Excel-Overkill

Anbei zum Zeitverteib ein Update in Sachen Excel-Gedöns.

Lineare und progressive Depotziele um das Gesamtziel (1,2 Mio€) am 28.08.2024 zu erreichen. Linear meint Stand heute: ich brauche aktuell einen Vermögenszuwachs von 152 k€ pro Jahr um am Stichtag bei 1,2 Mio€ Depotwert einzutrudeln. In der Spalte „Soll Progressiv“ werden Soll-Depotwerte unter Annahme der Zielrendite nach Steuern berechnet (die liegt bei mir bei lustigen 21,4 %). Wie komme ich noch mal auf die 1,2 Mio€ als Ziel? Wenn ich irgendwas um die 36.000 Euro netto pro Jahr brauche und nur 3 % aus dem Depot entnehmen möchte, ergibt sich folgende  Rechnung: 100 % / 3% = 33,33 x 36.000 Euro = 1.200.000 €. Und, ja, die Inflation unterschlage ich hier großzügig. Die Spalte „Ist“ zeigt den tatsächlichen Depotwert am jeweiligen Monatsultimo. Progressives Ziel für 2018: 181.976 €. Lineares Ziel wären: 404.185 Euro.

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Das 10.000€-Log: hier halte ich fest, an welchem Tag das Depot die nächsten 10.000 Euro eingeloggt hat. Dann rechne ich nach, wie lange das gedauert hat, welchem Vermögenszuwachs das entspricht und male lustige Charts. Wenn man genauer guckt: am 21.11.2017 standen 130.000 Euro auf der Uhr. Im Dezember ging das dann zwischendurch auf 90.000 Euro runter. Aktuell sind wir wieder so bei 128.000 Euro. Will sagen: dieses Sheet suggeriert ein stetiges Depotwachstum. Das ist mitnichten der Fall. Ich finde es aber trotzdem gut, weil es meine Nerven beruhigt.

10000

Der Portfolio Pilot sieht dröge aus, ist aber nachwievor sehr praktisch. Ich benutze ihn als Watchlist, verwalte hier Kursziele für meine Watchlist-Werte, potentielle Renditen und Gewichtungen im Depot. Frische Kurse zieht Excel per Knopfdruck aus dem Internet und sortiert dann die Werte nach dem höchsten annualisierten Renditepotential. Meint: die vermeintlich profitabelsten Aktien stehen oben. „B & W“ steht für Bauchgefühl und Wissensstand.

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Der Networth Tracker zeigt meine Vermögensentwicklung auf Monatsbasis. Anbei die Zahlen aus 2017. Über der grünen Headerzeile berechne ich ein paar Durchschnittswerte bzw. mache Hochrechnungen für das laufende Jahr. Hier sieht man noch mal ganz plastisch, dass der Dezember 2017 und ich keine Freunde waren.

networth

Das Portfolio-Einkommen verfolge ich auch noch mal separat in einer Brutto-/Nettobetrachtung. Der finanzielle Freiheitsgrad wird auch noch gleich ausgerechnet.

ff52201801

Den Glückschart gibt es natürlich auch noch. Bin aktuell zu 80 % glücklich. Miesester Wert: 25 % Eltern. Alle paar Monate gibt es Streit, ich werde enterbt usw.

glueck

Das optisch unspektakulärste Sheet, die Projektion, ist inhaltlich am brisantesten. Für die größeren Investments in meinem Depot gibt es eine Kursprojektion. Da wird der aktuelle Kurs gezogen, das von mir oder vom Unternehmen angenommene Umsatzwachstum und die Netto-Marge eingetragen, ein KGV zugestanden und dann munter sieben Jahre in die Zukunft gerechnet (bis 2024). Was ihr nachfolgend seht, ist MEINE Projektion für Cytosorbents, die aktuell ein sequentielles Wachstum von rund 20 % haben (2017-Q3 -> 2017-Q4). Mit „Zinseszins“ / CAGR entspräche ein solches Wachstum annualisert 107 %. Ich gehe in meiner Betrachtung aber nur von 80 % aus, was immer noch größenwahnsinnig ist. Das zugestandene großzügige KGV von 20 ist der Tatsache geschuldet, dass das deren Blutfilter meiner Meinung nach einen 5 – 6 Mrd$ Markt aufrollen wird. Übrigens gilt wie immer: wer das für bare Münze nimmt und meinen Fantastereien folgt, hat selber Schuld.

Wenn aber alles klappt, habe ich 2024 einen Networth von 7.044 Mio€ und lade prompt und quasi alle Menschen, die ich kenne, auf ein Sommerfest ein. Ich bin dann der am Veggie-Bratwurststand mit einem dezenten Lächeln im Gesicht.

projektion

Noch so ein Reichrechner, der Zinses-Zins-Blick. Hier steht schwarz auf gelb, blau, weiß, dass ich, bei einer angestrebten Nachsteuer-Zielrendite von 21,4 % Ende 2024 einen Depotwert von 1,86 Mio€ habe.

zz

Das sind natürlich nicht alle Sheets. 🙂 Aber für heute lasse ich es mal gut sein. Dass das alles an der Grenze des Hochalbernen ist, ist klar. aber mehr als 15 Minuten kostet mich der Spaß pro Monat nicht.

 

 

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