Endgegner

Mein Leben steht wieder mal am Scheideweg. Es muss sich entscheiden: Tom-Cruise-Tschakka-Film oder doch nur ein Wile-E-Coyote-Comic. Jedenfalls habe ich tomcruisemäßig alles gegeben und bei meinem Chef an alles appelliert, was da sein könnte oder müsste. Die Reaktion lässt auf sich warten. Und dass Jürgen Klopp im nächsten Moment auftritt und alles mit- und umreißt, ist ja auch nicht so. Bin daher etwas sprachlos bis maulfaul, weil einfach müde gekämpft. Es gibt gar keinen Endgegner. Es kommen immer neue um die Ecke.

Tina stellt derweil fest, dass das Leben mit vier Kindern im Alter von zehn bis 15 nicht immer ein großes Fest ist und Ihre Bilder von heiler Familie, gemeinsamen Urlauben am Lagerfeuer immer schneller erodieren. Nicht lange her, als sie nebenbei und versehentlich in einem Nebensatz kapituliert hat: „wenn ich als eines meiner Kinder die Wahl hätte, würde ich mich für ein Leben bei dir als Einzelkind entscheiden.“

Ich lass mir was einfallen, um das wieder gerade zu biegen. Schon cool, Geschwister zu haben und an Weihnachten in großer Runde zu sein.

Und was macht Mutti? Eine Minute nach dem ich am Montag die traute Runde mit Bruno, Tochter und Ex-Frau verlassen habe, lädt sie die Ex-Frau zum Essen mit Tochter ein, um deren Geburtstag zu feiern. Der verlorene Sohn wird nicht eingeladen. Hat viele Gründe, die alle falsch und krank sind. Tochter bekommt das alles mit, regt sich sehr auf und ist schwer auf meiner Seite.

Tochter: „Das ist so falsch und verdreht. Ekelhaft.“

Garnix: „In Wahrheit bin ich gar nicht so scharf drauf, mit meinen Eltern und Mama essen zu gehen. Gibt, glaube ich, keine Themen mehr, die unbelastet sind. Wann wollen die denn essen gehen?“

Tochter: „Zwei Tage nach meinem Geburtstag. Gehen wir an meinem Geburtstag essen?“

Garnix: „SEHR gerne!“

Höchste Eisenbahn, mal wieder danke zu sagen:

Danke, lieber Superman, Endgegner hin oder her, ich habe eine tolle Tochter, eine ganz passable Freundin und werde als glücklicher Mann sterben. Und, ja, danke auch für die vielen Russinnen von früher.

🙂

4 Kommentare zu „Endgegner“

  1. Hall Garnix,
    Das wird schon wieder!
    Zeit für eine Lebenslaufepisode, die stimmt uns alle glücklich 😉
    Grüße
    Der windsurfer (der morgen nach 2 Jahren Abstinenz tatsächlich mal windsurfen geht!)

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  2. Moin G,

    gibt es Updates? Was macht der Boss? Sitzt die Alternativlose wieder fest im metaphorischen Sattel?

    An dieser Stelle ein virtuelles Schulterklopfen für dich. Ist zwar nicht viel wert, aber es ist nicht immer easy, praktisch die ganze Familie handlen zu müssen, wenn alle in ihren Gefühlen feststecken und keiner die Draufsicht genießt.
    Immerhin gibt es so ständig neuen Stoff für dein Buch. ¯\_(ツ)_/¯

    Halt dich tapfer und warme Grüße

    LGN

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  3. Moin, LGN.

    Leider keine Updates. Alles wackelt und hängt in der Luft. Zu viele Baustellen gleichzeitig. Ich melde mich, sobald irgendwas endgültig gegen die Wand gefahren oder irgendein Befreiungsschlag gelungen ist. Danke aber der Nachfrage!

    Immerhin kann ich von Bruno lernen. Der schläft Tag und Nacht die gröbsten Probleme weg.

    Viele Grüße
    Garnix

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  4. Abschieds-Tipp von meinem ehemaligen Therapeuten (habe da leider ziemlichen Verschleiß)
    https://www.zeitzuleben.de/wer-weis/
    Fazit: „Maybe it has to get worse before it gets better.“ Hilft vielleicht in der konkreten Lage auch nicht, aber wollte nur kurz sagen, dass da draußen Menschen sind, die das nachvollziehen können, was hier im Blog so steht:)

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