Veganer Fresskorb

So, Freunde der Frührente. Jetzt ist es so weit: ich zitiere mich selbst.

„Es gibt drei Gründe, keine Viecher mehr zu essen:

  1. Ethische Motive: bei mir hat exakt ein Film ausgereicht. Nach 95 Minuten und 45 Sekunden war ich weg vom Fleisch/Fisch. Keine Ahnung, wie man den Film gucken
    kann und danach weiter Viecher isst: http://www.nationearth.com/earthlings-1/
  2. Gesundheitliche Motive: da reichen dann schon 74 Minuten und 43 Sekunden – https://www.youtube.com/watch?v=d0IhZ-R1O8g
  3. Umweltpolitische Motive: 91 Minuten http://www.cowspiracy.com/

Niemand hätte niemals gedacht, dass ich nicht mehr ins Steakhouse gehe. Ohne mein argentinisches Filet aus der Stadt „Mercedes“ in Argentinien, war ein Leben nicht denkbar. Und wenn ich nicht im Steakhouse war, saß ich am größten Sushi-Laufband Europas und habe 20 Teller Lachs-Nigiri weggefuttert.

Ist dreieinhalb Jahre her. So zu 70 % bin ich vegan, 30 % vegetarisch. Geht auch zu 100 % vegan – ich arbeite dran.

Und jetzt? Falls hier tatsächlich noch Fleisch- und Fischesser mitlesen, die sich für das Thema interessieren, bei dem Gedanken an die Ausführung und das Leben „danach“ aber Schweißperlen auf der Stirn bekommen: ich habe gerade einen veganen Fresskorb zusammengestellt…

vegan

Ohne zu behaupten, dass man damit die Sterne-Küche revolutioniert, man kann es ganz gut essen. Meint: der intrinsische Wunsche, die Viecher in Ruhe zu lassen, muss nicht mehr so riesengroß sein – aber ein bisschen hilft er doch (noch).

Die „Bock- und Bratwurst“ finde ich aber genial. Das „Bruschesto“ ebenso. Die Mandelmilch nehme ich als Sahneersatz zum Kochen. Den Rest kenne ich selber (noch) gar nicht – ist aber ganz gut bewertet. Da könnt ihr mir dann sagen, wie es schmeckt.

Mit Versand kostet der vegane Fresskorb so rund 30 Euro. Den ersten fünf Lesern aus Deutschland, die bis hierhin gelesen und irgendwas mit dem Text anfangen können, spendiere ich einen solchen Fresskorb.

Email mit Adresse an „Kontakt“ schicken, und ich lasse euch einen Fresskorb zuschicken (kann aber bis Ende des Monats dauern). Eure Adresse wird NICHT weitergegeben und streng vertraulich behandelt bzw. gelöscht.

Wenn ihr das Zeug halbwegs runter bekommt, würde ich mich über einen Kommentar im neuen dauerverlinkten Artikel hierzu freuen.

Bezahlt wird der Kram aus meiner Tasche – es gibt keine kommerziellen Absichten hinter dieser Aktion. Vielleicht gibt’s ein paar Karmapunkte, aber mehr nicht.

Wenn es gut läuft, essen unsere Probanden ein bisschen weniger Fleisch/Wurst/Fisch lassen ein paar Viecher am Leben, tun was für ihre Gesundheit und schonen die Umwelt.

Je nach dem wie der Kram so ankommt und CTSO gerade läuft, wiederholen wir die Aktion.

CTSO Mahner und Warner dürfen natürlich auch mitmachen. 🙂

Update:
12.01.2019: ich hatte ein paar Anfragen, wo ich den Kram bestellt habe: das war bei http://www.alles-vegetarisch.de – ganz guter Versender.

11.01.2019 / 10.40 Uhr: ein paar Zahlen noch… ein Vegetarier rettet rund elf Viechern pro Jahr das Leben und spart dabei 521.542 Liter Wasser und 319 kg CO2 – Quelle: https://www.blitzrechner.de/fleisch

blitzrechner

10.01.2019 / 23.59 Uhr: die Bestellungen für die Fresskörbe sind raus.

10.01.2019 / 12.51 Uhr: alle Fresskörbe sind vergeben. Meint auch: alle, die mir vorher geschrieben haben, bekommen einen. Viel Spaß damit!

