Veganer Fresskorb

So, Freunde der Frührente. Jetzt ist es so weit: ich zitiere mich selbst.

„Es gibt drei Gründe, keine Viecher mehr zu essen:

  1. Ethische Motive: bei mir hat exakt ein Film ausgereicht. Nach 95 Minuten und 45 Sekunden war ich weg vom Fleisch/Fisch. Keine Ahnung, wie man den Film gucken
    kann und danach weiter Viecher isst: http://www.nationearth.com/earthlings-1/
  2. Gesundheitliche Motive: da reichen dann schon 74 Minuten und 43 Sekunden – https://www.youtube.com/watch?v=d0IhZ-R1O8g
  3. Umweltpolitische Motive: 91 Minuten http://www.cowspiracy.com/

Niemand hätte niemals gedacht, dass ich nicht mehr ins Steakhouse gehe. Ohne mein argentinisches Filet aus der Stadt „Mercedes“ in Argentinien, war ein Leben nicht denkbar. Und wenn ich nicht im Steakhouse war, saß ich am größten Sushi-Laufband Europas und habe 20 Teller Lachs-Nigiri weggefuttert.

Ist dreieinhalb Jahre her. So zu 70 % bin ich vegan, 30 % vegetarisch. Geht auch zu 100 % vegan – ich arbeite dran.

Und jetzt? Falls hier tatsächlich noch Fleisch- und Fischesser mitlesen, die sich für das Thema interessieren, bei dem Gedanken an die Ausführung und das Leben „danach“ aber Schweißperlen auf der Stirn bekommen: ich habe gerade einen veganen Fresskorb zusammengestellt…

vegan

Ohne zu behaupten, dass man damit die Sterne-Küche revolutioniert, man kann es ganz gut essen. Meint: der intrinsische Wunsche, die Viecher in Ruhe zu lassen, muss nicht mehr so riesengroß sein – aber ein bisschen hilft er doch (noch).

Die „Bock- und Bratwurst“ finde ich aber genial. Das „Bruschesto“ ebenso. Die Mandelmilch nehme ich als Sahneersatz zum Kochen. Den Rest kenne ich selber (noch) gar nicht – ist aber ganz gut bewertet. Da könnt ihr mir dann sagen, wie es schmeckt.

Mit Versand kostet der vegane Fresskorb so rund 30 Euro. Den ersten fünf Lesern aus Deutschland, die bis hierhin gelesen und irgendwas mit dem Text anfangen können, spendiere ich einen solchen Fresskorb.

Email mit Adresse an „Kontakt“ schicken, und ich lasse euch einen Fresskorb zuschicken (kann aber bis Ende des Monats dauern). Eure Adresse wird NICHT weitergegeben und streng vertraulich behandelt bzw. gelöscht.

Wenn ihr das Zeug halbwegs runter bekommt, würde ich mich über einen Kommentar im neuen dauerverlinkten Artikel hierzu freuen.

Bezahlt wird der Kram aus meiner Tasche – es gibt keine kommerziellen Absichten hinter dieser Aktion. Vielleicht gibt’s ein paar Karmapunkte, aber mehr nicht.

Wenn es gut läuft, essen unsere Probanden ein bisschen weniger Fleisch/Wurst/Fisch lassen ein paar Viecher am Leben, tun was für ihre Gesundheit und schonen die Umwelt.

Je nach dem wie der Kram so ankommt und CTSO gerade läuft, wiederholen wir die Aktion.

CTSO Mahner und Warner dürfen natürlich auch mitmachen. 🙂

Update:
12.01.2019: ich hatte ein paar Anfragen, wo ich den Kram bestellt habe: das war bei http://www.alles-vegetarisch.de – ganz guter Versender.

11.01.2019 / 10.40 Uhr: ein paar Zahlen noch… ein Vegetarier rettet rund elf Viechern pro Jahr das Leben und spart dabei 521.542 Liter Wasser und 319 kg CO2 – Quelle: https://www.blitzrechner.de/fleisch

blitzrechner

10.01.2019 / 23.59 Uhr: die Bestellungen für die Fresskörbe sind raus.

10.01.2019 / 12.51 Uhr: alle Fresskörbe sind vergeben. Meint auch: alle, die mir vorher geschrieben haben, bekommen einen. Viel Spaß damit!

