Auch das noch

Bis August 2015 war ich der größte Fleischesser überhaupt. Hatte quasi schon zum Frühstück Lammrücken auf dem Grill liegen. In den besseren Steakhäusern der Stadt begrüßte man mich mit Namen und Handschlag und führte mich zu meinen Stammtischen. Ein Leben ohne Fleisch schien komplett, völlig und total abstrus und unmöglich.

Nichtsdestotrotz gab es so eine heimliche und stille Bewunderung für Vegetarier – krass, wie man aus ethischen Gründen von sowas sensationellen wie Fleisch loslassen konnte. Veganer waren für mich Extremisten – out of this world.

Kurioserweise habe ich in meinem Leben insgesamt sicher deutlich mehr als 100 Wildschweine, Füchse, Rehe und sonstiges Viehzeugs im Jagdrevier meines Vaters abgemurkst. Der ethische Zug inklusive Einzug ins Himmelreich der guten Menschen ist für mich also schon lange abgefahren.

Aus meiner Sicht gibt es drei Motive, keine Viecher mehr zu essen.

  1. Ethische Motive: bei mir hat exakt ein Film ausgereicht. Nach 95 Minuten und 45 Sekunden war ich weg vom Fleisch/Fisch. Keine Ahnung, wie man den Film gucken
    kann und danach weiter Viecher isst: http://www.nationearth.com/earthlings-1/
  2. Gesundheitliche Motive: da reichen dann schon 74 Minuten und 43 Sekunden – https://www.youtube.com/watch?v=d0IhZ-R1O8g
  3. Umweltpolitische Motive: 91 Minuten http://www.cowspiracy.com/

Es ist so mittelschwer, da nicht pathetisch zu werden. Aber ich gebe mir Mühe und mache jetzt mal Schluss.

Schönen Sonntag!

ps_
So sehen die veganen Business-Schuhe aus, die ich mir gerade bestellt habe:

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