 

40 Kommentare zu „Veganer Fresskorb“

  1. Hallo Guru:)
    Bin bisher immer begeisterter, stiller Mitleser gewesen, jetzt traue ich mich mal aus der Deckung, nicht zuletzt um hoffentlich den Fresskorb abzustauben:) Dein Blog ist einer der wenigen spannenden Finanzblogs, die ich gerne lese, mach bitte genauso weiter. Ich möchte auch den Kommentatoren hier danken, die Lektüre der Kommentare bereitet mir regelmäßig ebensoviel Freude, wie die der Beiträge selbst. Ich bin zwar kein Vegetarier, kaufe aber keine Fisch- und Fleischprodukte für zuhause. Wenns auf Arbeit Schnitzel o.ä. gibt, greife ich zu (ich arbeite als Arzt und esse meist übriggebliebene Patientenessen, da nehme ich dann was gerade da ist), bin ich bei Freunden eingeladen, esse ich aus Dankbarkeit und Höflichkeit alles was kredenzt wird und im Restaurant gönne ich mir auch gerne ein leckeres Saltimbocca und ich liebe Fisch und Meeresfrüchte in allen Ausprägungen. Ich glaube nicht, dass ich zum strengen Vegetarier oder gar Veganer werde, möchte aber meinen Konsum tierischer Produkte deutlich reduzieren, v.a. aus ethischen und Umweltpolitischen Motiven heraus. Ich denke, dass man mit bewusstem (und v.a. geringem!) Konsum die Welt auch schon ein bisschen verbessern kann.
    Ich arbeite übrigens auf einer Intensivstation und wir benutzen keine „Filter“.

    Viele Grüße
    Stockpicker

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  2. Hallo, Stockpicker.

    Du bist Nummer 3. Passt! Schickst du mir deine Adresse per Email? Danke!

    Wenn ich darf, setze ich dich auf die Liste der Medizinmänner & -frauen. Das kommt noch mit dem Filter bei euch. 🙂

    Viele Grüße und herzlich willkommen,
    Garnix

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  3. @Stockpicker

    Du ist das übriggebliebene Patientenessen???

    Das ist echt frugal. Das machen noch nicht mal unsere Stationsassistenten und Pflegehelfer. Mal abgesehen vom arbeitsrechtlich fragwürdigen Verhalten, ist auch echt kein Vorbild.

    Karl

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  4. Cool! Das mit dem Korb freut mich, habe Dir meine Adresse schon geschickt:) Kannst mich gerne auf die Liste setzen, ich bin Assistenzarzt in der Inneren. Ich habe zu dem Filter noch keine richtige Meinung. Ich habe mal meinen Oberarzt, ein richtig guter Kliniker mit viel Erfahrung (auch schon mit dem Filter), nach seiner Meinung gefragt. Der war eher skeptisch.
    Ich habe mal ein wenig recherchiert um mir selbst ein Bild zu machen. Antizytokinstrategien sind zwar bei Sepsis sehr vielversprechend, klingen plausibel und funktionieren unter kontrollierten Laborbedingungen ganz gut aber konnten bisher in klinischen Studien wohl noch nicht so recht überzeugen. (vgl. https://www.researchgate.net/publication/249322024_Cytokines_in_Sepsis_Potent_Immunoregulators_and_Potential_Therapeutic_Targets-An_Updated_View)
    Ich bin gespannt wie sich die Sache entwickelt. Ich bin übrigens nicht investiert, wollte aber ein kleines Positiönchen kaufen, schon um hier noch besser mitfiebern zu können:)
    Natürlich bin ich nicht so verrückt wie Du oder Gerda;) Es werden wohl nur so 1-2 tausend Euro und damit nur ein kleiner Teil des Gesamtportfolios. Ich habe einen bunten Strauß aus Einzelaktien und verfolge einen sturen buy&hold-Tim-Schäfer-Ansatz:) Fundamentalanalyse oder Charttechnik kann ich nicht wirklich. Also kaufe ich einfach alles was mir so vor die Flinte läuft (ähnlich wie Matthias von getmad). Am Ende sind gute und schlechte Invests dabei und insgesamt sollte es sich langfristig lohnen:)

    Liebe Grüße
    Stockpicker

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  5. Seit Jahren verschlinge ich von Zwergenwiese die Sendi ( Senf/Dill ) -Kombination.
    Mit Gurke obendrauf. Reicht für meinen Frieden.

