Probewohnen II

Fünftägiges Probewohnen mit Freundin und Gespräche mit den Eltern waren gut. So gut, dass sich Tina nachts besoffen bei einem „Umfall“ einen Zahn ausgeschlagen hat. Am Samstag wurde daher schon mal der zahnärztliche Notdienst in der Gegend getestet, der den Zahn fachmännisch wieder verklebt hat. Und ich sag‘ noch: alles Alkoholiker da. Ansonsten waren wir aber sehr brav, haben Äpfel eingesammelt, Laub mit dem Rasenmähertraktor eingefangen und sind entspannt durch die angrenzenden Felder und Wälder geschlendert.

Aktueller Stand: ich werde mich um das Haupthaus kümmern und darin wohnen. Mäharbeiten und Laubgeschichten gehen auf meine Kappe. Die hunderte Meter an Hecken übernimmt jemand aus dem Ort (gegen Bezahlung und auf Rechnung der Eltern, die sporadisch das Gästehaus bewohnen).

Nächste Schritte:

1. Altes Haus:

  • Garten winterfest und halbwegs hübsch machen
  • Haus entrümpeln, putzen und polieren
  • Von außen streichen (ist weniger als es sich anhört) und ein paar Reparaturarbeiten (ca. 3.000 Euro Kostenaufwand)
  • Haus verkaufen

Timeline: am liebsten gestern. Realistisch bis Mitte nächsten Jahres.

2. Neues Haus:

  • Bezug ca. vier Wochen nachdem das alte Haus verkauft ist
  • Keine größeren und kostspieligen Umbaumaßnahmen und Investitionen bis ich 100%ig sicher bin, dass ich da längerfristig wohne

3. Wohnmobil:

  • Kauf / Bestellung etwa zum Zeitpunkt des Hausverkaufs.
  • Wohnmobil wird, so lange ich noch arbeite, von Montag bis Freitag in maximaler Arbeitsplatznähe geparkt. Frischwasser- und Stromkapazität sollten jeweils für fünf Tage ausreichen – ich bin dann quasi mit eigenem WOMO auf Montage 🙂

4. Geld:

  • Das Geld aus dem Hausverkauf dient der allumfassenden Schuldentilgung – keine Zins- bzw. Kapitalkosten mehr!
  • Der Rest wird entweder investiert oder aber als großzügiger Cashpuffer für fünf bis zehn Jahre Lebensunterhalt (150 – 300 k€) tagesgeldmäßig „angelegt“ – habe noch keine Ahnung, was ich hier letztendlich mache

5. Worst-Case:

  • Meine Eltern werfen mich raus oder ich gehe freiwillig
  • Übergang im Wohnmobil bis ich eine „tochternahe“ 3-Zimmer-Wohnung angemietet habe

Heimlich hoffe ich darauf, Ende 2019 depot-/cashseitig siebenstellig zu sein, bei 30 k€ Kosten.

So könnte das Budget nach Umzug, und so lange ich noch arbeite, aussehen.

fu1

fu2

Die reine Budgetverteilung für die nächsten Jahre sollte in etwa so aussehen.

fu4

Größter Posten ist und bleibt der Unterhalt. Gesamtkosten liegen mit Unterhalt bei 30 k€ p.a. Ohne Unterhalt bei 18 k€ bzw. 1.500 Euro pro Monat.

So ab 1,2 Mio Euro denke ich in Sachen Angestelltendasein ans Aufhören oder Reduzieren. Was ich noch für mich rausfinden muss: Höhe des Cashpuffers, mit dem ich mich sicher fühle. So 1,2 Mio Depotwert plus 300 k€ Cash wären gut, glaube ich.

8 Kommentare zu „Probewohnen II“

  1. Servus Garnix,

    den Zahn hätte man auch als böses Omen sehen können, aber ich gratuliere Dir zur richtigen Entscheidung.

    Ich weiß nicht ob ich das mit dem WOMO gemacht hätte, aber bei dem Haus gibt es ja wenn ich mich richtig
    erinnere auch einen emotionalen Hintergrund der es wert ist (sehe ich zumindest so).

    Genießt die Zeit im neuen Anwesen!

    VG
    Alex

    P.S. In ferner ferner Zukunft, wenn Deine Eltern nicht mehr sind und Du nur noch im WOMO unterwegs bist, hast
    Du das Anwesen immer noch als Homebase oder kannst es verkaufen.

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  2. Servus, Alex.

