CytoSorb Registry

Anbei die Entwicklung der im CytoSorb Register teilnehmenden Kliniken.

jena

entw

Und als Bonus die Entwicklung der komplett dokumentierten Einzelfälle. Sind inzwischen wohl schon rund 720. 🙂

pno

8 Kommentare zu „CytoSorb Registry“

  1. Hallo allerseits,

    bei Youtube gibt es in Video von Armin Brack, in dem er Hintergründe zu einer der im letzten Jahr am besten gelaufenen US-Aktien gibt, einem kleinen Pharmawert CorMedix.
    Der Vergleich der 5-Jahres-Charts (und Marktkapitalisierung) mit Cytosorbents ist ganz interessant.
    Link: https://www.youtube.com/watch?v=b9R4K4POQ8k

    VG
    inventivedog

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  2. Hallo, inventivedog.

    Danke für den Link! Cormedix ist schon länger auf meiner Watchlist. Der große Vorteil, den ich im Vergleich bei CTSO sehe: CTSO hat schon einen gewissen kommerziellen Erfolg. In Deutschland ist man mit einem eigenen Abrechnungsschlüssel erstattungsfähig und dabei, seinen Kundenkreis stetig zu erweitern (von aktuell 850 Krankenhausstationen). Wenn man sich die p-Values aus den zahlreicheren kleineren Vergleichs-Studien beispielsweise in Sachen IL-6 alle anschaut, wenn man unserer CTSO-Krankenschwester hier im Blog vertraut und 100 andere Puzzleteilchen zusammensetzt, dann darf man da meiner Meinung nach schon halbwegs optimistisch sein. Aber noch mal anders formuliert: ohne den bisher erreichten kommerziellen Erfolg wäre ich BEI WEITEM nicht so stark in CTSO investiert.

    Viele Grüße
    Garnix

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  3. Kleine Korrektur. Es gibt keinen „eigenen Abrechnungsschlüssel“.
    Krankenhäuser bekommen drg, die herstellerunabhängig sind. Ferner gibt es sog. nub für neue Behandlungsmethoden. Diese nub müssen immer einzelnen Beantrag und genehmigt werden. Meist wird über nub in der jährlichen Budgetverhandlung gesprochen. Das geforderte Geld bekommt das Krankenhauses nie.

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  4. Hallo, Karl.

    Die CytoSorb-Therapie wird seit 1. Januar 2017 über den OPS-Code 8-821.2 „Extrakorporale Adsorption niedrig- und mittelmolekularer, hydrophober Substanzen (inkl. Zytokin-Adsorption)“ kodiert (https://www.dimdi.de/static/de/klassifikationen/ops/kode-suche/opshtml2019/block-8-80…8-85.htm#code8-82)

    Finanzierung
    Dem OPS-Code 8-821.2 ist das individuell zu verhandelnde Zusatzentgelt ZE2019-09 (in 2019) gem. Anlage 6 des Fallpauschalenkatalogs zugeordnet.

    Dem Zusatzentgelt ZE2019-09 sind zwei Behandlungsprozeduren zugeordnet sind; zum einen die klassische Hämoperfusion (z.B. mit Aktivkohlefiltern), zu kodieren mit dem OPS-Code 8-856; zum anderen die CytoSorb-Therapie, zu kodieren mit dem OPS-Code 8-821.2. Zur einfacheren Verhandlung, Differenzierung und Dokumentation der unterschiedlichen Entgelte können beim Zusatzentgelt-Code bspw. ein Buchstabe ergänzt werden, so z.B.:

    ZE-Code OPS-Code
    ZE2019-09-a 8-821.2 Extrakorporale Adsorption niedrig- und mittelmolekularer, hydrophober Substanzen
    ZE2019-09-b 8-856 Hämoperfusion

    Anbei noch ein Flyer, falls du irgendwann doch noch auf den Geschmack kommst: https://cytosorb-therapie.de/wp-content/uploads/2019/02/Flyer_kostenerstattung_DE2019.pdf

    Übrigens in Vorbereitung auf eine Erstattung der Behandlungskosten in der Schweiz, gibt es diese Infos: „Die CytoSorb-Therapie wird ab 1. Januar 2019 über den CHOP-Code Z99.76.12 „Adsorption von Zytokinen (Adsorption von Interleukinen)“ kodiert.

    In der Version 2019 der Schweizerischen Operationsklasifikation wurde unter der Subkategorie 99.76.- «Extrakorporale Immunadsorption und Adsorption inflammatorischer Substanzen» o.g. Code 99.76.12 aufgenommen. Der Titel der Subkategorie 99.76.- wurde von «Extrakorporale Immunadsorption» auf «Extrakorporale Immunadsorption und Adsorption inflammatorischer Substanzen» angepasst.

    Bei allen Anwendungen, bei denen nicht die Zytokin-Entfernung, sondern beispielsweise die Entfernung von Bilirubin (Leberversagen) oder Myoglobin (Rhabdomyoyse) im Vordergrund stehen, wird die CytoSorb-Therapie korrekt mit dem CHOP-Code 99.76.19 „Extrakorporale Immundsorption, sonstige“ kodiert“

    Dass alle OPS-Codes herstellerunabhängig sind und sein müssen, gestehe ich aber ein. Dennoch geht Einführung der neuen OPS-Codes meines Wissens ausschließlich auf CTSO zurück.

    @Kostenerstattung: da gibt es widersprüchliche Angaben. Anfangs wurden in der Regel wohl so was um die 1.200 Euro erstattet. Andere und neuere Quellen berichten davon, dass inzwischen alles erstattet wird. Der größte Adsorber-Kunde hat meines Wissens schon über 4.000 Adsorber erstattet bekommen – allerdings wohl auch durch den Einsatz des Hausjuristen und dank entsprechender Dokumentation. Ob inzwischen schon irgendwelche Einkaufsgemeinschaften so weit sind, keine Ahnung.