 

47 Kommentare zu „Veganer Fresskorb“

  1. Hallo Guru:)
    Bin bisher immer begeisterter, stiller Mitleser gewesen, jetzt traue ich mich mal aus der Deckung, nicht zuletzt um hoffentlich den Fresskorb abzustauben:) Dein Blog ist einer der wenigen spannenden Finanzblogs, die ich gerne lese, mach bitte genauso weiter. Ich möchte auch den Kommentatoren hier danken, die Lektüre der Kommentare bereitet mir regelmäßig ebensoviel Freude, wie die der Beiträge selbst. Ich bin zwar kein Vegetarier, kaufe aber keine Fisch- und Fleischprodukte für zuhause. Wenns auf Arbeit Schnitzel o.ä. gibt, greife ich zu (ich arbeite als Arzt und esse meist übriggebliebene Patientenessen, da nehme ich dann was gerade da ist), bin ich bei Freunden eingeladen, esse ich aus Dankbarkeit und Höflichkeit alles was kredenzt wird und im Restaurant gönne ich mir auch gerne ein leckeres Saltimbocca und ich liebe Fisch und Meeresfrüchte in allen Ausprägungen. Ich glaube nicht, dass ich zum strengen Vegetarier oder gar Veganer werde, möchte aber meinen Konsum tierischer Produkte deutlich reduzieren, v.a. aus ethischen und Umweltpolitischen Motiven heraus. Ich denke, dass man mit bewusstem (und v.a. geringem!) Konsum die Welt auch schon ein bisschen verbessern kann.
    Ich arbeite übrigens auf einer Intensivstation und wir benutzen keine „Filter“.

    Viele Grüße
    Stockpicker

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  2. Hallo, Stockpicker.

    Du bist Nummer 3. Passt! Schickst du mir deine Adresse per Email? Danke!

    Wenn ich darf, setze ich dich auf die Liste der Medizinmänner & -frauen. Das kommt noch mit dem Filter bei euch. 🙂

    Viele Grüße und herzlich willkommen,
    Garnix

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  3. @Stockpicker

    Du ist das übriggebliebene Patientenessen???

    Das ist echt frugal. Das machen noch nicht mal unsere Stationsassistenten und Pflegehelfer. Mal abgesehen vom arbeitsrechtlich fragwürdigen Verhalten, ist auch echt kein Vorbild.

    Karl

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  4. Cool! Das mit dem Korb freut mich, habe Dir meine Adresse schon geschickt:) Kannst mich gerne auf die Liste setzen, ich bin Assistenzarzt in der Inneren. Ich habe zu dem Filter noch keine richtige Meinung. Ich habe mal meinen Oberarzt, ein richtig guter Kliniker mit viel Erfahrung (auch schon mit dem Filter), nach seiner Meinung gefragt. Der war eher skeptisch.
    Ich habe mal ein wenig recherchiert um mir selbst ein Bild zu machen. Antizytokinstrategien sind zwar bei Sepsis sehr vielversprechend, klingen plausibel und funktionieren unter kontrollierten Laborbedingungen ganz gut aber konnten bisher in klinischen Studien wohl noch nicht so recht überzeugen. (vgl. https://www.researchgate.net/publication/249322024_Cytokines_in_Sepsis_Potent_Immunoregulators_and_Potential_Therapeutic_Targets-An_Updated_View)
    Ich bin gespannt wie sich die Sache entwickelt. Ich bin übrigens nicht investiert, wollte aber ein kleines Positiönchen kaufen, schon um hier noch besser mitfiebern zu können:)
    Natürlich bin ich nicht so verrückt wie Du oder Gerda;) Es werden wohl nur so 1-2 tausend Euro und damit nur ein kleiner Teil des Gesamtportfolios. Ich habe einen bunten Strauß aus Einzelaktien und verfolge einen sturen buy&hold-Tim-Schäfer-Ansatz:) Fundamentalanalyse oder Charttechnik kann ich nicht wirklich. Also kaufe ich einfach alles was mir so vor die Flinte läuft (ähnlich wie Matthias von getmad). Am Ende sind gute und schlechte Invests dabei und insgesamt sollte es sich langfristig lohnen:)

    Liebe Grüße
    Stockpicker

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  5. Seit Jahren verschlinge ich von Zwergenwiese die Sendi ( Senf/Dill ) -Kombination.
    Mit Gurke obendrauf. Reicht für meinen Frieden.

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  6. @karl
    Wenn Patienten vormittags entlassen werden oder Eingriffe/Untersuchungen haben, für die sie nüchtern bleiben müssen, dann bleiben gänzlich unangetastete Menüs übrig, die stantepede in den Müll wandern würden, wenn ich sie nicht äße. Das Essen wird frisch zubereitet (keine vorgekocht angelieferten Fertiglösungen, wie es sie sonst häufig in Krankenhäusern gibt). Das ist zwar keine Sterneküche, schmeckt aber schon gut. Ich kann wirklich nicht erkennen, was daran so schlimm sein soll:)

