Warum ich mein Haus verkaufe

und mein Kapital lieber in Aktien anlege.

Kurz: es ist mal wieder Zeit für ein Dr. Markus Krall Update mit neuen Zahlen – etwa dem Q4 2018 Ergebnis der Deutschen Bank. Sind 68 Minuten, die sich lohnen.

10 Kommentare zu „Warum ich mein Haus verkaufe“

  1. Hallo,
    meine Meinung als marxistischer Besitzstandswahrer zu dem Thema ist: das mit den Krediten und der Rolle der Politik und den Banken, also wie die Finanzkrise 2007-08 entstanden ist, ist absolut richtig. Würden aber weniger Leute der bürgerlichen und m. E. faschistoiden Ideologie der Kleinfamilie auf dem Land mit Einfamilienhaus und Auto anhängen, was sie sich mit ihrem prekär bezahlten Handwerksbetrieb durch Lohnausbeutung ihrer Lehrlinge und/oder Flüchtlinge gerade so leisten können, während sie Popmusik im Radio hören, hätte die Politik sich auch anders verhalten und die Krise wäre gar nicht erst entstanden. Also: mehr marxistische Ideologiekritik von der Frankfurter Schule wagen, während man im Wohnwagen Alban Berg und Arnold Schönberg hört und Walter Benjamin liest – aber ohne Lohnsklaven!

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  2. Hallo, califex.

    Meine Eltern waren selbstständig, hatten einen Handwerksbetrieb und in Spitzenzeiten so um die 20 Mitarbeiter. Familienanschluss und Spezialbetreuung inklusive. Meine Mutter war nebenbei quasi der Uli Höneß des kleinen Handwerkbetriebs. Wenn irgendeiner vom Weg abkam, wurde der umgehend wieder eingefangen (Spiel- & Alkoholsucht, Schulden, familiäre Probleme und allgemeine Lebenskrisen). Und für ein relativ schnell abbezahltes Reihenhäusschen hat es bei den fleißigen/bedachten/sparsamen Mitarbeitern schon auch gereicht. Im Büro hing ein Churchill-Zitat: „Es gibt Leute, die halten Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse, andere meinen, der Unternehmer sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken kann. Nur ganz wenige sehen in ihm das Pferd, das den Karren zieht.“

    So viel aus der grauen Vorzeit, ist schon ein bisschen länger her, Keine Ahnung, ob es so was heute noch gibt. Müssten wir Doc Schneider fragen.
    Wenn wir uns bei der Forderung nach einem passablen Mindestlohn und möglichst breiten Bildungschancen treffen, bin ich aber einverstanden. Im Zweifel haben wir aber auch einfach nur die Politik, die wir verdienen.

    Viele Grüße
    Garnix

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  3. Hallo Garnix,
    Sehr schön hat er die Zusammenhänge erklärt. Ist der Kollege bekannt als einer der Crash-Propheten wie sie überall rumlaufen oder hat das Habd und Fuß?
    Und warum verkaufst du jetzt dein Haus? Weil am Ende trotz Inflation die Preise für Immobilien purzeln werden oder zumindest den Inflationsausgleich nicht schaffen werden?
    Danach müsste man sein ganzes Kapital In Aktien in Dollar, Pfund und SEK umschichten. Weil die 15% europäische Firmen die Pleite gehen willst du ja auch nicht besitzen.
    Grüße
    Windsurfer

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  4. Hallo, Windsurfer.

    Für mich relativ ungewöhnlich, überhaupt einem Voodoo-Priester zuzuhören. Wann immer man mir mit Verschwörungstheorien kommt, renne ich normalerweise weg. Dr. Krall kommt aber mit Zahlen und ordentlicher Stringenz. Ich nehme ihn ernst und knoble seit Tagen daran rum, ob es nicht doch eine Lücke gibt.

