WOMO – Folge 622

Ende Mai 2019 habe ich insgesamt Verbindlichkeiten vulgo Schulden in Höhe von 230.000 Euro. Das ist viel. Wenn ich 100 % meiner Sparbemühungen dazu aufwende, diese Schulden zu begleichen, kostet mich das ca. 3,5 Jahre. In dieser Zeit könnte ich nichts investieren und wäre am Ende über 50 Jahre alt. Was für eine Scheiße. Vor allem, weil ich nicht nur gerne schuldenfrei, sondern auch mit einem ordentlichen Cash-Puffer gesegnet wäre. So 150 – 300 k€ Cash wären ein sanftes Ruhekissen, stünden aber für weitere 2,3 bzw. 4,6 Jahre – ich wäre somit 53 bzw. 55. Jahre alt und hätte sechs bis acht Jahre nur getilgt und gespart, ohne weiter investieren zu können. Das sind Aussichten!

Wie lautet also die Fragestellung und wie der Plan?

Wie schaffe ich es, so schnell wie möglich a) schuldenfrei zu sein, b) 150k€ Cash in der Hinterhand zu haben und c) wieder investieren zu können?

Bevor ich die Frage beantworte und mit Verweis auf andere launische Beiträge hier: ich bin gerade nicht so zufrieden mit meinen Werktagen (Mo – Fr), die für 71,4 % meiner Lebenszeit stehen. Also die nächste Frage: warum ist das so?

In Wahrheit bietet mir mein Job alle Möglichkeiten und Freiheiten. Gestaltungsspielraum galore. Bezahlung auch okay. Ich würde mich als mein eigener Arbeitgeber plus/minus zehn Prozent nicht anders behandeln. Auf der anderen Seite: ich bin mein Geld wert, Qualität, Geschwindigkeit und ROI stimmen. Vielleicht ist die Frisur scheiße, aber dafür bin ich jeden Morgen frisch geduscht und trete immer an, um Benchmarks zu setzen. Voice of the customer: das kann ja gar nicht sein, dass dein Team so viel macht und schafft. Ist aber so. Wenn ich im Feuer stehe, findet sich immer noch ein Schippchen, das ich zulegen kann.

Die Schlagzahl ist hoch und Querelen gibt es immer. Also schleiche ich abends in aller Regel waidwund und ausgebrannt nach Hause, haue mir irgendwas in die Pfanne – ich esse tagsüber nur Obst, weil ich so besser im Flow bleibe – und haue mich nach dem Essen mit vollem Bauch ins Bett. Fernsehen kommt bei mir quasi nicht mehr vor. Ich drehe also 37 Runden durchs Netz, bis ich die Schnauze voll habe, lese in ein paar Büchern rum und schlafe irgendwann ein. Am nächsten Tag das gleiche Spiel. Mittwochs aufgelockert durch ein Abendessen mit meiner Tochter. Ansonsten: maximale Eintönigkeit und auf der Stelle treten. Da hilft auch der gelegentliche freitägliche Antritt in einer Bar nix. Alles bestenfalls im Halbgas und Erschöpfungsmodus. Fühlt sich sehr statisch und autistisch an. Übrigens: wenn Tina das lesen würde, würfe sie die Hände in die Luft werfen und fragen, warum ich sie und ihre Kinder unter der Woche nicht besuchen komme. Antwort: keine Kraft, keine Lust. Bleibe lieber im Hamsterrad, dackel nach Hause und lege mich in mein Joop-Bett mit der besten Matratze der Welt. „Lieber“ ist dabei relativ und meint: „lieber“ als alles andere, weil ich für alles andere keine Kraft habe.

Vielleicht noch zwei Gedanken zum Wochenende: theoretisch müsste ich am Wochenende das Haus bzw. den Garten in Ordnung bringen, jedenfalls wenn ich normal veranlagt wäre und nicht diese Leckt-Mich-Alle-Am-Arsch-Haltung hätte. Großartig wen treffen finde ich auch schrecklich, weil ich immer tausend Stimmen von der Arbeit im Kopf habe und beruflich non-stop mit Menschen umgehen muss.

