Segeln

Familie aus Texas mit vier Kindern und „Diktatoreneltern“ sind seit zwei Jahren auf großer Segelreise und gerade dabei, von einem Segelboot auf einen Katamaran umzusteigen. Keins der Kinder wollte mitkommen. Anbei ein paar ganz erfrischende Ansichten zum Thema Erziehung.

Noch eins zum Thema Geld. Guter Mann!

8 Kommentare zu „Segeln“

  1. Guten Morgen Garnix,
    na, da musst Du Dich aber entscheiden, Womo oder Kat? Segeln fand ich auch lange Zeit ziemlich reizvoll, bin dann ein paar mal auf diesem Kat mitgesegelt:

    Mein Fazit: Echt geil, macht Spaß, aber irgendwie nichts für mich auf Dauer. Wenn man damit wirklich die Welt kennen lernen möchte, sieht man sehr, sehr lange sehr, sehr viel Wasser. Super für Urlaube mit Buchten- oder Inselhopping, aber für den Alltag nicht meins. Bin auch nicht ganz seefest 😉 Die Kosten sind auf jeden Fall auch ein Argument, so ein Kat kostet gebraucht schnell 200k, mit einem Womo ist man schon für 1/4 der Summe dabei. Unterhaltskosten stehen in ähnlichem Verhältnis zueinander.
    Wir sind also beim Womo gelandet, aber nur für längere Urlaube zum Überwintern oder im Sommer mal kurz um die Ecke, auch nicht zum dauerhaften Wohnen.
    Was planst Du, was kannst Du Dir vorstellen?

    Gruß aus Entenhausen!

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  2. Hi duckly,

    @Womo vs Kat: ich war vor zwei Jahren mit meiner Freundin auf Pico (irgendwo im Atlantik), um dort mit ihr zu segeln bzw. sie auf ihre Seetauglichkeit zu testen. Bevor wir überhaupt aus dem Hafen raus waren, hat sie schon alles vollgekotzt. Sie war sehr tapfer – ging aber gar nicht. Mit Freundin wird es also ein Womo. Ohne Freundin wäre es ein Kat.

    Unsere präferierte Lösung habe ich übrigens hier beschrieben: https://garnixoderguru.com/2018/01/07/trinity-study-vs-maximaler-wohnluxus/ – viele Links zu den Beispiel-Häusern funktionieren nicht mehr… ggf. selber mal rumstöbern via: https://www.engelvoelkers.com/de-es/immobilien/haus-mieten/

    Je nach dem, was ein separiertes „Luxus“-Depot hergibt, mieten wir uns im Idealfall irgendwo ein ganzes Jahr ein, erleben alle Jahreszeiten, lernen die Sprache und ein paar Nachbarn kennen – Kinder und Freunde sind herzlich eingeladen. Wenn man sich jedes Jahr eine andere Gegend oder ein anderes Land vornimmt und selbst davon irgendwann die Schnauze voll hat, weiß man aber irgendwann wahrscheinlich, wo man hingehört und wo es einen hinzieht.

    Zur Überbrückung, wenn die Mieterei nicht nahtlos klappt, gibt es das Womo oder eine Homebase-Wohnung in Deutschland (nix großes und pflegeleicht).

    Was planst du?

    Viele Grüße
    Garnix

    ps_
    Wegen Kat und ganz viel Wasser: eine Atlantiküberquerung bekommt man so in 18 Tagen hin – so ein bisschen Abenteuer und Ungewissheit würde mir ganz gut gefallen.

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  3. Moin Garnix,
    das mit dem separierten Wohn-Depot hatte ich gelesen, aber ehrlich gesagt nicht für Deine konkrete Planung gehalten. Hast Du nicht selbst „Milchmädchenrechnung“ drunter geschrieben? Also doch eher dicker BMW statt Seat Mii :-)?
    Meine Planung sieht zumindest deutlich bescheidener aus, wir wohnen schon jetzt in einer kleinen Dreizimmerwohnung in einem meiner Häuser und das Womo wird genutzt, um den Winter etwas abzukürzen. Haben wir die letzten Jahre schon ansatzweise ausprobiert, könnte gut funktionieren: 6 Wochen Urlaub November/Dezember in Portugal oder Griechenland, 6 Wochen mit dem Flieger nach Hause, Womo parkt im Süden, Weihnachten und Sylvester mit Familie und Freunden verbringen, deutschen Winter im Januar erleben zum Abgewöhnen, Februar/März dann wieder 6 Wochen zurück ins Womo.
    Mehr als 6 Wochen am Stück in der Kiste wäre uns zu langweilig, daher die Aufteilung. Die letzten Winter war nur Zeit für jeweils 4-5 Wochen im Womo, wegen Job. Dauerhaft in ein anderes Land wollen wir nicht, gefällt uns 9 von 12 Monaten eigentlich ganz gut hier.
    Klingt nicht sehr spannend, ich weiß, aber ich bin ja auch nicht angetreten, mein Leben radikal zu verändern. Nur die 8 Stunden tagsüber im Büro haben mich genervt!

