CTSO: Sales-Entwicklung 2013 – 2018

Die ersten kleinen CTSO Sales-Umsätze wurden in 2012-Q3 bzw. 2012-Q4 generiert, die ich für die folgende Darstellung aber ausgeklammert habe. Nachfolgend die reinen Sales-Umsätze aus den Jahren 2013 bis 2018:

cagrctso

Der erste komplette Jahresumsatz aus 2013 wurde im Jahr 2018 vervierundzwanzigfacht. Die „Compound Annual Growth Rate“ liegt bei strammen 70,5 %. Und das ganze OHNE eine wirklich belastbare große randomisierte Studie.

Ist das gut?

Der Austausch hier – beispielsweise mit Karl (Internist) oder Erick (Krankenhauseinkäufer) – zeigt, dass der massenhafte Einsatz des Adsorbers trotz der vielen Fallbeispiele und kleineren Studien und auch trotz eines dedizierten Abrechnungsschlüssels der Krankenkassen Wunschdenken bleibt. Die Widerstände und Zweifel sind und bleiben bis auf weiteres zu groß. Die Masse der Medizinier lässt sich hier einfach nicht auf einen Indizien-Prozess ein und wartet auf handfeste Beweise. Eine sogenannte „Listung“ in Krankenhauseinkaufsverbänden kann dauern.

Dass man es trotzdem beispielsweise geschafft hat, den Anwenderkreis im letzten Jahr von 400 auf 800 Anwender zu vergrößern, ist meiner Meinung nach sehr beeindruckend, weil die Skeptiker bei weitem in der Überzahl sind, man hier gegen Wände läuft und weil das Reservoir an wagemutigen Ärzten nicht unerschöpflich ist bzw. für ein lineares oder exponentielles Wachstum vermutlich nicht ausreicht.

Muss man jetzt investiert sein?

Unterm Strich geht es hier fast schon um so etwas wie einen Paradigmenwechsel in der Medizin. Althergebrachtes Wissen ist tief verwurzelt, die Widerstände gegen ein vermeintliches Wundermittel sind berechtigt und groß. Es braucht Zeit und viel Anstrengung, die Welt umzukrempeln. Zumal CTSO und seine Anwender immer noch dabei sind, Erfahrungen und Best Practises in der Anwendung des Adsorbers zu sammeln und auszutauschen. Ob und inwieweit erste Zwischenergebnisse von REMOVE und ggf. REFRESH II schon ausreichen, hier Widerstände abzubauen, kann vermutlich niemand sagen – ich bin da auch eher skeptisch. Zumal beide Studien in der Kardiologie angesiedelt sind.

Lässt man sich heute aber auf den „Indizienprozess CTSO“ ein und glaubt an die Wirksamkeit und den Mehrwert des Adsorbers und gesteht diesem ein Umsatzpotential von weltweit 2 Mrd USD zu (ein Zehntel dessen, was der CEO in Aussicht stellt), könnte man ab sofort neun Jahre mit 70 % p.a. wachsen., was etwa einer Verhundertfachung des Umsatzes entsprechen würde.

Wem das zu bescheuert klingt und wer nur 1 % des weltweiten Umsatzpotentials für möglich hält (= 200 Mio USD), sieht immerhin einer weiteren Verzehnfachung des Umsatzes entgegen.

Meine aus der Luft gegriffene Prognose: die Marktkapitalisierung klettert im Zuge hoffentlich positiver Studienergebnisse in den nächsten drei bis vier Jahren auf eine Mrd USD (Vervierfachung zu heute) und danach wird man für fünf Mrd USD übernommen.

Der Unterschied zu allen anderen „Biotech-Klitschen“?

Die Annahme, dass einzelne Kliniken, 1.000 Adsorber pro Jahr einsetzen, ist nicht nur eine Annahme: das ist partiell schon Realität. Die Umsatzzuwächse mit einer CAGR von 70 % sind Realität.

Den „Tipping-Point“ kann man meiner Meinung nach nur erreichen, sobald es handfeste Beweise gibt. Bis dahin muss jeder Anwender quasi einzeln eingefangen werden. Die Doppelstrategie, in den Kernländern selber den Vertrieb aufzubauen und sich in anderen Ländern Kooperationspartner reinzuholen, ist richtig – auch wenn sie sich erst später auszahlen wird.

Kritik?

Dr. Chan macht mit seiner Mannschaft einen tollen Job. Was man da quasi aus dem Nichts aufgebaut hat, ist großartig. Dass sowas kapital-, arbeits- und zeitinvestiv ist, kann man ihm schwer anlasten. Unterm Strich würde ich selbst heute keinen Fuß mehr in eine Klinik setzen, die den Adsorber nicht im Einsatz hat.

Wenn ich Dr. Chan einen Tipp geben dürfte, dann den, bitte nur noch wasserdichte Prognosen zu machen. Wunschdenken und Euphorie von wegen Reflection- und Tipping-Point können schwer nach hinten losgehen.

34 Kommentare zu „CTSO: Sales-Entwicklung 2013 – 2018“

  1. Schade, dass der Markt all das noch ganz anders sieht. Normalerweise wird ja die Zukunft eingepreist und gemessen am Aktienkurs sieht diese zur Zeit nach Meinung der Marktteilnehmer nicht positiv aus.

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  2. Hallo, Martini.

