Das Wort zum Montag

„Oh, ja, sagte ich mir, bald wird alles zu Ende sein… uff! Es reicht einem… mit fünfundsechzig Jahren und etzlichem, was kann einen da schon die schlimmste Erz-H-Bombe scheren? Z-Bombe? Y-Bombe? Ein Furz! Lappalien! Schrecklich nur das Gefühl, so seine ganze Zeit verloren zu haben und welche Unmasse von Anstrengung für diese grässliche, verfluchte Horde von Knechten! Was ein Elend, Madame!

‚Verkaufen Sie Ihren Groll, seien Sie Still!‘

… in Teufels Namen, einverstanden! Na schön, aber wem? Die Käufer maulen über mich, scheint es. Sie lieben und kaufen nur die Autoren, die fast wie sie selbst sind, dazu gerade noch eine farbige Borte. Chef-Bediener, Chef-Arschwisch, Dinglecker, Ausflüsse, Weihwasserbecken, Richtpfähle, Bidets, Fallbeile… da will sich der Leser wiederfinden, sich wie der Nächste, der Bruder fühlen, sehr verständnisvoll, zu allem bereit…

‚Schweigen Sie! Schon auf den Galeeren hatten sie zehn Prozent Freiwillige, Sie gehören zu Ihnen!'“

Frei zitiert aus Norden von Louid Ferdinand Celine. Umstrittener Autor. Sehr geiler und witziger Romananfang. Mit Blick auf den morgigen Montag früchte ich nur, dass leider wesentlich mehr Knechte und Freiwillige unterwegs sind.

Ich gehöre zu Ihnen. Noch.

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