Dividendenzahler – ja oder nein?

Ich hatte diesen Artikel schon mal für fünf Minuten veröffentlicht, musste ihn wegen ein paar Betrachtungsfehlern noch mal überarbeiten. Jetzt müssten Logik und Zahlen halbwegs passen.

Sollte ich aus Rendite- und Steuererwägungen eher auf Dividendentitel setzen oder aber auf Titel, die nicht ausschütten?

Plastischer: Christel und Günther Schablonski sind beide 60 Jahre alt und haben es gottweißwie geschafft, im Jahr 2018 1,6 Mio Euro zusammenzuraffen. Die finanzielle Unabhängigkeit winkt. Christel ist ein Fan von Dividendenzahlern. Günther vermutet, dass diese renditemäßig von Nachteil sein könnten. Er hätte lieber nicht ausschüttende Titel im gemeinsamen Depot. Wer hat Recht?

Wir unterstellen dabei folgende Parameter:

  • Wir unterstellen ein jährliches Wachstum der Investments von 7 %
  • Im Durchschnitt schütten die Dividendentitel 35 % ihres Gewinns aus
  • Steuer und Freibeträge sind die üblichen Standardwerte
  • Investitionssumme sind 1,6 Mio Euro
  • Kapitalbedarf pro Jahr initial 30.000 Euro
  • Inflation bei 2 %
  • Wann immer das Entnahmeziel pro Jahr überschritten wird, wird das überschüssige Geld mit einem einmaligen Kauf mit Gebühren in Höhe von 7,50 Euro wieder angelegt

Was wir in dieser Betrachtung außen vor lassen sind innerbetriebliche Steueraspekte. Man darf davon ausgehen, dass die Steuerlast von ausschüttenden Unternehmen höher ist bzw. dass diese Unternehmen steuerlich weniger Gestaltungsspielraum haben als Unternehmen, die eben nicht ausschütten und ihre Gewinne reinvestieren.

Christel Schablonski hatte keinen Bock, sich auf diesen Aspekt einzulassen. Sei’s drum. Schauen wir mal nach, wie die beiden dastehen, wenn sie Christels Dividendenstrategie folgen:

divzahler

Zwischenergebnis: mit den genannten Parametern haben die beiden nach 20 Jahren einen Depotwert von 4,208 Mio Euro auf der Uhr stehen. Klingt gut.

Günther, der alte Querulant, gibt aber keine Ruhe. Wir benutzen die gleichen Parameter – verändern nur die Dividendenausschüttung von 35 % des Unternehmensgewinns auf 0 %. Und entnehmen Brutto jeweils den erforderlichen Betrag, um den jährlichen Kapitalbedarf zu decken (einmaliger Verkauf zu 7,50 Euro Gebühren).

nodiv

Nach 20 Jahren liegt Günther mit 4,338 Mio Euro Depotwert um immerhin 130 k€ vorne.

Christel kommentiert: „Ist ja kaum ein Unterschied. Und Unternehmen, die Dividenden ausschütten sind nach meinem Dafürhalten irgendwie etablierter und solider. Ich fühle mich da wohler.“

Günther: „130.077 Euro sind kaum ein Unterschied? Du hast ja nicht mehr alle Latten am Zaun. Den eigentlichen innerbetrieblichen Steuer- und damit Renditeeffekt haben wir übrigens außen vor gelassen. Du kannst ja machen, was du willst, aber mein Anteil kommt jedenfalls in nicht-ausschüttende Unternehmen, du dumme Nuss.“

Kurz darauf trennen sich die beiden wegen unüberwindlicher Glaubensansichten. Günther reitet auf einem Leihpony alleine in den Sonnenuntergang. Christel bleibt vor Ort und schreibt Fanbriefe an Alexander.

Ich esse derweil noch eine Einschlaf-Pizza und wünsche trotz der Trennung von Christel und Günther allen ein schönes Wochenende.

26 Kommentare zu „Dividendenzahler – ja oder nein?“

  1. Bravo! Und nun das Ganze bitte nochmal mit volatilen Märkten. Szenario 1: Direkt nach Anlage der 1,6 Mio kackt der Markt innerhalb von 3 Jahren um insgesamt 45% ab um sich danach statt mit 7% mit 12% wieder nach oben zu bewegen.
    Szenario 2: Der Markt entwickelt sich zunächst weiterhin prächtig (5 Jahre lang 12% statt 7% Wachstum) um dann wie in Szenario 1 einzubechen bevor er sich wieder erholt.
    Szenario 3: Der Markt bricht erst in 10 Jahren ein. Ansonsten wie oben.