Wenn mir dann am Wochenende noch meine Mutter mit ihrer verqueren Gedanken und Standardfloskeln aufs Gemüt kloppt, bekomme ich die Krise. In der Zusammenfassung: das Haus sieht scheiße aus, ich will niemanden sehen und pflege meine Verweigerungshaltung. Alle verbliebene Kraft wende ich dazu auf, für meine Tochter den Anschein von irgendwas zu wahren.

So viel zur Bestandsaufnahme mit dem Zwischengefühlsfazit: ich verballere ganz schön meine Zeit – und die Gesundheit gleich noch mit.

Finanzielle Unabhängigkeit also als Rettungsanker vor dem Untergang. Nur dass das (noch) mal deutlich wird.

Also wie ist der Plan?

1. Hausverkauf: nicht um jeden Preis, aber schon so, dass es klappen könnte.

2. Schulden auf einen Schlag ALLE tilgen

3. Wohnmobil kaufen

4. 80 k€ Cash behalten, Rest in Aktien investieren

5. Cashbestand auffüllen bis er mindestens bei 150 k€ ist (dauert rund ein Jahr)

6. Cash jenseits der 150 k€ investieren

7. So schnell wie möglich mit dem WOMO abhauen

Alles irgendwo schon mal erwähnt. Aber der Schritt ist krass, da darf man schon ein paar Runden drehen. Warum ich die Idee mit dem WOMO auch gut finde: sie rüttelt an meinen autistischen Rückzugstendenzen. Ich will beweglicher sein. Weniger auf ausgetretenen Pfaden rumschleichen. Neue Wege und so. Soweit die Theorie. Praxis – insbesondere im Winter – wird sicher lustig.

Alles nur Midlifekrise? Kann sein. Aber ich bin das Konstrukt jetzt hundertmal durchgegangen. Macht Sinn für mich. Und was, wenn sich das als Schnappsidee herausstellt?

Dann ist das so. Am 01.06. kommt die Preisliste fürs Modelljahr 2020 raus (endlich mit der aktuellen Abgasnorm). Was mich am meisten nervt, dass ich das Ding erst bestellen sollte, sobald das mit Haus geklappt hat. Dauert alles viel zu lange.

womo

 

 

 

23 Kommentare zu „WOMO – Folge 622“

  1. Erstmal vielen Dank für den Einblick in Deinen Alltag, also Ablauf, wollte ich eh schonmal danach fragen.

    Trinkst Du Kaffee? Ist so mein Retter über den Tag, seit ein paar Monaten mit Hafermilch, geht aber auch.
    Ich würde das gerne irgendwie ersetzen, komme aber weder im Normalzustand noch mit extrem kurzen Sohnemann-hat-wieder-das-Bett-vollgekotzt-und-Papa-muss-es-neu-beziehen-zum-3.-Mal-Nächten nicht nicht von weg.
    Hast Du nen Tip?
    Ziel für mich wäre Kaffee wieder als echtes Genussmittel, was besonderes, wahrnehmen und im Alltag durch was besseres ersetzen…

    Essen muss ich auch was machen, esse ich währden der Arbeit halbwegs normal (2 Semmeln mit Humus), kann ich sofort schlafen… werde das mit dem Obst probieren.

    „Vielleicht noch zwei Gedanken zum Wochenende: theoretisch müsste ich am Wochenende das Haus bzw. den Garten in Ordnung bringen, jedenfalls wenn ich normal veranlagt wäre und nicht diese Leckt-Mich-Alle-Am-Arsch-Haltung hätte. Großartig wen treffen finde ich auch schrecklich, weil ich immer tausend Stimmen von der Arbeit im Kopf habe und beruflich non-stop mit Menschen umgehen muss.“ => Genau so ist es…

    Es ist Freitag… ab in die Bar!

