Michael Greger

Dr. Michael Greger. Wer ihn nicht kennt, er betreibt auf Non-Profit-Basis die Seite nutritionfacts.org, hat ein Team, das 80.000+ Ernährungsstudien auseinandergenommen hat, ist Autor von „How not to die“. Er ist meiner Meinung nach der führende Experte in Sachen Ernährung vs. Gesundheit.

Ein Bekannter von mir ist der maximal denkbare Egomane und Narzisst. Tanzt in seinen Maßanzügen über Leichen. Hat keinen Freund, weil er alle früher oder später verrät und verkauft. Mit Karma und Ethik hat er nicht nur nichts am Hut, er hält den Gedanken an sowas schon für falsch. Wenn Sklavenhandel, illegaler Organhandel oder Tierquälerei ein gutes Chancen-Risiko-Verhältnis mit ordentlicher Rendite böten, ohne dass er dabei seinen Anzug schmutzig machen müsste, er wäre dabei. Wenn der Verzehr frischer Babyohren seiner kranken Existenz irgendeinen Vorteil brächte, würde er sich in unter zehn Sekunden eine Kiste Babyohren bestellen. Kurz: er ist ein krasses Arschloch. Wenn ich ihn nur sehe, wird mir schlecht.

Nichtsdestotrotz hat er sich in unter 90 Minuten zum 100%igen Veganer umprogrammiert. Dank eines Videos:

 

 

 

 

7 Kommentare zu „Michael Greger“

  1. Sehr interessantes Video. Danke fürs Teilen! Da ich nichts einfach so glaube, sondern gern hinterfrage und Gegenmeinungen lese und höre, werde ich mich mal weiter mit diesem Thema beschäftigen. Ich tendiere aber in diesem Fall sehr dazu, dass er wohl Recht haben wird.

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  2. Hallo, Finanzguru41.

    Sehr gerne! Ein Fun-Fact noch für dich: meines Wissen wird das Thema Ernährung in einem regulären Medizin-Studium mit ziemlich genau 0 Stunden abgedeckt. Ich weiß von Ärzten, die ihren Patienten Milch empfehlen, weil das gut für die Knochen sei. Kontext ist hier Kalzium und Osteoporos. Ist wissenschaftlich widerlegt und kontraproduktiv. Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=rxnBDDqXSjk (geht nur 3 Minuten).

    Jedes Video, jeder Vortrag von Dr. Greger ist unterlegt mit einer Fülle an wissenschaftlichen Studien. Denke auch, dass da ordentlich „Substanz“ dahinter steckt.

    Viele Grüße
    Garnix

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  3. Hallo Garnix,

    hast du schon https://www.healthline.com/nutrition/how-not-to-die-review gelesen? Da wird Greger sehr kritisch behandelt. Er betreibe Cherry Picking und ignoriere Fakten und Studien, die seiner Meinung entgegenstehen.

    Zum Beispiel zitiert er mehrere Studien, die belegen, dass Fisch nichts bringt (Omega-3) und Pflanzen besser wären. Was er verschweigt, ist, dass in diesen Studien nur die Hälfte der empfohlenen Omega-3-Tagesdosis verabreicht wurde. Bessere Studien, in der die empfohlene Tagesdosis gegeben wird, enden dann eher pro-Fisch. Die nennt er nicht.

    Außerdem zieht er sich teils sehr an Studien hoch, bei denen (vereinfacht gesprochen) ein Tropfen Blut mit einem Tropfen Pflanzenextrakt ins Reagenzglas gegeben wird. Die Ergebnisse klingen zwar gut, die Macher sagen aber selbst, dass die Test wiederholt werden müssen und dass überhaupt kein Rückschluss möglich ist, ob eine entsprechende Ernährung mit diesen Pflanzen einen gleichen oder ähnlichen Effekt hätte.

    Oder er überträgt Kleinststudien, die z.B. nur in Asien durchgeführt wurden und auch nur dort funktionieren auf Amerika, was aber nicht geht.

    Viel Substanz ja, aber die Schlussfolgerungen daraus und was er genau aus dieser Substanz nutzt, sind eine andere Sache. Ich denke, dass es nicht ganz verkehrt ist, wenn man sich mit seiner Idee befasst. Und wenn das Ergebnis nur ist, dass man keine Massentierhaltung unterstützen will. Aber die ultimative Selbstheilung des Körpers von allen Gebrechen wird es mit dem Veggie-Burger nicht geben.

