5-Dimensionales-Familienmodell

In der Annahme, dass wir alle wenig Zeit haben, gilt es, die vorhandene Zeit und Energie effizient einzusetzen. Wie macht man das? Wie erkennt man, wo es sich gerade lohnt, Zeit zu investieren? Wie ist man effizient? Es gibt Beraterottos, die dann die Weltformel auspacken. Und die geht so:


E = (Q x A)^M

Auch wenn die Formel eher plakativen Charakter hat, ist sie gut.

E = Effizienz
Q = Qualität
A = Akzeptanz
M = Management

Effizienz ist somit das Produkt aus Qualität und Akzeptanz und potenziert sich durch ein hoffentlich ordentliches Management.

Um das plastischer zu machen, zwei Szenarien:

  1. Ich bin der totale Eierkopf. Ich habe eine 100-Punkte Idee und will diese, ohne Rücksicht auf Verluste und ohne jemanden zu fragen, umsetzen. Akzeptanz ist 0.
    Formel lautet also:  E = 100 x 0
    Ergebnis: nix – ich brauche Akzeptanz, die ich aber nicht habe
  2. Akzeptanz ist da aber leider keine gute Idee -> Formel E = 0 x 100 – Ergebnis ist dann auch nix

Im Idealfall habe ich also brauchbare Ideen, die eine brauchbare Akzeptanz haben und die durch ein brauchbares Management befördert werden.

Manager: Schön und gut – aber wie und wo soll man sowas im laufenden Betrieb einsetzen?

Berater: ändern soll man nur, was man messen kann.

Manager: Watt? Man kann doch nicht alles messen und von wegen bewegliche Ziele und hohe Komplexität und so weiter.

Berater: Doch. Man kann für alles ein Mess- oder Bewertungssystem aufbauen.

Manager: Ja, von wegen. Immer Zahlen. Geht doch nicht!

Berater: Doch. Nehmen wir eine „Familie“. Eine Ex-Frau, eine Tochter und den Garnixoderguru. Komplexe, instabile Welt und so.

Manager: Wie will man das in Zahlen packen?

Berater: Easy. Wir lesen einfach die neuesten Studien der besten Familientherapeuten und isolieren Dimensionen, Kriterien und Fragen, die für die „Qualität“ einer Familie ausschlaggebend sind. Danach überprüft man die Akzeptanz dieser Dimensionen, Kriterien und Fragen mit den Betroffenen – in diesem Fall mit meiner Tochter und bittet sie um ein Feedback.

Kinder sind die besten Feedbackgeber überhaupt, die sind nämlich meistens sehr ehrlich.

So könnte das dann aussehen:5DFamilie

Das ist jetzt nicht hohe Mathematik. Die Tabelle will nur sagen, dass ich komplexeste Systeme mit einer hohen Akzeptanz abbilden, die schwächer wahrgenommenen Kriterien isolieren und dann mit hoffentlicher hoher Akzeptanz und guter Qualität verbessern kann – am liebsten natürlich mit der Unterstützung des Managements.

Dass ich in der Bewertung meiner Tochter relativ gut abschneide, bitte ich nachzusehen. Meine Tochter findet mich zwar etwas merkwürdig – aber sonst ganz ok.

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