    Danke! Und der Zahn ist zumindest wieder an Ort und Stelle. 🙂

    Das mit dem emotionalen Hintergrund stimmt. Und so ein bisschen Peter Fox und Haus am See ist tatsächlich auch dabei. Wenn Geld keine Rolle spielen würde: das Grundstück ist perfekt – ich würde alles abreißen und irgendwas postmodernes da hinbauen (Haupt- und Gästehaus mit viel Glasflächen & Pool im Garten). Alle Bäume bis auf den Lieblingsbaum umsägen. Schöne Hecke, sonst nur Rasen und einen Mähroboter.

    Was das Wohnmobil betrifft: die Einsatzmöglichkeiten sind quasi unbegrenzt. Kann auch das perfekte Partymobil werden. Beispiel: bester Freund hat großen Kummer und großen alkoholischen frauennahen Getränkebedarf. Ich komme mit dem WOMO vorgefahren, dass wir möglichst barnah parken. Morgens machen wir die Lichter in der Bar aus, wackeln schön ins Wohnmobil und machen ein Schläfchen im Hubbett und/oder im Queensize-Bett. Und auch wenn die Tochter ihre Party-Gene entdeckt: das Partymobil steht für den Familienverleih bereit. Und wenn man zwischendurch vom Haus am See mal die Schnauze voll hat, parkt das „Fluchtauto“ direkt vor der Tür – kostengünstig und saugemütlich.

    Viele Grüße
    Garnix

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  3. Das hört sich doch gut an inkl. des Schuldeneleminierungsvorsatz ansonsten wäre es Eintausch Arbeitsstress gegen CTSO Korrekturstress. Stress muss weg! Der Markt musste dem Maschinisten dafür ein paar Mal in die Magengrube schlagen, bis er es kapiert hatte.

    Ins FIRE Budget kommt dann bei den meisten noch eine Krankenversicherung,

    Ein Wohnmobil für meine Familie bekomme ich auch seit Monaten nicht aus meinem Kopf.
    In Europa ein Traum. Solarzellen, Surfbretter& zwei Enduros hinten drauf und schon ist man an jedem Ort mobil und frei.

    Bei mir ist es die Schulpflicht meiner Kinder für die nächste Dekade, die das Ganze „spannend“ macht.

    Take care!

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  4. Hallo, Maschinist.

    WordPress kann dich übrigens nicht leiden. Musste deinen Kommentar schon wieder aus dem Spam fischen. 🙂
    Krankenversicherung regele ich wohl über einen „Midi-Job“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Midijob).

    @Wohnmobil: über den Daumen gepeilt, dürfte sich eine Anschaffung erst jenseits von 50 – 60 Einsatz-Tagen pro Jahr rechnen – vorher wäre eher Miete angesagt.

    @Schulpflicht: immer wenn meine Tochter (13) komische Noten schreibt, frage ich sie, ob sie nicht doch lieber auf die Hauptschule wechseln, eine Lehre machen oder ungelernt arbeiten will. Bin kurz davor, ihr für einen Wechsel sogar eine Taschengelderhöhung anzubieten. Nur so als Tipp. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

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  5. Hi Garnix und in dem Fall auch Maschinist,

    ich möchte hier ein Kommentar zu der Lobdudelei auf die Wohnmobile abgeben.
    Als mehr als 2 Jahrzehnte langer Nutzer mehrerer Wohnmobiles (immer im Besitz der Eltern) kann ich aus eigener Erfahrung berichten.
    1.) Die Qualität, auch bei hochwertigen Fahrzeugen, ist nicht zu vergleichen mit dem Leben in einem Haus oder Wohnung. Die Möbel, Sanitäranlagen etc hat eher Puppenhauscharakter, es sei denn man baut selber aus oder kauft sich ein Bimobil o.ä. für Preise eines kleinen Häuschens.
    2.) Das Parken, vor allem die Stellplatzproblematik hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Gefühlt sind in deutschen Innenstädten ¼ aller Parkplätze von Wohnmobilen und Campern belegt. Die fahren in den Ferien auch alle in Europa rum. Zunehmend auch in Norwegen/Skandinavien, wo man von der Fähre erstmal 2 Stunden in einer Kolonne losdüst. In südlichen Gefilden ist ein stehenbleiben ohne Campingplatz meistens immer mit einer längeren Suche verbunden, davon abgesehen, dass es oft nicht erlaubt ist. Stellplätze mit Meerblick etc sind eher was aus dem Prospekt oder immer mit mühseliger, längerer Suche verbunden. Der Zwang einen Campingplatz anzusteuern wird somit immer größer.
    3.) In Deutschland ist das „wilde“ campen/übernachten nicht gestattet.
    Hier mal was der ADAC dazu veröffentlicht:
    „Übernachten
    Selbst längere Ruhepausen unterbrechen die vorwiegende Nutzung eines Wohnmobils oder Gespanns zu Verkehrszwecken nicht. Eine einmalige Zwischenübernachtung zur
    Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit ist demnach zulässig. In
    der Regel geht man dabei von einem Zeitraum bis zu zehn Stunden aus. Natürlich darf beim Zwischenübernachten die Campingausstattung im Fahrzeug genutzt werden.
    Nicht zulässig ist dagegen mehrmaliges Übernachten am gleichen Ort – die Straße wird dann nicht mehr vorwiegend zu Verkehrszwecken genutzt. Ein längerer Aufenthalt darf nur auf Campingplätzen stattfinden,
    falls Städte und Gemeinden nicht bestimmte Plätze dafür freigegeben haben