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  7. Ich bin leider ein sehr naiver Fleischkonsument, der so schnell nicht davon loskommt. Bin zumindest nicht blind, was den Umgang mit den Tieren angeht. Komme vom Land, war mal live bei einer Schlachtung dabei und kenne auch noch viel von alten Erzählungen meiner Großeltern, die auch selbst geschlachtet haben. Bin von Grund auf so sozialisiert worden, dass eigentlich bei jeder Mahlzeit Fleisch in welcher Form auch immer am Start ist. Leider muss ich sagen, dass ich genusstechnisch noch nicht drauf verzichte(n) (möchte). Das Gewissen wird nur beruhigt durch Verdrängung und den Einkauf von hochwertigem Fleisch. Die Menge zu reduzieren schaffe ich leider nur begrenzt. Karma Punkte gibt es dafür natürlich nicht, aber noch ist die („Fleisch“-)Blase um mich herum intakt.
    Von veganen Fleisch-Ersatzprodukten halte ich persönlich nicht so viel. Kommt sicher auf das Produkt an, aber der hohe Verarbeitungsgrad und das häufige tiefe Hineinlagen in die Chemiekiste… besser für die Umwelt wohl ja, aber unbedingt für den Menschen? Übertrieben und vergleichbar gesagt ist das Ersatzprodukt ja das Methadon für den vormaligen Fleischkonsumenten (= Heroin). Klappt, aber auch nicht nicht unbedingt gesund.

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  8. Hi Slowroller, gab eine Überschneidung. Ein „Korb“ ist noch frei. Wenn du magst, kannst du mir deine Adresse schicken. Viele Grüße, Garnix

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  9. @Stockpicker

    Ich bin ebenfalls Arzt in einem Krankenhaus (Innere noninvasive Kardio). Ich kenne den Ablauf also auch.

    Mit Deiner Argumentation kann ich als Mitarbeiter im Supermarkt auch alles essen, was nicht mehr verkauft wird. Ohne Zustimmung des Eigentümers (Krankenhaus/Supermarkt) geht da gar nichts.

    Bei uns wurden schon Krankenschwestern wegen solcher Dinge abgemahnt.

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  10. Hi.

    Ging schneller als geplant: die Fresskörbe sind bestellt. Guten Appetit! Wenn irgendwas davon für euch genießbar ist, freue ich mich über einen Kommentar.

    Viele Grüße
    Garnix

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  11. Hi, Karsten.

    Zwergenwiese ist super. Bekomme gerade Hunger und schau mal, was ich noch so finde.

    Viele Grüße
    Garnix

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  12. Hallo, SK.

    Das Thema Ernährung taugt ja wunderbar für Glaubenskriege. Dass vegane Schnitzel der heilige Gral in der Ernährung sind, würde ich auch nicht behaupten. Meines Wissens gibt es deutlich über 80.000 Studien in Sachen Ernährung – die Diskussion ist also uferlos. Falls dein Interesse am Thema groß genug und du mal in der richtigen Stimmung bist, die drei verlinkten Videos sind ganz spannend.

    Viele Grüße
    Garnix

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  13. Hi, Karl.

    Stimmt alles, was du sagst. Aber auch meine Freundin (mit vier Kindern) wird regelmäßig mit vermeintlichen Wegwerfartikeln von einer Freundin aus dem örtlichen Supermarkt beliefert. Das Zeug wird sonst wie gesagt einfach weggeworfen. Juristisch und personaldisziplinarisch doof – aber karmamäßig ganz gut, finde ich. Zumal ich auch immer kistenweise mit Zeug versorgt werde (nachdem alle satt sind). Dass ich das als Supermarktbetreiber eventuell auch anders sehen könnte, ist klar.

    Viele Grüße
    Garnix

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  14. Hallo Garnix,
    Hast du mal geschaut, was alles für Zusatzstoffe (E…) in dem veganen Ersatzprodukten sind? Neulich beim Gang durch den alnatura war ich mir da nicht mehr so sicher, ob das so gesund ist.
    Dazu kommt, dass es bei uns zu Hause problematisch wird, da die Veganer die Nüsse für sich entdeckt Haben und diese gefühlt überall drin sind. Anaphylaxie nervt, aber man ernährt sich gesünder, weil man jede zutatenliste exakt studieren muss.
    Aber alles nur ausreden. Ich gehe gerne zum biometzger auf dem Markt. Kantine versuche ich vegetarisch durchzuziehen, dann kann ich schonmal sicher sein, dass mein Huhn nicht mit dem chicken harvester geerntet wurde.
    Grüße
    Windsurfer

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  15. Hallo, Windsurfer.

    Wegen veganen Ersatzprodukten: je weniger verarbeitet desto besser. Da bin ich ganz bei dir. Wenn Gesundheit dein Fokus ist, schau dir mal „What the health“ an – ist gut. Die krasseste Ernährungsstudie, die mir gerade so einfällt: man hat eine Gruppe von 28 Schwerstdiabetikern genommen, die alle seit mindestens zehn Jahren Insulin in rauen Mengen gespritzt haben und diese auf eine vegane Ernährung umgestellt. Nach 14 Tagen konnten 26 dieser Probanden insulinfrei weiter leben. Quelle müsste Dr. Greger sein, der ein großes Team, das die weltweit 80.000+ Ernährungsstudien auseinander nimmt (https://nutritionfacts.org/). Ist aber ein weites Feld und man kann viel Zeit damit verballen, sich Argumente hin und her zu werfen. Die Widerstände sind allgemein noch riesengroß. Aber es wird langsam: in Berlin, die meiner Meinung nach, immer so fünf Jahre voraus sind, kannst du von einem veganen Restaurant ins nächste stolpern.