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  2. Eigentlich muß man nicht viel rechnen und die Exceltapete bläst den einfachen Sachverhalt nur auf, insbesondere durch den hohen Depotstand in den letzten Jahren. Die Differenz ist ungefähr die Steuer auf den Betrag, den man zwangsweise ausbezahlt bekommt und wieder anlegen muß. Und wer schenkt dem Staat schon gern Geld? Die Kapitalkosten sind dagegen vernachlässigbar.
    Die Dividendenstrategie ist (abgesehen von den innerbetrieblichen Aspekten) in allen Jahren nicht schlechter, in denen die Dividenden den Kapitalbedarf nicht übersteigen. Das Problem ist einfach, dass das sehr schlecht ist, wenn man noch in der Aufbauphase für das Depot ist und selbst gut verdient. Und eine Umschichtung in Dividendenwerte kurz vor Wechsel in den Ruhestand ist aus steuerlicher Sicht genauso Unsinn.
    Zusätzlich sei noch der Hinweis erlaubt, dass ohne weiteres steuerpflichtiges Einkommen die Versteuerung über Splittingtarif (Günstigerprüfung) wesentlich billiger wäre, als die 25% Pauschalsteuer + Soli. Das betrifft aber beide Varianten. Erst ab ca. 100000 Euro liegt der Grenzsteuersatz für ein Ehepaar über 25%, von absehbaren Tarifanpassungen in den nächsten 20 Jahren mal ganz abgesehen.

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  3. Hi Doc,

    C. hat recht – viel Excel für wenig Sachverhalt: mehr als ein Vergleich, ob, wann und wie sich Dividendenzahler negativ gegenüber „Nicht-Dividendenzahlern“ auswirken, soll das nicht sein.

    Ergebnis: wie von C. richtig ergänzt – ob in jungen oder fortgeschrittenen Jahren – wann immer du Dividenden erhältst, die du nicht unmittelbar für deinen Lebensunterhalt benötigst, ist das doof, weil es deine Investitionssumme um die eventuell gezahlten Steuern reduziert.

    Viele Grüße
    Garnix

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  4. Hi, C.

    Danke für die Ergänzungen und den Hinweis auf die jüngeren Semester, die das natürlich erst recht betrifft.

    Viele Grüße,
    Garnix

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  5. Hallo CTSO Wunderkind.

    Ein Bug:
    Der Sparerfreibetrag (801/1602 Euro) gilt fuer das Einkommen (in diesem Fall die Dividenden) und nicht fuer die Steuer auf die Dividenden. Das heisst die Ersparnis ist fast viermal kleiner als in Deiner Tabelle.
    Es gilt die gleiche Logik wie z.B. beim Grundfreibetrag fuer alle Steuerzahler. Dieser gilt auch auf das Einkommen selbst (aktuell 9.000 Euro im Jahr) und nicht auf die Steuer auf dieses Einkommen.

    Rechnerisch:
    Bei der zweiten Version mit Verkauf der Anteile ist die wirkliche Steuerbelastung noch geringer als bei Dir, da ein guter Teil des Wertes der Aktien immer die urspruengliche Anlagesumme war. Und diese wird ja beim Verkauf nicht besteuert, sondern nur der Kursgewinnanteil. In Deiner Rechnung war der urspruengliche Anlagewert des Depots Null Euro. Sowas geht nur bei CTSO 🙂 aber nicht bei einem breitgestreuten Depot.

    Take care und ich hoffe CTSO rockt weiter!

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  6. PS: Der extreme Vorteil von Dividenden eines Gesamtmarkt ETF ist die 100%ige Sicherheit, dass das Geld nie ausgeht, wenn man mit dieser Summe als Privatier auskommt, da keinerlei Anteile verkauft werden muessen und Dividendenzahlungen im Gegensatz zu Aktienkursen auch in der Rezession verblueffend konstant bleiben.

    Im Gegensatz zu Einzelaktien ist bei einem Gesamtmarkt die Dividendenausschuettungsquote immer deutlichst kleiner als 100% (meistens ca. 35-50% je nach Wirtschaftsraum). Das heisst, selbst wenn daraus einzelne Unternehmen bankrott gehen und vom Markt verschwinden, kompensieren die anderen das mehr als ueber.

