CTSO Stockholder Letter

https://www.prnewswire.com/news-releases/cytosorbents-issues-stockholder-letter-with-preliminary-2018-financial-results-300773777.html

  • Full year 2018 total revenue of at least $22.3 million, with additional 2018 grant revenue expected upon finalization of invoicing
  • Full-year product sales in 2018 of approximately $20.2 million, an increase of approximately 51% compared to $13.4 million in 2017, and record Q4 2018 product sales of approximately $5.4 million
  • 2018 blended gross product margins in excess of 72%, mixing higher margin direct sales and lower margin distributor and partner sales
  • More than 56,000 CytoSorb cumulative treatments delivered, up from 35,000 treatments a year ago
  • End-of-year cash position of approximately $22.3 million (12/31/18)

2017 vs 2018 YOY per Quarter:

Q1: + 70,8 %
Q2: + 70,6 %
Q3: + 47,9 %
Q4: + 25,7 %

Für mich ist das Q4 2018 im Vergleich zu Q4 2017 enttäuschend. Hatte mir hier YOY eher 50 % versprochen. Hoffe, man bekommt hier in Q1 eine Trendumkehr hin.

Von der Umsatzentwicklung abgesehen haben wir aus meiner Sicht die beiden (bekannten) Katalysatoren in der näheren Zukunft:

1. „The 250-patient randomized, controlled, German government-funded REMOVE endocarditis trial also continues to march forward, with now 87 patients enrolled at 10 active sites.  An interim analysis on inflammatory mediators on the first 50 patients is scheduled for this month“

2. „Meanwhile, our internal research and development programs, in large part funded by non-dilutive government grants and contracts, have continued to innovate, enabling the rapid development of new technologies, such as HemoDefend™.  Supported by approximately $5 million in funding from the National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI) – a division of National Institutes of Health (NIH), as well as U.S. Special Operations Command (USSOCOM), we are preparing to begin a pivotal trial intended to support U.S. FDA approval of our HemoDefend-RBC™ packed red blood cell (pRBC) filter in the U.S.  HemoDefend-RBC is a point-of-transfusion blood filter designed to reduce non-infectious contaminants in pRBCs that can cause potentially life-threatening transfusion reactions.  If approved in the U.S. and elsewhere, the product could be applicable to the more than 100 million pRBC units transfused each year worldwide.  However, our initial target markets will be focused on patients who are at highest risk of transfusion reactions, including patients who receive large amounts of blood as in trauma, gastrointestinal bleeds, cardiac and other high risk surgery, cancer, blood disorders, and others.  Many of these markets overlap those targeted by CytoSorb, giving us an opportunity to either license the technology or leverage it across our established distribution“

Optimistische Kollegen gehen davon aus, dass die HemoDefend-Studie vergleichsweise schnelle Ergebnisse bringt.

Ansonsten noch ein hoffnungsvoller Rauswerfer: „Having demonstrated the growth and profit potential of our business model, with a solid base of revenue, and strong product gross margins, we are now well-positioned to generate significant gross profit that can be utilized to fund some combination of growth, clinical studies, and profitability.  For example, on a base of $20 million in product sales and 72% blended product gross margins, our gross profit was approximately $14 million in 2018.  But at $30 million in sales and 80% blended gross margins, gross profit would be $24 million.  And at $50 million in sales, and 82% blended gross margins, gross profit would be $41 million.  If we can drive faster growth, these economics have the potential to generate significant excess cash to not only fund all of our operating needs, but also to drive true GAAP (generally accepted accounting principles) profitability over the next couple of years, where potentially 50 cents or more on every dollar in sales will drop to EBITDA (Earnings Before Interest, Tax, Depreciation, and Amortization).  This would solidly place our company among an elite group of profitable companies generating significant cash flow.

