Revolution

„Jede Generation braucht eine neue Revolution“, sagt Thomas Jefferson.

Wikipedia hilft uns mit der Definition: „Eine Revolution ist ein grundlegender und nachhaltiger struktureller Wandel eines oder mehrerer Systeme, der meist abrupt oder in relativ kurzer Zeit erfolgt. Er kann friedlich oder gewaltsam vor sich gehen. Es gibt Revolutionen in Herrschaftssystemen, in der Wirtschaft, in der Sozialordnung eines Staates, in der Technik und in der Wissenschaft.

Weil gerade Wochenende ist und ich entspannt im Bett liege, gehen wir in diesem Beitrag mal von einer friedlichen und sinnvollen Revolution aus. Sinnvoll meint hier, dass „eine bestehende Ordnung ihre positiven Züge verliert“ und dass eine mehr als graduelle Werte- und Richtungsänderung Sinn macht.

An dieser Stelle möchte ich relativierend meinen alten Kollegen Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi zitieren: „Alle denken nur darüber nach, wie man die Menschheit ändern könnte, doch niemand denkt daran, sich selbst zu ändern.“

Und der Meister der Pointe, Mark Twain, legt gleich nach: „Man kann die Welt oder sich selbst ändern. Das Zweite ist schwieriger.“

Schwierig ist gut. Butter bei die Fische. Wen oder was habe ich in den letzten drei, vier Jahren revolutioniert?

  1. Meine Haltung zu Viechern. Ich werde in diesem Leben keine mehr essen. Ledersitze und Lederschuhe gibt’s auch nicht mehr. Geht nicht. Der Erstickungstod von Fischen dauert übrigens im Schnitt so 13 Minuten. Also Fische in Butter auch nicht. Ist aus meiner Sicht ethisch unterirdisch. Einfach mal bei http://earthlings.de/ vorbeischauen. Wer vegane Sushi-Tipps braucht, kann sich gerne melden.
  2. Ich bin im Umgang mit anderen 90 Prozent menschlicher und friedlicher geworden und habe mir ein Sammelsurium an Techniken und Konzepten von Dale Carnegie, Marshall Rosenberg und Byron Katie angeeignet, das für mich Sinn macht und passt.
  3. Ich bin gerade dabei, unter die Philanthropen zu wechseln. So lange ich noch relativ stark verschuldet bin, halte ich mit größeren Geldspenden zwar noch zurück – bringe aber an fünf bis zehn meiner heiß geliebten Urlaubstage pro Jahr mein Wissen, meine Energie und meine Zeit in – für meine Begriffe – wichtige Themen ein. Meint: ich suche mir Leute, die sich mit einem für die Gesellschaft wichtigen Thema beschäftigen und schaue, ob ich hier und da mit meinem komischen Beraterwissen weiterhelfen kann.
  4. Status-Konsum geht mir inzwischen sonstwo vorbei.

Viva la revolution! 🙂

ps_
Die ersten paar Minuten des nachfolgenden Videos sind urkomisch. Eine vermeintlich erwachsene Ärztin regt sich bis an die Schlaganfallgrenze über ihre Mutter auf. Nach zwei Minuten brechen alle in Gelächter aus.

 

7 Kommentare zu „Revolution“

  1. Oho , schwierige Fragen , die on the Way , beantwortet werden müssen ………….
    Kleine Revoluzerkunde durch Nachwuchs………. ICH , als FLEISCHFRESSER , freue
    mich immer auf MEIN Stück ( wenn auch selten ) FLEISCH , was meine Tina , immer
    von dem Schlachter unseres Vertrauens mitbringt ( NUR ÖRTLICH , BLAA und BLUBB ) .
    Leider ist auch Nachwuchs unter die Revoluzer gegangen , jedoch TOTAL anders , wie
    das früher bei mir abgelaufen ist . Kommt da eher durch die Hintertür . Mit so kleinen
    Sticheleien und TOTALVERWEIGERUNG . Kannste einfach NICHTs machen ………………..
    Ich merke jedenfalls , wie ich immer MEHR VERLIERE , meine Tina sich dem Nachwuchs
    anpasst , irgendwie der Schlachter meines Vertrauens , immer weniger angelaufen
    wird , der Kühlschrankinhalt sich immer mehr auf Alnatura und son Quatsch umgestaltet .
    SOOOOOO geht Revoluzertum HEUTE ……………………………………………………………………………………

    Naja , das HERRSCHAFTSSYSTEM über den Kühlschrank , musste ICH , leider bereits
    abgeben . NO WAY OUT . Und ich dachte immer noch , ICH bin doch eigentlich , der
    Erziehungsberechtigte ………und HERSCHER im HAUS , über Kühlschrank u.s.w. …..Hmmmmm……………………, selbst die Fernbedienung für den Fernseher musste
    ich abgeben . Tja irgendwie auch loooooooosing Control …………………………………………..
    Zumindest meine Gartenliege , konnte ich noch vor dem Revolutionspack retten……..
    wie lange mir das wohl noch gelingt , bis auch da die Revolution mit dem Sport und
    Fitnessgedanken , durch die Hintertür , EINZUG hält ?????
    Da fällt mir noch son Spruch mit dem Geisterfahrer ein , Radiodurchsage : Vorsicht ,
    EIN Geisterfahrer auf der Autobahn ………………. ICH : Wieso EINER ???