    Ich weiss, Du magst (noch) keine Gesamtmarkt ETF. Warren Buffet weisst auch hier den Weg:

    Du musst nur einmal reich werden!

    Mehr als >100% des eigenen Depots in einen Small Cap Biotechwert, klappt statistisch oft einmal und vielleicht auch zweimal. Aber fuenfmal in Reihe klappt das fast garantiert nicht.

    Dann wieder von vorne anzufangen waere ein grosser Jammer, wenn bei Dir hoffentlich bald das zweite Komma zur Anzeige des Depotvermoegens benutzt werden muss.

    Reich bleiben ist dann angesagt, sagt Warren.
    Aendere Deine Webadresse nach diesem Lauf in „Sailing Guru“ und hoer auf Warren.
    🙂

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  7. Hallo, Maschinist.

    Danke dir für die Hinweise. Bin einverstanden, möchte das aber nicht in Excel abbilden. Ich finde den Artikel inzwischen auch eher doof. Naja, sagen wir mitteldoof.

    Danke für die CTSO-Wünsche! 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

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  8. Manchmal klingt das fast so, als hieltest du meine ausgefeilte Wertpapierstrategie für ein bisschen gewagt. 🙂

    Im Ernst: ich kann dir konkret noch nicht sagen, welche Strategie ich fahre, sollte das Depot mal siebenstellig sein. Aber fünf, sechs Werte und ein paar Säcke voll Cash dürfen das dann schon sein. Ansonsten darf ich jetzt mal meine 13jährige Tochter zitieren, die viel klüger ist als ihr Vater. Auf die Frage, zu welchem Kurs sie ihre CTSO-Aktien hergibt, sagt sie: „Nicht unter 150 US-Dollar.“ Und dabei hat sie nicht mal mit den Wimpern gezuckt.

    Danke nachwievor für deine Anteilnahme und Sorge!

    Viele Grüße
    Garnix

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  9. Tja , ich dumme Nuss , bleibe wohl mit meinen kleinen Zusatzrenten ,
    dann irgendwie zurüüüüüüüüüüück , egal ….?….?…..?………………..
    Hauptsache die Zusatzrente kommt , von irgendwas muss Mann
    ( das ) Jahr (über)leben.

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  10. NEE NEE , das hast DU vermutlich falsch verstanden . ICH (VER) BRAUCHE MEINE
    RENTEN , die Bar Div. Zusatzrenten , die kleinen Mieteinkünfte , JEDEN MONAT
    WIEDER NEU , um SIE EINFACH ZU VERBRAUCHEN .
    Wie die letzten ca. 25 bis 30 Jahre auch . Ärgern , auf KEINEN Fall , da bereits
    alles die letzten 25 bis 30 Jahre , VERBRAUCHT !!! Ich hoffe auf weitere 25 bis
    30 Jahre langweiliges VERBRAUCHEN . Incl. etwas rebalancing .

    Da hoffe ich ja für Dich , das Du VIELE weitere Geburtstage so wie GESTERN ,
    feiern kannst ( +6% ??? an einem Tag ??? Also incl. den Gewinnen von z.B. CTSO ) .
    Ich habe solche Gewinne , jedenfalls , nur ÄUSSERST SELTEN . Glückwunsch dazu .
    ( Wenn doch mal solche Gewinne , dann IMMER nur ungeplant , und unerwartet )
    Da haben sich die Krupp Eier , ja scheinbar mal ausgezahlt ( wenn auch nur auf
    dem Papier , da ja nur Buchgewinne ) . Bei mir ist das wohl eher langweiliger .
    Von irgendwas muss MANN ja leben ( FRAU auch ) . Für wieviele Personen , sind
    denn DEINE 30k p.a. ( also 2,5k/mon. ) gerechnet ??? mit/ohne Inflation ???
    mit/ohne Steuer ??? , mit/ohne KV/PPV ??? , mit/ohne Kapitalstock-Verbrauch ???
    mit/ohne Arbeit ??? ( Rebalancing macht auch Arbeit !!! einige sagen auch Hobby dazu )

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  11. Hi, Det.