    Viele Grüße
    Garnix

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  16. Ooooookay: „Long time listener, first time caller.“ Hallo Guru! Mit diesem Beitrag ist das Fass übergelaufen. Danke für einen weiteren wunderbaren Denkanstoß. Ich kenne keinen anderen Blog, der mich so regelmäßig zum Nachdenken anregt wie deiner.

    Zum Veganer werde ich wohl vorerst nicht, trotzdem finde ich die Diskussion darum wichtig. Ich komme aus der „Esst-richtiges-Essen-Ecke“. Dabei geht es mir um eine gepflegte Esskultur und Wertschätzung dessen, was wir zu uns nehmen. Saisonal, lokal, unverarbeitet, hohe Qualität. Nur auf tierische Produkte zu verzichten greift mir da nicht weit genug. Trotzdem kann ich mir gut vorstellen, dass ich dieses Jahr die Fastenzeit einmal dazu nutze, veganes Leben auszuprobieren. Bereichern wird es mein Denken über Nahrung in jedem Fall. Als Einstieg gucke ich dann sicher auch die 3 von dir empfohlenen Links an.

    Grüße
    Julius II

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  17. Hallo, Julius II.

    Danke sehr für deinen Kommentar. Und gleich eine Warnung hinter her: der „Earthlings“ Link ist sehr brutal. Da wird unter anderem eine koschere Schlachtung in New York gezeigt, die so schrecklich ist, dass man sie nicht mehr vergisst. Falls du den Film dennoch guckst, wäre ich an einem Feedback aber sehr interessiert.

    Viele Grüße
    Garnix

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  18. Ich bin gespannt – die Post hat mir grad geschrieben, dass morgen das Paket kommt, meiner Frau musste ich das aber noch ein wenig schmackhaft machen (bzw. sie dazu zu bringen mitzuprobieren) 🙂

    Bei der Studie oben spiel ich jetzt aber mal den Mahner: Ich bin weder Arzt noch Ernährungsberater – aber durchaus interessiert und habe Diabetisfälle in der Familie. Ich möchte wetten, dass man problemlos einen Vollkosternährungsplan aufstellen kann, der dieselben Erfolge feiert. Gleichzeitig verwette ich meine linke Arschbacke, dass ich einen veganen Ernährungsplan aufstellen kann, der das Gegenteil bewirkt.

    Es ist nicht alles schwarz und weiß. Mein Barsch, Rind, Huhn oder Wildschwein stirbt im normalfall schnell und ohne großes Leid. Die Dosis macht das Gift – für Tierwohl, Umwelt und Mensch. Ich wiederhole aber gerne nochmal mein Statement aus dem anderen Thread: Wer nicht in der Lage ist (unabhäng von den nötigen Skills) ein Tier zu töten, sollte es auch nicht essen.

    Und nu freu ich mich auf meine vegane Guru-Woche – Start ist aber erst am Montag.

    Grüße und ein schönes Wochenende – Slowroller

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  19. @slowroller und Marcus: ich drücke uns die Daumen, dass euch der Kram halbwegs schmeckt. 🙂
    @Vaqua: In Wahrheit ist es noch viel schlimmer und anstrengender: ein paar von den Veganern wollen Tiere und sowas retten.

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  20. Vielen Dank Guru! Das Paket ist da (freu) und die erste vegane Bockwurst schon verköstigt. Ich war positiv überrascht. Ich bin kein riesen Bockwurstfan aber die Saitan-Version aus der Box ist ein Spitzensnack, deutlich leckerererer als „das Original“. So wie der Vorkommentator SK, finde ich es auch etwas befremdlich, wenn auf Teufel komm raus Fleischprodukte „nachgebaut“ werden. Aber was soll’s? In erster Linie möchte ich essen, was mir gut schmeckt und wenn sich die Herstellungsweise auch noch positiv auf dem Karma-Konto niederschlägt, sehe ich das als einen dicken Pluspunkt. Zu SK’s Einwand, dass beim Fleischimitieren häufig tief in die Chemiekiste gegriffen wird: Die Inhaltsstoffliste von den Würstchen sieht für mich ganz ok aus. Es sind zwar „Aroma“ und Hefeextrakt drin aber die Liste ist nicht übermäßig lang und man kennt die Inhaltsstoffe auch wenn man kein Chemiker oder Lebensmitteltechniker ist (für mich immer ein gutes Omen). Was Lebensmittelgesundheit und „gesunde Diäten“ angeht, bin ich überzeugter Agnostiker. Low-carb, no-carb, glutenfrei, lactosefrei, Mittelmeerdiät, Paläodiät, Omega-3-Fettsäuren, Cranberries, kein Raffinadezucker… Jede Woche gibt es einen neuen Trend, neue „Erkenntnisse“ wie, was und wann man am besten essen sollte. Diese Ernährungstheorien kommen gerne im wissenschaftlichen Gewand daher und suggerieren empirische Evidenz, wo keine ist. Um halbwegs belastbare Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie wir uns am besten ernähren sollten um lange und gesund zu leben, bräuchte es große, langlaufende Kohortenstudien oder retrospektive Untersuchungen mit sehr gutem Datenmaterial. Beides gibt es nicht und wird es auch nicht so schnell geben.
    Ich halte mich eher an Heuristiken, die mir halbwegs einleuchten:
    Gestalte deinen Speiseplan nicht zu einseitig (Abwechslung bietet Genuss und stellt sicher, dass du verschiedene Nährstoffe erhältst). Koche selbst frisch oder lasse frisch für dich kochen, vermeide Fertigprodukte (wer weiß, was die da alles reinpanschen). Reichlich Gemüse (sagt Mama immer;).

