Volltrotteln

Gerald Hörhan erklärt uns in nachfolgendem Video ab Minute 30, wie viele „Volltrotteln“ man so im Leben gebrauchen kann.

Spoiler: einer reicht. Er empfiehlt, die anderen „Volltrotteln“ in den Rhein oder Main zu schicken.

Er unterstellt den Volltrotteln, dass sie in der ständigen Erwartung leben, eingeladen oder unterstützt zu werden und einem die Zeit stehlen.

Der Kollege hier, der inzwischen in Thailand lebt, ist irgendwann vor der eigenen Familie geflüchtet, die ihn in Verbindung mit dem Thema finanzielle Freiheit abgelehnt hat und ausnehmen wollte. Frei nach dem Motto: du hast ja Geld.

Es stellt sich folgende Frage: wie geht man mit finanziellen Volltrotteln im Leben um?

Mein aktueller Ansatz: ich bin niemandes Richter, wenn ich nix gutes über jemanden sagen kann, bin ich einfach mal ruhig. Geld wird nicht verliehen. Einladung der Volltrotteln inklusive Übernahme der Rechnung nur nach Lust und Laune. Coaching-Angebot ist gemacht. Gelegentlich schickt man mal per Whatsapp so ein Video:

Bewertung: man mutiert zum schlechten Gewissen der finanziellen „ich kann nicht“ Volltrotteln. Mein bester Freund zeigt mir seit Jahren regelmäßig Fotos von 150k€ Autos, die sein größtes Lebensglück wären, hat seit Jahren unverändert 50k€ Konsumschulden und will meinen Segen für das Leasing oder die Finanzierung. Ich biete ihm dann an, alle seine Longdrinks zu bezahlen, wenn er mir verspricht, bei Bodo Schäfer reinzuschauen, der in dem nachfolgenden Video dezidiert erklärt, wann man Fiesta, Kadett oder eine S-Klasse fahren sollte.

Der Freund schaut mich dann an wie ein geprügelter Hund und die Abstände, in denen wir uns sehen, werden länger und länger.

Die melodramatische Ansage „ich will nicht alleine sein in der FU, mach doch bittebitte mit“ bleibt ein unerwiderter Monolog. Die Sollbruchstellen sind schon eingestanzt. Wird schwierig, an zentralen Themen wie Volltrottel-Konsum und finanzieller Unabhängigkeit vorbeizulabern.

4 Kommentare zu „Volltrotteln“

  1. Vielen Dank, dir auch!

    Mit Hörhan, Fischer und Schäfer schlägt man, glaube ich, JEDEN über kurz oder noch kürzer in die Flucht.

    Offensichtlich ist mir das gerade egal.

    Viele Grüße
    Garnix

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  2. Ach gar nix. Ich find Hörhan, Fischer und co. Auch super.

    Durfte aber ähnliche Erfahrungen machen. Ich habe Weihnachten bei meiner besten Freundin gefeiert. Mir kamen dabei von ihrer (Familienseite) die negativsten Geld/Reiche Glaubenssätze entgegen.

    Ich sag mir hier okay. Ich hab das einmal argumentiert. Sie sind sehr glaubensstark (besonders die Eltern) dann lasse ich sie im Glauben. Das ist wie mit einem Kommunisten über Kapitalismus oder mit einem Extrenistischen Salafisten über Atheismus diskutieren. Das kann man nicht gewinnen.

    Bei meinem Freundeskreis ist das anders. Hauptsächlich links geprägt. Aber für 20-25 Jährige sehr gut situiert. Ich hatte zu Weihnachten z.b. einen zum Wichteln das Buch vom Zittelman geschenkt. (Er ist Parteimitglied bei den linken). Die wissen alle, das ich dieses Jahr den Urlaub aus eigener Tasche bezahlt hatte und das ich mich (anscheinend) mit der Börse und co. Ein bisschen besser auskenne. Mal gucken ob er es sich durchliest.

    Ich versuche niemanden zu missionieren. Das versuchen anscheinend so einige hier in der Finanzblogscene. Weil leute so zu missionieren (oder sich Geistig über die Konsumsüchtigen zu stellen) erzeugt nur eine Wehrhaltung. Die müssen selbst darauf kommen. Vlt. Ein stubser hier und dort.
    Das sich Leute dabei von selbst aussortieren ist normal.

    Auch das wenn man sich selbst verändert, das sich das Umfeld dann ändert ist eigentlich was gutes. 🙂
    Ich dachte früher z.B. das die Leute in Bremen richtige Freunde waren. Fuhren alle geile Karren. Haben sich gefühlt jedes Quartal einen neuen Sportwagen gekauft. Die Partys das alles war auch irgendwie schön. Keine Frage. Aber Charakterlich waren es echt keine Ehrenmänner. Irgendwann löst es sich. Man entwickelt sich auseinander. Und dann bemerkt man, das dieser Wechsel eigentlich nur das ungewohnte war. Aber der Freundeskreis viel besser als man sich das Vorgestellt hätte.

    Viel wichtiger ob meine Freunde die FU anstreben ist für mich deren Charakter. Ich hab eine im Freundeskreis die ist Postbotin. Verdienst wenig, aber großartiger Charkter. Ich möchte Leute die ehrlich sind. Die mir sagen wann ich mist mache und wann sie einen Fehler gemacht haben. Mit denen man gemeinsam ehrlich lachen kann. Wie viel Geld sie haben ist mir egal. Und mich nicht wegen des Geldes mögen. Die Zeit die man zusammen verbringt sollte ja das schöne sein.

    Ich könnte dir hier noch vom Abitur und Golddiggern erzählen. Aber das kennste wahrscheinlich gut genug
    #Sendebewusstsein 😉

    Gruß,
    Pascal

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  3. Hi, Pascal.

    Ich bin grundsätzlich sehr dafür, die Schnauze zu halten und jeden selber machen zu lassen. Aber manche Themen scheinen mir zu zentral und zu nervig zu sein. Wenn du als Vegetarier oder Veganer in größerer Runde deine Ruhe haben willst, kannst du den endgenervten Fragen und Blicken ob deiner fleischlosen Bestellung nur entgehen, wenn du behauptet, dass du hohe Cholesterin-Werte hast und dich dafür quasi entschuldigst. Xfach erlebt. Ich kann auch sagen, dass ich es ethisch abartig finde, Fleisch zu essen – aber ich brauche die kackdämlichen Diskussionen danach nicht. Sobald du dich von der Herde separierst, bist du das Arschloch. Ist normal und vermutlich auch okay. Egal. Hörhan geht in dem Video voll ab – das fand ich lustig. Ansonsten hatten wir das Thema ja auch schon mal.

    Viele Grüße
    Garnix

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