    Die grobe Richtung und in freier Anlehnung an die Trinity-Studie: bei 1,2 Mio Euro Depotvolumen, Schuldenfreiheit und einer Entnahmerate von 3 % könnte ich vor Steuern 36.000 Euro im Jahr entnehmen. Dazu einen Minijob mit Krankenversicherung und ein abbezahltes Häusschen. Das wäre so die Ecke, an der ich nachdenken könnte, ob mir das reicht.

    Viele Grüße
    Garnix

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  12. Sorry , aber habe ich wohl noch nicht so richtig verstanden .
    Bei 1,2 Mio , müsstest Du doch bald sein , aber ich habe noch immer nicht verstanden
    für wieviel Personen das denn gedacht ist ???
    Mit 450,00 Euro Minijob und KV , wird das aber m.M.n. eher NIX oder Quasi GARNIX .
    Da müsstest Du ggf. m.M.n. nochmal NEU drüber nachdenken . Oder wollte Tina eh
    noch weiter arbeiten gehen ??? ( So wie MEINE Tina , Die will auch nicht wechhhh )
    Ich denke mit ca. 900k bis 1,2 Mio. ( je nach Wohnwunsch ) könnte das für eine Person
    bescheiden reichen . Bei ganz bescheidenden Wünschen , ggf. auch für 2 oder 3 Pers. .
    In den letzten 25 bis 30 Jahren , habe ich aber 3,3% für eher passender gehalten ,
    aber 3% passt natürlich auch , dann bleibt ja auch noch ein wenig Luft .
    Aber im Grunde , schon eine relativ gleiche Ansicht auf den notwendig vorhandenen
    MINDEST-Deckungsstock . Die Verteilfrage , würde ich aber unter verschiedenen
    Gesichtspunkten , halt doch für Existenziell halten .

    PS , CTSO ist natürlich echt der Hammer . Wenn Du sowas öffter unter einen Stein
    vorkramen kannst , solltest Du dir über ggf. einen notwendigen Kap. Stock ggf.
    auch nur weniger Sorgen machen müssen ( Nur meine bescheidene Meinung ) .
    Also vom meiner Seite , jedenfalls RESPEKT für die Krupp Stahl Dinger .

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  13. Hi , Det.

    Mein Netto-Depotwert hat sich nach zwei Jahren von 0 auf 410 k€ bewegt. Da will ich nicht meckern. 🙂 Zu den 1,2 M€ fehlen also noch 790 k€. Das ist ja noch ’ne ordentliche Strecke. Von daher kann ich mir alles noch reiflich(er) überlegen. Mit 1,2 M€ Nettodepotwert plus abbezahlten Häusschen für 400 – 500 k€ wäre das ein Networth von 1,7 – 1,8 M€. Ich verdiene ja ganz ordentlich und ob ich damit kündige, kann ich dir heute noch nicht wirklich sagen. Gefühlt eher bei einem Networth jenseits der 2,5 M€. Schwer zu sagen – hängt auch von meiner Gesundheit und meinem beruflichen Stresslevel ab.

    Tina kocht ihr eigenes Süppchen, verdient gut usw. – Das Geld müsste also primär für meine Unterhaltsverpflichtungen gegenüber meiner Tochter (ca. 12 k€ p.a.) und mich und mein Leben reichen.

    Viele Grüße
    Garnix

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  14. Hallo Garnix
    ( Ist das überhaupt noch die richtige Anrede ??? )
    Ich finde , das ist doch eine extrem starke Leistung , etwas Glück gehört sicherlich
    auch dazu , aber die Tacken im Job zusammenzukratzen , ist selbstverständlich
    eine Leistungsbezahlung ( MEISTENS JEDENFALLS ) .
    Für mich , sieht das jedenfalls alles nach einen Plan aus . Selbst wenn Du HEUTE Save
    gehen würdest , wäre , wenn ich alles richtig gelesen habe , ca. 709k , plus die
    Rentenansprüche , die Du ja scheinbar noch nicht mitgezählt hast ( Für MICH , auch
    immer wichtig ) . D.h. Hütte bezahlt , und ca 2 bis 300k über . Für mich , würde das bei
    meinen kleinen Ansprüchen , jedenfalls schon mal , einen Freudensprung auslösen .
    D.h. , im Grunde , doch bereits ( Pflicht ) Ziel erfüllt , jetzt kommt die Kür .
    Also selbst mit einen Networth von 7XX k , wirst Du bereits über dem Durchschnitt
    liegen . Wenn DU immer mal wieder in der Lage ist , zwischenzeitlich einen Stein
    umzudrehen , um daraus wenigstens ab und an mal ein paar Euronen zu ziehen ,
    würde ich mir , in der Situation , relativ wenig Gedanken machen .
    Also NOCHMAL , bereits JETZT, GLÜCKWUNSCH . M.M.n. solltest DU , aber noch
    irgendwelche SICHERUNGEN einbauen ( evt. Stop loss mit weitem Abstand ???
    DONT LOOSE ) damit der einmal errreichte Stand , zumindest für einen Teil ,
    gesichert ist .
    Ich bin ja n.w.v. von 30/30/30/10 überzeugt und hat mich die letzten 25 – 30
    Jahre , recht entspannt , leben lassen . Aber immer wieder rebalancen , notwendig .

