CTSO und Schlangenbisse

Die BBC hat im Mai diesen Jahres von 81.000 bis 138.000 Todesfällen pro Jahr im Zusammenhang mit Schlangenbissen berichtet: https://www.bbc.com/news/world-asia-india-44253586

Nehmen wir die Mitte, sind das 110.000 Tote pro Jahr. Da die Mortalität „nur“ bei etwa 60,5 % liegt, verdoppeln wir die Fallzahl einfach mal und kommen auf rund 220.000 ernhafte Schlangenbissopferfälle pro Jahr.

Wenn man nachfolgender unabhängiger Studie vertraut, sinkt die Mortalität bei Einsatz des Filters auf etwa 21 %.

schlangen

Quelle:  https://www.ijmdat.com/wp-content/uploads/sites/3/2018/10/e158-Snake-bite-induced-sepsis.pdf

60,5 – 21 = 39,5 % weniger Tote bzw. ca. 86.900 gerettete Leben pro Jahr. Nebenbei: bei einem durchschnittlichen Einsatz von zwei Filtern pro Fall: 220.000 x 2 = 440.000 x 900 USD = 396 Mio USD jährliches Umsatzpotential.

🙂

 

 

9 Kommentare zu „CTSO und Schlangenbisse“

  1. Moin Garnix,

    mal wieder ein tolles Beispiel für die Einsatzmöglichkeiten und Chancen des Filters. Die Kurzstudie umfasst zwar nur 2 Fälle – aber eine Reduzierung der Mortalitätswahrscheinlichkeit von circa 60% auf circa 20% kann durchaus als bahnbrechend bezeichnet werden. Geht ja, platt gesagt, in eine ähnliche Richtung wie der Vortrag von Dr. Honoré aus Belgien (siehe Video bei Youtube) mit dem Selbstmordversuch via Venlafaxine-Überdosis. Giftcocktail im Körper, der schnell raus muss? Who you gonna call?

    Cytobusters!

    Oder so.

    In Bezug auf den Aktienkurs war die letzte Woche ein guter kleiner Test für die Seetauglichkeit des CTSO-Anlegermagens. Die Shorties müssen mit der Aktie ihren Heidenspaß haben. Ich konnte für mich persönlich jedenfalls feststellen, dass die Schwankungen mir (zum Glück) nichts ausmachen. Im Gegenteil: Wenn man einen kühlen Kopf behalten kann und langfristig denkt, dann bieten die Shortattacken sicherlich immer mal wieder Möglichkeiten, um ein paar Aktien im Sale abzustauben. Diesmal bin ich leider in dieser Hinsicht nicht zum Zug gekommen.

    Q3-Zahlen… Mal abgesehen davon, dass mir ein einzelnes Quartal herzlich wenig bedeutet, finde ich die Einordnung diesmal schwierig. Licht und Schatten. In Summe bin ich aber bei Dir: CTSO ist und bleibt auf einem guten Weg! Ohne jetzt zu sehr in die Tiefe zu gehen – hier mal ein paar Punkte, die mir aufgefallen sind:

    1) Salesergebnis im Q3 knapp niedriger als im Q2… Wenn man die Währungsschwankung rausrechnet, gab es sogar ein minimales Plus bei den Verkäufen. Alles kein Beinbruch, kann in den nächsten Quartalen alles schon wieder anders aussehen und zudem war das Q2 ja auch echt stark. Aber: Mir geht es noch immer so (ist bei Dir ja anders, dank Annabella), dass mir die „Ausrede“ mit den Temperaturen und ähnlichen Gründen gar nicht geschmeckt hat. Dafür hatte die Erklärung dann doch deutlich zu wenig Substanz. Scheint mir eher, als wären die (Direct-)Sales schlecht gelaufen und nun wurde halt geschaut, was denn ggf. eine Ursache sein könnte. Dass die Vertriebsmannschaft eben möglicherweise einfache mies performt hat (siehe unter 2.) sagt man in so einem Call natürlich nicht.

    2) Details bei den Saleszahlen… Wenn man in die Q3-Verkaufszahlen mal tiefer einsteigt im „10-Q“, dann sieht man im Quartalsvergleich von Q3/17 zu Q3/18 die folgende Entwicklung: Sales insgesamt von 3,45 Mio Dollar auf 5,10 Mio Dollar gestiegen (+48%). So weit so gut. Unterteil man dann in Directsales und Sales von Partnern wird es aber interessant: Die Directsales stiegen von 2,61 Mio Dollar auf 3,38 Mio Dollar (+29%). Die Sales von Partnern stiegen von 0,84 Mio Dollar auf 1,72 Mio Dollar (+105%). Diese Zahlen in der Relation kann man natürlich höchst unterschiedlich interpretieren. Meine Lesart? Das Vertriebsteam von Dr. Steiner hat sich – Temperaturen hin oder her und insbesondere vor dem Hintergrund des großen Personalaufbaus – in diesem Quartal nicht mit Ruhm bekleckert. Gelinde gesagt. Hier werde ich mir die kommenden Q4-Zahlen ganz genau anschauen und dann sehen, ob es ein Ausrutscher war oder ein Trend! Die Entwicklung der Sales durch Partner wiederum lässt mich mit der Zunge schnalzen. Hier scheint CTSO auf einem sehr guten Weg zu sein. Und es bekräftigt meiner Meinung nach auch, dass wir mehr und mehr vom Push- zum Pull-Produkt werden.