    Den Termin zur Urteilsverkündung, wer schlauer ist (Markt oder Garnix), habe ich wohlweislich weit in die Zukunft geschoben. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

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  3. Du hast keine weitere Kritik an CTSO außer verfehlte Prognosen?
    Der Filter ist seit 2011 auf dem Markt und es gibt bisher keine „brauchbare“ (hartes Wort, aber wohl zutreffend) Studie. Ich sehe das sehr kritisch.
    Diesen Umstand auf die Renitenz der Ärzte zu schieben, finde ich schwierig.
    Ich denke, dass die Medizin durchaus offen für neue Produkte ist und diese auch immer wieder evaluiert. Aber genau diese Einschätzungen müssen ja auch vorgenommen werden. Das erwartet man doch als Kunde. Die Evidenzlage ist eben bisher sehr gering und trotzdem will z.B. Österreich den Fall extrakorporaler Zytokinfilterung in 2019 erneut prüfen. 2017 ging das nicht so gut aus: http://eprints.hta.lbg.ac.at/1129/1/DSD_106.pdf

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  4. Hallo, Kuma.

    Danke für den Link nach Österreich. Ich nehme an, dass du dir das Ding durchgelesen hast. Ich beziehe mich mal auf Seite 36 „Included Studies“ im Kapitel „5 Clinical Effectiveness“. Das sind altbekannte und für meine Begriffe hundsdämliche Studien, die den Nachweis erbringen, dass der Adsorber präventiv bzw. intra-operativ nichts bringt. Starke Leistung. Heureka!

    Dass man nur im Appendix auf die Träger-Studie aus Ulm verweist, in der der Adsorber durchschnittlich 34 Stunden im Einsatz war und die die Mortalität wahnwitzig stark gesenkt hat, gleichzeitig aber auf Studien rumreitet, in denen der Filter nur WÄHREND der Operation für nur rund drei Stunden im Einsatz war, zeigt die Doofheit und ein galoppierendes Unverständnis der Autoren in voller Blüte, wie ich finde.

    Wäre ich Arzt im entsprechenden Fachgebiet, würde ich mich umgehend an die Ulmener, Emendener und Bad Oeyenhausener Kollegen ranwerfen, mir den Kram noch mal aktuell bestätigen lassen und mich umgehend für eine Adsorber-Schulung anmelden.

    Was genau siehst du denn sehr kritisch? Was würdest du als CEO anders machen?

    Viele Grüße
    Garnix

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  5. Meine Kritik bezog sich direkt auf die fehlenden Studien. Vielleicht hätte man da mehr Wert auf die wissenschaftliche Qualität achten müssen. Immerhin finanziert CTSO ja mit. Teilweise.

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  6. Hi, Kuma.

    Falls du den Link noch nicht kennst, schau dir mal an, was schon an Forschungsarbeit geleistet wurde: https://cytosorb-therapie.de/die-studien/

    So weit ich das rekonstruieren kann, war man bei den ersten Studien noch sehr vorsichtig und hat den Adsorber jeweils nur so um die sechs Stunden am Tag eingesetzt. Hintergrund war hier die Sorge, dass man gutes „Zeug“ wie Albumin zu stark auswäscht. Aus der Zeit dürfte auch noch die Vorgabe von mindestens 40 Kilogramm Körpergewicht herrühren. Alles so unter dem Motto: safety first. In vivo ist dann halt doch noch mal etwas anderes als in vitro.

    Die Strategie, sich mit Fallstudien und kleineren Studien immer weiter vorzutasten und so sehr kostengünstig Bereiche für große Studien abzustecken, halte ich für deutlich klüger, als im Hauruckverfahren die Kiste gegen die Wand zu fahren – abgesehen davon, dass die ersten größeren Studien sowieso gegen die Wand gefahren sind (max. 6 Stunden usw).

    Um das noch mal zu betonen: große Studien sind schweinteuer. Die aktuelle REFRESH 2 Studie wird um die 12,5 Mio USD kosten und wird aus der eigenen Tasche finanziert (in der gerade noch so um die 22 Mio USD sind).

    Dass man nebenbei noch zwei Produktionsstätten hochgezogen hat, an einer Erweiterung der Produktpalette arbeitet, 32 Patente angmeldet hat, den größten Dialyseanbieter als Vetriebspartner gewonnen hat, einen Direkvertrieb in drei Ländern aufgebaut hat und einen eigenen Abrechnungsschlüssel bekommen hat, kann man dabei vielleicht auch noch mal erwähnen – alles aus eigener Kraft und aus dem Nichts. Die steuerlich noch abzugsfähigen Anlaufkosten liegen aktuell so bei 170 Mio USD.

    Und wie groß die Widerstände sind, kannst du ja hier – ansatz- und beispielsweise im Austausch mit Karl – nachvollziehen.

    Meine ehrliche Meinung: die machen einen richtig guten Job. Ich gehöre aber auch zu denen, die das anfangs viel kritischer gesehen haben. Wenn der Kram nur halbwegs so aufgeht, wie ich mir das so denke, müsste man den Verein für den Nobelpreis anmelden.