    So in der Art, was würde ich als EZB-Chef machen. Antwort: als EZB-Chef würde ich sofort eine Pressekonferenz einberufen und bekanntgeben, dass die Zinsen in den nächsten drei Jahren auf insgesamt 1,5 % angehoben werden (0,5 % p.a.). Dann würde ich ein Vaterunser beten und hoffen, dass sich alles wieder gerade zieht, die Erosion der Eigenkapitalrendite von Banken gestoppt wird und eine gute/natürliche Volatilität die Zombies nach und nach ausdünnt.

    Wenn ich Dr. Krall richtig verstehe, sind wir aber schon über den Pointofnoreturn hinaus. Armageddon wartet schon. Das Risiko dafür sehe ich bei locker 50 %. Von daher fühle ich mich mit CTSO (US-Wert) und einem Multi-Währungs-Cashkonto gedanklich zumindest wohler. Kann schon sein, dass meine Hütte nächstes Jahr auch das doppelte wert ist, ehe die Inflation explodiert. Aber komischerweise habe ich da nicht so Bock, das abzuwarten.

    Bin aber ein Sonderfall, weil ich ja quasi mit Netz arbeite (Familie hat Immobilien).

    Viele Grüße
    Garnix

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  5. Hallo Guru,

    nachdem ich aus Asien zurück kam und Deinen „PAUSE“ Eintrag laß, dachte ich, das war´s, jetzt hat er den Kanal voll. Heute erst entdeckte ich Deine Rückkehr. Nachdem ich mich durchgeklickt habe, gebe ich mal feedback.
    Minuspunkte hast DU bei mir keine gesammelt (die Maschinistennummer). Jedoch sei die Frage erlaubt, ob Du dünnhäutiger geworden bist?
    Den Kiefernchirugen hätte ich auf keine Fall übernommen; aber Du scheinst mit der Alternative „Opa“ erpressbar zu sein.
    Deinen Hausverkauf mit dem von Dir aufgezeigten Szenario kann ich nachvollziehen. Die erzielbaren Preise in Frankfurt sind exorbitant hoch. Wenn Dein Plan aufgeht, bist Du der Held. Versiegt das inverstierte Geld, zeigen Sie Dir alle die lange Nase. (übrigens habe ich meine Anteile auf 500 aufgestockt, bei 6,29 € konnte ich nicht widerstehen).

    Bis dann

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  6. Hallo Guru,
    ich finde, Du solltest Dir die letzen 10 Minuten des Videos noch mal anschauen. Nachdem Du hier neben vielen schönen Beiträgen auch immer den Ethiker und Feingeist in Dir zu Wort kommen lässt, kann ich mir nicht vorstellen, dass dieses rechtskonservative libertäre Wutgewäsch deinen Überzeugungen entspricht.
    Nach durchaus nachvollziehbaren wirtschaftlichen Analysen kommt Dr. K im großen Finale zur schlichten Feststellungen, dass die linken Politikeliten in den letzten 50 Jahren planvoll unsere Gesellschaft und unsere Werte ( Familie, Heim etc) verraten und korrumpiert haben. Ich glaub, ich hab keine Lust auf die Welt von Dr. K.
    Und natürlich ist er ungeachtet seines fachlichen Backgrounds einer der üblichen Weltuntergangspropheten. Schon weil er hier mit unterkomplexer Argumentation in possierlicher Selbstüberschätzung den Eintritt genau eines Crash-szenario als zwingend darstellt. Aber triggert schön die Angst essen Käse auf-Neuronen ins uns, macht er gut.
    Ich möchte gar nicht wissen, welchen Trüppchen er da mit Dante A. Zitaten zum letzten Gefecht für seinen AFD-geprüften moralischen Wertekanon einpeitscht.
    Aber das mit dem Haus machst Du richtig. Ich werd im Frühling auch eine Berliner Hütte abstossen. Nach der einfachen Faustregel: wenn neben allen , die du kennst auch Deine Putzfrau über Immobilieninvestments nachdenkt, dann ist es Zeit auszuchecken, ohne weitere Blasenartikel zu analysieren.
    Du hast dann sofort Kohle für CTSO. Ich halte es mit Dr. Zitelmann und sehe mit stoischem Gleichmut ein paar Jährchen zu, wie der Negativzins und /oder die Inflation meinen Spekulationsgewinn wegknabbert, bis sich ein gutes Investment bietet.
    Daneben immer schön Resilienz-Training- täglich den 50% igen Verlust des Vermögens visualisieren und realisieren, das das Leben danach weitergeht und man immer noch oben in der Suppe schwimmen würde. Findet bei meinen Partnern wenig Anklang diese Denke…
    Schöne Grüße
    Dirk

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  7. Hallo, Baumeier.