    Was ich dem Ganzen aber sehr positiv anrechnen muss: Ich beschäftige mich mehr und kritischer mit dem Thema.

    Gruß
    Finanzguru41

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  4. Hallo Finanzguru,

    dieser Blog ist sehr unterhaltsam und hat ein starkes Sendungsbewusstsein. Mit Fakten und wissenschaftlicher Genauigkeit hat er es aber nicht. Muss er vielleicht auch gar nicht, wenn man ihn als Unterhaltungs- oder Meinungsblog sieht.

    Die Behauptungen zur Wirksamkeit von Cytosorbets oder zur Auswirkungen vom veganen Leben, sind aber nicht ernst zu nehmen.

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  5. Hi, Finanzguru.

    Danke für den Link! Skepsis ist immer gut. Dass das ein kontroverses Thema ist, ist klar. Aber so kritisch finde ich die Autorin gar nicht: „Throughout How Not to Die, Greger explores many oft-ignored and myth-shrouded issues in the nutrition world — and in most cases, fairly represents the science he draws from… Conclusion… Greger’s goal, sparked in his youth and galvanized over the course of his medical career, is to bypass the middlemen and feed important — and often lifesaving — information to the public. ‚With the democratization of information, doctors no longer hold a monopoly as gatekeepers of knowledge about health,‘ he writes. ‚I’m realizing it may be more effective to empower individuals directly‘.
    And that’s what How Not to Die ultimately accomplishes. While the book’s biases prevent it from being a fully caveat-free resource, it offers more than enough fodder to keep health-seekers questioning and engaged. Readers willing to listen when challenged and fact-check when skeptical will gain much from Greger’s passionate, albeit imperfect, tome.“

    Falls du tiefer ins Thema eintauchen willst, ein wichtiges Werk ist die sogenannte „China Study“, die extrem kontrovers besprochen wird. Unter anderem wird da eine Studie an Ratten diskutiert, die einer hohen Dosis an hochkarzinogenem Toxin ausgesetzt waren. Über die Menge an tierischem Protein konnte man steuern, ob die Ratten Krebs bekommen oder nicht. Das krasse dabei: das wirkte wie ein Lichtschalter: wenig tierisches Protein = 0 % Krebs. Viel tierisches Protein = 100 % Krebs.

    Ansonsten würde ich sehr die Doku „What the health“ empfehlen.

    Viele Grüße und viel Spaß mit dem Thema
    Garnix

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  6. Hallo, Karl.

    „Die Behauptungen zur Wirksamkeit von Cytosorbe[n]ts oder zur Auswirkungen vom veganen Leben, sind aber nicht ernst zu nehmen.“

    Nur fürs Protokoll: aktuell wird der Adsorber von 850 Krankenhausstationen und deren Ärzten eingesetzt (40 % mehr als im Jahr zuvor). Die müssten nach deiner Logik dann auch alle nicht ernst zu nehmen sein. Wahrscheinlich alles verblendete Menschen, die sich auf nichtssagende und gegenstandslose 700+ (Fall-)Studien verlassen. Schauen wir mal, wie es ausgeht. Bitte Bescheid geben, sobald deine Meinung dreht, dann stocke ich noch mal auf.

    Viele Grüße
    Garnix

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  7. „Die Behauptungen zur Wirksamkeit vom veganen Leben, sind aber nicht ernst zu nehmen.“

    Quelle?

    Meine Eltern plus Schwiegereltern essen wie der übliche Deutsche, vorallem aber zuviel Wurst + Fleisch. Nehmen Tabletten gegen Bluthochdruck, Sodbrennen, Reflux etc. ,sprich die üblichen Krankheiten, die hier in D offenbar zum guten Ton gehören. Man schaue sich dann die Ernährungsdocs auf NDR an, die eben solche Patienten behandeln – in dem Sie Gemüse, Obst und Balaststoffe hochfahren. Also nichts Wildes.

    Aber meine Verwandten schlucken lieber Tabletten (!), als ihr Essverhalten überhaupt einmal ansatzweise kritisch zu hinterfragen bzw. gut gemeinte Tipps zu versuchen.

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