    Viele Grüße
    Garnix

    ps_
    Die HemoDefend FDA-Studie stemmt man, wie es scheint, so nebenbei. Und die ca. 25 Mio USD an Fördergeldern werden sicher auch einfach so überwiesen. Und das Bundesministerium zahlt die REMOVE Studie vermutlich auch ohne jedes Zutun. 🙂

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  7. Hey Garnix,
    mein erster Gedanke: du scheinst (schon wieder) etwas beleidigt, das tut dem Blog nicht gut.. Nicht böse gemeint 😉

    Und ohne mich da so eingelesen zu haben wie du oder fachlich Ahnung zu haben: dass man ein Thema mal in einer Studie „bewiesen“ hat, heißt ja noch lange nicht, dass alle davon überzeugt sind. Selbst wenn ich in einer wissenschaftlichen Untersuchung zeige, dass ein Großteil schneller wieder gesund (so mal ganz allgemein) ist, hab ich vermutlich vorher auch bestimmte Annahmen getroffen, die Patientengruppe auf bestimmte Merkmale eingeschränkt usw. Du zeigst das ja immer schön auf dem Blog mit diversen Beispielen, dass das auch bei CTSO so ist und es viele verschiedene Krankheitsmuster gibt, bei denen der Filter funktionieren kann..

    Aber sowas hier:
    „Wäre ich Arzt im entsprechenden Fachgebiet, würde ich mich umgehend an die Ulmener, Emendener und Bad Oeyenhausener Kollegen ranwerfen, mir den Kram noch mal aktuell bestätigen lassen und mich umgehend für eine Adsorber-Schulung anmelden.“
    .. so eine Einstellung würde doch sicher höchstens auf einen Bruchteil der Ärzte in dem Fachgebiet zutreffen. Halt auf Leute, die offen gegenüber solchen neuen Themen sind. Ein weiterer Teil reagiert eher verhalten und wartet erstmal ab, was weitere Studien ergeben. Und der Rest wehrt sich komplett so im Sinne von „Von Filtern halte ich generell nichts, das hat noch nie geklappt“.

    Für mich (aus einem technisch wissenschaftlichen Hintergrund heraus) wäre auch immer noch die Frage, wer denn Interesse daran hätte, dass CTSO groß wird, und wer im Gegenteil kein Interesse dran hat. Klar, das wird man dann sehen, wenn sie mal aufgekauft werden… so einem vermeintlich kleinen Fisch wird vermutlich noch nicht viel Beachtung geschenkt.
    Ich kenne es nur aus meinem Umfeld: es geht doch oft bei weitem nicht darum, welche Lösung oder welches Produkt das beste ist.. da gehts um Unternehmens-Strategien und -Politik, Wachstumsfelder, im schlimmsten Fall noch Aktionäre, die man zufrieden stellen muss. Mag sein, dass das in dieser Industrie anders ist, aber ich kann es mir kaum vorstellen.. wir hoffen es mal, wenigstens im Sinne des Karmas 🙂

    daniel

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  8. Hallo Garnix,
    ich sehe schon, dass die Firma vieles auf die Beine gestellt hat. Tatsächlich kann ich kaum beurteilen, ob das in sieben Jahren wissenschaftlich Erreichte viel oder wenig ist. Man meint, dass ein gutes Produkt schneller am Markt zu platzieren sein müsste, als ein Schlechtes. Wie lange es aber dauern darf oder dauern sollte, möchte ich gar nicht werten.
    Stutzig macht mich nur, dass einige von den durhgeführten Studien anscheinend von Ärzten gar nicht angesehen werden, weil die Qualität der Methodik offenbar nicht ausreichend war. So gesehen hat man dort vielleicht nicht nachhaltig Geld ausgegeben.
    Demnächst wird ja hoffentlich alles besser und die kommenden Studienergebnisse stützen vielleicht den Kurs. Ich bin gespannt.
    Beste Grüße!

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  9. Hallo, daniel.

    Ich fürchte, ich habe deinen Kommentar nicht wirklich verstanden. Wenn du erlaubst, versuche ich es mal mit drei Gegenfragen.

    Angenommen du bist Arzt und hast des öfteren mit Patienten zu tun, die einen septischen Schock und eine prognostizierte Sterblichkeit von 90 bis 100 % haben.

    Frage 1: ganz grundsätzlich – wie würdest du dich über neue Therapieansätze auf dem Laufenden halten?
    Frage 2: angenommen dein Interesse und deine Eigeninitiative reichen aus, um folgende Studie zu lesen https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28589286, in der die 28-Tage-Überlebensrate bei 45 % liegt (trotz einer prognostizierten Sterblichkeit von 90 – 100 %) – was fängst du mit diesem Wissen an?
    Frage 3: angenommen du selbst hättest irgendwann so einen septischen Schock – welchen Arzt-Typ würdest du dir für dich selbst und deine Behandlung wünschen?

    Viele Grüße
    Garnix

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  10. Hallo, Kuma.

    >Stutzig macht mich nur, dass einige von den durchgeführten Studien anscheinend von Ärzten gar nicht angesehen werden, weil die Qualität der Methodik offenbar nicht ausreichend war.

    Ohne dich bedrängen zu wollen, ein paar Fragen und Gegenpositionen dazu…

    Wie erklärst du dir, dass eine der führenden Herzkliniken Europas (die mit den europaweit meisten Herztransplantationen) seit Jahren und somit schon lange vor den Kostenerstattungen jedes Jahr für rund eine Million USD Adsorber einsetzt? Glaubst du, dass das Interesse an solchen Studien unter allen Ärzten (im jeweiligen Fachgebiet) gleich oder ähnlich verteilt ist?

