Der Frugalist in mir

Der Frugalist in mir weint. Ich bin gestern morgen im Halbschlaf auf dem Weg zur Toilette gegen eine offene Sodastream-Wasserflasche gestoßen, die vor dem Hintergrund meiner Sparbemühungen im September selbstverständlich nur in eine Richtung fallen konnte. Richtung: Notebook-Tastatur. Das Ding war gerade mal 14 Monate alt, hat wunderbar funktioniert und war heiß geliebt.

Die Häfte der Tasten funktioniert nun nicht mehr. Nach sechs Stunden des Weinens und der Recherche kam ich dann zu folgendem Ergebnis: das alte Notebook wird mein neuer stationärer Rechner mit Anschluss an einen großen Monitor und Bluetooth-Tastatur usw. – und es muss ein neues Notebook her.

Blöderweise habe ich mich an leichte Ultrabooks gewöhnt. Kleiner als 14 Zoll, so leicht wie möglich und mit einem ordentlichen Akku. Die Kandidaten sind dann entsprechend hochpreisig. Macbook Pro, Lenovo X1 Carbon und so was. Geworden ist es aber ein DELL XPS 13 aus der neuen 9370er Reihe. Kosten: knapp 1.200 Euro.

Blöd auch: ohne Handy oder Notebook bin ich wie amputiert. Ich kann dann nicht drei Monate warten, bis irgendwo die richtige Prothese im Angebot ist. Dementsprechend humpele ich los und besorge Ersatz. Geht nicht anders. Jedenfalls ist mir noch nichts besseres eingefallen. Den Gedanken, dass das ein intergalaktisches Zeichen ist, das mir ein Leben ohne Notebook nahe legt, habe ich jedenfalls nach zwei Minuten verworfen. Der digitale Detox muss noch auf mich warten.

Ansonsten ist mein Vater gerade 75 Jahre alt geworden. Meine Tochter hat ihm ein großes Ölbild gemalt. Dazu gab’s noch ein neues Navi. Bin mit unter 200 Euro davongekommen, und er schien zufrieden.

Im Oktober wird die Mutter aller Mütter 70 Jahre alt, ich glaube, das wird teurer.

Im November hat „There is no alternative“ Geburtstag. Mein Vorschlag, dass wir uns vor Geburtstagen und sonstigen kostspieligen Terminen immer mal kurz trennen, wurde abgelehnt.

An den Dezember will ich geschenke- und geldtechnisch gar nicht denken.

Diesen Monat fahre ich privat noch nach Berlin und mit der Tochter eine Woche nach Paris.

Ohne unter falschem Namen in Alaska (oder so) unterzutauschen, wird das schwer mit dem September-Plan.

18 Kommentare zu „Der Frugalist in mir“

  1. @Christian Das wäre Versicherungsbetrug und nichts anderes. Wenn man seine Sachen selbst kaputt macht, dann muss man dafür eben auch selbst gerade stehen…

    @Guru Danke für die unterhaltsamen Artikel. Wenn das alles so stimmt (auch dein CV), dann scheinst du ein sehr erlebnisreiches Leben zu haben – Glückwunsch dazu und viel Erfolg auf deinem weiteren Weg zum persönlichen Ziel!

    Gefällt mir

  2. @Guru wenn das nur Wasser in der Tastatur ist, sollte sich das doch wieder fixen lassen? Mal bei dem PC-Mac deines Vertrauens nachgefragt? Meist muss ja nur das Wasser wieder komplett aus dem Notebook raus. Anders ist das bei Cola oder so…

    Gefällt mir

  3. Hi Christian,

    jetzt, wo du es sagst…

    Nee, ich war es, glaube ich, doch. Trotzdem danke für die Tipps. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

    Gefällt mir

  4. Hallo, Michael.

    Ich habe so den üblichen Kram versucht und war auch eher optimistisch, dass das wieder wird. War aber nicht so. Anfang des Jahres habe 370 Euro für die gleiche Reparatur am Mac meiner Tochter bezahlt und auch noch ewig gewartet. Das wollte ich mir in diesem Fall nicht antun. Immerhin werde ich es ja weiterbetreiben können (am Monitor und mit Bluetooth-Tastatur).

    Viele Grüße
    Garnix

    Gefällt mir

  5. @felixlange:

    – Haftpflichtschaden melden, den man selbst verursacht hat – ja, das wäre Versicherungsbetrug.
    – Hausratschaden melden, den man selbst verursacht hat – nein, das wäre kein Versicherungsbetrug.

    Man muss halt schauen, was die Hausratversicherung abdeckt.