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  2. Hey Garnix,

    die Ausgangslage klingt nicht so rosig und ehrlich gesagt beim ersten Hinschauen sogar recht ausweglos. Insofern finde ich deinen Weg schön und überraschend schlüssig. Haus mus weg, ist nur ein Klotz am Bein.
    Dass dein „Investieren“ auch als Spekulation bezeichnet werden kann (wegen One-Trick-Pony und so) und ein großes Klumpenrisiko darstellt, ist dir ja mehr als bewusst. Im CTSO-Worst-Case hängst du halt in deinem Job fest. Im absoluten Worst Case verlierst du auch noch den Job und musst irgendwas anderes suchen.

    Aber wo du gerade die Matratze ansprichst – zeig doch mal bitte die beste Matratze der Welt, ich bin gerade auf der Suche.

    Danke dir im Voraus. Alles Gute in jedem Fall für deinen Weg.

    Viele Grüße
    Die Hard

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  3. Hallo, Peter Ponkel.

    Diese ganze Befindlichkeitsbloggerei ist ja eher nervig. Versuche das zwar halbwegs unterhaltsam zu verpacken, bleibt tendenziell aber doof. Von daher vielen Dank für das „vielen Dank“.

    @Kaffee: bin kein Kaffee-Trinker, sorry. Bier übrigens auch nicht. Schmeckt mir beides nicht.

    Mein „Speed“, ich nehme morgens „Amino Presslinge“, Omega-3, B12/B6/Folsäure und noch einen Schwung Kalzium / Vitamin D. Ich vermute, dass Vitamin D und die Amino-Dinger mich fit machen und alles gerade ziehen. Kann das auch nicht abends nehmen, weil ich sonst nachts nicht einschlafen könnte. Will das aber nicht empfehlen und tauge nicht als Role-Model. Bin gerade ultrafett, was als Veganer echt eine Leistung ist. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

    ps_
    Bar geht klar! Heute mit Tochter und bestem Freund. 🙂

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  4. Huhu, Die Hard.

    Niels Ruf hat das größte aller Dilemmata sinngemäß mal so umschrieben:

    „Wenn man Single ist, kann man keine Uschi mit nach Hause nehmen, weil da schon Käfer und sowas rumlaufen und es streng riecht. Und wenn man aus Versehen in einer Beziehung ist und die Bude dank Partnerin blitzt und blinkt und man ohne Ende Uschis mit nach Hause nehmen könnte, geht das meistens auch nicht, weil dann da ja schon die andere Uschi rumsitzt.“

    So geht mir das auch mit dem Haus: ganz bald sind die Verschönerungsmaßnahmen abgeschlossen und der Eigentümerblick schweift vorübergehend zufrieden herum. Genau in dem Moment loszulassen, erfordert schon etwas Anlauf. Aber wird schon.

    Worst-Case in meinem Fall: ich kehre bei DocSchneider den Hof.

    @Matratze: Joop hat die Matratze (180 x 200, Taschenfederkern) meines Wissens bei einem österreichischen Hersteller eingekauft. Der Hersteller selbst wird aber nicht genannt. Das ganze Bett hat vor vier Jahren (?) so um die 4.200 Euro gekostet. Der Preis für die Matratze alleine (hatte ich damals gefragt) müsste so bei 1.200 Euro liegen. Sorry für die dürftigen Angaben…

    Viele Grüße
    Garnix

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  5. Will nicht taktlos sein aber hört sich unbekannterweise nach mittlerer Depri oder neudt.-kompatibler Burnout an. Schätze mal, dass Du ungern Hilfe suchst aber vielleicht so als Fallback-Option größtmöglichen Urlaub (evtl. Sabbatical), Tina (alternativ ab und zu die Kleine) in gemietetes Deluxe-Womo packen und erstmal krasse Auszeit, dann klappt’s im Anschluss vielleicht noch ein paar Jährchen mit dem Anschaffen für größtmögliche Freiheit.
    Interessante Biohacker-Tipps (keine Lösung aber hilft) gibts auch bei

    https://www.flowgrade.de

    Danke auch von mir für Emo-Bloggen. Der Narzissmus-Kram ist zwar lustig aber, hey, das ist Internet hier;)
    Wie gesagt, bitte löschen/pls. ignore, falls unangemessen

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  6. Hallo, Schlaumaier.