    Viele Grüße
    Garnix

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  11. Ich halte die Anwendungsfälle für den Filter in der Kardiologie für relativ sicher und nützlich. Der Filter wird sich dort etablieren. Die Medikamentenentfernung vor der OP und der präventive Einsatz danach klingen für mich höchst plausibel,bei geringem Risiko etwas falsch zu machen. Hier wird es auch in näherer Zukunft sehr belastbare Studien geben. Das ist jedenfalls meine persönliche Meinung. Die Herzklinik kann also fleißig bestellen, weil sie den Nutzen selber schon erkannt hat und bei der Anwendung keine Gefahr für den Patienten besteht.
    Bei Sepsis ist der Weg noch länger und auch schwieriger zu gehen. Mein Optimismus ist zwar noch vorhanden, aber die Gefahr einer Euphorie besteht nicht. 😉

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  12. Du schreibst oben, dass die Mortalität der Greifswald-Fallgruppe bei 90-100 % lag. Das steht aber nicht in der Studie. Diese Aussage interpretierst du dort hinein.
    Es wird lediglich die tendenziöse Aussage getätigt, dass die Sterblichkeit bei Sepsis bis zu 100 % betragen „kann“. Toll.
    Die Mortalität bei Sepsis beträgt 25% und bei schwerer Sepsis 45%, wenn man Wikipedia glauben mag.
    Wo siehst du also die geretteten Leben? Ich sehe sie in dieser Studie nicht.
    Karl würde wahrscheinlich sagen, dass die Studie gar nichts aussagt und ich kann ihn da verstehen. Den tendenziösen Einleitungssatz schreibt man dann, wenn man von CTSO für den Text bezahlt wurde, was hier ja auch der Fall war.

    Und ja, Ärzte haben großes Interesse an guten Studien. Gleich groß wird es nicht sein, weil es in meinen Augen von der Persönlichkeit abhängt. Ich habe da aber gute Erfahrungen.

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  13. Hallo, Kuma.

    Die eigentliche Greifswald-Studie ist kostenpflichtig (kostet so 40 Euro). Ich hoffe, ich werde nicht verhaftet, wenn ich dir verrate, dass der SAPS II Score konkret bei 70,4 (Median) lag, was einer Sterblichkeit von rund 85 % entspricht. Emden (https://garnixoderguru.com/2019/01/18/ctso-in-emden/) kommt bei einer erwarteten Sterblichkeit von 91 % quasi auf die gleiche Überlebensrate. Immerhin 20 + 7 = 27 Patienten in zwei Studien.

    Dass das für Karl nicht reicht, habe ich auch schon mitbekommen. Aber vielleicht kann ich dich ja noch überzeugen. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

    ps_
    Sachliche Zweifel tun mir übrigens sehr gut. Danke dafür! Dass Sepsis ein sehr schwieriges und mit hundert Komorbiditäten ein undankbares Studienumfeld sind, sehe ich aber auch so.

    ps2_
    Schön dass du so an Ärzte glaubst. Ich fürchte, ich habe da andere Erfahrungen gemacht als du.

    ps3_
    Zur Greifswald-Studie: „Conflict of interest: CytoSorbents Europe supplied the hemadsorption cartridges used in this study free of charge. SF has received lecture honoraria, AN has received lecture honoraria and travel reimbursements from CytoSorbents Europe. SSS, SG and SBF declare no conflicts of interest.“ Hört sich für mich nicht großartig nach Bestechung an.

    ps4_
    Ganz bisschen könnte man denken, du hältst mich für doof. 🙂

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  14. Leute nicht streiten.

    Das ist hier zu einer Glaubensfrage geworden. Da sind Fakten nur zweitrangig.

    Eine „echte“ Studie in den relevanten Fachblättern gibt es nicht.

    Die vorgestellten Anwendungs- und Beobachtungsstudien haben einen klaren Fokus, um es einmal nett zu sagen. Das ist üblich und gehört zur Vermarktung auch der besten Produkte.

    Das es keine Vertriebsdeals mit anderen großen Anbietern gibt, sagt auch einiges.

    Es bleibt jetzt nur warten. Wenn noch ein relevanter Stakeholder auf den Zug aufspringt, kann es, unabhängig von der medizinischen Wirksamkeit, noch was werden.

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  15. Hallo Garnix,

    Du sprachst oben von einer prognostizierten Sterblichkeit von 90 – 100 % und ich habe festgestellt, dass das aus der Studienzusammenfassung gar nicht hervorgeht. Nicht mehr und nicht weniger.
    Dass die Studie kostenpflichtig ist, habe ich gemerkt. Sie liegt mir aus diesem Grund auch nicht vor. Habe nur die Zusammenfassung gelesen.
    Ich denke auch, dass ich die Studie gar nicht hinreichend einschätzen könnte. Dieses zu tun ist Expertenaufgabe und ich bin überzeugt, dass man dafür nicht nur die Informationen deuten muss, die vor einem liegen, sondern auch die kennen sollte, die eben nicht auf dem Papier stehen oder nur zwischen den Zeilen. Das ist mir nicht möglich und ich glaube, Dir auch nicht.
    Ich halte Dich bestimmt nicht für doof. Ich halte Dich für jemanden, der sein Vermögen plus Kredit in einen einzelnen Micro Cap steckt. Deswegen halte ich Dich für etwas verrückt. Ich hoffe, das nimmst Du mir nicht übel.
    Wünsche ein schönes Wochenende!

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  16. Hallo, Kuma.

    „… ich habe festgestellt, dass das aus der Studienzusammenfassung gar nicht hervorgeht. Nicht mehr und nicht weniger.“

    Nicht mehr und nicht weniger? Schauen wir mal…

    „Das steht aber nicht in der Studie.“

    Doch.