    Viele Grüße
    Garnix

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  5. Eine drg gilt allgemein für die Behandlung der jeweiligen Krankheit, unabhängig von den eingesetzten Materialien. M.a.W. es ist schnuppe, ob man Cytosorbets einsetzt oder auch nicht.

    Ein Zusatzentgelt muss individuell mit den Kassen verhandelt werden. Dabei gibt es keine allg. Regelung, die für alle KH gilt. Vielmehr hängt es von dem Verhandlungswillen der Kassen und dem Verhandlungsgeschick der Krankenhäuser ab. I.d.R. schwanken die erstatteten Kosten erheblich.

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  6. Hallo, Karl.

    Hier noch mal zum Sachverhalt:

    „Gemäß §5 FPV erhalten Sie in jedem Fall vor Verhandlung des Zusatzentgeltes eine pauschale Vergütung in Höhe von 600,00 EUR. Nach erfolgter Verhandlung wird der Differenzbetrag zwischen ausbezahlter Pauschale und dem verhandelten Zusatzentgelt für die zwischenzeitlich behandelten Fälle zurückerstattet.“

    Noch mal zum Zusatzentgelt:

    „ZE2019-09 – Hämoperfusion
    Erstattung – 2019
    Nach § 5 Abs. 2 Satz 3 FPV 2019 ist für diese Zusatzentgelte das bisher krankenhausindividuell vereinbarte Entgelt der Höhe nach bis zum Beginn des Wirksamwerdens der neuen Budgetvereinbarung weiter zu erheben. Dies gilt auch, sofern eine Anpassung der entsprechenden OPS-Kodes erfolgt sein sollte.
    Erstattungsbetrag
    Das Zusatzentgelt hat keinen Fixpreis und ist durch jedes Krankenhaus individuell mit den Kostenträgern (Krankenkasse) zu verhandeln.“

    Meine Aussage: man hat einen „eigenen erstattungsfähigen Abrechnungsschlüssel“.
    „Eigenen“ meint: es wurde eigens ein neuer, spezifischer OPS-Code (ähnlich wie in der Schweiz) aufgemacht. „Erstattungsfähig“ meint: es wird Geld erstattet, wenn mit dem OPS-Code ein Zusatzentgelt beantragt. „Abrechnungsschlüssel“ meint: um abzurechnen bzw. ein Zusatzentgelt zu beantragen, brauche ich sinnvollerweise einen OPS-Code, den ich hier „Abrechnungsschlüssel“ getauft habe.

    Weiter: wenn man den jeweiligen Fall ordentlich dokumentiert (Beispiel IL-6 vorher, nachher), dann sollte jeder mittelbegabte Verhandler keine größeren Probleme haben, sagen meine Quellen.

    Weiter: meines Wissens macht CTSO einen guten Job in der Unterstützung für Budgetverhandlung: „Wir helfen Ihnen bei den Vorbereitungen zu Ihrer Budgetverhandlung mit den Krankenkassen oder bei etwaigen Nachfragen durch den MDK. Kontaktieren Sie uns gern, wir haben ausführliche Unterlagen vorbereitet und finden gemeinsam eine individuelle Lösung für Sie.“

    So weit ich weiß, machen die das wirklich. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

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  7. Gibt es eigentlich irgendeine Anlage, die schlechter läuft als CTSO?

    Da muss man schon sehr kreativ sein, um eine andere Strategie schlechter aussehen zu lassen,

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  8. Hallo, doc.

    Kaum ist man mal 240 Tage unter Wasser, geht dir schon die Luft und die Lust aus. Vielleicht Kruegerrand-Goldmünzen kaufen?

    Mein Trick ist: so lange die Kurse doof sind, schaue ich auf den Business Case und lese alle Studien und Cases of the Week. Wir haben gerade schon wieder einer 58jährigen Polin mit u.a. einer Hyperbilirubinämie sehr geholfen: cytosorb-therapy.com/wp-content/uploads/2019/04/CoW_152019_D_web-1.pdf

    Mit CTSO bekommt du ein Unternehmen, das inzwischen von mehreren unabhängigen Medizinern als „ultima ratio“ in Sachen Sepsis bezeichnet wird und aktuell bei etwa 15 verschiedenen Indikationen zum Einsatz kommt (das mit dem Leberversagen wird nach meiner Meinung ein Bombengeschäft mit jährlich potentiell 50 Mio Kunden). Mit CTSO bekommst du ein Unternehmen, das im letzten Jahr seinen Sales-Umsatz um 50 % und seinen Kundenstamm um 40 % gesteigert hat. Das ganze bei einer Gross Margin von über 70 %. Das alles ohne eine FDA-Zulassung und ohne eine große randomisierte Studie – wie du dir denken kannst, wären die beiden Punkte dem Umsatzwachstum sicher nicht abträglich.

    War die Kursentwicklung seit August 2018 gut? Nein. Kann der Kurs bei 7 Dollar oder tiefer noch länger rumdümpeln: ja. Ist das sequentiell-quartärliche Umsatzwachstum immer positiv? Nein (in 5 der letzten 26 Umsatzquartale ist der Umsatz in dieser Betrachtung zurückgegangen, insgesamt hat man den Umsatz aber vervierunzwanzigfacht). Ist das ein Investment für Waisen und Witwen: eher nicht. Ist meine Performance seit Messung (Okt 2016) trotzdem noch besser als die aller Benchmarks – inkl. Berkshire? Ja. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

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