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  6. @karl
    Wenn Patienten vormittags entlassen werden oder Eingriffe/Untersuchungen haben, für die sie nüchtern bleiben müssen, dann bleiben gänzlich unangetastete Menüs übrig, die stantepede in den Müll wandern würden, wenn ich sie nicht äße. Das Essen wird frisch zubereitet (keine vorgekocht angelieferten Fertiglösungen, wie es sie sonst häufig in Krankenhäusern gibt). Das ist zwar keine Sterneküche, schmeckt aber schon gut. Ich kann wirklich nicht erkennen, was daran so schlimm sein soll:)

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  7. Ich bin leider ein sehr naiver Fleischkonsument, der so schnell nicht davon loskommt. Bin zumindest nicht blind, was den Umgang mit den Tieren angeht. Komme vom Land, war mal live bei einer Schlachtung dabei und kenne auch noch viel von alten Erzählungen meiner Großeltern, die auch selbst geschlachtet haben. Bin von Grund auf so sozialisiert worden, dass eigentlich bei jeder Mahlzeit Fleisch in welcher Form auch immer am Start ist. Leider muss ich sagen, dass ich genusstechnisch noch nicht drauf verzichte(n) (möchte). Das Gewissen wird nur beruhigt durch Verdrängung und den Einkauf von hochwertigem Fleisch. Die Menge zu reduzieren schaffe ich leider nur begrenzt. Karma Punkte gibt es dafür natürlich nicht, aber noch ist die („Fleisch“-)Blase um mich herum intakt.
    Von veganen Fleisch-Ersatzprodukten halte ich persönlich nicht so viel. Kommt sicher auf das Produkt an, aber der hohe Verarbeitungsgrad und das häufige tiefe Hineinlagen in die Chemiekiste… besser für die Umwelt wohl ja, aber unbedingt für den Menschen? Übertrieben und vergleichbar gesagt ist das Ersatzprodukt ja das Methadon für den vormaligen Fleischkonsumenten (= Heroin). Klappt, aber auch nicht nicht unbedingt gesund.

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  8. Hi Slowroller, gab eine Überschneidung. Ein „Korb“ ist noch frei. Wenn du magst, kannst du mir deine Adresse schicken. Viele Grüße, Garnix

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  9. @Stockpicker

    Ich bin ebenfalls Arzt in einem Krankenhaus (Innere noninvasive Kardio). Ich kenne den Ablauf also auch.

    Mit Deiner Argumentation kann ich als Mitarbeiter im Supermarkt auch alles essen, was nicht mehr verkauft wird. Ohne Zustimmung des Eigentümers (Krankenhaus/Supermarkt) geht da gar nichts.

    Bei uns wurden schon Krankenschwestern wegen solcher Dinge abgemahnt.

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  10. Hi.

    Ging schneller als geplant: die Fresskörbe sind bestellt. Guten Appetit! Wenn irgendwas davon für euch genießbar ist, freue ich mich über einen Kommentar.

    Viele Grüße
    Garnix

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  11. Hi, Karsten.

    Zwergenwiese ist super. Bekomme gerade Hunger und schau mal, was ich noch so finde.

    Viele Grüße
    Garnix

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  12. Hallo, SK.

    Das Thema Ernährung taugt ja wunderbar für Glaubenskriege. Dass vegane Schnitzel der heilige Gral in der Ernährung sind, würde ich auch nicht behaupten. Meines Wissens gibt es deutlich über 80.000 Studien in Sachen Ernährung – die Diskussion ist also uferlos. Falls dein Interesse am Thema groß genug und du mal in der richtigen Stimmung bist, die drei verlinkten Videos sind ganz spannend.

    Viele Grüße
    Garnix

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  13. Hi, Karl.

    Stimmt alles, was du sagst. Aber auch meine Freundin (mit vier Kindern) wird regelmäßig mit vermeintlichen Wegwerfartikeln von einer Freundin aus dem örtlichen Supermarkt beliefert. Das Zeug wird sonst wie gesagt einfach weggeworfen. Juristisch und personaldisziplinarisch doof – aber karmamäßig ganz gut, finde ich. Zumal ich auch immer kistenweise mit Zeug versorgt werde (nachdem alle satt sind). Dass ich das als Supermarktbetreiber eventuell auch anders sehen könnte, ist klar.