    Du siehst , soooooooo sehen Verlierer aus…………………………………………………………………..
    ( Aber ETWAS habe ich auch gewonnen , einen starken , willensmächtigen Nachwuchs ,
    ich freue mich jedenfalls immer über die Gewinner der Revolution , auch wenn ich
    dann zu den Verlierern gehöre und die eigentliche Revolution durch die Hintertür kam )
    Zu 4) noch . Geht mir zwar NICHT sonstwo vorbei , aber was soll ich machen ?????
    ICH wurde revolutioniert, Bande ……………………………………………………. ( Ich freue mich !!! )

    Schönes Wochenende

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  2. Hi, Det.

    Nur kurz wegen den Viechern noch mal: irgendwo gibt es ein Fernsehbeitrag, in dem eine Familie mit zwei kleinen Kindern sich ein Kalb kauft, ihm einen Namen gibt und quasi zum Teil der Familie macht. „Fridolin“ steht beim Bauern schön auf der Weide, wird von der Familie zweimal die Woche besucht, gekrault und geherzt. Der Vater erklärt der Kamera, dass das Rindvieh immer super gut drauf und wie schön sein Leben ist. Sobald Fridolin genug Fleisch auf die Waage bringt, tritt er seinen letzten Gang an, und es gibt Schnitzel satt, die dann gleich doppelt gut schmecken, weil Fridolin ja glücklich beim Schlachter angeliefert wurde.

    Ich für meinen Teil sitze dann irritiert vorm Fernseher und frage mich, ob man diese Logik nicht auch in einem Strafverfahren aufgreifen könnte. „Herr Richter, der Totschlag ist unstrittig. Mit dem Hinweis, dass das Opfer Zeit seines Lebens am Starnberger See – erste Reihe mit Seeblick – ein glückliches Leben hatte, ist mein Mandant aber moralisch und faktisch frei zu sprechen.“

    Müsste man mal ausprobieren.

    Viele Grüße
    Garnix

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  3. Hallo Guru, mich interessiert Dein Philanthropen-Dasein. Wie findest Du die Projekte, die Du unterstützt? Nutzt Du irgendwelche Plattformen oder sind das Themen, über die Du zufällig in der Presse liest und direkt die Ansprechpartner kontaktierst. Finde ich gut, was Du machst und hätte hier gern ein paar Anregungen.

    Schöne Grüße BioInvestor

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  4. Hallo BioInvestor,

    eine Plattform kenne ich dazu keine. Und es ist auch noch reichlich früh für mich, anderen Tipps in dieser Sache zu geben. Sei’s drum. In meinem ersten „Fall“ habe ich per Email einen Kontakt hergestellt, ein, zwei Sachen nachgefragt und ein, zwei Vorschläge gemacht, weil ich das Thema wichtig und unterstützenswert fand. Danach kam dann mein Angebot, ohne jedes kommerzielle Interesse und auf eigene Kosten als Berater aufzutreten. Quasi sich live aber völlig unverbindlich zu beschnuppern und zu schauen, ob ich mit irgendwelchen Konzepten, Methoden, Workshops, Trainings oder Coachings helfen kann. Darauf folgten ein paar Telefonate, eine Vertraulichkeitserklärung und ein erstes Treffen. Bis jetzt macht es für beide Seiten Sinn und mir viel Spaß.

    Viele Grüße
    Garnix

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  5. Sorry Guru , aber das wollte ich damit nicht sagen . Mir ist schon bewusst , das ich
    egal ob am Starnberger See , oder in Cloppenburg , es IMMER mit einer Viehtötung
    zu tun habe . Das nehme ich als Fleischfresser , billigend in Kauf . Auch wenn meine
    Tina , immer den Fleischer ( Vor ORT ) des Vertrauens nimmt . Ich persönlich , würde
    nichtmal darüber nachdenken , sondern als SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT verstehen ,
    das irgend ein VIEH , sein Leben für die FÜLLUNG meines Tellers , lassen muss .
    War schon IMMER so , wird auch m.M.n. IMMER so bleiben , außer die Revolution ,
    setzt sich DAUERHAFT durch .
    Und bei MEINER Herrschaft über den Kühlschrank , hat zu meinen Leidwesen , halt
    die REVOLUTION durch die Hintertür , durch Nachwuchs verursacht , bereits voll durchgeschlagen . Damit muss ich scheinbar leben .
    ICH WURDE ALSO REVOLUTIONIERT ( Zumindest für das Herrschaftssystem Kühlschrank ) .
    Wenn dann die REVOLUTION auch an meiner Gartenliege klopft , werde ich wohl
    notgedrungen AUSWANDERN müssen .

    LG Det

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  6. Ey Det,

    wir kennen uns ja nicht und was du schreibst ist meist auch in Ordnung. Aber BITTE, *in Gottes Namen* lass die Finger von der CAPSLOCK-Taste beim Schreiben. Das ist super, super anstrengend zu lesen und macht keinen Spaß. Da du inzwischen hier viel kommentierst und ich hier viel lese, stolpere ich immer öfter drüber, sodass ich nun diese Bitte einfach loswerden musste…
    Ist nicht bös gemeint, tut aber echt in den Augen weh :/

    Freundliche Grüße

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