Von 0 auf 1,351 Mio

Der Kollege hier war zusammen mit seiner Frau und relativ normalen Gehältern in zehn Jahren durch. Die beiden haben inzwischen drei Kinder, kochen und essen gut, machen tolle Reisen, haben ein Haus und wirken wunderbar entspannt. Ein großes Vorbild und ein toller Artikel: Root of Good.

Warum ich das in sieben Jahren schaffen will? Weiß ich gar nicht so genau. Vielleicht wegen Peter Maffay? Sieben dunkle Jahre überstehen. Naja, gefühlt reicht die Kraft nicht mehr für zehn Jahre. Es ist nicht so, dass sie einem hohe Gehälter hinterherwerfen. Manchmal quietscht mein Herz schon etwas. Mein Kardiologe behauptet, dass noch alles passt. Unter der Woche schlafe ich oft nur drei oder vier Stunden, weil ich schlecht abschalten kann. Am Wochenende liege ich, wenn man mich lässt, tot im Bett. Es gibt Kollegen mit Tinnitus und kreisrundem Haarausfall. Aber ich will auch nicht großartig jammern. Habe mir das alles selbst so zusammengestrickt – und es gibt ja auch einen Ausweg.

Einem meiner Kollegen habe ich gerade einen BMW X6 kaputtgerechnet. Er weiß nicht, ob er mich hassen oder gutfinden soll, weil ich ihm sein Traumauto ausgeredet habe. Inzwischen ist er gedanklich bei einem Audi A3 angekommen. Ich gebe aber nicht auf und labere ihn auf einen SEAT Mii für sieben oder achttausend runter.

Zu diesem Zweck habe ich so ein Auto-Zerstörer-Excel-Sheet gebaut.

seat

Der Seat kostet ihn mit Wertverlust und allem drum und dran ca. 112 Euro pro Monat. Der X6 läge bei rund 750 Euro pro Monat:

x6

Die Rechnung hat nicht Anspruch, hundertprozentig genau zu sein. Geht nur darum, ihm sein Clown-Auto auszureden.

GoG: „Der X6 kostet dich etwa 7.500 Euro pro Jahr mehr. Wenn du 20 Jahre so eine Kiste fährst, sind das – ohne irgendwelche Zinsen – 150.000 Euro. Wenn du den Seat kaufst, kannst du ein paar Jahre früher aufhören zu arbeiten.“

Er ist schwer am Hadern mit sich und der Welt und dem SEAT Mii. Aber wird schon.

8 Kommentare zu „Von 0 auf 1,351 Mio“

  1. Musste neulich mit anhören, wie einer seinen C63 AMG dem 18 jährigen Praktikanten schön geredet hat. Unglaublich, was manche junge Leute so für Vorstellung haben. Und ich dachte mir so: nimm die 1000 € Leasingrate im Monat lieber für echte Investments her. Dann hast du in ein paar Jahren mehr davon. Was nützen einem 6000 € Monatseinkommen, wenn man 6500 pro Monat ausgibt…

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  2. Also ich bin seit ein paar Monaten mit meinem Seat Mii zufrieden. Bringt mich noch ohne Probleme von A nach B und die meiste Zeit steht er da und wartet das ich fahre 😉 . Na Spaß bei Seite. Der Wagen reicht für die Stadt echt voll aus. 20€ Kfz Steuer im Jahr sind sicherlich auch günstiger als die Steuer für ein Motorrad und die Versicherung selbst für einen Fahranfänger ist noch bezahlbar.
    Das einzige kleine Manko, jedenfalls bei mir, einmal Jährlich zur Inspektion. Aber das ist ja auch zu verschmerzen wenn man bedenkt das so auch die Sicherheit nicht zu kurz kommt.
    Ürigens ist der Seat Mii mein erstes eigenes Auto nach ca. 20 Jahren Führerschein 🙂
    Man sieht man braucht keinen Porsche um die grauen Haare und den Haarausfall zu kompensieren.

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  3. Hi rwsub, den meisten Spaß mit Autos hatte ich eigentlich immer im Urlaub – mit so kleinen abgerockten Mietwagen – a la Renault DingoTwingo. Kenne ein paar sehr wohlhabende Leute auf Mallorca, die dort totale Schrottautos fahren und das sehr genießen. Muss aber für mich auch sagen: schnelle Autos machen schon auch Spaß. Wenn mich da die Sehnsucht packt, rufe ich ein paar Freunde an und gehe auf so eine Outdoor-Kartstrecke in der Nähe.