    3) Der operative break even wurde verfehlt. Ganz knapp… Hier kennst Du ja meine Meinung. Zum jetzigen Zeitpunkt eher nice to have. Es wird erwartet, dass die Q4-Sales allein schon saisonal bedingt steigen werden. Zudem sollte die Bruttomarge von derzeit 72% im Q3 weiter steigen, da im Q4 zum ersten Mal ausschließlich in der neuen Fabrik produziert wird. Bin mir sicher, dass wir an den operativen break even im Q4 einen Haken machen können…

    In Summe jedenfalls ein ordentliches Quartal.

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  2. Leute – Denkt bitte nochmal nach, wenn Ihr wie ein Wallstreet Online Neuling von „Shortattacken“, „Shorties“ und „leichtes Spiel“ schreibt.

    Erstens ist aktives Handeln nie „leicht“, sonst würdet Ihr mich alle von euren Villen aus im Paradies aus Grüssen.

    Zweitens fasst so gut wie kein professioneller Trader mit Geld einen solchen Microcap Bio Wert als „short“ mit der Kneifzange an.

    Es fehlt ganz einfach an Handelsvolumen und jede ausserboersliche Nachricht kann den Kurs dreistellig nach oben katapultieren.

    Die wirklichen Manipulatoren seid Ihr selbst, besser gesagt eure jeweiligen Mitinvestierten hier.
    Jeder der eine Aktie kauft, „manipuliert“ den Kurs.
    Und jeder Mitspieler der ebenfalls long ist, ist bei einem aktiven Microwert wie diesem dann euer Gegner. Er will genau wie Ihr zu einem höheren Kurs verkaufen.

    Falls es in dem Wort ein hohes Shortvolumen gaebe, wären das alles eure echten Freunde. Shortpositionierte sind aktuell schon short und Sie müssen alle irgendwann eindecken.
    Das heißt Aktien kaufen und damit tun Sie das was Ihr wollt.

    Also schöne Woche und entspannt bleiben.

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  3. Hallo, Maschinist.

    Bei 31,6 Mio Aktien liegt die aktuelle Short-Quote bei rund 8 % bzw. 2,5 Mio Stück. So viel zur „Kneifzange“. Dass da nicht 20 Hedgefonds draufhüpfen, ist irgendwie klar, aber das hat auch niemand behauptet. Im Gegensatz zu dir halte ich den Wert nahezu für ideal, um den Kurs entgegen der 100 % positiven Analystenmeinungen in merkwürdige Fahrwasser zu bringen. Geht mit relativ kleinem Geld und macht Mörderspaß. Siehe auch: https://garnixoderguru.com/2018/11/05/who-cares-about-fundamentals/

    Viele Grüße
    Garnix

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  4. Hallo, Dr. Kangaroo.

    Die Sorge um und der genaue Blick auf die Sales-Umsätze wird uns jedes Quartal begleiten. Wenn alles gut geht, bis zum Ende aller Tage. Mit etwas weniger Stress dann hoffentlich, wenn man erst mal satt im Plus ist.

    Wobei: ein amerikanischer Kollege, der knapp zehn Jahre dabei ist, ist zwischendurch schon mal von 1,7 Mio USD und 0,4 Mio USD zurückgefallen. Hartes Brot. Da ist schon viel Schmerzensgeld dabei, wenn es denn gut ausgehen sollte.

    Wegen den von dir völlig zu recht herausgestellten schwächelnden Direct Sales (+ 29 %): ein bisschen mehr „Color“ ist hier wirklich wünschenswert: so a la, dass man neue Vertriebskräfte erst mal drei Monate schult und den vollen Direct Sales Impact erst nach sechs Monaten erwartet.

    Wir sind also schon wieder sehr einig und müssen jetzt auf den Karl, den Internisten, frommi2 und unsere Freiheitsmaschine bauen, die die Fehler im Suchbild finden.