    „Diese Aussage interpretierst du dort hinein.“

    Nein.

    „Es wird lediglich die tendenziöse Aussage getätigt, dass die Sterblichkeit bei Sepsis bis zu 100 % betragen „kann“. Toll.“

    In der Studie sind Patienten mit einem SAPS II Score von 97 vertreten – das sind dann rund 100 % Sterblichkeit.

    „Den tendenziösen Einleitungssatz schreibt man dann, wenn man von CTSO für den Text bezahlt wurde, was hier ja auch der Fall war.“

    Die primäre „Bezahlung“ bestand in der kostenlosen Bereitstellung der Adsorber. Drei der fünf beteiligten Ärzte haben darüber hinaus überhaupt nichts bekommen. Die Annahme, dass man die beiden anderen Ärzte über eine Aufwandsentschädigung hinaus bezahlt hat, teile ich nicht.

    Und zum Schluss:
    „Ich denke auch, dass ich die Studie gar nicht hinreichend einschätzen könnte. Dieses zu tun ist Expertenaufgabe und ich bin überzeugt, dass man dafür nicht nur die Informationen deuten muss, die vor einem liegen, sondern auch die kennen sollte, die eben nicht auf dem Papier stehen oder nur zwischen den Zeilen. Das ist mir nicht möglich und ich glaube, Dir auch nicht.“

    Dass du dir und mir hier jede Kompetenz absprichst, Studien bzw. Mortalitätsraten zu interpretieren, geht in Ordnung. Dass ich das anders sehe, ist klar. Von daher schlage ich vor, mit einem „we agree to disagree“ auseinander zu gehen und unsere Diskussion hier zu beenden.

    Viele Grüße
    Garnix

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  17. Hallo, Karl.

    Bist du so nett und gibst mir einen Tipp, welche Fachblätter du als relevant ansiehst?

    Hintergrund: ich bin aktuell bei „Deepdyve.com“ angemeldet, die Studien aus insgesamt mehr als 10.000 Fachblättern zusammentragen (geht über den medizinischen Bereich hinaus). Die Relevanz der Fachblätter wird mit einem sogenannten „CiteScore“ angedeutet, ohne dass mir das besonders weiterhelfen würde.

    Jedenfalls liefert mir „Deepdyve“ derzeit 44 CTSO-Treffer in Fachblättern wie Journal of Critical Care, The International Journal of Artificial Organs, Journal of the Intensive Care Society, Journal of Trauma and Acute Care Surgery, Der Unfallchirurg, Journal of Artificial Organs, Journal of Antimicrobial Chemotherapy und ASAIO Journal.

    Wäre toll, wenn es irgendein objektives und anerkanntes Kriterium gäbe, welches Fachblatt (deutsch / international) wirklich von Relevanz ist – also so im Sinne der Karl schnalzt mit der Zunge. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

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  18. Z.B. „Der Internist“ oder „Intensivemedizin up2date“. Im Prinzip die Verlage Thieme und Springer Science.

    Der normal Arzt im Krankenhaus ließt ja nicht mehr so wissenschaftlich. Das gilt auch für CÄ und OÄ. Selbst an der Uniklinik war der Internist das Standardblatt.

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  19. Hi, Karl.

    Danke! Dann sind „wir“ zumindest in einem deiner relvanten Verlage (Springer Medizin Verlag) vertreten.

    Der Unfallchirurg 2018 – 2: „Management einer schweren Sepsis unter Einsatz eines Zytokin-Adsorbers“

    Leider keine Studie – aber eine sehr spannende Fallbeschreibung mit gruseligsten Fotos und einem – Adsorber sei Dank – ganz ordentlichen Ausgang der Geschichte.

    Dass normale Ärzte nicht Tag und Nacht und privat irgendwelche Studien lesen, würde ich auch nicht denken. Die Ärzte, die ich so privat kenne, haben ganz andere Interessen – unter anderem lauern die zusammen mit meinem Vater Bambis im Wald auf.

    Viele Grüße
    Garnix

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  20. Lieber Garnix,

    ich verstehe, dass man, wenn man sich entscheidet viel Geld auf ein Pferd zu setzen, auch sehr stark überzeugt sein muss.

    Aber die Fallbeschreibung im Unfallchirurg zeigt die Krux. Die ist ungefähr soviel wert, wie die Beschreibung eines einzelnen Urlaubers auf booking.com. Das sagt nichts.

    Ich verstehe auch nicht, warum keine relevanten Studien durchgeführt werden, wenn das Produkt und das Marktpotenzial so gut ist. Das ist einfach nicht schlüssig.

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  21. Erstmal Hallo garnixoderguru und in die Runde
    und großes Kompliment für den Blog und die Kommentare! Habe in den letzten 2 Wochen einige Finanzblogs gelesen, bin aber schnell drauf gekommen, dass es viel lustiger ist, hier die alten Beiträge alle zu lesen als bei 10 anderen Blogs die neuen. Habe dabei sehr viel gelacht – tolle Stories und Tipps auch mal abseits von ETFs, Dividendenaktien und Spartipps.
    Ich bin in ähnlichem Alter wie Du, habe auch eine Tochter (etwas jünger als Deine) und vielleicht kann ich z.B. aus deinen Homestories etwas übernehmen (mein heimlicher Traum ist es, den Krempel in ihrem Kinderzimmer durch eine Nähmaschine und 12 Paar Socken zu ersetzen, die sie wirklich mag 😉

    Naja, nach viel Lesen will ich jetzt auch mal mitkommentieren. Da hier das Risko von „100% in CTSO“ oft thematisiert wird, frage ich mich, was in Abhängigkeit der persönlichen pay off Funktion eine gute Strategie ist.

