Rundumschlag

Guckguck. Viel passiert.

@Arbeit: mit dem Interims-CEO angelegt, der mir im Appraisal einerseits höchstes Leistungsniveau attestiert, mich global viel sichtbarer machen will und mir andererseits vorwirft, dass ich ihn nicht leiden kann. Selten so ein schwachsinniges Appraisal mitgemacht. Am Freitag hat er mir dann den Bonus um 18 % gekürzt. Fühlt sich wie ein Schlag ins Gesicht an. Meine Pro-Kopf-Ziele sind rund 7 x so hoch wie die in 30 anderen Ländern. Mit einem wesentlich kleineren Hebel machen wir alle anderen platt. Üble Nummer in die ich mich gerade so herpesmäßig reinsteigere. Nächste Woche schreie ich deswegen noch ein paar Leute zusammen. Zwischendurch rette ich gegen die Wand gefahrene globale Kackprojekte mit Bravour und bekomme von Obernörglern schwärmerische Dankesbriefe. Alles um 2019 weniger Geld zu verdienen als in 2018. Da fällt mir noch ein: ein großer Kunde war sehr unglücklich mit uns, weil unser Servicelevel in einem für ihn wichtigen Bereich bei nur 68 % lag und wir ihm seit zwei Jahren Besserung gelobt hatten. Tatsächlich hat die IT irgendwann kapituliert. Mehr als 68 % waren offensichtlich nicht drin (nach zwei Jahren Wartezeit und Entwicklung). Als ich von dem Problem erfuhr, habe ich in drei Tagen ein narrensicheres Tool gebaut – übrigens nullkommanull mein Aufgabengebiet, das den Servicelevel am vierten Tag auf 92 % katapultiert hat. Wenn ich irgendwann mal aufhöre zu arbeiten, erzähle ich mehr. Sehr bekannter Kunde.

@Tochter & Exfrau: die Exfrau, die seit Jahren nicht mehr arbeitet und sich alimentieren lässt, hat für unsere Tochter eine kieferorthopädische Behandlung rausgesucht, die zu exakt 0,00 Euro von der Krankenkasse oder der privaten Zusatzkrankenversicherung bezahlt wird. Kostenpunkt: 6.226,26 Euro.

Garnix: „Geht’s noch? Eine feste Zahnspange kostet rund 1.500 Euro, die Kosten werden zu 100 % nach erfolgreichem Abschluss von der Krankenkasse erstattet.“

Wenn ich nicht bezahle, wird der Opa angebettelt. Und ich würde eher aus dem Fenster springen, bevor ich den irgendwas für meine Tochter bezahlen lasse. Das Angebot, meiner Tochter das Taschengeld um 45 Euro monatlich zu erhöhen, wenn sie sich für eine normale Zahnspange entscheidet, wurde nach zweistündiger Diskussion von ihr abgelehnt. Schlacht verloren. Jetzt muss man sehen, ob ich den Krieg noch gewinnen kann. Die 6.226,26 Euro werde ich in einem Betrag im März bezahlen.

@Konsum: bin sehr stolz auf mich. Im Februar bin ich zum ersten Mal seit Jahrzehnten mit weniger als 2.000 Euro ausgekommen:

f19

So langsam sickert die Erkenntnis durch, dass die Kontrolle bzw. die Verlässlichkeit der Ausgaben der Schlüssel zu allem ist.

@Haus: Handwerker sind beauftragt. Tina, die ebay-Kleinanzeigen-Profi ist, hat gestern meine Canton-Boxen verkauft. Ein paar andere Sachen, die für das „Staging“ des Hauses unwichtig sind, werden in den nächsten Wochen verkauft. So langsam wird es ernst mit dem Hausverkauf, wobei ich das Haus letztlich nur verkaufe, wenn mir jemand einen abartig hohen Preis bezahlt – so was um die 550.000 Euro. Verkauf wird Mitte/Ende April angeleiert.

