Nierenspende

Falls ihr mal von engeren Familienangehörigen um eine Niere gebeten werdet und man euch beruhigt, dass das eigentlich ein Klacks ist, bitte mal dieses Video anschauen:

https://www.swr.de/report/risiko-lebendspende/-/id=233454/did=8112160/nid=233454/j13a8g/index.html

Nieren-Spender werden in Deutschland mit Anlauf falsch beraten. Das Video ist noch eher medizinerfreundlich. Die Dunkelziffer der Spender, die die Klappe halten und nicht jammern, dürfte sehr hoch sein. Ich weiß von Fällen, wo es die gesamte wirtschaftliche Existenz zerlegt hat. Ich persönlich kann mir vorstellen, dass 30 – 50 % ein „Fatigue-Syndrom“ bekommen.

Unter https://www.nierenlebendspende.com/unsere-forderungen/ kann man ein paar vernünftige Forderungen nachlesen, von Menschen, die sich mit dem Thema näher beschäftigt haben.

Dass jemand eine Niere spendet, muss voraussetzen, dass allen Beteiligten die Risiken bekannt sind und dass die Lebensqualität der Spender deutlichst sinken kann.

Wie komme ich drauf? Mein Vater war Vollzeitraucher – drei, vier Päkchen Reval pro Tag. Irgendwann geht der Blutdruck unbemerkt hoch und die Nieren gehen kaputt. Schlaganfall und Lungenkrebs gab’s nebenbei auch noch. Alles überlebt. Nur die Nieren erholen sich nicht. Demnächst ist er dann mit 75 Jahren wohl Dialyse-Patient. Es gibt aber Patienten, die 25+ Jahre mit der Dialyse über die Runden kommen.

Fragen in die Runde:

  1. Ihr seid 75 Jahre alt, die Dialyse steht kurz bevor. Bittet ihr euer 30 Jahre jüngeres Kind um eine Spenderniere?
  2. Ihr seid das Kind, spendet ihr dem 75 Jahre alten Elternteil unaufgefordert eine Niere?

Die karmatechnisch beste Lösung aus meiner Sicht: Kind bietet von sich aus eine Niere an, der Empfänger bedankt sich und lehnt unter allen Umständen ab.

Problem sind hier wirklich die Ärzte, die oft schräge und falsche Sachen erzählen.

3 Kommentare zu „Nierenspende“

  1. ????? Zu 1) NEVER . Zu 2) Schwierig , aber wenn sinnvoll , auf jeden Fall .
    Karmatechnisch wäre meine favorisierte Lösung und für MICH eigentlich
    Selbstverständlich .

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  2. Hi, Det.

    Hm. „Sinnvoll“ ist hier das entscheidene Wort. Problem ist halt sinnvolle Entscheidungen zu treffen, wenn Mediziner Quatsch erzählen und der ganze Kram emotional super aufgeladen ist.

    Viele Grüße
    Garnix

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  3. Ich bin schon seit Ewigkeiten ein stiller Mitleser, nun muss ich mich aber zu Wort melden 😉

    Danke für die Anregung zur Recherche, Organspende ist ein immer größer werdendes Thema in Deutschland, allerdings findet nur sehr einseitige Aufklärung statt. Jeder muss für sich selbst eine Entscheidung treffen, allerdings ist das schwierig, wenn man nur einen Teil der Informationen kennt.

    Meine Antwort auf deine beiden Fragen wäre übrigens nein. Was bringt es mir, wenn ich meinem Elternteil das Leben (evtl. unter Komplikationen) einige Jahre verlängere, aber mein eigenes Leben dafür viele Jahrzehnte (evtl. ebenfalls unter Komplikationen) verschlechtert wird?

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