    Alles gut. Danke für die Anteilnahme. Sabbatical oder sowas würde ich noch als Joker im Ärmel behalten wollen, wenn es nicht mehr anders geht. Die Hoffnung, durchzuziehen und es zu Ende zu bringen, überwiegt noch. Und die Vorstellung, nach einem Sabbatical zurückkehren zu müssen, macht bei so einer Mimose wie mir tendenziell das ganze Sabbatical kaputt. Ausbrechen, um dann wieder zurückzudackeln, finde ich nicht so richtig gut.

    Viele Grüße
    Garnix

    ps_
    Die Biohacker schaue ich mir gerne an. Danke!

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  7. Muss… widerstehen… meinen Senf dazu zu geben…
    Geht nicht!
    Hast du eigentlich schon mal Intermittent Fasting oder Intervallfasten oder nix fressen den janzen Tach ausprobiert?
    Bla bla mir tut es gut, sabbel sabbel, mache es seit einem Jahr, grunz grunz angefangen mit Frühstück weglassen, jetzt Mo-Fr 19/5 und wochenends 16/8…
    Probier es aus! Es ist geil. Glaub mir. 🙂
    Alles Gute, gute Besserung, Glückauf!
    Viele Grüße
    Benjamin

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  8. Hey Garnix,
    ich habe die exakt gleiche Stimmungslage (ich will das jetzt nicht gleich Depression nennen) wie Du. Wochentags geht ebenfalls nix wegen der vielen Stimmen im Kopf, ich muss ja hier sowohl den Vertrieb als auch die Heimleitung selber machen. Aber wenn ich so links und rechts richtig zuhöre sieht das fast überall so aus (was es schlussendlich nicht besser macht!).
    Das mit dem Wohnmobil im Winter wäre nix für mich – zu viele Zugeständnisse was den Komfort angeht. Kann mir aber vorstellen dass das für Dich in Ordnung geht. Miete doch mal im Winter so einen Hobel für ne Woche oder zwei zum Testen. So komplett außerhalb der üblichen Saison geht das doch sicher für nen Appel und nen Ei.
    Ansonsten Daumen hoch – die fünf Jährchen kriegen wir noch rum. Bin eh gespannt wer von uns als erster fertig ist. Wird sicher knapp!
    Gute Besserung vom Doc

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  9. Achja, wegen Plan B: Abseits vom Hof fegen fällt mir sicher noch was sinnvolleres für dich ein. Kaffeemaschine reinigen ist hier für die Praktikanten ziemlich beliebt. Oder gegenüber beim Aldi Klopapier holen für das Kunden-WC.

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  10. Hallo, Benjamin Maul.

    Ich esse tagsüber nur Obst (idealerweise vor 12 Uhr), trinke ausschließlich dafür viel Wasser und versuche abends selbst zu kochen (immer vegan). Normalerweise müsste ich schon 30 Kilo abgenommen haben. Muss daher noch an den Portionen und am Nachtisch arbeiten.

    Viele Grüße
    Garnix

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  11. Hey, Doc.

    Wegen Stimmung: und dann noch der nagende Gedanke, dass man selbst nur zu doof ist, es besser/leichter/schöner zu machen.
    Wegen WOMO: habe Ausweich-, Wäschewasch-, Dusch- und Schlafmöglichkeiten außerhalb des WOMOs.
    Wegen fünf Jahren: die Uhr läuft! Wir treffen uns dann… jenseits der Feinde und so.

    Viele Grüße
    Garnix

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  12. Huhu, Doc.

    Super. Habe noch nicht mal angefangen und werde vom Facility Manager (Hof kehren) zum Procurement Specialist befördert (Klopapier kaufen). Tausend Dank!

