Gehebelte Cash-Position?

Der nachfolgende Chart zeigt den ETF001 Dax long und den ETF004 Dax short im Vergleich. Ich folge der gängigen Meinung, dass Liquidität der Hedge des Value Investors ist, und man zu jeder Zeit 25 bis 30 % Cash halten sollte, um den Dollar nicht für 50 Cents sondern hier und da vielleicht sogar für 25 Cents zu kaufen. Schöne Vorstellung!

Zumindest wenn man nicht gerade in der Sturm und Drang-Phase ist, so wie ich, wo das Geld an allen Ecken und Enden fehlt. Nichtsdestotrotz reift in mir der Plan, den Dax jenseits der 13.500 Punkte und unter Berücksichtigung der üblichen Dax-Handelssignale (http://www.daxjaeger-blog.de/) mit dem ETF004 mit etwa 10 % Depotanteil zu shorten. Der ETF an sich ist nicht gehebelt – dafür hebelt er aber meine Cashposition um 100 % von 10 auf 20 %. Viel mehr als ein Plan ist das aber auch noch nicht. Ein Freund von mir schichtet gerade ziemlich viel in Berkshire um. Auch nicht doof, weil Buffett mit seinen 80 bis 100 Mrd $ Cash den Markt leerkaufen und nach meiner Meinung einen Mörder-Rebound hinlegen wird. Oder aber ich diszpliniere auf die alten Tage noch meinen Optimierungswahn und handele nach Lehrbuch. Ist aber eher unwahrscheinlich.

etf004

Das Jahr hat übrigens unglaublich gut angefangen. Mein Depot liegt im Januar bislang mit 24,7 % im Plus. Die Dezember-Verluste sind Stand heute ausgemerzt. Die 140.000 € sind in Reichweite.

3 Kommentare zu „Gehebelte Cash-Position?“

  1. Gute Frage die du aufwirfst, wie schafft man es im Crash den Drow-Down zu minimieren. Auf lange Sicht ist die Performanz ganz wesentlich davon abhängig wie gut das einem gelingt. Ein Ansatz wäre einfach kontinuierlich auf Deep Value zu setzen, dann frisst man zwar seine -60%, hat aber in der darauf folgenden Erholung sehr hohe Renditen. Mein Ansatz wäre das nicht. Was ich zur Zeit probiere ist deinem Ansatz recht ähnlich, allerding shorte ich nicht den breiten Markt (ich habe meine Zweifel das ich nicht doch in dem einen oder anderen Jahr dem Markt hinterher hinke), sondern schorte gezielt Expensive Junk, wie Tesla oder AK Steel.

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  2. Danke für deinen Kommentar. Ich merke gerade, dass ich das Thema bei Gelegenheit noch mal genauer durchleuchten muss. Habe noch keine quantitative Studie zum Thema gefunden – so in der Art „Levermann rückwärts“. Wie lange planst du denn beispielsweise in Tesla short zu sein? Und was kostet dich der Spaß?

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  3. Hallo,
    Tesla werde ich solange shorten, bis entweder der Kurs auf unter 200 fällt oder sich der Cash-Flow unerwartet gut entwickelt. Die Leihgebühren sind sehr gering zurzeit unter einem Prozent. Das Risiko mich doch zu täuschen liegt deutlich schwerer. Daher versuche ich auch die short Positionen stark zu diversifizieren, sodass jede Position nur etwa 1% meines Depots ausmacht.

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