    Gruß und schönes Wochenende, ugly duckly

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  4. Moin Duckly,

    sorry für die späte Reaktion und danke für dein Feedback.

    Aaaalso. Du bist ja quasi ich schon „auf der anderen Seite“, demnach viel weiter und kannst jetzt schon aus der Erfahrung konkret sagen, was zu dir/euch passt. Viel mehr als Modelle und Ideen teilen, kann ich ja im Moment noch gar nicht. Deutschland ist natürlich richtig gut und ein anspruchsvoller „Benchmark“.

    Woher meine Lust kommt, Deutschland mal „loszulassen“ und ein Jahr oder länger weg zu sein, weiß ich gar nicht. Vermutlich hätte ich gerne die Zeit, irgendwo mal tiefer einzusteigen und eine Gegend, Menschen, Kultur, Sprache besser oder „richtig“ kennenzulernen. Vielleicht kann man das auch kombinieren: das Womo als Expedititions-Fahrzeug, um damit einen besonderen Ort auszusuchen.

    @BMW vs Seat: Autos sind mir wirklich egal. Also müsste es eher heißen: Womo vs. Wohnluxus. Mit der Freundin zusammen haben ich einen Stall voll Kinder/Freunde, die eher schwierig im Womo unterzubringen wären. So ein Häusschen mit ein, zwei Gästezimmern wäre da praktisch. Und ich fand und finde die Idee, dafür ein „Luxusdepot“ vom Rest zu separieren gar nicht so doof. Wenn die Rendite irgendwann nicht passt, gibt es dann eben keinen oder weniger Luxus bzw. mal ein Jahr in Asien oder so. Ich behaupte, dass das ganz spannend und abwechslungsreich sein könnte. Vielleicht nicht für jeden das passende. Jung genug sind wir, glaube ich, noch, das auszuprobieren. Und nach Hause kann man ja immer noch.

    Eine „Homebase“ zu haben – so was wie eure Dreizimmerwohnung – ist natürlich ideal. Irgendwann brauchen die Eltern oder sonstwer auch mal Hilfe… oder man muss irgendeine Lücke überbrücken.

    Könntest du logistisch/verwaltungstechnisch wegen deiner Immobilien denn überhaupt länger weg sein?

    Viele Grüße
    Garnix

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  5. N’abend Garnix,
    so wirklich „auf der anderen Seite“ bin ich ja noch nicht, lasse gerade erst meinen Job mit einer Dreitagewoche bis Ende des Jahres ausklingen. Daher bin ich besonders daran interessiert, was andere in der Phase finanzieller Freiheit tun oder sich eben vorstellen könnten zu tun. In der FF-Bloggerszene finde ich dazu kaum etwas, was mir vorbildtauglich erscheint: Die meisten machen einfach so weiter wie bisher, gehen in der Regel weiter ihrem Beruf nach oder betreiben ihren Blog als Berufung (mit Büchern, Seminaren etc.). Bei den Seglern oder Wohnmobilisten bin ich da schon eher fündig geworden, da gibt es einige, die das zu Ihrem Lebensstil gemacht haben.
    Als ich meinen Job frisch gekündigt hatte und die vermeintlich frohe Nachricht im Kreis von Freunden und Familie kund tat, gab es übrigens nur einen – selbst Typ Lebenskünstler -, der mir dazu gratuliert hat. Der Rest reagierte eher verhalten bis besorgt.
    Dass Du Neues und Fremdes ausprobieren willst, kann ich gut nachvollziehen, auch wenn es nicht mein Weg ist. Hoffentlich schreibst Du dann hier weiter!
    Du hast natürlich recht, schon wegen meiner Buden könnte ich das gar nicht, zumindest nicht für längere Zeit.
    Wie alt sind eigentlich die Kinder deiner Freundin? Sind die dann schon raus aus der Schulpflicht?

    Neugierige Grüße, U.D.