    Meine Rahmenbedingungen (Alter, Haus, Kontostand) sind gar nicht so verschieden von GarnixOderGuru, ich muss allerdings Frau (gesundheitlich bedingt ohne Einkommen) und Kind mitfinanzieren. Mit ca. 15 Jahren bis zur Rente würde einerseits ein Totalverlust noch 15 Jahre Hamsterrad bedeuten (worst case), andererseits wäre ein schneller Zuwachs um „nur“ 300K bzgl. Lebensqualität schon nah am Optimum (z.B. FF in 3 Jahren – habe ca. $1000/Monat an passivem Einkommen aus Lizenzen, die jederzeit wegfallen können, es aber seit 10 Jahren nicht getan haben).
    Eine für mich gute Entscheidung muss berücksichtigen, dass das Arbeiten mit zunehmendem Alter deutlich überproportional doofer zu werden droht (auch gesundheitlich).

    Wie würdet ihr da rangehen? Ich frage mich, ob z.B. „20% CTSO + 80% Cash“ oder „100% MSCI World“ für mich besser wären?
    Aktueller Plan ist, ein paar Annahmen zu treffen und dann viele Varianten durch Monte-Carlo-Simulationen zu bewerten.

    Viele Grüße
    inventivedog

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  22. Lieber Karl,

    hast du dir im Unfallchirurg die Abbildung 4 angeschaut? Für dich ist das „nichts“. Für mich ein weiteres Indiz in einem reichen Fundus von ca. 760 Veröffentlichungen in Sachen CTSO, die ich übrigens alle gelesen habe.

    Darüber hinaus habe ich mich beispielsweise auch ausführlicher mit der Prognose-Sicherheit von APACHE II, SAPS II und SOFA beschäftigt. In den Score-Regionen, in denen man sich hier bewegt, gibt es Studien, die von einer Sterblichkeits-Prognose-Sicherheit von 80 – 85 % ausgehen.

    Wenn ich also von einer nicht randomisierten Studie in einer deutschen Uniklinik mit 20 Patienten und einer erwarteten Sterblichkeit von sagen wir 85 % lese, bei der dann aber nur 45 % der Patienten sterben, kannst du das nachwievor gerne als Quatsch mit Soße und Marketing abtun, während ich in meinem „Indizienprozess“ eben um ein Indiz reicher bin.

    Darüberhinaus bin ich bei kleineren randomisierten Studien, die es ja gibt, weniger kategorisch als du das bist.

    Unterm Strich: der Ausgang dieser Geschichte ist bis auf weiteres offen. Deine Skepsis ist sicher berechtigt und ein mir sehr wichtiges Korrektiv. Danke dafür!

    Viele Grüße
    Garnix

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  23. Hallo, inventivedog.

    Schön dass du hergefunden und ein bisschen Spaß mit uns hast. Lachen soll ja auch gesund sein. 🙂

    Zu deiner Frage:

    1. Schau dir bitte mal nachfolgendes Video an

    Buffett, unser aller Gottvater, hat da mit einer realen Wette die allerallerallerklügsten Super-Profi-Hedgefonds-Manager komplett zerlegt. Gegenfrage: was sagt dir das? Hinweis: ich bin übrigens ungelernter Hilfsarbeiter.

    2. Hast du in diesem Video auf die Volatilität der Jahresrenditen geachtet? Der S&P500 schwankt hier in einem überschaubaren Zeitraum auf Jahresbasis von minus 37 bis plus 32 %. Meint: mit einem vermeintlich sicheren Basisinvestment fährst du schon Achterbahn mit Looping und Sprungschanze. Bei CTSO ist das noch schlimmer: ich weiß von Kollegen, die schon mit 1,6 Mio USD CTSO-Depotwert quasi durch waren. Ein bisschen später ging es runter auf 400.000 USD. Das ist dann Achterbahn, Looping, Sprungschanze und Nitroglycerin-Transport.

    3. Nimm dir Zeit. Du sollst, kannst und musst deine Anlagestrategie nicht über Nacht festlegen. Im übrigen solltest du immer deine eigene Superinstanz sein bzw. nachts aus dem Schlaf aufgeweckt werden und deine Anlagemotive schussicher vor- und rückwärts aufsagen können. Und „ich habe da bei diesem Garnix so rumgelesen“ gilt nicht als schussicher!

    4. Wenn du nicht die Leseratte vor dem Herrn bist, ist das nicht schlimm. Deswegen anderen dahergelaufenen Stockpickern blind nachzuhüpfen ist, wie ich finde, total schlimm. Abgesehen davon: es spricht gaaaaaaaanz gaaaaaaaanz wenig gegen ein passives Investment a la Kommer.

    5. Ich weiß nicht, wie tief du im Thema „Anlageuniversum“ drin bist und wie deine Neigungen sind – aber schau dich auf jeden Fall breit um: http://www.finanzwesir.com (ETFs), http://www.intelligent-investieren.com (Stock Picking inkl. BDCs), http://www.rente-mit-dividende.de (Dividendentitel) oder auch http://www.vermietertagebuch.com (Immobilienimperiumaufbau in ein paar Wochen). Die beste umfassende Finanzberatung würdest du meiner Meinung nach bei http://www.freiheitsmaschine.com bekommen (kein Biotechexperte aber sonst ziemlich schlau). Wenn du die alle abgegrast hast, schläfst du noch ein paar Nächte drüber und überlegst dir, worauf du am meisten Bock hast und was so zu dir passt.