To this point, in late 2018, we began to implement an aggressive growth strategy to drive accelerated long-term growth in 2019 and beyond. We are making additional investments in clinical studies, adding resources to better support our customers and partners, strengthening our distribution network, and making internal organizational changes that will better align the company for future rapid growth. Though this may result in some near-term fluctuations of our financial performance, we firmly believe these changes will result in solid 2019 year-over-year performance and a continued multi-year growth trajectory.“

Bewertung: ich hätte mir und uns bessere Q4 Sales gewünscht. Aktuell muss man sagen, dass der Year-Over-Year Quartalsumsatz schwächer als erhofft steigt. Der Trend von 70 %-> 48 % > 26 % sollte bei nächster Gelegenheit (Q1) bitte umgekehrt werden.

Auf der anderen Seite gibt es kluge Leute, die mir entgegenhalten würden, dass diese Sichtweise zu kurz greift, dass die wahren Katalysatoren ganz andere sind.

Ich muss mal drüber nachdenken und bin heute Abend gegen 19.30 Uhr auf jeden Fall im Webcast dabei.

10 Kommentare zu „CTSO Stockholder Letter“

  1. Moin Garnix,

    nach dem Stockholder Letter und der heutigen Präsentation von Dr Chan sehe ich sowohl positive als auch negative Punkte. Dazu später (in einem anderen Beitrag) mehr. Die Sales sind nicht katastrophal, aber doch deutlich niedriger als von mir erwartet.

    Auch wenn mir persönlich der breakeven nicht sooo wichtig ist – in Summe bleibt hier das größte „Geschmäckle“. Noch im November wurde davon gesprochen, dass dieses Ziel voraussichtlich erreicht wird. In einer Präsentation formulierte es Dr. Chan sogar so, dass man es schaffen werde. Kein Konjunktiv. Und jetzt? Im Shareholder Letter heißt es „(…) In fact, we were very close to achieving quarterly operating breakeven, as defined, in the past several quarters, with an operating loss of $300K and $380K in Q2 and Q3 2018, respectively, with Q4 results pending.“ Übersetzt heißt das wohl „Wir legen es noch nicht offen, aber vermutlich war es wieder nix.“. Passenderweise wurde dieser Punkt von Dr. Chan in der heutigen Präsentation GAR NICHT angesprochen. Ouch.

    Wie gesagt, der breakeven an sich ist mir nicht so wichtig. Aber Vertrauenspunkte gibt es für diese Art der Darstellung sicherlich nicht…

    Beste Grüße und ein großartiges Jahr 2019 für Dich persönlich und hoffentlich auch Deine Lieblingsaktie 🙂

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  2. Hallo garnix,
    Ich bin auch ein wenig enttäuscht, die Wachstumsrate ist selbst unter dem konservativen Ansatz von 50%. Auf der anderen Seite bin ich nachwievor überzeugt vom Produkt und bin mir sicher, dass es sich weiter durchsetzen wird. Ärzte sind gut vernetzt, gehen alle regelmäßig auf Fortbildungen und Kongresse und so wird es sich herumsprechen, dass die Filter Leben retten.
    Daher ist es für mich nicht weiter dramatisch, wenn sich die Wachstumsstory um ein paar Jahre streckt mit niedrigerer Rate. Meine größte Sorge dabei ist nur die Patentlage. Wenn hier Patente wegfallen und die Nachahmer stünden schon in den startlöchern mit fertigen Produkten aus der Schublade und großen Vertriebsnetzen und Ratiopharm-Preisen, sehe ich schwarz.
    Weiß jemand, ob neben den Patenten noch andere Burggräben existieren? Ich denke da vor allem an die Filterzusammensetzung (geheime Rezeptur?) oder besondere Fertigungsverfahren.
    In Summe sehe ich die Story nachwievor intakt und überlege nochmals weiter aufzustocken. Aktuell habe ich 1800 Anteile. Immerhin konnte ich in den letzten Wochen meinen Einstiegspreis gewaltig drücken.
    PS: Deine verlinkte Berechnung aus dem vorherigen Artikel verspricht nur noch 52% upside…
    Grüße
    Windsurfer

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  3. Ja, Ärzte sind vernetzt und werden durch Industrievertreter fortlaufend mit Produkten penetriert.

    Gute Produkte oder zumindest gut vermarktete Produkte haben bis zur Marktsättigung deutlich bessere Wachstumsraten.

    Ich bleibe skeptisch, da ich einfach nicht den Massenmarkt sehe.