    Viele Grüße
    Garnix

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  13. Tach Garnix,
    hatte eigentlich gehofft, dass Dir wenigstens einige Kommentatoren die Womo-Idee ausreden wollen. Da aus dieser Richtung wenig zu kommen scheint, spüre ich so etwas wie eine soziale Verpflichtung, das zumindest zu versuchen. Auch auf die Gefahr hin, als Super-Spaßbremse dazustehen:
    – Wieviel Jahre werden denn vermutlich zwischen Schritt 1 und Schritt 7 liegen?
    – Willst Du in dieser Zeit wirklich auf Stricher-Parkplätzen im Frankfurter Stadtwald hausen und tagsüber auf Maloche gehen?
    – Gerade der Winter im Womo-Alltag ist wirklich ätzend, habe seit Jahren mehrere Womo-Blogs verfolgt, da kam bei mir winters in Deutschland kein Neid auf.
    – Die von Dir bevorzugte Karre scheint mir weder fürs Errreichen der finanziellen Freiheit geeignet zu sein (zu teuer), noch fürs Wintercamping (z.B. viele Wärmebrücken im offenen Fahrerhaus, keine Warmwasserheizung etc.)
    – Soziophobien kann man mit so einem Leben sicher prima entwickeln, aber bestimmt nicht vorhandene überwinden.
    – Habe gerade im Mai mal wieder einen Monat im Womo gelebt, aber ohne Maloche, schön warm, trocken und mit Strand vor der Tür. Selbst das möchte ich nicht ganzjährig machen.
    – Ist einfach zu eng und unkomfortabel im Vergleich zu einer normalen Wohnung. Man verbringt relativ viel Zeit und verschwendet Gedanken mit der Ver- und Entsorgung von Wasser, Energie (Gas/Strom) und Internet. Das ist im Winter und stadtnah Frankfurt noch viel nerviger.
    – Die Ersparnis im Vergleich zu einem kleinen Apartment ist unterm Strich relativ gering. Zumal in Deinem sonstigen Budget noch reichlich Luft für Einsparungen zu sein scheint, die weniger weh tun.

    In diesem Sinne hoffe ich, dass Du Deine Bude nicht so schnell verkauft bekommst. 🙂

    Fürsorgliche Grüße von der Ente

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  14. Juhu, Die Stimme der Vernunft aus dem Off ist zurück!
    Hoffe, dir geht’s gut und bin offen für Lageberichte.

    Also:

    @Zeitspanne Schritt 1 – 7: vermutlich viiiiiel weniger dank WOMO.
    @Stricher-Parkplätze & Garnix auf Montage: ja. Falle abends wie erschossen ins Bett. Dürfte (alleine) fünf bis sechs Tage autonom stehen können, während ich auf „Montage“ bin und habe drei Plätze in Lauf- oder E-Scooter-Weite zur Arbeit gefunden. Mein Lieblingsplatz ist im Diplomatenviertel (bei den Edel-Strichern)
    @Winter: habe im letzten Schlussverkauf für die Hälfte ganze viele dicke Hoodies bestellt und mache mir außerdem warme Gedanken
    @Wintertauglichkeit des präferierten WOMOs: da haste recht. Gibt bessere. Ich vertraue auf die Hoodies und auf einen komatösen Schlaf
    @Soziophobien: vielleicht nicht überwinden – aber immerhin wegfahren davor kann man
    @Ganzjährig: es wird eine Homebase geben, so der Plan – ein Holzhaus am Waldrand, von der Tochter ausgesucht und für gut befunden. Da feiern wir dann alle Weihnachten und, wenn alles klappt, gibt es auch einen Pool für den Sommer. Da wird es sooo gemütlich sein, dass wir die Besucher mit dem Stock vertreiben müssen. Vielleicht trainieren wir für diese Zwecke auch Bruno, den neuen Hund. Wann immer uns da die Decke oder die Tannenzapfen auf den Kopf fallen, klettern wir ins WOMO und machen eine kleine Runde.
    @Eng & unkomfortabel: vielleicht lade ich dich mal in mein Queensize-Bett ein. Muss ich mir aber noch überlegen. Ist jedenfalls schweinegemütlich. Wenn es dann doch mal zu eng ist, ist es ja nicht verboten, sich irgendwo einzumieten.
    @Ersparnis – kleine Bude vs. Wohnmobil: versuch mal mit der Bude am Wochenende nach Holland ans Meer zu fahren.