    Da bin ich aber froh, dass ich bei DIR keine Minuspunkte gesammelt habe. Ehrlich.

    @dünnhäutiger: fndest du? Keine Ahnung. Jedenfalls gewinne ich derzeit jede Woche zwei, drei neue Feinde dazu – auf der Arbeit und so. Ich verbuche das unter „natürlicher Volatilität“. Die gute Nachricht: ich hänge immer noch mit den Original-Jungs aus der fünften Klasse rum. Und sogar meine Mutter mag meine Freunde (und fragt sich, was die von mir wollen).

    @Opa: gut erkannt. Laaaaange Geschichte.

    @Held: Wer ist denn „sie“ und „alle“? Bis dahin habe ich doch alle weggejagt! 🙂

    @CTSO: Glückwunsch zum Schnäppchenpreis.

    Viele Grüße
    Garnix

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  8. Hallo, Dirk.

    Hinten raus wird er wirklich etwas spooky. Habe ich ihm zugestanden, weil er meiner Meinung nach ganz schön Hubraum und PS unter der Haube hat und heimlich und ruferinderwüstemäßig verzweifelt sein muss. Wobei ICH ihn dabei überbordend optimistisch finde. Dass in diesem Land irgendwer was überblickt und von langer Hand plant, halte ich für ausgeschlossen. 🙂

    Ansonsten ein dreifaches Hoch auf die Resilienz! Und/oder auf Suppen.

    Viele Grüße
    Garnix

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  9. Hallo Garnix, ich habe das Video schon vor einiger Zeit angeschaut und mir einige Gedanken dazu gemacht. Deshalb die Frage wieso willst du in einer Situation die du mehr als 50% wahrscheinlich hälst dein Haus verkaufen? Weiter wieso dann alles auf Cytosorb setzen anstatt alles etwas diversifizieren z.B in kleinen Anteil in Gold oder Silber, eine Immobillie hast du schon und in Aktiengesellschaften die Waren, Güter herstellen die für das alltägliche Leben notwendig sind zum Beispiel CHD oder Gas, Wasser oder Energiegesellschaften? Denn letzendlich bietet dass die grösste Sicherheit bei einem solchem zu erwartendem Crash. Zu Marx sei angemerkt er war ein hervorragender Analytiker (deshalb Kauf von Aktien da Teilhabe an den Produtionsmitteln) aber seine erdachten Gesellschaftsformen (Diktatur des Proletariats)sind auf kurz oder lang immer in Armut, Entmündigung und Katastophen geendet. Es gibt kein Land auf der Welt dass am Marxismus genesen ist.
    Gruss AlKi

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  10. Hallo, AlKi.

    Danke für deinen Kommentar. Ich fürchte, ich habe zum Thema Diversifikation eine andere Meinung. Ohne das irgendjemand nahelegen zu wollen: ich fühle mich mit den (vermeintlich) richtigen und wenigen Aktien bedeutend wohler als mit einem breiten ETF. Was nicht bedeutet, dass meine Aktie(n) bei Gelegenheit auch mal abschmieren. Ich erhoffe mir aber ein paar Vorteile in der Rebound-Geschwindigkeit. Wenn du hier im Blog nach dem Thema suchst, findest du dazu ein paar Artikel, Zitate und Videos.

    Es scheint jedenfalls so als hätte ich meine CTSO-Wunschstückzahl noch nicht erreicht und kann mich noch nicht überwinden, in meine zweit- oder drittbeste Idee zu investieren. Und wenn es schief geht, kann ich immerhin noch als abschreckendes Beispiel dienen.

    Viele Grüße
    Garnix

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