    Viele Grüße
    Garnix

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  5. Hallo Maschinist,

    vielen Dank für Deinen Kommentar. Insbesondere auch, weil ich Dich und Deinen Blog wirklich sehr schätze. Im Grunde ist Deine Freiheitsmaschine dabei das Yin zu Garnix Yang. Bei Betrachtung meiner Asset Allocation bin ich unter dem Strich auch deutlich näher an Deiner „konservativen“ Herangehensweise (derzeit 80%) als beim Harakiri von Garnix (derzeit 20%).

    Wobei Du recht hast: Ich kenne mich mit dem Thema Shortselling tatsächlich nicht in der Tiefe aus. Zum einen, weil es für mich keine Rolle bei den eigenen Anlagemöglichkeiten spielt – zum anderen aber auch, weil mich ein möglicherweise von Shortsellern betroffener Kurs durch die langfristige Betrachtungsweise nicht weiter stört. Außerdem wird es immer wieder auch eine Regression zur Mitte geben.

    Was ich weiß: Seit Anfang des Jahres ist das Shortvolumen bei CTSO von 1,3 Mio Stück für Stück auf inzwischen 2,5 Mio gestiegen. In Kombination mit dem niedrigen Handelsvolumen ist es also nicht sonderlich schwierig, aus so einer Position heraus den eh schon volatilen Markt zu bewegen. Ob sich das dann am Ende auszahlt? Keine Ahnung. Aber ein kleineres Auf und Ab kann man hier schon mit circa 5.000 Aktien verursachen.

    Was ich zudem als möglich betrachte: Bei CTSO sind die Sales momentan DIE entscheidende Kennzahl. Hier war das Q3 eher mittelmäßig, der Directsales-Anteil des deutschen Vertriebsteams als Teil davon sogar mies (siehe oben). Wenn jetzt jemand bei einem damaligen Aktienkurs von 14,xx $ rund um das ATH von dieser Entwicklung erführe – wie könnte man daraus wohl Kapital schlagen?… Das hört sich jetzt deutlich mehr nach Verschwörungstheorie an, als es tatsächlich gemeint ist. Aber ich gehe davon aus, dass zumindest die eine oder andere Tendenz frühzeitig durchgesickert sein könnte.

    In Summe denke ich, dass es (mal allgemein formuliert) Kräfte gibt, die sowohl die Möglichkeit haben den Kurs zumindest zeitweise zu bewegen und dies auch mindestens punktuell tun. Stört mich aber nicht – denn am Ende ist bei langfristiger Betrachtung, entgegen der kurzfristigen Betrachtungsweise von Jim Cramer, dann doch so, dass vor allem eines zählt: Die „fundamentals“ 🙂

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  6. …..ca.2,5 Mio. Stück …… Na Guru , dann frag doch mal Anabell ( ohne A )
    ob Sie nochmal die Hose runter lässt . Evt. für den Heiratsantrag ?????
    LG Det

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  7. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die meisten der 110.000 Todesopfer durch Schlangenbisse in Indien, oder Mittel – Südamerika verzeichnet werden. (Rein Spekulativ – kenne die Zahlen nicht. Aber in Industrieländern werden vermutlich weniger Schlangenbisse verzeichnet. Hüpft ja auch keiner im hohen Gras rum)

    Aber mal ehrlich, in diesen Ländern ist doch das Interesse eher gering ca. 900 Dollar für zwei Filter aufzubringen.
    Jetzt kommt die gute alte Hutbürger Frage. „Wer soll denn das alles bezahlen?!“

    Jährlich sterben ca. 8,8 Millionen Menschen an Hunger. Nebenbei: bei einem durchschnittlichen Einsatz von zwei Mahlzeiten pro Tag & Person: 8.800.000 x 2 x 365 = 6.424.000.000 x 2 USD = 12.84 Mrd USD jährliches Umsatzpotential. => Da muss ich investieren. Soviel Potential!

    Etwas makaber, aber ich glaub ihr wisst worauf ich raus will. Für mich hat diese Hochrechnung schon was von Pippi Langstrumpf.

    Gruß

    Bauerranger

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  8. Hallo, Bauerranger.

    Für zwei Filter müsstest du eher 1.800 – 2.000 USD kalkulieren. Tatsächlich gibt es ein paar Fallberichte aus Indien. War davon selbst überrascht und habe mich mit einem Kollegen mit indischen Wurzeln unterhalten: leisten könnten sich so was wohl eher Familienangehörige in Chennai oder Mumbai, von denen viele inzwischen Akademiker sind und Einkommen zwischen 12 – 20 kUSD im Jahr haben. Oder eben Familie irgendwo in Europa/USA, die dann die für die ländliche Verwandtschaft einspringen müssten.

    Wie auch immer: ein bisschen Pippi Langstrumpf ist da schon dabei. Das stimmt. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

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