    Ich denke, am Ende spielt es gesundheitlich betrachtet garnicht mal die Hauptrolle was man isst. Viel entscheidender für’s Wohlergehen sind physische und geistige Bewegung, Sozialkontakte inkl. Familie (also z.B. mit wem man isst), langfristig erfüllende Tätigkeiten, Urvertrauen und Spiritualität. Wenn man das alles hat könnte man wahrscheinlich sogar dann lange und gesund leben wenn man sein ganzes Leben nur bei Meckes essen geht (vielleicht müsste man ab und zu mal den Cesars salad nehmen:).

    So long… Ich werde über die anderen Produkte berichten sobald ich sie verschnabuliert habe.

    Stockpicker

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  21. Übrigens ist meine Mama ist nicht die einzige, die sagt Gemüse sei gut (s. Tim Schäfers aktuellen Post). Unser lieber Tim sitzt allerdings dem Omega-3-Fettsäuren-Wahnsinn auf 😉
    Nichts gegen die Fisch-Fettsäuren (ich liebe Fisch!) aber ich halte das für ein typisches Beispiel, wie irgendeine x-beliebige Substanz ernährungstechnisch gehyped und in allen Lifestyle-, Frauen- und Männermmagazinen „durchgekaut“ wird bis das nächste Superfood auftaucht.

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  22. Hallo, Stockpicker.

    Juhu, bin ich schon mal nicht der einzige, der die „Bockwurst“ gut findet!

    Falls du dich für evidenzbasierte Erkenntnisse in Sachen Ernährung/Erkrankungen interessierst – der nachfolgende Link dürfte so mit die beste Quelle dafür sein: https://www.youtube.com/watch?v=d0IhZ-R1O8g
    Dahinter steckt http://www.nutritionfacts.org, die meines Wissens keinerlei kommerzielle Interessen verfolgen.

    Blöde Frage: ist es richtig, dass das Thema Ernährung im Medizinstudium gar nicht bis überhaupt gar nicht vorkommt? Ist wohl zumindest in den USA so.

    Wie immer gilt: fühl dich zu nix genötigt. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

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  23. Schade, dass es keine Aktien für tierqualfreies Fleisch gibt. Da wäre mir die Rendite sogar total schnurz und mit solchen Investitionen bin ich bislang eigentlich komischerweise immer am Besten gefahren. (von wegen Invidualistin;).

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  24. @Kanarienvogel
    Da braucht man keine Aktien um das zu unterstützen. Beim regionalen Biobauern oder z.B. Von einem Neuland-Partner auf dem Markt kaufen. Dazu lohnt es sich immer sich nach einem einem Wildverkäufer (häufig die Jäger selbst) umzusehen. Allein letztes Jahr mussten fast eine Million Wildschweine geschossen werden wegen Schweinepest und schluch dem zu laschen Winter. Die will maum jemand haben. Ein halbes in der Tiefkühltruhe hat uns fast ein Jahr lang Braten, Sauerfleisch, Sülze und Kurzgebratenes gebracht. Und das für 3 euro/kilo.

    Ich denke das hilft mehr als ein Aktienkauf wenn man Fleisch mag.

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  25. Hallo, Kanarienvogel.

    Bill Gates ist seit etwa 2013 bei https://www.beyondmeat.com/ beteiligt. Denke schon, dass die irgendwann an die Börse gehen. Ansonsten ist der geheime Plan hier (nicht weiter sagen), wenn das mit CTSO funktioniert, so ein bisschen in die Richtung Beteiligungen zu gehen und bei guten Themen gerne auch mitzuhelfen.