    6. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein größeres CTSO-Investment das richtige für dich ist, tendiert gegen null. Da können wir aber noch mal drüber quatschen, wenn du mit den Punkten 1 – 5 durch bist.

    Viele Grüße
    Garnix

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  24. „Ob allerdings Cytosorb dem Patienten das Leben gerettet hat oder ob er nicht vielleicht auch so überlebt hätte, wissen wir nicht“, sagt der anästhesiologische Oberarzt Michael Zoller, der den Mann mit betreut hat. „Gerade in der Intensivmedizin spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass man kaum von der einen lebensrettenden Komponente sprechen kann.“

    „Doch so weit ist die Entwicklung noch nicht. Erst wenn in einer großen Studie ein positiver Effekt auf die Überlebenswahrscheinlichkeit der Patienten gezeigt werden kann, hätte das Gerät eine Chance, standardmäßig eingesetzt zu werden. Die Reihe von bislang veröffentlichten Fallstudien macht zumindest Hoffnung. Wenn zusätzlich keine negativen Wirkungen auftreten, dann könnte das Gerät die Sterberate an Sepsis möglicherweise deutlich senken.“

    Beide Zitate sind aus Spiegelonline. Da wird der Adsorber grds. positiv erwähnt, aber auch das Fazit gezogen, welches ich teile. Seit 2011 ist das Ding in Europa zugelassen und kommt nicht vom Fleck.

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  25. Hallo Garnix,

    erstmal danke für die schnelle Antwort und den Link – Buffett ist immer wieder cool 🙂

    Zu 1.-3.: ich bin schon eine Weile mit Aktien dabei (T-Aktie für 28.50 DM, DWS Telemedia irgendwann 2001 oder so mit +500% verkauft, …) und hab mittlerweile Stillhalten trotz Auf und Ab gelernt. 2008 bin ich „all in“ in ETFs wegen der Abgeltungssteuerreform und Anfang 2018 mit einem ordentlichen Teil wieder raus wegen „doch kein Bestandsschutz auf Gewinne von 2008 gekauften ETFs“ und weil’s lange sehr gut gelaufen war. 2018 war das erste Jahr seit langem, in dem Cash die beste Asset-Klasse war, d.h. so schlecht war mein timing da nicht. 2019 wird jetzt m.E. spannend und verlangt Entscheidungen.

    Zu 4. bin bzgl. Finanzbüchern keine Leseratte, habe aber 1999 o.ä. sowas wie „Denke nach und werde reich“ und „The Millionaire Next Door“ gelesen.

    Zu 5. Danke für Deine Einschätzung zu den Blogs – da schaue ich gezielter. Bei mir läuft es wohl auf ETFs oder Dividendenaktien hinaus, evtl. mit einer riskanteren Beimischung.

    Zu 6. In CTSO (oder ähnlich volatile Werte) würde ich vermutlich max. 10% investieren und falls die auf 20% steigen stark überlegen, Gewinne mitzunehmen. „Vermutlich“ wegen: ich will erstmal sehen, wie sich eine sehr volatile Beimischung auf Simulationen auswirkt (insbesondere, wie viel öfter ich dadurch simuliert pleite gehen würde). Kann noch dauern, aber sobald ich da was gebaut habe, melde ich mich.

    Dir eine gute Woche
    inventivedog

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  26. Hi, Karl.

    Langsam wird es Zeit, dass du uns erzählst, was du so im Depot hast. Gerne Werte, die ihren Umsatz seit 2013 vervierundzwanzigfacht haben, gerne auch mit Gross-Margins > 70 % und einem Umsatzpotential im ein- oder zweistelligen Milliardenbereich (x 100 – 1000 zu heute).

    Die Zitate des Anästhesisten dürften aus 2014 stammen. Es gab inzwischen wiegesagt etwas fundiertere und teilweise auch randomisierte Studien, deren Aussagekraft und -qualität ich etwas höher einschätze.

    Viele Grüße
    Garnix

    Bonusfragen: sind deine Kollegen aus Bad Oeyenhausen, Hamburg, Emden, Ulm, in rund 18 deutschen Unikliniken und insgesamt in 800 Krankenhausabteilungen weltweit alle doof bzw. von CTSO bezahlt? Oder lesen die hier am Ende alle mit und ich habe die einfach nur ins Verderben geführt? 🙂

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  27. Hallo, inventivedog.

    Wegen Einzelaktien: Ziel wäre es hier aus meiner Sicht, jeweils so tief im Thema zu sein, dass du für dich ein einen Investmentcase / ein Chance-Risiko-Verhältnis aufbauen und auch so was wie einen Fair-Value berechnen kannst. Ist alles keine exakte Wissenschaft und fliegt dir im Zweifel um die Ohren – aber es hilft ein bisschen in der Unterscheidbarkeit von Investments.

    Viel Erfolg und viel Spaß dabei!

    Dir auch eine gute Woche…
    Garnix

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  28. Hi Garnix,

    ich zocke nicht mehr. Mir reichen 4% Nettorendite. Deshalb hab ich sowas wie ABBV, MO, BASF, ATLANTIA, etc.

