Microsoft Power BI

Gestern ist in meiner Firma nach fünf Jahren Entwicklungszeit eine Software live gegangen. Die Eignung und die Motivation des Fachpersonals, der Business Analysten und der Entwickler war und ist zu jeder Zeit des Projekts im tiefroten Bereich. Die Datenfülle und die Sachzusammenhänge sind offensichtlich zu komplex, dass 0815-Mitarbeiter das ganze noch überblicken können.

Der Business Analyst ist prinzipiell hochbegabt, schreibt größtenteils tolle Spezifikationen hat aber nur bescheidene und eher gruselige Fähigkeiten, was die Datenanalyse betrifft. Bei allem, was Excel sprengt, verkrampft er, blockiert alles und sieht den Ball im Fachbereich.

Der Fachbereich arbeitet seit Jahren überwiegend schon mit terroristischen Motiven und betreibt die Zerschlagung der Firma von innen. Die Krankheitsquoten sind jenseits von gut und böse, ohne dass man mit letzter Sicherheit sagen könnte, ob das für die Firma zum Nachteil ist oder nicht.

Die Entwickler sind Externe und haben ihre ganz eigene Agenda. Der Vorletzte, der inzwischen gegangen wurde, hat etwa 100 Manntage für die Entwicklung eines Dashboards veranschlagt.

Garnix: „Nee. Dann mache ich das selber. Dauert bei mir auch nur zwei Stunden, wobei ich eine Stunde davon bei der Massage bin.“

Gestern war es also soweit. Go-Live. Endlich Produktionsdaten. Formal habe ich null mit dem Thema zu tun, werfe aber trotzdem mal Microsoft Power BI an und klöppele in unter 60 Minuten fünf Dashboards zusammen, die alles im grellsten Neonlicht beleuchten.

Die Tests vor dem „Green-Light“ liefen insgesamt zwölf Monate. Fragt lieber nicht, wie das Ergebnis in Produktion ist.

Immerhin sind meine Dashboards ganz schön geworden.

4 Kommentare zu „Microsoft Power BI“

  1. Rounders?
    Ich freu mich so sehr, dich wieder im Netz zu sehen. Jetzt muss ich erstmal diesen ganzen Blog hier bingen. Mir scheint, du hast ethisch große Schritte gemacht (zu achnaja-Zeiten hätte es doch niemals vegan-Postings gegeben?).

    Good to have you back, man.

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  2. Hallo, die hard.

    Danke. Ich würde aber erstmal so ein bisschen reinlesen, bevor du feierst. Viel Zahlengedöns hier.

    Viele Grüße
    Garnix

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  3. Ne, ist super, in der Richtung steck ich auch gerade fest. Aktien-Bewusstseinsstufe 2,2 würde ich mal sagen.

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  4. Tja, so ists halt wenn die Datenqualität kacke ist. Wie sich ein Berater allerdings erdreisten kann für nen drecks-Managementdashboard (alle anderen brauchen den BlingBling nicht und nutzen einzelne, spezialisierte Reports) soviel zu veranschlagen ist echt dreist. Die Daten müssen ja ok sein, sonst würdest selbst du das nicht in einer Stunde schaffen.
    Am Ende ist aber eines das Thema: Berater haben ihre eigene Agenda. Wieso sowas den Unternehmensleitungen nicht klar ist, kann nur mutmaßen. Gut wegkommen tut dabei niemand 😉

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