1.000 %. Das Chancen-Risiko-Verhältnis passt (für mich).

    Die von mir angenommene Erfolgswahrscheinlichkeit von 80 % deckt sich zufälligerweise auch ganz gut mit den „Wiederholungsbestellern“ – 85 % der Kundschaft bestellt wiederholt. Da sind auch Kunden aus Ländern dabei, die keine Kostenerstattung haben und die den Adsorber quasi aus eigener Tasche bezahlen.

    Hast du vielleicht eine Theorie, warum die das machen, obwohl das Ding noch kein FDA-Approval hat, sondern nur so eine durmelige EU-Zulassung und es lediglich ein paar hundert (Fall-)Studien gibt?

    Viele Grüße
    Garnix

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  12. Hallo Garnix,

    @All-in: Das ist wohl eine Definitionssache. Ich finde 49% des eigenen Vermögens und 120% der liquiden Mittel schon recht sportlich. Für mich qualifizieren sich 100% der liquiden Mittel für ein „all-in“.

    @Umsatz und Vertrieb von CTSO: Wie ich bereits sagte, auch Homöopathie ist ein großes Geschäft. Wissenschaftler wollen forschen und publizieren, Kliniken Geld verdienen: Todkranke Patienten und ihre Angehörigen kaufen Hoffnung, es wurde zumindest nicht nachgewiesen, dass es schadet …

    Geht aber auch am Punkt vorbei: Ich kritisiere ja nur Dein Asymptoten polieren bei der Recherche (Meine These hier: mehr Aufwand != mehr Ertrag) und Deinen risikoreiche Konzentration auf eine Aktie.

    Wir würden alle sicher gerne auch andere Unternehmen kritisieren, ich finde das Niveau hier schon recht hoch.

    Gruß
    Erstrechtnix

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  13. Hallo, Erstrechtnix.

    Für’s Protokoll: der Theranos- und Homöopathie-Vergleich wurden ebenso wie die Blog- und Lebenstipps zur Kenntnis genommen. Wir zwei drehen uns im Kreis. Meine Zeit und Lust, das fortzuführen, ist hiermit erschöpft. Ich würde dir empfehlen, dich nach einem anderen Blog umzuschauen.

    Viele Grüße
    Garnix

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  14. Lieber Garnix,

    na das ist jetzt ja nun arg verkürzt dargestellt. Ich hoffe und ich denke das wir auf vernünftigem Niveau hier diskutiert haben und zur allgemeinen Unterhaltung beitragen. Aber gut, wenn es am schönsten ist muss man erstmal gehen.

    Erstrechtnixmehr

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  15. „Die von mir angenommene Erfolgswahrscheinlichkeit von 80 % deckt sich zufälligerweise auch ganz gut mit den „Wiederholungsbestellern“ – 85 % der Kundschaft bestellt wiederholt. Da sind auch Kunden aus Ländern dabei, die keine Kostenerstattung haben und die den Adsorber quasi aus eigener Tasche bezahlen. “

    Interessanterweise deckt es sich auch mit dem Anteil von Menschen die willkürlich in Zusammenhang gebrachten Statistiken glauben. ;))

    Bei der Wiederholungsbestellern waere interessant zu wissen, ob diese ggf. in erster Linie Teilnehmer einer der vielen Studien zur Wirksamkeit von Cytosorb sind. Cytosorbents waere nicht die erste Firma anfangs ihren groessten Umsatz mit öffentlich geförderten Studien macht. Und dann ist ja auch eine Frage der statistischen Ausgestaltung. Nehmen wir an es gibt 3 Kunden, 2 finden Cytosorb nutzlos, einer bestellt jedoch 10 mal nach, da er an einer Studie teilnimmt. Sind das jetzt einer von drei also 33 % Wiederholungsbesteller oder wurde bei 10 von 13 also 76% der Bestellungen bereits davor das Produkt vom selben Kunden bestellt, da waere ja der genaue Wortlaut interessant.

    Ob das Kunden aus Ländern sind, die keine Kostenerstattung haben spielt ja keine Rolle, das Produkt bezahlt ja der Patient und nicht der Arzt und wenn der Patient gerade eine Sepsis überlebt hat und auf der Rechnung exkorporale Blutreinigung steht, dann fängt der nicht an Studien zu Wirksamkeit zu studieren. Hierbei geht es ja nur darum, wieviel kann der Arzt abrechnen und nicht hat es im Einzelfall einen Benefit gebracht.

    Aber man muss ja auch der Firma zugute halten, dass der Nachweis der Wirksamkeit gerade bei einem Produkt, das man aus ethischen Gründen nur begleitend zur Standardbehandlung anwenden kann ausgesprochen schwierig ist.
    Cytosorb scheint ja tatsächlich inflammatorische Zytokine aus dem Blut zu filtern. Welche klinische Bedeutung das für den Patienten hat und für welches Anwendungsgebiet es dadurch geeignet ist, muss sich eben noch zeigen. Und selbst wenn Cytosorb nix taugt, heisst das ja nicht dass garnix garnix bekommt. Die Liste zweifelhafter Medizinprodukte die aber Millionenumsätze erzielen, man denke nur an Statine, ist lang.

    Und taugt es nicht, das Cytosorb,
    dann landets halt im Abfallkorb,
    dann mach ich wieder Wassersport,
    mit Trimaran auf Sognefjord.

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  16. Hallo, James Moore-Ijaaty.

    @Wiederholungsbesteller: der Wortlaut war 85 % der Rechnungen werden an Wiederholungsbesteller geschickt.

    @Kostenerstattung: die Hauptmärkte, in denen derzeit der meiste Umsatz generiert wird, haben meines Wissens eine Fallpauschalenabrechnung (Deutschland, Schweiz, Österreich, Niederlande und noch jede Menge andere). Fallpauschale
    meint: das Krankenhaus stellt sich am besten, wenn es die Kosten für die Behandlung so niedrig wie möglich hält.

    @Ethischer Einsatz: sorry, das macht keinen Sinn (siehe Kostenerstattung).

    Ansonsten: es gibt ein Krankenhaus, das den Adsorber im Abrechnungskontext für schwierige Fälle (Sepsis / multiples Organversagen) als „Ultima Ratio“ deklariert und den Adsorber teilweise unter Nachweis der Laborwerte (vorher/nachher) dann entsprechend erstattet bekommt (und das rund 1.000 x pro Jahr in einem Krankenhaus).

    Die Asklepios Klinik St. Georgen in Hamburg, die einen Cost-Cutting-Ruf vom feinsten hat (https://www.spiegel.de/spiegel/asklepios-klinikkonzern-der-kranke-konzern-a-1126679.html) hat in einer internen Studie herausgefunden, dass sich durch den Einsatz des Adsorbers Kosten SENKEN lassen (siehe https://garnixoderguru.com/2018/10/26/ctso-ticagrelor/)

    Viele Grüße
    Garnix

    ps_
    Bin für sachliche Kommentare und Zweifel sehr offen. Gerne mehr davon. 🙂

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