    Ich kenne persönlich Ärzte an fünf Unikliniken näher. Habe selbst in Berlin und Freiburg an der Uni gearbeitet und kann nur sagen, dass meine persönlichen Bekannten auf Nachfrage das Produkt gar nicht kennen oder aber kennen und kaum anwenden.

    Aktuell arbeite ich bei einem der vier großen privaten Anbietern. Dort ist das Produkt gar nicht im Einsatz.

    Zu guter letzt spricht die Umsatzentwicklung für sich.

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  29. Hi,
    kleine Korrektur zu meinem letzten Kommentar: den DWS Telemedia habe ich wohl 2001 verkauft aber 500% Gewinn waren Anglerlatein, der Fisch war wohl nur so 100% im Plus…
    2002 gab’s dann reichlich Gelegenheit, Lehrgeld zu zahlen, those were the days.
    LG
    Frank

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  30. Hui, ein paar Tage nicht reingeschaut und schon 20 Kommentare hinterher..
    Zu deinen Gegenfragen:
    Frage 1 /Frage 2: Ich würde mir einbilden, mich auch auf dem Laufenden zu halten.. Bin aber aktuell zu weit weg, um zu beurteilen, ob der Filter in der Literatur da jetzt so das Wahnsinns-Aha-Ding ist oder eins von vielen. Und selbst wenn ich eine Studie lese und danach völlig überzeugt bin, dass es funktionieren kann: Gehe ich dann zu meinem Einkäufer und sage: Pass auf, ich teste mal den Filter, kannst du mir ein paar bestellen? Wenn ich die letzten Kommentare hier lese, ist das doch genau der Punkt. Man kann von den Studien überzeugt sein oder auch nicht. Es sind am Ende immer Studien, die einen kleinen Teil testen und unter bestimmten Kriterien bestimmte Dinge herausfinden. In deinen Blog-Artikeln klingt es so, als würden die Umfänge dabei schon Stück für Stück größer und damit gewinnt man vermutlich auch mehr und mehr „Anhänger“ unter den Ärzten. Aber es liegt dann am Ende ja auch in ihrer Verantwortung, wenn sie den Filter einsetzen, weshalb ich eine gewisse Vorsicht durchaus angebracht finde. Und auch wenn es ein Filter und kein zu verabreichendes Medikament ist, greife ich ja doch ziemlich in die Körper-eigenen Funktionen ein.
    Frage 3: Natürlich würde ich mir wünschen, dass meine Überlebenschancen so hoch wie möglich sind. Aber ich kann es mir wohl in dem Fall nicht aussuchen, wo ich lande.. und wenn mir dann der Arzt mitteilt, meine Überlebenswahrscheinlichkeit wäre sehr gering und er hätte da eine neue Methode (=CTSO-Filter), würde ich sicher in jedem Fall zustimmen, das zu probieren. Ohne es besser zu wissen: Ich glaub nicht, dass das so einfach geht.

    Viele Grüße und gute Erholung/Auszeit,
    daniel

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  31. So, wollte mich doch nochmal melden – habe vor 2 Wochen ein kleines C++-Progrämmchen zusammengehackt, das MC-Simulationen machen kann. Idee ist, dass es als Input eine Aufteilung des Depots auf „Cash, ETF und Shares“ (mit steigender Chance/steigendem Risiko) und ein Jahr, bis zu dem ich Arbiete (< 15) bekommt und erstmal nur für z.B. 15 Jahre ("bis zur Rente") MC-Simulationen macht. Dann gibt es eine heuristische, auf mich angepasste Zielfunktion, die bewertet, wie gut ein Ergebnis ist. Gut ist z.B. nicht mehr lange arbeiten und ein möglichst hoher Depotstand des 15%-Medians der MC-Simulationen. Das Progrämmchen macht dann mit vielen MC-Simulationen eine Grid-Search über viele mögliche Aufteilungen+Arbeitsjahre, bewertet die und gibt die guten Kombinationen aus (mit ein paar KPI).
    Grob kommt mit meinen Rahmenbedingungen raus: noch 7 Jahre arbeiten, ca. 0% Cash und 1/3 Shares.
    Alles sehr ohne Gewähr 🙂

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  32. >“Zu guter letzt spricht die Umsatzentwicklung für sich.“

    Hi, Karl.

    Lustig: genau so sehe ich das auch! 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

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  33. Hi Karl,

    >Zu guter letzt spricht die Umsatzentwicklung für sich.

    Aktuell werden rund 20.000 Adsorber pro Jahr verkauft (das sind etwa 25 Adorber pro Krankenhausabteilung, die man als Kunde gewinnen konnte). Der Umsatz hat sich seit dem ersten kompletten „Umsatzjahr“ 2013 vervierundzwanzigfacht. Ich habe letzte Woche an einem Webinar in Sachen “Ticagrelor/Rivaroxaban and active infective endocarditis” teilgenommen. Moderiert wurde das Ding vom Chefkardiologen der Uniklinik Sorbonne/Paris, der mit dem Adsorber schon aufgegebene junge Patienten zurückgeholt hat. Prof. Wendt aus der Uniklinik Essen, der den Adsorber inzwischen bei jeder Endokarditis einsetzt, war auch dabei. Ebenso wie 250 Teilnehmer weltweit – u.a. etwa 50 Mediziner aus Indien.

    Bin gespannt, ob und wann die Info zu dir durchdringt. Im Dezember 2019 müssten die 250 Patienten der großen randomisierten Endokarditis-Studie alle behandelt worden sein.

    Viele Grüße
    Garnix

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