    Aber mit der Hütte , habe ich das wohl noch nicht verstanden , soll nun verkauft
    werden um in 14 m2 umzuziehen ( wollte ich auch , MEINE Tina aber nicht , Die
    ist aber die Eigentümerin der Hütte und soll natürlich mit in 14 m2 umziehen ,
    also warten …….) . Da ist übrigens die Kreditaufnahme , auch nicht der INFLATION
    ( bei Dir ) zu unterwerfen , die Inflationsbelastung hat nämlich der Kreditgeber .
    Da wird der Kredit , auch immer weniger Wert . Nur mal so als bescheidenen
    Gedanken .
    Ich werde das spannenden Experiment , jedenfalls noch ein wenig mitverfolgen .
    Danke für die Einsichtnahme .

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  15. Hallo, Det.

    Garnix passt noch gut, finde ich. Vor allem weil „Guru“ ganz schön bekloppt klingt. Danke für die Aufmunterung – aber ich wähne mich schon noch im „Pflichtprogramm“.

    @Sicherungen: ist wiegesagt noch ein bisschen zu früh für mich, auf die Bremse zu treten. So lange ich meine Benchmarks schlage, bleibe ich auf dem Gas und gebe mir größte Mühe mit der „Due Diligence“ meiner Investments. Aber zu deiner Beruhigung: meine Eltern haben Immobilien im mitlleren siebenstelligen Wertbereich, die ich nebenbei mitbetreue und die mir teilweise auch schon überschrieben wurden (die ich aber wegen Nießbrauch der Eltern unter den Tisch fallen lasse). Rentenansprüche lasse ich, wie du schon herausgefunden hast, in meinen Betrachtungen auch außen vor. Kann also sein, dass ich mir im Vergleich zu anderen, die sowas nicht haben, ein höheres Risiko erlauben darf.

    @14m²: die Überlegung ist, mein Haus (150 m², 500 m² Grundstück, Wert 400 – 500 k€) zu verkaufen, Konten alle glatt stellen, bisschen Cash (100 k€) flüssig zu halten, den Rest zu investieren. Wohnen könnte ich sehr günstig in einem der Häuser meiner Eltern – so was wie 3 Zimmer, 100 m², Dachterrasse, pflegeleicht, bisschen in der Pampa. Das wäre so eine Art Homebase und Postadresse. Dazu ein 50 k€ Wohnmobil, mit dem ich, ohne zu wissen, ob und wann ich zurückkomme, in Europa auf Achse bin. Das lustige dabei: ich bin alles andere als ein Camper-Hippie. Und eventuell ist das die größte Schnappsidee aller Zeiten. 🙂

    Darf ich fragen, wie alt du bist?

    Viele Grüße
    Garnix

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  16. Klar darfst Du , 52
    Ich denke jedenfalls , insbesondere bei deinen jetzt mit angefügten RANDBEDINGUNGEN
    sieht das NICHT nach dunklen Wolken aus . Zieh einfach einen weiten Stop loss , nach ,
    Abstand 50% ??? und verlier nicht alles ( Wäre doch schade drum ) .

    14 m2 , Schnappsidee ??? Warum ??? , Hafen doch scheinbar auch vorhanden .
    Ich würde mich eher fragen , wie TINA das sieht , die Frage mit deiner Tochter ,
    hast Du ja bereits geklärt . Ich mache mir übrigens fast die gleichen Gedanken ,
    aber meine Tina , will vermutlich ( noch ??? ) nicht . Also warten……………………………
    Und für deine weiteren Betrachtungen , würde ich , insbesondere für die 14 m2 Frage
    mal eine WORST CASE Betrachtung machen . Da würde ich vermuten , schaffst DU es
    bei relativ bescheidener Lebensweise , eh nicht mehr , die Kohle zu verpulvern .
    Da würde sich bei MIR , eher die Frage stellen , ist der MEHR an LUXUS , das MEHR
    an BELASTUNG , wirklich WERT ?????

