Badehose dabei?

„Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer keine Badehose anhat.“ Warren Buffett

Ich habe gerade noch mal durchgezählt. Bei 4,40 USD müsste ich einen Lombard ein bisschen ausgleichen. Also so bis 3,00 – 3,50 USD sitze ich relativ entspannt im Sattel. Hoffe, hier sind auch alle mit Badehosen unterwegs. Kurioserweise sind wir dieses Jahr immer noch im Plus. Meine letzten paar Stücke habe ich übrigens noch bei 12,40 USD eingekauft – meine Glaskugel hat hier also nicht funktioniert.

Nächste Katalysatoren für CTSO nachwievor:

  •  Vorschau auf die Jahreszahlen 2018 mit einem hoffentlich starken Q4 – erwartet für Anfang 2019
  • Zwischenergebnis der großen Endokarditis-Studie.

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Mich hat nebenbei die Grippe erwischt. Seit zwei Tagen gehe ich mit Fieber zur Arbeit und zähle die Stunden runter, bis ich im Bett bleiben darf. Morgen stecke ich den CEO bei meinem Appraisal an. Danach muss ich erst wieder am 07.01. auffe Zeche. Habe heute einen Mitstreiter zum Essen eingeladen. Er ist vier Jahre jünger als ich und kann relativ problemlos 160 Kilo „drücken“. Ganz stabiler Typ. Wir haben diskutiert, wie lange wir das Tempo der letzten vier Jahre gesundheitlich noch mitmachen können. Ich so: „zwei Jahre?“ Er so: „keine sechs Monate mehr.“ Sein Vater ist vor ein paar Jahren vier Wochen nach Renteneintritt an einem Herzinfarkt gestorben.

Weihnachten ist meine Tochter bei mir, und wir besuchen eine Tante und meine Eltern. Derweil suche ich noch nach einem Trick, die ganzen Stimmen und Sauereien aus 2018 aus meinem Kopf zu bekommen. Früher hätte ich gesagt, dass da eine Flasche Rotwein hilft. Aber irgendwie keine Lust/Kraft, mich zu besaufen.

Hoffe, ihr seid alle fit und habt ein paar schöne Tage!

9 Kommentare zu „Badehose dabei?“

  1. Zumindest mal von der Markttechnik könnte das reichen. Da sind recht starke Widerstände im Bereich um 6-7$, evtl. halten die den Kurs bis zu den nächsten Earnings soweit auf. Wenn die es da allerdings wieder nicht schaffen profitabel zu sein, sind auch ganz schnell wieder 3-4$ drin, gerade im aktuellen Marktumfeld.
    Btw. ist Deine Performance aufs Jahr nun mieser als meine und das obwohl ich einen recht sicheren (aber arbeitsintensiven) Ansatz fahre. 🙂
    Gute Besserung!
    Gruß frommi

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  2. Grob gesagt Valueinvesting und Markettiming/Trading (Optionen und Futures). Das wovon jeder abrät. Aber wenn man 20 Jahre lang auf Kurse starrt lernt man es irgendwann. 🙂 ( … oder geht pleite 😀 )

    Die lange Fassung ist das ich dauerhaft zu 100% in unterbewerteten Aktien investiert bin und Marktrisiken und Währungsrisiken hedge. Dabei bewerte ich Aktien nach dem NCAV Verfahren (Buffett/Graham Netnet`s) oder alternativ ermittle ich den fairen Wert eines Unternehmens anhand der Dividende und deren Wachstum (Mittelwert aus Gordon Growth Modell, historisch durchschnittliche EV/EBITDA Werte und der durchschnittlichen Dividendenrendite). Das zukünftige Wachstum was für die Berechnung kritisch ist beziehe ich in der Regel aus Analystenquellen, der Guidance des Unternehmens oder eigenen Schätzungen (meist auf Basis des freien Cashflows nach Abzug der Dividende multipliziert mit dem ROI das das Unternehmen auf diesem Cashflow erreichen kann).
    Darum investiere ich auch nur in Werten wo sich ein NCAV ermitteln lässt oder die eine wachsende Dividende zahlen. Alles andere ist quasi nicht in meinem Circle of competence. Portfolio besteht meist aus 25-30 Werten, die lt. meinen Spreadsheets am stärksten unterbewertet sind. (Und die Dividenden covern mittlerweile komplett meine Ausgaben.)