    Viele Grüße

    Karl

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  4. Hi, DrKangaroo.

    Dir auch ein großartiges Jahr, vielen Dank! 🙂

    Ansonsten unterschreibe ich dir alles, was du schreibst.

    Viele Grüße
    Garnix

    ps_
    Positionen wurden aktualisiert.

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  5. Hallo, Windsurfer.

    @Wachstumsrate: ich kaue auch noch auf dem Thema rum. Schwer aufzulösen und nervig. Ich schreibe aber noch mal etwas dazu

    @Burggraben: die Patentsituation ist für meine Begriffe – und ich habe alle zugänglichen Patentschriften gelesen – unübersichtlich. Da gibt es viele Überschneidungen. Rechtssicherheit und Seelenfrieden wirst du da nicht finden.

    Viele Grüße
    Garnix

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  6. Hallo, Karl.

    Kennst du in deinem Umfeld einen Anwender? Hast du eine Meinung zur Greifswald-Studie (https://garnixoderguru.com/2019/01/05/ctso-und-sepsis/#more-5671)?

    Ansonsten würde ich vorschlagen, dass wir das erste Zwischenergebnis der großen randomisierten Endokarditis Studie aus Deutschland abwarten, das diesen Monat veröffentlicht werden soll.

    Sag Bescheid, sobald ich dich auf die Liste der CTSO-Aktionäre mit aufnehmen kann. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

    ps_
    Mein heimliches Ziel: irgendwann dich, den Finanzwesir und die Freiheitsmaschine auf die Aktionärsliste setzen zu können.

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  7. Da warten wir mal ab…

    Auf Deine Frage:

    Nein, ich persönlich kenne keinen Anwender. Ich hatte aus Neugierde auch noch mal bei unserem Einkauf nachgefragt und auch da sorgte das Produkt nur für Schulterzucken. Scheint also noch nicht gelistet zu sein.

    Trotzdem drücke ich Dir die Daumen. Die Story wäre einfach zu schön.

    Viele Grüße

    Karl

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  8. Hallo, Karl.

    Ich bin im Zweifel, ob eine Listung ohne Anwenderschulung überhaupt Sinn macht. Unterm Strich ist man beispielsweise noch am Experimentieren, wann und wofür man den Filter einsetzt und in welcher Frequenz dieser gewechselt werden sollte. So als „stinknormales“ Krankenhaus wäre mir das vermutlich auch nix. Zusätzliches Problem: tendenziell reden wir hier immer von Schwerstkranken, die jeweils einen ganzen Sack an medizinischen Problemen bzw. Begleitumständen mit sich rumtragen. Jede Sepsis, jedes Leberversagen, jede Verbrennung, jedes schwere Trauma verläuft ja immer so ein bisschen anders. Das macht es einerseits schwierig, das perfekte Handbuch für die Anwendung des Adsorbers zu liefern, und andererseits sehr leicht zu sagen: bringt eh nix, gibt keine Studie und kein „Handbuch“ und kostet nur zusätzliches Geld.

    Die Strategie von CTSO müsste es demnach sein, maßgeschneiderte Lösungen für die einzelnen Anwendergruppen zu liefern. Aktuell versucht man die Kardiochirurgen einzufangen. Die haben Geld und keinen Bock, ihre Patienten wegen einer doofen Endokarditis zu verlieren. Zwischenergebnisse einer von einem Bundesministerium komplett finanzierten Studie kommen diesen Monat.

    Danke fürs Daumendrücken! 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

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  9. Hallo Garnixoderguru,

    wenn das „stinknormale“ Krankenhaus nicht die Zielgruppe ist, fällt der Markt aber ganz schön klein aus. Die meisten Sepsisfälle werden genau da behandelt.

    Wenn man dann sich dann noch auf die Kardiochirurgie (Thoraxchirurgie) und vgl. konzentriert, dann wird es extrem eng. Dann erklären sich auch Zahlen wie sie von Dir im aktuellsten Beitrag genannt werden. Das Wachstum ist dann aber wirklich sehr begrenzt.

    Ich hoffe, dass die eine andere Strategie haben.

    Good Luck!

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