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  17. Tina hat die optimalen Maße für ein Wohnmobil (klein und handlich) und hat schon vor mir von „Tiny Homes“ geschwärmt. Das passt also. Nur mit dem Segeln wird das mit ihr nix: sie muss sich schon übergeben, wenn sie nur ein Segelboot sieht. Daher der Schwenk Richtung Wohnmobile, die immerhin auch nicht so hundsgemein teuer sind wie die Segeldinger.

    Was den Zeitpunkt betrifft: schauen wir mal. So ein paar Felle muss ich schon noch einsammeln und ins Trockene bringen – vielleicht weniger für mich als vielmehr für die Tochter, die partout und gegen meinen Vorschlag nicht die Schule verlassen und eine Lehre anfangen will. Habe sie vor zwei Wochen (im Spaß) mal gefragt, ob sie nicht die Schule verlassen und eine Stelle annehmen könnte – so als Verkäuferin in der Bäckerei, um hin und wieder einen Muffin für ihren Vater mitgehen zu lassen. Hat sie total abgelehnt. 🙂

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  18. Hehe, das kommt mir irgendwie bekannt vor. Meien TINA ist da ähnlich veranlagt. Segelboot, forget it. Egal wieviel Scopolamin ich vorschlage. Zum Glück oder leider ist sie von Cats doch recht angetan, leide rkosten die Dinger gleich mal das doppelte, da muss also noch einiges den Rhein runter fliessen….
    Da unser Parasit etwas jünger als bei garnix ist haben sozusagen auch noch ein bisschen mehr Zeit. So mit 18 könnte ich mir vorstellen sie auch mal hier zu lassen und ganzzeitig in schöneren gefilden zu weilen.
    Und da käme ich Deiner 14m2 Idee recht nahe, eine kleine base hier, eine andere in Spanien und dann entweder eine zugedröhnte tina auf einem cat oder ein schickes VI wohnmobil.
    mal schauen

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  19. Tja Guru ( da m.M.n. Garnix , nicht mehr passt ) wie soll ich sagen ,
    ich bin scheinbar VVVVVIIIIEEELLLLLLL langweiliger .
    Und vermutlich auch etwas bescheidender . Wie gesagt , 1 bis 1,5k/mon. ist für mich
    GENUG . Alles an MEHR , macht mir NUR Arbeit und ist es m.M.n. nicht WERT .
    Achso , und beim Thema Arbeit , fällt mir noch ein , MEIN WOMO , würde wohl auch
    etwas anders aussehen und wäre eher selbstgemacht . Quasi mehr Autark
    ( z.B. wie Lila Kuh , oder eher noch , der “ NEUE “ Hermann ) Also 10 bis 20k für die Basis
    30 bis 80k für den Aufbau ( dann aber vermutlich als Shelter ) um auch ein frei stehen ,
    bei Bedarf , zu ermöglichen , je nach AUSBAUSTUFE . Aber selbst da , bin ich mir noch
    nicht sicher , ob es nicht ein VW Bus / VITO ( WENDIGER / SCHNELLER ) auch macht .
    ( z.B. Westfalia Kepler one 2017 / NICHT SIX oder MB Jules Verne ) Manchmal ist ja
    WENIGER , auch MEHR . Ich sagggggg nur “ SOCKEN “ .
    Dir weiterhin viel Erfolg .