@WOMO: gestern einen Carado I449 Modelljahr 2020 reserviert und mit dem örtlichen Händler zusammen mit Tina ein, zwei Flaschen Sekt weggeballert. Carado-Händlertagung ist Anfang Juni. Bekomme von dort einen Anruf und würde dann einen der ersten I449 des 2020er Modelljahrs bekommen. Auslieferungstermin wäre Juli oder August 2019. Preis mit allem, was ich so brauche, wird dann so um die 70.000 Euro liegen. Die passenden Stellplätze zentrums- und arbeitsnah sind schon ausgekundschaftet.

Wenn man die Spiegel abschraubt, passt dieses Moped eventuell in die Heckgarage:

honda

@CTSO: ich teile mit Dr. Chan den Wunsch, dass sich der Umsatz in den nächsten drei bis fünf Jahren Richtung 100 Mio USD bewegt. Ich war letzte Woche einer von 250 Teilnehmern eines CTSO-Webinars mit führenden europäischen Kardiologen und sag‘ mal so: wenn ich mein Haus demnächst loswerde, könnte ich mir vorstellen, meinen CTSO-Aktien-Bestand noch mal ein bisschen aufzubohren. 72828 Stücke fände ich gut. Alles schuldenfrei. Dazu Ende 2019 ca. 100 – 120 k€ Cash. Bis 2022 bei einem angenommen CTSO Umsatz von dann jährlich rund 100 Mio USD müsste es reichen, um mit dem Wohnmobil im Sonnenuntergang zu verschwinden. Das behauptet jedenfalls nachfolgende Projektion, die einen Networth von mehr als 3 Mio Euro für 2022 prognostiziert.

p

@Und Mutti? Schon drei Monate nicht mehr gesehen. Wir telefonieren manchmal.

 

6 Kommentare zu „Rundumschlag“

  1. Hallo Garnix,

    spannende Zeiten für Dich, schön, dass Du bloggend zurück bist.
    Beindruckend, wie Du Dich in CTSO reinfuchst – danke für die vielen Infos dazu hier im Blog! Habe mittlerweile auch einige der Sachen gelesen und kann „Endokarditis“ und „Ticagrelor“ fast schon fehlerfrei schreiben 😉

    Habe auch ein paar CTSO-Aktien und überlege, ob ich vor den Quartalszahlen oder danach aufstocken soll. Tendiere zu abwarten, weil ich denke, dass es große Kursbewegungen nach oben erst später mit Studienergebnissen geben wird. In den letzten Wochen war der CTSO-Kurs auffallend stabil, wundert mich etwas.

    Muss los, inventivepuppy braucht einen Begleiter zum Karnevalsumzug <:-)

    VG
    inventivedog

    Liken

  2. Ich hätte einen weiteren Aktienvorschlag ethisch und viel versprechend . Clinuvel Pharmaceuticals WKN: A0JEGY. Diese hat ein Medikament entwickelt mit dem sich Photoxitität behandeln lässt. Phototoxität heisst Patienten dürfen sich keiner UV-Strahlung ausetzen da sie kein Melantonin bilden können. Die Folge ist diese Menschen sind gezwungen ihr Leben im Dunkeln oder in speziellen Schutzanzügen zu verbringen. Weitere Infos: http://www.clinuvel.com Die Zahlen sehen soweit von mir (ich bin kein Fachmann) beurteilbar gut aus. Die Firma hat September 2018 begonnen erstmals Dividende zu bezahlen.
    Gruss ALKi

    Liken

  3. PS Korrektur : es soll heissen Melanin statt Melantonin. Melanin ist ein Pigment das die Haut bildet um sich gegen UV Strahlung zu schützen, Melantonin ist ein Hormon das Schlaf-Wachrhythmus steuert.
    Sorry AlKi

    Liken

  4. Hallo, LGN.

    So lange das Haushaltsbuch eine hohe Volatilität ausweist, finde ich den Gedanken, meinen Job zu kündigen, eher stressig. Die 6.000-Euro-Zahnspange als Beispiel habe ich nicht kommen sehen. Klar hätte ich mich querstellen können, aber es bleibt eine doofe Situation. Oder konstruktiver: bevor ich kündige, will ich die maximal mögliche Budget-Planungssicherheit und -kompetenz haben. Da muss ich leider noch üben. 2018 hatte ich auf 36.000 Euro Ausgaben gehofft. Unterm Strich standen dann aber doch wieder 50.000 Euro.

    Viele Grüße
    Garnix

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s