Projekt „Skinny Bitch“

Am Freitag, gestern vor einer Woche, kam ich von der Arbeit nach Hause und hatte nach zweieinhalb Jahren beruflichen Stresses das erste Mal wieder das Gefühl innerer Zufrieden- und Ausgeglichenheit. Fühlt sich an, als hätte ich zusammen mit meinem Team die richtige und angenehme Flughöhe erreicht. Nicht dass wir jetzt keinen Stress mehr hätten – aber wir fühlen uns damit wohler in unserer Haut, weil wir im Prinzip für alles eine logische und brauchbare Antwort haben.

Beruf: check.

Was jetzt? In den zweieinhalb Jahren habe ich streßbedingt Unendlichkeiten an Süßigkeiten gefressen. Jeden Abend ein, zwei Magnum Almond, Kekse, dosenweise Nüsse und sonstige Schokolade. Ging irgendwie nicht anders. Das war meine Reaktion auf den Stress. Und ich kann nicht über Nacht tausend Probleme gleichzeitig und ohne Schokolade lösen.

Dank meiner beruflichen Fortschritte und Zufriedenheit ist jetzt gottseidank aber wieder ein bisschen Zeit und Kraft da, mich um ein neues Projekt zu kümmern, das ich „Skinny Bitch“ getauft habe.

Meine Freundin ist (bei sich) so was wie ein Körpernazi. Sehr schlank.

Garnix: „Wie fühlt es sich eigentlich an, so eine skinny Bitch zu sein?“
Tina: „Ist das Beste überhaupt.“

Dachte ich mir schon. Wenn die Hose kneift und das Hemd alle zwei Minuten rausrutscht, weil man ein fettes Ungeheuer ist, dann ist das doof und nervt. Außerdem schlafe ich viel schlechter, habe tendenziell hohen Blutdruck und Herzquietschen. Kurzum: Übergewicht ist scheiße.

Das Projekt „Skinny Bitch“ war geboren. Garnix goes skinny. Gesagt getan und am Montag morgen nach laaaaanger Zeit wieder auf die Waage gestellt. Und wer mich kennt, weiß, dass jetzt gleich Zahlen und Grafiken kommen:

sb1

Los ging die Reise letzten Montag (05.03.) mit sagenhaften 103,1 kg. Montag bis Donnerstag dann die Süßigkeiten weggelassen, bis 12 Uhr nur Obst gegessen und gegen 18 Uhr dann einen Eimer Salat und irgendwas halbwegs gesundes. Am Freitagmorgen stand die Waage dann bei 100,0 kg. Schon mal gut. Am Freitag (gestern) dann eine zweiwöchige Almased-Fastenkur eingeleitet. Der Kram funktioniert – habe damit vor fünf Jahren innerhalb von drei Monaten mal von 105 auf 88 Kilo abgespeckt (17 Kilo).

Zur Tabelle oben: ein Kilo Fett steht für ca. 7.000 Kalorien. Weil ich relativ muskulös bin und jeden Tag viel laufe bzw. ein bisschen Sport mache, gehe ich von optimistischen 3.000 Kalorien aus, die ich jeden Tag verbrenne – vielleicht sind es auch 200 Kalorien weniger oder mehr aber das passt schon so halbwegs. Im Rahmen meiner Fastenkur nehme ich am Tag nur ca. 1.000 Kalorien zu mir, achte aber darauf, dass da alles dabei ist (Proteine usw.) und dass die Gewichtsabnahme möglichst nicht auf Kosten der Muskulatur erfolgt. Im Gegenteil: Fasten setzt Endorphine frei, ich mache mehr Sport und gewinne an Muskeln.

3.000 – 1.000 = 2.000 Kalorien Einsparung pro Tag. Nicht so schlecht. Wenn man dann noch 7.000 Kalorien durch 2.000 Kalrien teilt, weiß man, wie lange es dauert, ca. 1 Kilo Fett abzubauen: 3,5 Tage.

Ziele: 82 kg (von 103 kg) und einen Bauchumfang von 80 cm (von 110 cm).

Fastenkur meint: zwei Wochen keine feste Nahrung. Nur Almased. Danach geht’s nach Irland mit normalem Essen: bis 12 Uhr Obst und gegen 18 Uhr eine möglichst gesunde Mahlzeit.

Hinweis: die 4,8 Kilo, die ich in fünf Tagen vermeintlich verloren habe, sind in erster Linie auf weniger Mageninhalt und eine allgemeine Entwässerung zurückzuführen. Es wird und kann also nicht in dieser Geschwindigkeit weitergehen.

Aber: mein Körper ist ein Wunderwerk und tut, was er kann, um den Quatsch den ich ihm so unterjubele, zu verbrennen.

Dass ich mit 82 Kilo Zielgewicht keine „Skinny Bitch“ bin, ist mir auch klar. Will ich gar nicht und passt auch gar nicht zu mir. Der Projektname ist trotzdem gut. 🙂

2 Kommentare zu „Projekt „Skinny Bitch““

  1. Sehr gut 😉 Sieht nach nem Plan aus. So ein ähnliches Spread habe ich mir von 1,5 Jahren auch gebaut. Ziel war bei mir von 85kg auf 70kg .. habe ich geschafft wobei es aktuell wieder bei so 73 kg pendelt .. kann dir als Lektüre noch „Fettlogik überwinden“ von Nadja Herrmann empfehlen.

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