    Viele Grüße
    Garnix

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  26. @slowroller – ups, Flüchtigkeitsfehler sind mir zuerst gar nicht aufgefallen, was nicht gerade für meine Sorgfalt spricht. Aber stimmt, im Kleinen mache ich es jetzt schon – wenn Fleisch dann wenigstens Bio (obwohl ich elitäre Bioladenfuzzis nicht mag, aber da bin ich dann mal gesundheitlich rein egoistisch) und in Restaurants ohnehin nur Wild, weil ich mir gar nicht ausmalen möchte, aus welchem Drecksloch bei dem Margendruck das Großmarktfleisch herkommt.

    @rome – nachgemachtes Fleisch, ochnö, ich weiß nicht, ganz oder garnix;) an (in Maßen) Fressen und gefressen werden finde ich nix auszusetzen, wenn die Viecher bis zum Schluss wenigstens vernünftig behandelt werden, sorry, da bin ich etwas unsensibel (und entspreche als Möchtegernindividualistin mit meiner Doppelmoral wahrscheinlich mal wieder der breiten Masse in ein paar Jahren)

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  27. Hallo in die Runde,
    zunächst einmal vielen Dank an Garnix für die Zusendung des Fresskorbs. Ich habe ihn am Samstag erhalten und mich tierisch gefreut. Seit Anfang des Jahres versuche ich meinen Fleischkosum stark einzuschränken. Da kam dieses Care-Paket natürlich wie gerufen. Bisher habe ich keine Erfahrungen mit veganen/vegetarischen Ersatzprodukten.

    Was ich aus dem Paket bisher probiert habe:
    – Die Schokolade musste natürlich direkt am Samstag Abend dran glauben. Vom Geschmack her lecker, vergleichbar mit herkömmlicher dunkler Schokolade.
    – Am Sonntag zum Frühstück gabs dann die Salami und den Käse. Der Käse schmeckt tatsächlich wie Käse, die Salami vermittelt jedoch eher kein Salami-Feeling.
    – Das Bruschesto ist richtig lecker, das Glas ist auch schon fast leer.
    – Das Veggieschnitzel habe ich auch schon probiert. Geschmacklich fand ich es eher neutral, aber mit Bratkartoffeln und Grie-Soß – lecker!

    Ich bin mal gespannt, wie mein Sohn (3 Jahre alt) die Würstchen findet. Teilweise will er nichts anderes als Fleisch essen.

    Viele Grüße

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  28. Hallo, Kanarienvogel.

    @nachgemachtes Fleisch: manche sprechen dabei von „Transition Food“. Ich für meinen Teil habe sehr gerne Fleisch, Wurst und Fisch gegessen. Wenn ich das nun aus ethischen Gründen nicht mehr möchte, ohne dass sich dabei aber mein Geschmack geändert hat, finde ich es wunderbar, dass man mir Ersatzprodukte anbietet. Wenn mir dann jemand entgegenhalten möchte, dass das doof, inkonsequent und falsch ist, so be it.

    Viele Grüße
    Garnix

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  29. Hallo, GrüneKerze.

    Sehr gerne. Sorry wegen der Salami, die ich übrigens selber gar nicht kenne (war ganz gut bewertet und ich bin mal auf „Risiko“ gegangen). Bei den „Würstchen“ („Bock“ und „Bratwurst“) bin ich aber sehr optimistisch.

    Viele Grüße
    Garnix

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  30. @transition food “ doof, inkonsequent und falsch“ um Gottes Willen, auf keinen Fall. Wenn es schmeckt und man sich gut damit fühlt ist doch alles schick. Für mich persönlich ist es nichts aufgrund Hypochondertum. Genau wie beim Gemüse glaube ich, dass es viele sekundäre Nahrungsstoffe gibt, die man nicht 1:1 nachbauen kann, weil es halt viel gibt, das man einfach nicht weiß. Ist aber nur persönlicher Aberglaube/Marotte und würde mir niemals irgendein Urteil erlauben. Transition food ist ein netter Begriff. Kannte ich noch gar nicht.

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  31. Hallo, Christian.

    Danke für den Tipp. Hab’s gelesen und fand es beeindruckend und überzeugend. Das Buch hat aber auch erbitterte Gegner.

    Fun Fact: es gab 7.000 Studien zum Thema Rauchen (100 davon positiv konnotiert, 6.900 negativ bis sehr negativ), bis sich die Allgemeinheit hat überzeugen lassen. Kann schon ein paar Jahrzehnte dauern. Zum Thema Essen gibt es locker 80.000+ Studien. Weites und schwieriges Feld mit viel Rauschen.

    Viele Grüße
    Garnix

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  32. „Vom Geschmack her lecker, vergleichbar mit herkömmlicher dunkler Schokolade.“
    Das verwundert nicht, in dunkler Schokolade ist ja auch sonst nix vom Tier drin. Kann man aber in letzter Zeit immer häufiger sehen, dass Produkte als glutenfrei, vegan, fettfrei etc. beworben werden, bei denen diese Dinge noch nie auf der Zutatenliste standen. Die oben genannte Schoki wird übrigens auch als koscher verkauft! Halal draufzuschreiben haben sie sich wohl nicht getraut, die Schweizer.