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  20. Christel/Guenther: Steuern ab 60: Wenn keine weiteren Einkommen dazu kaemen (Renten, Unternehmertum, Angestelltsein), sind die Freibetraege wesentlich hoeher (wie C. schreibt), d.h. erst ab Rentenbeginn (63/65/67?) wuerde die 25% KASt und ggfls Soli greifen (ggfls Guenstigerpruefung bei kl. Rente).
    vgl. Berechnungen bei M. (war bestimmt zu demuetig, es oben zu verlinken?): https://freiheitsmaschine.com/2018/04/26/investmentsteuerreformgesetz-2018-kapitalertragsteuer-guenstigerpruegung-steuer-deutschland/
    Guenther (Thesaurierende ETFs): nur der Kursgewinn-Anteil ist zu versteuern! Von den 1,6Mio sind ja, wenn sie ueber die Zeit angespart wurden, zB 40-60% Kursgewinnanteil und der Rest Sparanteil.
    Alternativ: bei 1,6 Mio aus Immo/Unternehmensverkauf/Lebensversich und Anlage in Thesaurierer ist am Anfang so gut wie nix zu versteuern, da ja kaum Kursgewinne auf der Uhr sind!
    Thesaurierer und der Crash …: ja, 1-3 Jahresausgaben kann man sich Cash hinlegen, um die schlimmsten Baissen erstmal auszusitzen / nicht zu viel aus dem gefallenen Kapitalstock entnehmen zu muessen.
    Entscheidend sind eh‘ nur die ersten 8-12 Jahre der Entnahmephase, danach „kann nix mehr passieren“ (weil sich der Kapitalstock schon wieder verdoppelt hat und weniger Geld „bis zum Tod“ noetig ist).
    Und der bestaendige, sichere Malus von Dividendenwerten ist i.d.R. – rein rechnerisch – groesser, als eine (sehr seltene) laengere Entnahme aus Thesaurierern in Draw-Down-Zeiten.
    Falls richtige Katastrophen: rettet dich keine der Strategien.
    Falls normal – bzw wie in der juengeren Vergangenheit unserer immer globalisierteren Wirtschaft – sind Draw-Down-Phasen viell. nicht mehr so lange wie ab 1929 oder in den 1960ern? (2000-2003, 2008-2009, ???)
    Gute theoret. Ueberbauten dazu bei Olivers Entnahme-Serien (https://frugalisten.de/von-den-zinsen-leben-entnahmestrategien/) oder in Englisch, statistisch auf hohem Niveau bei Karsten (https://earlyretirementnow.com/).
    Letztendlich ist es aber so: bist du schon reich oder hast du grosse Sparraten ist es egal, ob du mit Dividenden-Strategien einen steuerlichen Nachteil erfaehrst; es ist dir wurscht, weil sowieso zu viel Geld …
    Bist du dagegen Klein- oder Mittelsparer und es geht um den effizienten Aufbau des Kapitalstocks, bzw zum Ausreizen des letzten Quaentchens, ist es sinnvoll eine Kursgewinn-Leiter mit versch. ETFs/Depots aufzubauen und diese revers zu entsparen (Anteile mit wenig Kursgewinnen zuerst konsumieren) und so durch Ausnutzung aller Freibetraege die Steuern auf Kursgewinne so weit wie moeglich in die Zukunft zu verschieben.

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  21. Hallo, MrM.

    Eigentlich doof wie sehr man sich nach „There Is No Alternative“ richten muss. Meine kocht dafür tolle Suppen. Wenn man mir eine gute Linsensuppe (oder so) kocht, bin ich für vieles bereit. 🙂

    Ansonsten: ich weiß von einem sehr geschickten „Life-Hacker-Staatenlosen“, der sich an seinen vier favorisierten Orten jeweils eine Wohnung gemietet hat – dank seinem Geschick zu ortsüblichen Einheimischenpreisen. Danach hat er die Buden mit ein bisschen Geld, Geschmack und Spucke schön gemacht – und davon dann noch schönere Fotos bei Airbnb reingestellt. Drei Monate ist er jeweils vor Ort, die anderen neun Monate sind die Buden gegen ordentliches Geld vermietet, während er in einer seiner anderen Wohnung lebt. Die Vermieter spielen offensichtlich mit. Die Prozesse inkl. Schlüsselübergabe und Reinigung sind ordentlich standardisiert. Bei Airbnb lässt er automatische Skripte laufen, die ihn zum Super-Host gemacht haben. Alleine von der Idee und vor allem dieser Umsetzung kann er schon leben. Schöne Idee, weil es halt so gut wie kein Kapital bindet.

    Viele Grüße
    Garnix

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  22. Hi, Det.

    Falls du den noch nicht kennst, kannst du dir mal „Expedition Happiness“ anschauen. Die haben einen Schulbus sehr ordentlich umgebaut. Ganz schöner Film.

    Wir klingen langsam wie alte Hippies. Scheiße. 🙂

    Viele Grüße
    Garnix

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