    Klar, wo kein Richter, da kein Kläger, allerdings hat das Gesetz hier alles klar geregelt. Das übernachten ein paar Tage ist oft kein Problem. Aber man wird dann auch schon schräg angeschaut, es kommen Leute und fragen wie lange man bleibt, man fühlt sich dann nicht mehr wohl etc.
    4.) Ohne längerer Erfahrung mit einem Wohnmobil, dem Leben auf engstem Raum, die Erfahrung der Stellplatzproblematik oder Leerung des Wassertanks/Klo wenn es keine Sanitären Anlagen gibt, dem Hupen von Anwohnern Nachts dass man sich doch besser verbröseln soll, den kleineren Defekten im Innenraum, der Elektrik, des Fahrzeugs etc pp würde ich es niemanden empfehlen, sich so ein Teil für 70-100k anzuschaffen. Das kann dann schnell in Enttäuschung enden.

    –> Vorteile liegen klar auf der Hand, aber alles wie immer Zwei Seiten….

    Grüße

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  6. Hi, Glamping.

    Danke für deine „warnenden“ Hinweise. Selber mitreden kann ich tatsächlich erst, wenn ich das mal länger am Stück ausprobiert habe. Bislang kann ich nur sagen, dass ich mich sogar bei einem Mittagsschläfchen auf einem Kaufhausparkplatz sauwohl gefühlt habe. Die Stellplatzproblematik kann aber halbwegs stressig sein, das ist mir schon klar. Was ich so spontan als Gegenmaßnahmen zu deinen Anmerkungen sehe: außerhalb der Ferienzeiten verreisen und das ganze ggf. mit dem Konzept hier https://garnixoderguru.com/2018/01/07/trinity-study-vs-maximaler-wohnluxus/ kombinieren. Wenn man die Schnauze voll hat, einfach mal irgendwo ein bisschen länger einmieten.

    Viele Grüße
    Garnix

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  7. Hi garnix,

    das klingt doch alles recht durchdacht und gut an 🙂
    Freue mich schon auf deine Erfahrungsberichte bezüglich des Wohnmobils! Hast du dir schon Gedanken über
    die Größe, Preis, Ausstattung etc gemacht?
    Eine Frage hätte ich noch: Wie setzt sich der Punkt Einnahmen aus deiner Tabelle zusammen? Falls das alles aus deinem Angestelltenjob kommt: Hut ab ! In welchem Beruf/Branche bist du denn tätig?
    Viel Spaß im neuen Heim wünsche ich schonmal !

    Grüße,
    Cor

    PS: Falls du sowieso Gartenarbeit machen musst, pflanz dir doch ein paar kleine Obstbäume.
    Habe ich vor 6 Jahren gemacht, habe seit letztem Jahr Kirschen, Birnen und Äpfel en masse 🙂

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  8. Hi, Cor.

    @Womo: gute Frage. Preis-/leistungsmäßig ist „Carado“ ziemlich vorne (https://carado.de/de/modelle/teilintegrierte/queensbett-im-heck/T449) mit ziemlicher Vollaustattung und ohne zu verhandeln, käme man da so auf 65.000 Euro. In der neuesten promobil gibt es einen Dauertest, der sich ganz passabel liest. Ist aber nicht wirklich winterfest – wäre ansonsten für ein Neufahrzeug so meine Preisliga. Oder dann eben gebraucht in dieser Preisgegend. Oder CTSO wird übernommen und ich verdoppele das Budget einfach mal. 🙂

    @Job: sag ich (noch) nicht. Kommt irgendwann mal. Sorry! Ganz grob so die Ecke „Berater“.

    @Neues Heim & Obstbäume: eine meiner ersten Überlegungen war tatsächlich, alle Obstbäume umzusägen. Zu viel Arbeit, den Kram einzusammeln.

    Viele Grüße
    Garnix

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