273 Tage

273 Tage ist das letzte CTSO-Hoch inzwischen her. Die Frisur sitzt aber noch. Hätte ich normalerweise gesagt. Bis mich eben ein Kollege mobben wollte: „ich glaube, dir fallen alle Haare aus. Überall, wo du sitzt, liegen dann so Haare rum.“

Garnix: „Gar nicht, du Schwein. Lügenpresse! Wer hat dir überhaupt erlaubt zu reden. Außerdem sind das ja mal vielleicht deine eigenen Haare!“

Nachdem er sein Philistertum partout nicht einsehen wollte, habe ich ihn umgehend zu einer Haarschüttelei auf einem Konferenztisch herausgefordert: wer mehr Haare beim Schütteln und Wuscheln verliert.

Was alles sehr eindeutig: die Lügenpresse schweigt jetzt und meine Frisur sitzt wieder.

Ansonsten muss ich aber einräumen, dass der letzte Mai etwas freundlicher zu mir und meinem Depot war (+101,8 %):

drama

Bis auf weiteres heißt es also: nach dem Quartal ist vor dem Quartal und die Hoodies, kurzen Hosen und die Crocs kommen leider nur nach Feierabend zum Einsatz.

Falls das Universum auf meinen Hausverkauf oder meinen Umzug ins WOMO wartet: ich gebe Gas, versprochen! Immerhin sind die Handwerker mit allem durch.

Derweil plätschert das Leben so dahin, und ich könnte ein bisschen Abwechslung vertragen. Am 13.07. geht’s für zwei Wochen mit Tochter und gemietetem Wohnmobil zu unbestimmten Zielen mit der groben Richtung: Litauen, Lettland, Estland. Kann aber auch sein, dass wir es wieder nur bis nach Thüringen schaffen.

Klingt alles langweilig?

Sag ich doch.

7 Kommentare zu „273 Tage“

  1. Kauft das Brot das sie im Holzofen gegen die Wand klatschen und so backen und wenn Bier .. dann dort bei einer der Microbrewery

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  2. Hallo Garnix, lies mal hier von Einer, die sich getraut hat und zunächst im Camper lebte, es ist sicherlich inspirierend. Ich nach dem Lesen solcher und ähnlicher Seiten bin danach eigentlich immer etwas – tja, was eigentlich- mutlos oder auch demotiviert, weil ich mich da nicht sehe, obwohl ich es könnte. Das ist eigentlich auch völlig daneben…

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  3. Hallo, Anke.

    Kann dir nicht so richtig folgen. Was genau macht dich mutlos?

    Viele Grüße
    Garnix

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  4. Tja, es ist wohl die Möglichkeit, alles tun zu können und es doch nicht zu machen und andere haben diese Schranke im Kopf nicht und verkaufen halt das Haus und ziehen durch die Welt. Wenn ich das dann lese oder Videos sehe, dann weiß ich, das ich das tun könnte, es aber nicht mache. Echt nervig, aber die alte Angst, morgen ohne Job da zu stehen und das schöne Aktien-Geld ist weg, blablabla…Es gibt ein Buch von der Maike Winnemuth, die eine halbe Million bei Jauch gewonnen hat und sich dann in die Welt aufmacht, nur um hinterher fest zu stellen, das sie das auch ohne den Gewinn hätte machen können. Gut, das alles füllt wohl den Begriff von Jammern auf hohem Niveau und nur, weil ich den Arsch nicht hochkriege. Muss ich wohl weiter mit dem Porsche ins Büro fahren…hach, Scherz.

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  5. Hi, Matthias.

    Alles notiert. Bin aber sketisch, ob wir so weit kommen. Letztes Mal sind wir alle zwei, drei Stunden irgendwo abgebogen und haben ein Schläfchen gemacht.

    Viele Grüße
    Garnix

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  6. Hi, Anke.

    Dass alles mit viel weniger Geld klappen könnte, glaube ich auch. Aber man steht halt wie der letzte Idiot da, wenn es dann doch nicht klappt. Auf der anderen Seite: ich habe gestern zusammen mit meiner Tochter Passfotos machen lassen. Gut oder gesund sieht anders aus. Zahn der Zeit, fünf vor zwölf usw.

    Keine Ahnung, wie alt du bist. Aber wenn es so langsam auf die 50 zugehst und alles schon leise quietscht, kommt man halt auf so lustige Stierbeidenhörnerpackengedanken. Mit 20 fährt man nach wilden Parties besoffen im Auto durch die Nacht. Und weil das mit 40++ irgendwie nicht mehr klappt, geht’s halt im WOMO ins Baltikum. Oder so. Der gemeinsame Nenner: Bewegung.

    Falls du nichts vor hast, schau dir mal den Film „303“ an. Und: Wolfgang Herrndorf hat auf die letzten Meter noch „Tschick“ zusammengebastelt, den ultimativen Roadtrip in die Walachei. Besser noch als Jack Kerouac mit seinem „On Se Road“. Goethe hat viel Geld fürs Reisen verballert. Und auf Instagram gibt es tausende solcher Bilder: https://www.instagram.com/wonderful_places/

    So als halber Pantheist ist es, fürchte ich, quasi eine Sünde, sich nicht (ein bisschen zumindest) auf den Weg zu machen. Als würdest du neben dem Moma in New York wohnen, ohne je reinzugehen.

    Nix gegen Porsche. Fand ich auch mal gut. Jedem das Seine.

    Viele Grüße
    Garnix

    ps_
    Das Leben grob skizziert, wie ich es sehe
    0 – 15 man sitzt überwiegend im Nest fest
    16-30 besoffen durch die Nacht
    31-45 eigener Nestbau
    46-60 Hier scheiden sich die Geister in a) Status und Nest aufmöbeln oder b) loslassen, noch mal aufraffen und in Bewegung kommen
    60-? vielleicht die Synthese: bisschen mit den Enkeln abhängen, bisschen rumreisen

    ps2_
    „Jedem das Seine“ sagt meine Mutter immer, wenn ich versuche, ihr das Wurstbrot aus der Hand zu schlagen. Sie guckt dann immer ganz verfolgt und gequält, bevor ich sie frage, ob sie weiß, was am Eingang der KZ Gedenkstätte Buchenwald steht. Naja. Wir schließen diesen launischen Kommentar mit dem größten aller großen Philosophen, Roberto Blanco: ein bisschen Spaß muss sein.

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