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  4. Hi, EasyWISA. Mein bester Freund wollte kürzlich meinen Segen für ein 145.000 Euro Auto. „Nur einmal im Leben ein schönes Auto!“ sagte er. Bin spaßhalber auf die Zahlen eingegangen und habe ihn dann darauf hingewiesen, dass gemeinsames Abhängen/Weltbereisen in zehn Jahren so eher schwierig wird. Letzen Endes ist aber schon groß und muss das selber wissen.

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  5. Hallo GarnixOderGuru,

    klingt rational, aber mit einem Carrera bei 287 km/h über die Autobahn ist nicht zu schlagen, selbst bei 40 l/km ;-). Die Beschleunigung bei 210 km/h und maximalem Drehmoment ist ein Wahnsinns-Gefühl. Genau so, wie im 3. Gang nach einer Baustelle von 80 auf 180 km/h zu ziehen.
    OK, er sollte nicht neu gekauft werden, aber es geht doch nicht darum Geld anzuhäufen, sondern Spaß zu haben. Wirtschaftlichkeit ist alles; ich kaufe auch Jahreswagen, aber einfach meinem Budget entsprechend und nicht so günstig wie möglich.

    Grüße, Alex

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  6. Hi Alex, als ich 17 war habe ich meinem Vater eine Probefahrt in einem 911er (964) organisiert. Pünktlich zum 18. Geburtstag hatte er dann einen nagelneuen 911er für 140.000 Mark in der Garage stehen. Die Schlüssel waren in seiner Sockenschublade. Es gab wenige Straßen in der Stadt, die ich nicht mit 200 km/h gefahren bin. Drehzahlbegrenzer setzte bei Tacho 296 km/h ein. Macht viel Spaß, das stimmt. Hatte auch sehr schnelle Motorräder. In meinem Fall fuhr der Tod quasi immer mit. Hatte immer einen sehr hohen Vollgasanteil. 🙂 Bin aus dem Alter aber raus. Zur Not gehe ich auf die Outdoor-Kartstrecke.
    Gibt übrigens eine Faustregel für Autos: sollen nicht mehr als drei Buttomonatsgehälter kosten, steht in irgendeinem Sparfuzzi-Buch. Mein nächstes Auto wird ein halbes Bruttomonatsgehalt kosten: ein neuer Seat Mii.

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  7. Hallo GarnixOderGuru,
    gut, 3 Bruttomonatsgehälter, dann müssen die gesteigert werden, damit Du Dir das Auto leisten kannst, das Du willst. Aber Gehalt ist egal, wenn das Vermögen groß genug ist. Der Gedanke dahinter ist nicht Wohlstand, sondern Lohnsklaverei! (Ok, hart formuliert… 😉
    Ich finde, nicht das Leben sollte kaputtgespart werden, damit ich genug habe, sondern ich muss so viel Geld haben, damit ich das Leben so leben kann, wie ich will.

    Fahre auch nicht mehr so schnell, bin jetzt Familienvater. Aber was man sich anhören muss, das Auto ist unpraktisch, zu teuer, zu laut, zu was auch immer. Aber als Zweitwagen den Motor anzulassen, das tiefe Brummen und im 5. Gang durch die Stadt bei nicht mal 1.500 U/min und Beschleunigung satt. Wer es sich leisten kann und Spaß daran hat, soll es machen.

    Für mich zählt heute Abstandstempomat, Geschwindigkeitsanzeige, Keyless Entry, autom. Heckklappenöffnung, 2 Handyverbindungen für Freisprechen und Allrad, dafür reichen sogar 2l Hubraum. Aber zu alt darf das Auto deshalb nicht sein und es kostet wahrscheinlich mehr als Dein Seat Mii (kenne ich nicht einmal).

    Grüße, Alex

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  8. Hi Alex, im Urlaub war ich immer mit Kleinwagen a la Renault Twingo oder sowas unterwegs und maximal glücklich. Meistens waren die ringsrum verdellt und staubig, und ich bin mit den Dingern zB auf Fuerteventura wie Walter Roehrl auf Feldwegen rumgedonnert. Schönes Gefühl – so freiheitsmäßig. Ich kenne ein paar Ottos mit krassen Häusern auf Mallorca, die alle achtstellig reich sind, und dort mit den letzten Kackeimerautos schweineglücklich rumfahren. Mir fehlt da im Moment nix. Wenn ich 5 Mio hätte, müsste ich noch mal kurz in mich gehen, aber der Gedanke, dass ich dann auch noch so einen Kackeimer fahre, gefällt mir ganz gut. Hauptsache ich ziehe meinen besten Freund, der eine große Schwäche für 600 PS Autos hat, nach Belieben beim Kartfahren ab. 🙂

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