    Viele Grüße
    Garnix

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  14. Hallo Garnix,
    Hast du mal geschaut, was alles für Zusatzstoffe (E…) in dem veganen Ersatzprodukten sind? Neulich beim Gang durch den alnatura war ich mir da nicht mehr so sicher, ob das so gesund ist.
    Dazu kommt, dass es bei uns zu Hause problematisch wird, da die Veganer die Nüsse für sich entdeckt Haben und diese gefühlt überall drin sind. Anaphylaxie nervt, aber man ernährt sich gesünder, weil man jede zutatenliste exakt studieren muss.
    Aber alles nur ausreden. Ich gehe gerne zum biometzger auf dem Markt. Kantine versuche ich vegetarisch durchzuziehen, dann kann ich schonmal sicher sein, dass mein Huhn nicht mit dem chicken harvester geerntet wurde.
    Grüße
    Windsurfer

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  15. Hallo, Windsurfer.

    Wegen veganen Ersatzprodukten: je weniger verarbeitet desto besser. Da bin ich ganz bei dir. Wenn Gesundheit dein Fokus ist, schau dir mal „What the health“ an – ist gut. Die krasseste Ernährungsstudie, die mir gerade so einfällt: man hat eine Gruppe von 28 Schwerstdiabetikern genommen, die alle seit mindestens zehn Jahren Insulin in rauen Mengen gespritzt haben und diese auf eine vegane Ernährung umgestellt. Nach 14 Tagen konnten 26 dieser Probanden insulinfrei weiter leben. Quelle müsste Dr. Greger sein, der ein großes Team, das die weltweit 80.000+ Ernährungsstudien auseinander nimmt (https://nutritionfacts.org/). Ist aber ein weites Feld und man kann viel Zeit damit verballen, sich Argumente hin und her zu werfen. Die Widerstände sind allgemein noch riesengroß. Aber es wird langsam: in Berlin, die meiner Meinung nach, immer so fünf Jahre voraus sind, kannst du von einem veganen Restaurant ins nächste stolpern.

    Viele Grüße
    Garnix

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  16. Ooooookay: „Long time listener, first time caller.“ Hallo Guru! Mit diesem Beitrag ist das Fass übergelaufen. Danke für einen weiteren wunderbaren Denkanstoß. Ich kenne keinen anderen Blog, der mich so regelmäßig zum Nachdenken anregt wie deiner.

    Zum Veganer werde ich wohl vorerst nicht, trotzdem finde ich die Diskussion darum wichtig. Ich komme aus der „Esst-richtiges-Essen-Ecke“. Dabei geht es mir um eine gepflegte Esskultur und Wertschätzung dessen, was wir zu uns nehmen. Saisonal, lokal, unverarbeitet, hohe Qualität. Nur auf tierische Produkte zu verzichten greift mir da nicht weit genug. Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass ich dieses Jahr die Fastenzeit einmal dazu nutze, veganes Leben auszuprobieren. Bereichern wird es mein Denken über Nahrung in jedem Fall. Als Einstieg gucke ich dann sicher auch die 3 von dir empfohlenen Links an.

    Grüße
    Julius II

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  17. Hallo, Julius II.

    Danke sehr für deinen Kommentar. Und gleich eine Warnung hinter her: der „Earthlings“ Link ist sehr brutal. Da wird unter anderem eine koschere Schlachtung in New York gezeigt, die so schrecklich ist, dass man sie nicht mehr vergisst. Falls du den Film dennoch guckst, wäre ich an einem Feedback aber sehr interessiert.

    Viele Grüße
    Garnix

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  18. Ich bin gespannt – die Post hat mir grad geschrieben, dass morgen das Paket kommt, meiner Frau musste ich das aber noch ein wenig schmackhaft machen (bzw. sie dazu zu bringen mitzuprobieren) 🙂

    Bei der Studie oben spiel ich jetzt aber mal den Mahner: Ich bin weder Arzt noch Ernährungsberater – aber durchaus interessiert und habe Diabetisfälle in der Familie. Ich möchte wetten, dass man problemlos einen Vollkosternährungsplan aufstellen kann, der dieselben Erfolge feiert. Gleichzeitig verwette ich meine linke Arschbacke, dass ich einen veganen Ernährungsplan aufstellen kann, der das Gegenteil bewirkt.

    Es ist nicht alles schwarz und weiß. Mein Barsch, Rind, Huhn oder Wildschwein stirbt im normalfall schnell und ohne großes Leid. Die Dosis macht das Gift – für Tierwohl, Umwelt und Mensch. Ich wiederhole aber gerne nochmal mein Statement aus dem anderen Thread: Wer nicht in der Lage ist (unabhäng von den nötigen Skills) ein Tier zu töten, sollte es auch nicht essen.