    Vor dem Konter erstmal beschwichtigen: danke für deine Anteilnahme und Sorge. Eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass ich mir nach sechs Monaten die grauen Haare raufe, ist nicht von der Hand zu weisen. Unterm Strich steht aber, dass ich zu hart arbeite, um für eine halbe Mio ein Haus zu bewohnen, dass ich zu 85 % überhaupt nicht nutze.

    Ich kann den Worst-Case nicht mal eindeutig benennen: a) niemand will mein Haus für einen bekloppten Preis kaufen und ich bleibe da wohnen oder b) jemand kauft mein Haus für einen bekloppten Preis, ich bin schuldenfrei und kann mir was passenderes suchen.

    Konter: mein Ex-Trauzeuge ist dir in seinen Ansichten nicht unähnlich. Ich ernte massives Unverständnis. Ist okay. Die Lebensumstände, -prioritäten und -ziele liegen manchmal einfach zu weit auseinander. Vor drei Jahren hätte mich meine Tochter angesichts dieser Pläne noch umgebracht. Heute freut sie sich für mich. Dass dir das radikal oder bekloppt erscheint, nehme ich billigend in Kauf. Mit Verlaub.

    Viele Grüße
    Garnix

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  15. Vom massiven Unverständnis des Ex-Trauzeugen bin ich hoffentlich weit entfernt! Radikal und bekloppt (nicht meine Wortwahl) finde ich höchstens all-in CTSO und all-year WOMO. Ansonsten sind wir weitgehend d’accord, denke ich.
    Hausverkauf halte ich grundsätzlich auch für sinnvoll, nur falls das nicht so rüberkam!
    Lagebericht überlege ich mir mal, gefühlt sollte ich dafür aber mal ’nen Jährchen abwarten, sagt zumindest eine mahnende innere Stimme.
    Aber sonst alles Supi, kann bis jetzt leider noch keine Gründe liefern, FIRE nicht anzustreben. 😉

    Verlaub gestattet, beste Grüße von der Ente

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  16. Bin noch kein Schwan, aber fühle mich schon angesprochen. Wir sind am Freitag daheim gestrandet, weil die Mama nicht so fit war. Da musste der Papa am Wochenende das Küken bespaßen. 😦
    War’s gut? Vielleicht gibts ja nochmal ’ne Wiederholung, wäre schön!

    Gruß von der Ente

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  17. Hallo, Ente.

    Euch ist schon klar, wo ihr hier seid, dass ich eine Blutfehde mit dem Maschinisten am Laufen habe und Kollaborateure „friendlyfiremäßig“ erschossen werden?

    Viele Grüße
    Garnix

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  18. Waaas? Habe ich in Abwesenheit etwas spannendes verpasst? Dann bitte berichten! Mein letzter Stand war, Du hast eine Einladung zum Bier ausgeschlagen, später habt Ihr Euch noch übers Essen unterhalten.
    So ’ne Blutfehde läuft zumindest hier in meinem Bergdorf noch etwas anders ab, da haben alle was davon! Wie geht denn überhaupt Blutfehde als Veganer? Und dann noch auf arme Enten…
    @Joerg: Schon richtig mit dem Märchen, aber weil’s halt nur ein Märchen ist, bin ich noch das häßliche Entlein. Wird wohl nix mehr mit Schwan in diesem Leben.

    Liebe Grüße von der noch schrotfreien Ente

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  19. Hallo, Ente.

    Bornheim? Blutfehde als Veganer geht nicht. Hast recht. Hatte ich kurz vergessen.

    Viele Grüße
    Garnix

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