    Grüße von der Schokoente

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  33. So, grad vom Abendbrot aufgestanden um zumindest eine erste Wasserstandsmeldung zu geben:
    Das Bruscetto ist oberlecker – ge au wie die Schokolade. Allerdings sind das die Produkte die auch ohne das Label „vegan“ auskommen würden. Der Käse ist ok, von der Konsistenz etwas ledrig, aber sonst auf dem Niveau einer Toastie-Cheddar-Scheibe.
    So, das war das Positive 😉 Abends gabs Kartoffelsalat, Spreewaldgurken und die vegane Bock- und Bratwurst. Ich machs kurz: es hat uns überhaupt nicht geschmeckt. Labberig, total dröge und vom Geschmack her undefinierbar, künstlich, ein wenig muffig. Die Bratwurst liegt mir sicher übermorgen noch in der Nase. Für uns keine Alternative.

    Funfact: in der Kantine habe ich heute vegan gegessen: rote-Beete-Puffer in Sesamkruste mit Bratgemüse. Fantastisch – vielleicht wegen der Freiheit mein Fleisch oder Wurst nachstellen zu müssen.

    Die Salami gibt es am Wochenende zum Frühstück, die Schnitzel werde ich irgendwann durchbraten und berichten.

    Bisheriges Fazit: Pflanzen schmecken gut. Planzenteile, die in fünfter verarbeiteter Stufe Fleisch/Käse sein wollen eher nicht. Was aber echt cool war war die Kühltechnik in dem Paket. Meons war 4 Tage unterwegs und noch gut gekühlt. Allerdings hab ich mich dabei mit dem Papierzeugs ziemlich eingesaut – kann man das sinnvoller öffnen?

    Auch wenn ich ziemlich kritisiert habe: die Aktion war super, danke dafür !

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  34. Moinsen!

    So, hier mein abschließendes Urteil zum Fresskorb: Ich denke man muss unterscheiden, ob man schon vegan lebt und Alternativen zu altgeliebten Dingen sucht. In dem Fall kann ich mir vorstellen, dass Käse, Wurst und Fleischersatz genommen werden.
    „Darf“ man auch das tierische Original essen, ist die Kunstversion in jeglicher Hinsicht so dermaßen weit vom Genuß des Originals weg, dass ein detaillierter Vergleich kaum möglich ist. (ich würde damit auch jeden beleidigen dem es schmeckt)
    Hier gilt für mich als Allesfresser, der weniger tierische Produkte essen will: ich greife eher zu wenig verarbeiteten pflanzlichen Produkten als zu den Ersatzprodukten. Ich habe aber den Luxus am Wochenende Lachs, Hirschsalami, Französischen Weichkäse zum Frühstück zu essen. Mir fehlt also der Entbehrungsfaktor, der mich das andere vielleicht doch runterkriegen lassen würde.

    LG, Slowroller

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  35. Sodele,
    mit einiger Verspätung noch in Feedback zum veganen Fresskorb von mir – hätte ja nicht gedacht, dass mein erster Kommentar in einem Finanzblog überhaupt was mit Ernährung zu tun hat.
    Ich war einer der 5 Glücklichen, die einen der Fresskörbe ausprobieren durften – dafür ein dickes DANKE and den Guru!
    Lieferung ging schnell und unkompliziert.
    Verpackt war das ganze gut gedämmt und mit einem Kühlakku.
    Beim Auspacken besteht schon ein gewisses risiko, sich ordentlich einzusauen, wenn die Folie um das flockige Altpapier-Dämmmaterial reisst. Hab aber Glück gehabt.
    Zu den einzelnen Artikeln wurde schon viel gesagt, hier nochmal in Stichworten meine Einschätzung:
    • Das Bruschesto war wirklich lecker, da waren wir vier uns alle einig.
    Geschmacklich und von Konsistenz und Geruch her kein Unterschied zu einer nicht-veganen Variante.
    • Die vegane Bock- und Bratwurst kam bei mir persönlich auch gut an.
    Sie waren zwar ein bisschen „bröckeliger“ oder „sandiger“ auf der Zunge als „echte“, aber geschmacklich echt top.
    die Mitesser 😉 haben den Geruch ein bisschen bemängelt. Angeblcih trotz Anbraten „muffig“ – Mir fiel das nicht auf.
    • Die Mandelmilch ließ sich wie Schlagsahen in einer Tomatensuppe verwenden. Die sind wir aber gewohnt – kommt ab und zu schon zum Einsatz bei uns.
    • Der Salami-Aufschnitt ging gar nicht.
    Die Farbe war eher grünlich als braun, der Geschmack war weit weg von Salami, die Konsistenz war ledrig und die oberfläche glänzend glatt.
    • Der Cheddar war auch eher ledrig von der Konsistenz, geschmacklich aber ganz ok.
    Eine Eiweissquelle ist er aber nicht.
    • Die Schnitzel waren richtig lecker – zwar nicht so „faserig“ wie Fleisch, aber auch die Konsistenz beim Schneiden, Aufspießen und Kauen war gut und wie man das von einem Schnitzel erwartet.
    • Die Schokolade war auch lecker – ein Unterschied zu Schokolade mit ähnlichem Kakao-Anteil und mit Milch war kaum zu schmelcken.
    Ich esse relativ wenig Fleisch und Fisch, viel Gemüse (meine Schwester arbeitet als Gemüsegärtnerin in einer Initiative für solidarische Landwirtschaft) und auch Milch- und Milchprodukte.
    Bei Fleisch und Wurst greifg ich lieber zu wenig verarbeitetem – also lieber Schwarzwälder Speck als Bärchenwurst.
    Den Fleischkonsum versuche ich auch runter zu fahren, ohne bisher das Ziel zu haben, Vegetarier oder Veganer zu werden.
    Insgesamt kann ich mir vorstellen, dass für einen Veganer, der gern die Haptik oder das Kaugefühl von Fleisch oder Käse hat, die Produkte (zumindest einige – die Salami lag für mich daneben) hilfreich sind.
    Wenn ich mir vorstelle Veganer zu sein, gehe ich aber davon aus, dass ich dann auch ohne solchen Ersatz auskommen wollte – nicht zuletzt des Preises wegen.
    Ich gehe davon aus, dass es für das gleiche Geld mehr vegane, hochwertige nicht-Imitat-Lebensmittel gibt.
    Alles in allem eine interessante Erfahrung, für die ich dem Guru an der Stelle nochmal herzlich danken möchte!
    Zum Zerflexen freigegeben!
    Gruß,
    Jörg