    Und nu freu ich mich auf meine vegane Guru-Woche – Start ist aber erst am Montag.

    Grüße und ein schönes Wochenende – Slowroller

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  19. @slowroller und Marcus: ich drücke uns die Daumen, dass euch der Kram halbwegs schmeckt. 🙂
    @Vaqua: In Wahrheit ist es noch viel schlimmer und anstrengender: ein paar von den Veganern wollen Tiere und sowas retten.

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  20. Vielen Dank Guru! Das Paket ist da (freu) und die erste vegane Bockwurst schon verköstigt. Ich war positiv überrascht. Ich bin kein riesen Bockwurstfan aber die Saitan-Version aus der Box ist ein Spitzensnack, deutlich leckerererer als „das Original“. So wie der Vorkommentator SK, finde ich es auch etwas befremdlich, wenn auf Teufel komm raus Fleischprodukte „nachgebaut“ werden. Aber was soll’s? In erster Linie möchte ich essen, was mir gut schmeckt und wenn sich die Herstellungsweise auch noch positiv auf dem Karma-Konto niederschlägt, sehe ich das als einen dicken Pluspunkt. Zu SK’s Einwand, dass beim Fleischimitieren häufig tief in die Chemiekiste gegriffen wird: Die Inhaltsstoffliste von den Würstchen sieht für mich ganz ok aus. Es sind zwar „Aroma“ und Hefeextrakt drin aber die Liste ist nicht übermäßig lang und man kennt die Inhaltsstoffe auch wenn man kein Chemiker oder Lebensmitteltechniker ist (für mich immer ein gutes Omen). Was Lebensmittelgesundheit und „gesunde Diäten“ angeht, bin ich überzeugter Agnostiker. Low-carb, no-carb, glutenfrei, lactosefrei, Mittelmeerdiät, Paläodiät, Omega-3-Fettsäuren, Cranberries, kein Raffinadezucker… Jede Woche gibt es einen neuen Trend, neue „Erkenntnisse“ wie, was und wann man am besten essen sollte. Diese Ernährungstheorien kommen gerne im wissenschaftlichen Gewand daher und suggerieren empirische Evidenz, wo keine ist. Um halbwegs belastbare Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie wir uns am besten ernähren sollten um lange und gesund zu leben, bräuchte es große, langlaufende Kohortenstudien oder retrospektive Untersuchungen mit sehr gutem Datenmaterial. Beides gibt es nicht und wird es auch nicht so schnell geben.
    Ich halte mich eher an Heuristiken, die mir halbwegs einleuchten:
    Gestalte deinen Speiseplan nicht zu einseitig (Abwechslung bietet Genuss und stellt sicher, dass du verschiedene Nährstoffe erhältst). Koche selbst frisch oder lasse frisch für dich kochen, vermeide Fertigprodukte (wer weiß, was die da alles reinpanschen). Reichlich Gemüse (sagt Mama immer;).

    Ich denke, am Ende spielt es gesundheitlich betrachtet garnicht mal die Hauptrolle was man isst. Viel entscheidender für’s Wohlergehen sind physische und geistige Bewegung, Sozialkontakte inkl. Familie (also z.B. mit wem man isst), langfristig erfüllende Tätigkeiten, Urvertrauen und Spiritualität. Wenn man das alles hat könnte man wahrscheinlich sogar dann lange und gesund leben wenn man sein ganzes Leben nur bei Meckes essen geht (vielleicht müsste man ab und zu mal den Cesars salad nehmen:).

    So long… Ich werde über die anderen Produkte berichten sobald ich sie verschnabuliert habe.

    Stockpicker

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  21. Übrigens ist meine Mama ist nicht die einzige, die sagt Gemüse sei gut (s. Tim Schäfers aktuellen Post). Unser lieber Tim sitzt allerdings dem Omega-3-Fettsäuren-Wahnsinn auf 😉
    Nichts gegen die Fisch-Fettsäuren (ich liebe Fisch!) aber ich halte das für ein typisches Beispiel, wie irgendeine x-beliebige Substanz ernährungstechnisch gehyped und in allen Lifestyle-, Frauen- und Männermmagazinen „durchgekaut“ wird bis das nächste Superfood auftaucht.

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