    Das Hedging basiert hauptsächlich auf technischer Analyse. (Widerstände und Unterstützungen, Fibonacci, Elliotwave-Analyse und Saisonalität). Dabei gehe ich in der Regel nur Risiken von 0.5% des Portfolios ein und ich versuche >1% Rendite pro Trade zu machen also ein Chance/Risiko-Verhältnis >2. Sobald ein Trade im Gewinn ist wird der Stop rigoros nachgezogen, so das ich meist nach ein paar Stunden bereits keinen Verlust mehr machen kann. (50% meiner Trades werden +-0 ausgestoppt)
    Meine Trefferchance hier liegt bei 60% und mein Profitfaktor bei 1.9. Das hat dieses Jahr auch 20% meiner Performance ausgemacht. Ich trade allerdings auch nur die Shortseite gegen das Portfolio so das meine Net-Exposure zwischen 0 und 100% liegt. Falls das jemand nachmachen will, Futures bitte ausschliesslich mit Stoploss handeln!! (Tradermacher-Kanal auf youtube ist eine gute Einleitung und die besten Elliottwaveanalysen macht http://studyofcycles.blogspot.com, http://caldaro.wordpress.com oder coolbiz1@coolbizone auf Twitter.)

    Ausserdem hedge ich im Sommer mit Puts auf den DAX, weil historisch die Rendite von europäischen Indices im Sommer besonders (1.5->31.10) niedrig ist und fast alle Crashs der letzten 100 Jahre im Sommer stattfanden. Da diese Saisonalität aber nicht in den Optionspreisen berücksichtigt ist kriege ich die Absicherung quasi umsonst. Aber es gibt natürlich keine Garantie das das auch in Zukunft so funktioniert.

    Nebenbei verkaufe ich noch Put-Optionen auf unterbewertete Dividendenaktien, die gerade stärker gefallen sind oder wo bald Earnings anstehen (Put Prämien kollabieren nach den Earnings) und ich die Aktien sowieso auch kaufen würde. Kaufe die Optionen dann aber bei 30-50% ihres Wertes zurück. (Dieses Jahr 32 Trades, keiner im minus, Rendite knapp 4% aber ohne Cashoutlay, also komplett auf Margin. (Maximal 15% Leverage falls ich doch mal ausgeübt werde) Der Trick hier ist alle oben genannten Faktoren zu kombinieren um die großen Loser zu vermeiden, die fast alle anderen Optionstrader irgendwann killen und auf keinen Fall die maximale Leverage überschreiten.

    Ich habe in meinen 20 Jahren an der Börse so ziemlich alles probiert, das sind die Sachen die hängen geblieben sind und bei mir funktionieren. Das heisst aber nicht das das bei jedem so ist, man muss einfach seinen eigenen Weg finden.

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  3. Respekt. Hört sich wild an aber du scheinst zu wissen was du tust. Ich wünschte mir mehr Zeit um mich in solche Themen einzuarbeiten.
    Hast du mal ein aktuelles Beispiel von deiner watchlist?
    Grüße
    Windsurfer

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  4. KMI und ENB sind z.b. in meiner Liste der Dividendenwerte aktuell ganz weit oben, bei den NCAV-Werten ist HKG:00398 Oriental Watch noch immer günstig. Aber bitte immer eigenes Research betreiben, ich hafte nicht für Verluste. 🙂

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  5. Hallo frommi,
    Oriental watch sieht interessant aus, wobei du bestimmt eine Erklärung für die sinkenden Unsätze und die gleichzeitige Gewinnexplosion hast. Werde mich über die Feiertage mal einlesen.
    Erstgenannte passen nicht in mein Beuteschema. Das ist mir zu heiss.
    Grüße
    Windsurfer

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  6. Die haben die Kosten stark reduziert, vor allem bei der Ladenmiete. Ich hoffe mal das die Umsätze nächstes Jahr nicht wieder so einbrechen, sonst wird der Kurs vermutlich wieder nachgeben.

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