Sex II

(Fortsetzung von https://freiheit52.wordpress.com/2017/06/03/sex/)

Kollege: „Funktioniert der Kram denn?“

Ich lache ihn aus: „Was denkst du denn?“

Kollege: „Klingt fast so. Also weiter…“

Der nächste Begriff auf dem Flipchart: Variabilität.

 

Garnix: „Magst du Spaghetti-Eis von der Eis-Christina?“

Kollege: „Ja. Supergeil!“

Garnix: „Du weißt, was jetzt kommt?“

Kollege: „Ja – dass man nicht immer Spaghetti-Eis essen kann – egal wie gut es ist.“

Garnix: „Richtig, Mausibär. Wenn du Top-Werte in Sachen Dominanz und Emotionalität hast, aber immer die gleiche Nummer mit den gleichen Texten durchziehst, kannst du es auch gleich lassen. Geht nicht. Schläfert die Frauen genau so ein.“

Kollege: „Du gehst mir so auf den Sack mit deinen Weisheiten – was soll man denn machen? Mit einem Flic-Flac vom Kleiderschrank ins Bett hüpfen? Du bist so ein Klugscheißer!“

Garnix: „Ich weiß. Tut mir leid. Soll ich aufhören?“

Kollege: „Du Arschloch! Nein…“

Garnix: „Ist gar nicht so schwer. Bring sie zum Hyperventilieren – bis ganz knapp vor den Orgasmus. Dann brichst du ab, stehst auf, ziehst dich an und sagst ihr, dass du jetzt gerne mit ihr in eine Bar oder zum Chinesen-Fietje gehen würdest, weil du Hunger hast. Später unterwegs im Auto, in einem Hauseingang oder sonst wo, wenn sie irritiert oder vielleicht sogar ein bisschen wütend ist, bringst du die Nummer zu Ende. Wenn sie denkt, dich sexuell zu kennen, brichst du mit deinen Mustern. Übrigens: ALLE Frauen, die ich kenne und die ich sexuell wieder aufgeweckt habe, lieben Rollenspiele. Sie klopft als Escort an dein Hotelzimmer. Am besten hast du ein Zimmer mitten in der Stadt mit einem coolen Ausblick. Sie kommt ins Zimmer, du lässt sie vor dir knien oder lässt sie sich nackt ans Fenster stellen, presst sie dann gehen die Scheibe und vögelst sie. Für den Anfang so was in der Art.“

Kollege: „Klingt so nach Klischee.“

Garnix: „Kommt auf dich an – Hauptsache nicht immer Spaghetti-Eis.“

Kollege: „Ok. Und wie läuft das so bei dir?“

Garnix: „Ganz gut.“

Kollege: „Oh Mann. Weiter.“

Flipchart. Letzte Dimension: Fallen lassen.

Garnix: „Die Königsdisziplin. Ist auch am schwierigsten. Ziel ist es, völlig im Moment zu sein. Keine Sekunde irgendwas zu planen oder zu denken. Einfach im Moment und den Instinkten versinken – egal was passiert – auch wenn ein Flugzeug im Vorgarten landet. Muss ich auch noch üben. Da geht immer noch mehr. Und je besser du dich fallen lassen kannst, desto leichter fällt es auch der Frau. Ist quasi ansteckend.“

Kollege: „Das war’s?“

Garnix: „Jo.“

Kollege: „Und was passiert, wenn ich das mache?“

Garnix: „Naja, wenn du in allen Dimensionen annehmbar gut bist, hast du eine sehr glückliche und erfüllte Frau. Ich bekomme relativ oft einen Freibrief für alles, was ich möchte. Wenn du es übertreibst, kann eine sexuelle Abhängigkeit entstehen, die lassen dir dann quasi alles durchgehen, weil sie sowas vorher nie hatten und große Angst bekommen, dass ihr sexuelles Erwachen nach dir wieder wegbricht.“

Kollege: „Ist nicht dein Ernst!“

Garnix: „Probier‘ es aus.“

Drei Wochen später waren wir im Steakhouse. Er hat bezahlt und war sehr glücklich.

3 Kommentare zu „Sex II“

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