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  36. Ich muss ja zugeben, dass ich schon oft kurz davor war, vegane Produkte auszuprobieren. Häufig habe ich sie dann beim Basic oder alnatura wieder zurückgelegt, da sie doch eher einem Chemiebaukasten ähnelten. Hat sich das zwischenzeitlich geändert? Ansonsten achte ich dabei eher auf möglichst natürlich und keep it simple – d.h. Linsensuppe geht auch ohne Fleischeinsatz usw.

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  37. Hallo allerseits,

    danke, Guru, für den Link zum Vortrag des Menschen von Nutrition Facts. Ich hatte in letzter Zeit zu viel Stress (Masterarbeit, Bewerbungen, Arbeiten, an 5 verschiedenen Orten gleichzeitig quer in Deutschland, kaum Sozialleben, Schlafprobleme, Herzrasen). Parallel habe ich mir den mal genauer angeschaut und mich dann letztlich entschlossen, das:
    https://nutritionfacts.org/daily-dozen-challenge/
    für 4 Wochen auszuprobieren. Jetzt habe ich 3 Jobs in Aussicht, eine fertige Masterarbeit, Sozialleben Tendenz stark steigend, weniger Orte, weniger Schlafprobleme und weniger Herzrasen, weil diese Ernährung wie folgt wirkt:
    – Antidepressivum
    – Beruhigungsmittel
    – Aufputschmittel
    – Potenzmittel
    – entzündungshemmend
    – präventiv gegen Krebs
    – ernährungswissenschaftlich nachgewiesen
    – ohne Nebenwirkungen.

    Ohne Deinen Tip wäre ich vermutlich spätestens vor 3 Wochen emotional, psychisch und physisch zusammengebrochen. Danke! Ausprobieren kann sich lohnen!

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  38. Hallo, califex.

    Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Freue mich sehr für dich! Vielleicht gar nicht so schlecht, wenn man das Thema über die Gesundheitsschiene angeht. Die ethischen Veganer reiben sich meistens nach ein paar Jahren sehr auf. Mit der Folge dass sich der Freundes- und potentielle Partnerkreis verändert. Habe neulich zusammen mit meiner Freundin subsumiert, dass wir als Veganer, Nicht-Raucher, Konsumverweigerer, Wohnmobilfans, Nichtfernsehschauer und Bücherleser auf dem freien Partnermarkt kaum noch vermittelbar sind. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

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  39. Hallo GoG,

    Ich hoffe dass du meinen Kommentar hier findest 😉

    Ich bin ja kein Fan von Fleischersatzprodukten.

    Dieser köstliche Bohnenaufstrich, aufgepeppt mit etwas Kräutersalz, schmeckt natürlich gut und erinnert ein ganz kleines bisschen an Leberwurst:
    https://www.chefkoch.de/rezepte/1581991265653535/Chili-Bohnen-Aufstrich.html

    PS. Man muss sich nicht sklavisch ans Rezept halten. Außerdem habe ich das Tomatenmark zuerst angebraten, weil ich das von anderen Rezepten kenne, das angebratenes Tomatenmark ein besonderes Aroma entfaltet. Guten Appetit

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