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  6. Guten Abend, D.,

    gutes Auge für Details! 🙂

    Also meine Tochter würde mich aktuell ziehen lassen, sobald sie 16 ist (in drei Jahren). Bedingung wäre, dass wir uns mindestens viermal pro Jahr sehen. Sie findet die Vorstellung, dass ihr Vater ein paar gute Gegenden auskundschaftet ganz gut. Vor allem wenn sie mich jederzeit besuchen kann.

    Auf der Seite meiner Freundin finden sich drei Töchter, von denen die jüngste in fünf Jahren mit der Schule fertig sein dürfte. Die beiden anderen in drei bzw. vier Jahren. Dann gibt es noch einen Sohn, der noch rund acht Jahre zur Schule gehen wird – aber latent bis offen östrogengenervt ist und öfters mal davon spricht, zum Vater zu ziehen. Bis die Schule durch ist, haben die Kinder aber im Prinzip das Sagen. Da wird alles nur in Rücksprache und mit Einverständnis gemacht. Wenn es auf ihrer Seite einen Ticken länger dauert, darf ich schon mal die Vorhut spielen.

    @Freunde und Familie: mein Ex-Trauzeuge war mit 40 durch, saß dann zu Hause und hat sein Geld verwaltet. Einmal pro Jahr ging es zum Spartarif in der Nebensaison für zwei Wochen nach Fuerteventura. Das wirkte auf mich von außen betrachtet wahnsinnig passiv und eintönig. Habe mir also auch sowas wie Sorgen gemacht und mir für ihn eine Aufgabe gewünscht – so nach dem Motto: „das kann es ja jetzt nicht gewesen sein.“ Ist vermutlich eine normale Reaktion. Bisschen Neid könnte auch dabei sein: ich haben einen befreundeten Kollegen, der aus dem Fenster springen wird, wenn ich auch nur einen Tag vor ihm kündige – „DAS kannst du mir nicht antun! Ich könnte an nichts anderes mehr denken und müsste mich umbringen.“ Mein Angebot, dann hin und wieder am Büro vorbeizufahren und ihm Hupzeichen zu geben, hat er wütend abgelehnt. 🙂
    Meine Eltern waren selbstständig, hatten immer viel Stress und würden mir die finanzielle Unabhängigkeit und die selbstgewählte Kündigung wohl gönnen.

    Ehrlich gesagt habe ich mir bis vor kurzem um mich selber ein bisschen Sorgen gemacht: was mache ich denn dann eigentlich den ganzen Tag, wenn das wirklich klappt? Habe das für mich aber beantwortet. Sobald ich ein bisschen Zeit und Raum für mich habe, schlafe ich mich drei Tage aus, um mich danach mit allem, was ich habe und großer Intensität, ernsthaft in irgendein Thema zu vertiefen. Meine Eltern haben mir als kleines Kind ein paar Märchenkassetten und Bauklötze ins Kinderzimmer geworfen und hatten den ganzen Tag Ruhe vor mir.

    Bisschen Sport. Bisschen von der Freundin organisierte soziale Interaktion. Bisschen rumkurven. Einkaufen. Kochen. Klingt vielleicht nicht so spannend – aber wenn ich etwas Zeit hatte, kam da eigentlich immer etwas ganz gutes raus.

    Die Freundin wird sich irgendwo einen Gaul schnappen und viel durch die Gegend reiten. Außerdem liest sie mindestens so viel wie ich. Den Rest der Zeit werden wir Besuch haben. Passt schon und wird gut.

    Gute Nacht,
    Garnix

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  7. Gude Garnix,
    das klingt doch nach einem prima Plan. Dass mir langweilig werden sollte, glaube ich auch nicht. Brauche allerdings auch nicht so viel Nervenkitzel wie Du 🙂
    Zur allergrößten Not könnte ich ja wieder arbeiten gehen, das fände ich aber wahnsinnig traurig, ist also nur eine hypothetische Option.
    Als schönes neues Projekt hat sich für Anfang nächsten Jahres Nachwuchs angekündigt, Aufgabe ist also gegeben. Blöd: Wenn Du mit allen Plagen aus der Schulpflicht raus bist, rutsche ich gerade rein. Ende der Reisefreiheit!
    Bin aber natürlich guter Dinge, sind ja noch 7 Jahre hin…

    Schönen Tag noch wünscht die Ente

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  8. Meinen herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs, liebe Ente! Schön, dass ihr viel Zeit für euch habt. Und was in sieben Jahren oder so ist, weiß ja kein Mensch. 🙂

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