    Gefällt mir

  6. Hallo garnix,

    bin erst am Wochenende auf deinen Blog gestoßen und hab ihn mir mal zur Gänze zu Gemüte geführt. Ich habe also alles noch recht präsent. Ein Thema sind ja die Ausgaben und jetzt gerade mal wieder die Geschenke. Geschenke an die Kinder sind so eine Sache, scheinen ja jetzt eher Reisen mit der Tochter zu sein. Das läuft irgendwie extra. Ihr scheint mir ja nun auch alle gut zu verdienen, auch die Eltern. Ist natürlich jetzt auch ein runder Geburtstag, und der Großteil der Menschheit ist nun mal im Dezimalsystem gefangen und wird auch nix anderes kennen lernen. Aber was passiert denn wenn’s mal kein „gekauftes“ Geschenk ist? Ein Navi für jemand, der wohlhabend ist? Ehrlich? Ich meine zusammen kochen oder keine Ahnung was, wird deine Beziehung mit dem jeweiligen gegenüber nun auch nicht unter 70% fallen lassen, oder?

    Gruß
    daeda

    Gefällt mir

  7. @Guru Mac und Nicht-Mac-Reparatur sind aber 2 verschiedene Paar Schuhe. Oder war das auch ein Mac?

    Naja, wenn er sich weiterbetreiben lässt, passt ja alles. Warum kaufste nicht das gleiche Modell nochmal in gebraucht? Scheint dich ja zufrieden gestellt zu haben und wenn das auch hops geht, kannste aus beiden kaputten ein ganzes bauen (lassen) 😉

    Als Geschenk empfehle ich ganz einfach mal Escape-Room. Sind nicht teuer (wenn die Gruppe groß genug ist), macht einen Heidenspaß und fördert gleichzeitig die Beziehung… absolut empfehlenswert!
    …oder löst Guru das alleine in 10 Minuten und die andern hassen ihn, weil er ihnen den Spaß nimmt? xD

    Gefällt mir

  8. Hallo, daeda.

    Schön dass du da bist. Danke fürs Durcharbeiten des ganzen Krempels hier. Wenn ich Fragen zu meinem Leben habe, komme ich jetzt zu dir. 🙂

    Also. Wie du weisst: Ich führe ein Haushaltsbuch in Banking4. Da gibt es die Kategorie „Geschenke“, die unterteilt ist in die Personen, die Geschenke von mir bekommen: Großneffe, Eltern, Freunde, Freundin, Kinder meiner Freundin, Kollegen, Cousine und meine Tochter. Dann gibt es da auch noch die Kategorie „Urlaub“, die wiederum unterteilt ist in: Alleine, Freundin und Tochter. Will sagen: Geschenke sind Geschenke und Reisen sind Reisen. Wenn ich beispielsweise mit meiner Tochter eine Woche nach Paris fahre, weil sie sich das wünscht, verbuche ich das unter Reisen mit Tochter. Wenn ich meiner Freundin zum Geburtstag ein paar Tage in Paris schenke, verbuche ich das unter Geschenke Freundin. Keine exakte Wissenschaft also. Für die Sparquotenberechnung aber letztlich auch uninteressant.

    Ansonsten gibt es geschenketechnisch einfach ein paar Daueraufträge: jeweils 500 Euro an Geburtstag und Weihnachten an die Tochter (die davon primär Aktien kauft) und einen Dauerauftrag im Januar für das jeweilige Jahr an Geschenken für die Kinder meiner Freundin. Da gibt es folgenden „Trade-Off“: sie hat vier Kinder, ich habe ein Kind – also 4 – 1 = 3 und für jedes Kind jeweils 50 Euro zum Geburtstag und zu Weihnachten = 3 x (50 +50) = 300 Euro. Dazu noch ein Neffe. Alles wiegesagt per Dauerauftrag. Macht 500 + 500 + 300 + 100 Euro = 1.400 Euro fix an Geschenken.

    Alle anderen bekommen per se nix. Außer ich habe gerade eine gute Idee oder es ist ein runder Geburtstag und man sieht total doof aus, wenn man nix schenkt.

    Das Navi ist der Witz des Jahrhunderts, weil mein Vater im Prinzip ein x-tausend Euro teures Navi im Auto, das er aber nicht so gut findet.

    Naja. Bin bei dir. So die perfekte Lösung habe ich aber noch nicht.

    Viele Grüße
    Garnix

    Gefällt mir

  9. Hallo, givemeanameffs.

    Wir hatten die gleiche Idee: einfach noch mal kaufen. Gab für mich aber nicht das passende Angebot. Morgen kommt jetzt das DELL XPS 13, das ganz gut sein soll: https://www.youtube.com/watch?v=aozQNhV1FQw

    Gute Idee mit dem Panic-Room, die gibt es hier um die Ecke, und ich war noch nie da. Das machen wir. Danke für den Tipp.

    Viele Grüße
    Garnix

    Gefällt mir

  10. Hmm die 500 Euro für die Tochter sind schwer einzuordnen, sind ja eigentlich Investment und nicht wirklich Geschenk. Das könnte man ja auch reduzieren ist ja nun mal ein Geschenk und kein Lohn. Gibts da vllt nen buchhalterischen Trick 😉 Ich hoffe mal Dell hat seine Verarbeitung inziwschen im Griff, hatte ein XPS 16 das ist aber schon paar Jahre her, sah super aus hat sich dann aber langsam zerlegt. Tastatur defekt, Rahmen verzogen, Lüfter sehr laut von Anfang an und das Notebook wurde wirklich sehr warm. Habe danach dann ein MacBook Pro 13″ gekauft, natürlich stolzer Preis aber die Verarbeitung ist einfach irre gut. das Metallgehäuse ist sehr stabil, da wackelt und klappert nichts, den Lüfter hört man die meiste Zeit auch nicht. Hoffe du hast Glück mit dem XPS

    Gefällt mir

  11. Moin Garnix,

    Ich hab das mit den Geschenken für die Kinder der Freundin nicht ganz verstanden (nicht, dass es so wichtig wäre, aber vielleicht lern ich ja etwas): Sie hat 3 Kinder mehr und deshalb schenkst du nur dreien etwas und eins geht leer aus?

    Viele Grüße

    Gefällt mir

  12. Hallo, daeda.

    Die 500 bzw. 1.000 Euro im Jahr stehen meiner Tochter zur freien Verfügung. Die gleiche Summe bekommt sie noch mal von meinen Eltern und obendrauf bekommt sie aktuell 900 Euro Taschengeld p.a. Warum auch immer, den allergrößten Teil legt sie in Aktien an, was ich natürlich gut finde und unterstütze. Keine Tricks. 🙂

    Das Dell XPS 13 9370 ist heute gekommen. Dachte auch nicht, dass ich noch mal zu Dell zurückkehre, aber schauen wir mal, ob die ganzen positiven Berichte stimmen. Ist übrigens Alu und Carbon.

    Viele Grüße
    Garnix

    Gefällt mir

  13. Moin, schaudio.

    Wenn wir unterstellen, dass alle Kinder gleich viel bekommen, müsste ich ihr 400 Euro und sie mir 100 Euro überweisen, macht dann unter dem Strich eine Überweisung in ihre Richtung in Höhe von 300 Euro. Sie kauft davon dann übrigens irgendwelche Geschenke.

    Viele Grüße
    Garnix

    Gefällt mir

  14. Hallo Garnix,
    wie zufrieden bist Du mit Deinem neuen Dell, sofern man das nach so kurzer Zeit schon sagen kann? Ich stehe auch kurz davor, mir ein neues Gerät zuzulegen, und finde es etwas schade, dass kein USB A-Port verbaut wurde. Wie sinnvoll findest Du bei einem Laptop ein Touch Display und lohnt das den Aufpreis?

    Vielen Dank für die Empfehlung!

    Gefällt mir

  15. Hallo, Art.

    Das erste ist hier und da eingefroren und wurde von mir innerhalb von 14 Tagen umgetauscht. Das zweite, ein Dell XPS 13 9370 2018 silber, Core i7-8550U, 16GB RAM, 512GB SSD, Windows 10, ist für meine Begriffe sehr gut. Habe nix zu meckern. Die verbauten USB Typ-C Ports sind genial, weil du auf beiden Seiten des Notebooks Anschlüsse hast und somit auf beiden Seiten auch das Ladekabel anschließen kannst. Das ist für mich zumindest sehr praktisch. Verwende das Notebooknetzteil auch, um mein Samsung Smartphone zu laden. Ansonsten: FullHD reicht völlig und Touch Display will ich nicht (habe sowas meiner Mutter mal besorgt und nie benutzt – Scrollen mit der Zwei-Finger-Technik macht für mich mehr Sinn).

    Was mir wichtig ist: leise, kompakt & leicht, trotzdem gute Tastatur, annehmbare Lautsprecher mit ordentlicher Lautstärke und ein möglichst gutes und großes Display. So weit ich weiß, ist der Bildschirmrand bei diesem Gerät extrem klein. Gehäuse ist wohl aus Alu und Tastatur ist wohl von Carbon eingerahmt. Bezahlt habe ich im Rahmen einer 19 % Rabatt-Aktion so was um die 1.370 Euro. Aktuell notiert die Kiste bei 1.580 Euro. Schon happig. Aber ich würde es mir wieder kaufen, wobei es natürlich noch ein bisschen früh ist – so von wegen Langzeitqualität. Habe da schon doofe Sachen mit Dell erlebt (lange her).

    Viele Grüße
    Garnix

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s